Konzeption und prototypische Realisierung von ISE Sales Auswertungen über SAP BW
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tobias Kiemes
- Abgabedatum: August 2005
- Umfang: 137 Seiten
- Dateigröße: 2,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln, Abt. Gummersbach Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9119-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9119-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9119-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kiemes, Tobias August 2005: Konzeption und prototypische Realisierung von ISE Sales Auswertungen über SAP BW, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Referenzmodell, Data Warehouse, Business Information Warehouse, Einführung, Kosten-Nutzen
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Diplomarbeit von Tobias Kiemes
Einleitung:
ISE blickt auf eine Geschichte bis in das Jahr 1930 zurück, als das Unternehmen unter der Firmierung Dr. Herrmann E. Müller gegründet wurde und ist seit 1957 Lieferant der europäischen Automobilindustrie. Erst 1997 ist die heutige Firma entstanden, als sich das Bergneustädter Werk von der Teves- Gruppe ausgegliedert hat und zur ISE Innomotive Systems Europe GmbH wurde. Seitdem ist das Unternehmen gewachsen. 2001 wurde die Gesamtunternehmensgruppe Lunke Ventra Automotive (heute ISE Industries GmbH) übernommen, weiterhin wurden weltweit mehrere Werke gebaut.
Die letzte große Erweiterung des Konzerns fand 2004 statt, als die Firma IBS Brocke (heute ISE Intex GmbH) übernommen wurde. „ISE ist international ausgerichtet und trägt, wo immer dies wirtschaftlich und strategisch sinnvoll ist, den Globalisierungstrategien der Kunden (die Automobilhersteller) Rechnung, indem das Unternehmen Kapazitäten vor Ort schafft.“ In Unternehmen dieser Größe kommt eine riesige Datenmenge zustande, die ohne eine zeitgerechte IT nicht mehr zu handhaben wäre. Aus den Daten müssen Informationen gewonnen werden und auf Basis dieser Informationen werden Entscheidungen getroffen, welche die Zukunft des Unternehmens maßgebend beeinflussen.
Diese Diplomarbeit erforscht die Grundlage für eine bessere Entscheidungsfindung. In den von dieser Diplomarbeit behandelten Auswertungen geht es um Ist- und Planumsätze. Dabei ist es für jedes Unternehmen äußerst wichtig, akkurate Kennzahlen zu erhalten, da von diesen zukunftsweisende Entscheidungen abhängen. Derzeit werden die Umsatzauswertungen mit Hilfe eines ABAP-Programms durchgeführt. Dieses Programm ist eine Eigenentwicklung, die im Laufe der Zeit immer wieder verändert bzw. erweitert wurde, dadurch sehr schlecht wartbar ist und das operative System (R/3) von ISE stark belastet.
Warum der Report mit diesen Nachteilen behaftet ist, wird in Kapitel 3.1.4 ausführlich erläutert. Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit besteht in der Entwicklung und Bewertung eines Konzeptes für die Umsatzplanung, die auf einem Data Warehouse basiert und zu hoher Flexibilität und Performanz führt. Weiterhin soll das Data Warehousing technische und menschliche Ressourcen der IT entlasten. Der Einsatz der Data Warehouse Lösung erfolgt im Rahmen dieser Arbeit prototypisch. Mittelfristig soll ein DWH – SAP’s Business Information Warehouse – bei ISE eingeführt werden.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit schafft zunächst einige Grundlagen, indem sie in Kapitel zwei das Data Warehousing erläutert. Hier wird eine Definition gegeben, auf die so genannte Referenzarchitektur eingegangen und schließlich das Business Warehouse 3.5 mit der Referenzarchitektur verglichen. Den Hauptteil liefern die Kapitel drei und vier.
Das dritte Kapitel befasst sich ausführlich mit der Ist-Aufnahme bezüglich der Sales-Auswertungen bei ISE und der Problemanalyse, während das vierte Kapitel die prototypische Lösung vorstellt. Die Zusammenfassung der gewonnenen Arbeitsergebnisse, die Bewertung der Lösung, ein Fazit und Ausblick erfolgen im letzten Kapitel der Diplomarbeit. Im Anhang finden sich neben einem Glossar Informationen über die verwendete Installation des Business Warehouse, das Quellsystem und die bisherige Reportlösung. Weiterhin sind Quelltexte und die Ergebnisse des abschließenden Testszenarios beigefügt. Verschiedene Screenshots zeigen Beispiele für Auswertungen auf Grundlage des Prototyps. Den Schluss bilden eEPKs zu den Prozessen der Report- und BW-Lösung.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung und Aufgabenstellung | 1 |
| 1.1 | Motivation | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 1 |
| 1.3 | Vorgehen | 2 |
| 2. | Data Warehousing | 3 |
| 2.1 | Definition | 3 |
| 2.2 | Chancen und Risiken des Data Warehousings | 4 |
| 2.3 | Referenzarchitektur | 6 |
| 2.4 | Business Information Warehouse | 11 |
| 2.4.1 | Architektur des SAP BW | 11 |
| 2.4.2 | BW vs. Referenzmodell | 11 |
| 2.4.3 | Das Datenmodell des BW | 19 |
| 2.4.4 | Kritische Betrachtung des BW | 20 |
| 3. | Problemanalyse und Anforderungsdefinition | 23 |
| 3.1 | Verlauf von Sales-Analysen bei ISE | 23 |
| 3.1.1 | Bedeutung der Sales-Auswertung | 23 |
| 3.1.2 | Grundsätzliche Anforderungen an die Umsatzauswertung | 23 |
| 3.1.3 | Der Report ZV189002 | 24 |
| 3.1.3.1 | Anwendersicht | 24 |
| 3.1.3.2 | Technische Sicht | 27 |
| 3.1.4 | Probleme der derzeitigen Umsatzauswertung | 28 |
| 3.2 | Mögliche Lösungen durch ein DWH | 31 |
| 3.2.1 | Kennzahlen und Merkmale | 31 |
| 3.2.2 | Vorbereitungen zum Datenmodell | 32 |
| 3.3 | Einsparungspotential | 38 |
| 4. | Konzeption | 39 |
| 4.1 | Rahmenbedingungen zur Lösung | 39 |
| 4.2 | Konzeptionelle Ansätze & Prototyp | 40 |
| 4.2.1 | ETL für die Teilanalysen | 41 |
| 4.2.1.1 | Extraktion | 41 |
| 4.2.1.2 | Transformation | 50 |
| 4.2.1.3 | Laden | 52 |
| 4.2.1.4 | Master Data | 56 |
| 4.2.2 | Gesamtlösung | 59 |
| 4.2.3 | Automatisierung des ETL-Prozesses | 63 |
| 4.3 | Bewertung | 65 |
| 4.3.1 | Gegenüberstellung der alten und neuen Lösung | 65 |
| 4.3.1.1 | Anwendersicht | 65 |
| 4.3.1.2 | IT-Sicht | 66 |
| 4.3.2 | Testszenario: ZV189002 vs. BW | 69 |
| 4.3.3 | Rentabiltitätsanalyse | 72 |
| 5. | Fazit und Ausblick | 76 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 79 |
| 7. | Anhang | 81 |
| A. | Glossar | 81 |
| B. | das EBW | 86 |
| C. | KC1, das Konsolidierungssystem | 89 |
| D. | Report ZV189002 | 91 |
| E. | Anforderungen & Lösung | 97 |
| F. | Testszenario: Report vs. BW | 101 |
| G. | Extraktion durch Funktionsbausteine | 106 |
| H. | Demonstration anhand von Auswertungen | 120 |
| I. | Prozessketten | 123 |
| J. | Kosten-Nutzen-Analyse | 126 |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 128 |
betrachtet wird. Für die Trennung spricht vor allem aber auch, dass die Menge der möglichen Merkmale nicht in allen 4 Bereichen gleich ist (siehe Anhang E-4). Es gibt eine große gemeinsame Schnittmenge von beschreibenden Merkmalen, so gehört zu jedem Bereich eine Beleg-, Material- und Kundennummer und jeder Datensatz kann einem Werk zugeordnet werden. Auf diese gemeinsame Schnittmenge muss die Auswertung zurückgreifen, wenn alle Bereiche einbezogen werden sollen. Zu Umsätzen, Lieferungen und Einteilungen gibt es aber auch (wenige) spezifische Attribute nur für den jeweiligen Bereich. Eine Einteilungsnummer existiert z. B. nur bei den Einteilungen/Bedarfen, eine Abladestelle kann nur zu Lieferungen ermittelt werden. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige bereichsspezifische Merkmale gibt – in Zukunft könnten neue Anforderungen an die IT herangetragen werden, die die Aufnahme weiterer beschreibender Merkmale erfordern. Die einzelnen Würfel können dann unabhängig voneinander erweitert werden. Bei einer getrennten Betrachtung der Würfel können auch die bereichsspezifschen Merkmale für die Analyse angeboten werden; bei einem gemeinsamen Datenwürfel wäre das nicht möglich. Die Gesamtsicht bildet dann entweder ein neuer Datenwürfel, in dem die Informationen aus den anderen Datenwürfeln zusammenfließen, oder eine logische Sicht auf diese Datenwürfel (Das entsprechende BW-Objekt nennt sich Multiprovider). [...]
ISE hat sich bereits für ein konkretes Produkt zum Data Warehousing entschieden. Die IT-Strategie setzt auf die durchgängige und langfristige Zusammenarbeit mit SAP. So wurde in allen Werken SAP R/3 eingeführt. Nicht zuletzt wegen der guten Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit SAP setzt ISE auch beim Data Warehouse auf die SAP Lösung – das Business Information Warehouse. Außerdem fallen durch das BW keine zusätzlichen Lizenzkosten an, da es in der vorhandenen mySAP.com Lizenz enthalten ist. In 2.4.4 wurden die für ISE relevanten Vorteile bereits genannt. Das Business Warehouse wurde als Entwicklungssystem installiert und an das R/3 Konsolidierungssystem angeschlossen. Das Konsolidierungssystem wird in regelmäßigen Abständen vom Produktivsystem kopiert, so dass von der Arbeit mit realistischen Daten auszugehen ist. Der in dieser Arbeit behandelte Prototyp arbeitet also nicht mit den „echten“ Daten aus dem Produktivsystem, aber mit einer sehr zeitnahen Kopie dieser Daten. Dies ist vor allem wegen der realistischen Datenmenge wichtig. Auf BW-Seite existiert zur Zeit nur das Entwicklungssystem (EBW). Auch die Hardware entspricht nicht den Anforderungen eines Data Warehouses im Produktivbetrieb. Weitere Informationen zur Hardware des EBW sind An39 [...]
In Kapitel 3.1.4 wurden die Kernprobleme der Umsatzauswertung beschrieben. Wie Inmon so treffend feststellte, ist SAP R/3 (und auch andere ERPSysteme) optimiert für das Festhalten aller Transaktionen, aber nicht für die Analyse dieser Daten. Das ist einer der Gründe, weshalb es das Data Warehousing gibt. Durch das Business Warehouse wird sich bei ISE die Belastung des R/3 Systems drastisch verringern. Analysen sollen auf dem BW geschehen, das operative Tagesgeschäft auf R/3. Mitarbeiter bei ISE wollen Auswertungen meist in MS Excel haben. Im Fall der Sales Auswertungen steht fest, dass die vorhandene R/3 Lösung die Anforderungen nicht abdeckt und zu umfangreicher manueller Arbeit führt. Das Transportieren und Aufbereiten der starren Listausgabe des Reports kostet viel Zeit und ist fehleranfällig. Das BW kann seine Ergebnisse direkt in Excel liefern. Übertragungsfehler gibt es nicht. Die Ausgabe kann dabei sehr flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Die Abteilung VE5 wird sich nur noch mit der Interpretation der Zahlen beschäftigen müssen. Anforderungen werden sich im Laufe der Zeit verändern. Änderungen an der Darstellung kann der Vertrieb bei der BW-Lösung selber vornehmen, bei der Reportlösung sind auch für geringfügige Änderungen Programmierer nötig. Erweiterungen des Datenmodells sind durch die IT relativ schnell zu handhaben. Es werden sich auch Synergieeffekte zu anderen Auswertungen ergeben. Die Daten aus einem Datenwürfel können auch von anderen Berichten genutzt werden. Beim ABAP Reporting ist dies kaum möglich. 38 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832491192
Arbeit zitieren:
Kiemes, Tobias August 2005: Konzeption und prototypische Realisierung von ISE Sales Auswertungen über SAP BW, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Referenzmodell, Data Warehouse, Business Information Warehouse, Einführung, Kosten-Nutzen



