Konzeptionelle Darstellung eines auf Kennzahlen basierenden Öko-Controlling unter Einbeziehung der Balanced Scorecard
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Frank Czymmek
- Abgabedatum: Dezember 2000
- Umfang: 93 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4762-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4762-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4762-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Czymmek, Frank Dezember 2000: Konzeptionelle Darstellung eines auf Kennzahlen basierenden Öko-Controlling unter Einbeziehung der Balanced Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Controlling, Balanced Scorecard, Öko-Controlling, Umweltmanagement
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Diplomarbeit von Frank Czymmek
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit thematisiert die konzeptionelle Darstellung eines betrieblichen Öko-Controlling als Baustein und Strukturelement des Umweltmanagements in Unternehmen. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung ökologieorientierter Fragestellungen für unternehmerische Entscheidung sollen die Notwendigkeit und die Potenziale des Öko-Controlling dargestellt werden. Der Schwerpunkt innerhalb der Öko-Controlling-Konzeption wird dabei auf Kennzahlen und Kennzahlensysteme als operative Instrumentarien gelegt. In diesen Kontext soll das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) integriert werden.
Während die BSC innerhalb des klassischen Controlling zunächst eine Weiterentwicklung und Verbesserung traditioneller Kennzahlensysteme darstellte, die die Schwächen des herkömmlichen Instrumentariums auszugleichen versuchte, wurde in der Folgezeit vermehrt das Potenzial des Konstrukts als ganzheitliches Managementsystem erkannt.
Innerhalb der Arbeit soll untersucht werden, inwiefern die BSC auch im Rahmen eines Öko-Controlling diesen Beitrag leisten kann. Dabei soll einerseits erläutert werden, worin die Grenzen und Probleme von Umweltkennzahlen und Umweltkennzahlensystemen liegen. Andererseits wird eine um ökologieorientierte Aspekte erweiterte Balanced Scorecard als potenzielles Instrumentarium für ein Öko-Controlling dargestellt und es soll diskutiert werden, ob und inwiefern es diesem Konstrukt gelingt, die aufgezeigten Schwächen und Grenzen eines auf Kennzahlen basierenden Öko-Controlling zu kompensieren. Schließlich soll das Potenzial der BSC zur Unterstützung von Umweltmanagementsystemen erläutert werden.
Gang der Untersuchung:
Anschließend an die Einleitung folgt die Darstellung der Grundlagen im Punkt 2. Dabei sollen zunächst unter 2.1 der Grundgedanke und die Grundkonzeption des betrieblichen Umweltmanagements erläutert werden. Im Punkt 2.2 wird auf die Thematik des Öko-Controlling im Vergleich zum klassischen Controlling eingegangen. Dabei sollen Ziele und Aufgaben sowie organisatorische Fragestellungen betrachtet werden. Im Folgenden werden unter 2.3 der Aufbau, die Implementierung und die Grenzen sowie in Punkt 2.4 die Instrumente des Öko-Controlling vorgestellt.
Als für diese Arbeit zentrales Instrumentarium des Öko-Controlling sollen im Kapitel 3 die Grundlagen der Umweltkennzahlen und Umweltkennzahlensysteme dargestellt werden. Dieser Punkt gliedert sich in die Ziele und Anforderungen (3.1) sowie in die Struktur und Arten von Umweltkennzahlen, die durch einige Beispiele verdeutlicht werden sollen (Punkt 3.2). Im Anschluss wird ein Überblick über bestehende Ansätze zur Darstellung von Umweltkennzahlen und Umweltkennzahlensystemen gegeben (3.3). Daran schließen sich mit den Bereichen des Öko-Benchmarking und des Öko-Rating zwei Möglichkeiten der Anwendung von Umweltkennzahlen an (3.4), bevor das Kapitel mit der Erläuterung der Schwächen und Grenzen von Umweltkennzahlen und Umweltkennzahlensystemen endet.
Das Kapitel 4 thematisiert die Balanced Scorecard als Möglichkeit zur Kompensation der Schwächen von Umweltkennzahlensystemen im Rahmen eines Öko-Controlling. Nach der Darstellung der Konzeption der klassischen BSC unter 4.1 soll die Integration ökologischer Aspekte in die BSC im Punkt 4.2 diskutiert werden. Anschließend werden unter 4.3 Ansatzpunkte für das Potenzial des Instrumentariums zur Kompensation von Schwächen eines kennzahlenbasierten Öko-Controlling aufgezeigt, bevor das Konstrukt im Punkt 4.4 abschließend kritisch hinterfragt wird.
Die Arbeit schließt im Punkt 5 mit einem Resümee und einem Ausblick.
Inhaltsverzeichnis:
| Verzeichnis der Abkürzungen | III | |
| Verzeichnis der Abbildungen | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Grundlagen | 4 |
| 2.1 | Betriebliches Umweltmanagement | 4 |
| 2.2 | Öko-Controlling im Vergleich zum klassischen Controlling | 8 |
| 2.2.1 | Ziele und Funktionen | 9 |
| 2.2.2 | Organisatorische Verankerung im Unternehmen | 13 |
| 2.3 | Aufbau, praktische Implementierung und Grenzen des Öko-Controlling | 16 |
| 2.4 | Instrumente eines Öko-Controlling | 20 |
| 3. | Umweltkennzahlen als Instrument des Öko-Controlling | 22 |
| 3.1 | Ziele und Anforderungen | 22 |
| 3.2 | Strukturierung, Arten und Beispiele | 26 |
| 3.3 | Aufbau von Umweltkennzahlensystemen | 29 |
| 3.4 | Öko-Benchmarking und Öko-Rating als Anwendungen | 35 |
| 3.5 | Schwächen und Grenzen von Umweltkennzahlensystemen | 39 |
| 4. | Die Balanced Scorecard als Möglichkeit zur Kompensation der Schwächen von Umweltkennzahlensystemen | 44 |
| 4.1 | Konzeption, Zielsetzung und Aufbau der Balanced Scorecard | 45 |
| 4.2 | Integration ökologischer Aspekte in das bestehende Konzept | 51 |
| 4.2.1 | Die finanzwirtschaftliche Perspektive | 52 |
| 4.2.2 | Die Prozessperspektive | 53 |
| 4.2.3 | Die Lern- und Entwicklungsperspektive | 54 |
| 4.2.4 | Die Kundenperspektive | 55 |
| 4.2.5 | Weitere Perspektiven | 56 |
| 4.3 | Ansatzpunkte der Balanced Scorecard für ein auf Kennzahlen basierendes Öko-Controlling | 57 |
| 4.3.1 | Mehrdimensionale Sichtweise | 57 |
| 4.3.2 | Systematisches Herunterbrechen von Zielen und Strategien auf operative Maßnahmen | 58 |
| 4.3.3 | Dynamische Konzeption und Zukunftsorientierung | 59 |
| 4.3.4 | Verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten und Integration der Mitarbeiter | 60 |
| 4.3.5 | Mitarbeitermotivation | 61 |
| 4.3.6 | Förderung organisationalen Lernens | 62 |
| 4.4 | Grenzen der Balanced Scorecard im Rahmen eines auf Kennzahlen basierenden Öko-Controlling | 63 |
| 5. | Resümee und Ausblick | 67 |
| Literaturverzeichnis | VII |
In den vorangegangen Kapiteln wurde das Kriterium der Vergleichbarkeit sowohl im Rahmen der Umweltkennzahlen als auch bzgl. der Generierung von Umweltkennzahlensystemen als wichtige Anforderung herausgestellt, da Umweltkennzahlen und Umweltkennzahlensysteme erst durch den Vergleich ihre Aussagefähigkeit erhalten.124 Vergleiche mittels Umweltkennzahlen sind gemäß Kapitel 3.2 als Zeit-, Soll-Ist- sowie Betriebsvergleiche möglich. Bezogen auf den Betriebsvergleich gilt dies insbesondere für die in diesem Abschnitt angesprochenen Anwendungsmöglichkeiten von Umweltkennzahlen: ÖkoBenchmarking und Öko-Rating. Öko-Benchmarking bezeichnet einen kontinuierlichen Vergleich von Produkten, Prozessen, Methoden (z.B. Erstellung von Öko-Bilanzen) sowie betrieblichen Funktionen (Integration von ökologischen Aspekten in die Unternehmensführung) hinsichtlich der Optimierung der Umweltverträglichkeit. Dabei orientiert man sich an dem ,Klassenbesten’, um durch Aufdecken von Stärken und Schwächen neue, effektive Ansätze zu übernehmen.125 [...]
lensystem dar, das verschiedene Auswirkungsebenen auf unterschiedlichen Unternehmenshierarchiestufen entlang der Wertschöpfungskette analysiert. Die Generierung eines Umweltkennzahlensystems sollte allgemein nach dem folgenden Schema ablaufen:123 Nach der Analyse der Ausgangssituation werden Umweltkennzahlen und ein dazugehörendes System festgelegt. Durch Erfassung der Daten können anschließend die einzelnen Umweltkennzahlen gebildet und in das Umweltkennzahlensystem integriert werden. Die Anwendung der Umweltkennzahlen erfolgt in der unternehmerischen Praxis; dabei werden sie ständig überprüft, kritisch hinterfragt und gegebenenfalls revidiert oder neu definiert. Durch die Verwendung und Pflege des Umweltkennzahlensystems können schließlich Ziele und Maßnahmen für das Umweltcontrolling und das Umweltmanagement abgeleitet werden. Damit schließt sich der Kreis in Bezug auf Abb. 5. [...]
Quelle: Seidel/Lossie/Weber (1998), S. 170. Im Zusammenhang mit der unter 3.2 getroffenen Differenzierung in Umweltbelastungs- und Umweltmanagementkennzahlen wird bei den beschriebenen Ansätzen, wenn auch gut strukturiert und detailliert, ausschließlich die Umweltbelastung abgebildet. Ein Ansatz, der die Vor- und Nachteile der bislang vorgestellten Ansätze kombiniert bzw. kompensiert, ist die Kombination der bereits erläuterten „Differenzierungsmatrix" nach Loew/Hjálmarsdóttir und der sog. „UmweltschutzKennzahlenpyramide“ gemäß Lange/Schaefer.122 Die in der Kennzahlenpyramide mitenthaltenden Umweltschutzstrategien und -maßnahmen, zu denen Umweltmanagementkennzahlen gebildet werden können, ergänzen die oben genannten Schwächen der wertkettenorientierten Systematik. Ferner vereint die Differenzierungsmatrix die Dimensionen der Wertschöpfungskette sowie eine Differenzierung hinsichtlich der Abbildungsebenen, in denen sowohl stoffund energie- wie auch kostenbezogene Kennzahlen darstellbar sind. Zusammenfassend stellt diese Kombination ein mehrdimensionales Umweltkennzah- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832447625
Arbeit zitieren:
Czymmek, Frank Dezember 2000: Konzeptionelle Darstellung eines auf Kennzahlen basierenden Öko-Controlling unter Einbeziehung der Balanced Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Controlling, Balanced Scorecard, Öko-Controlling, Umweltmanagement



