Konzeption und prototypische Implementierung eines Moduls zur Zuordnung von Kunden auf Stereotypprofile im Rahmen eines Freizeit- und Tourismusberatungssystems mithilfe der Fuzzy-Technologie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Udo Depner
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 82 Seiten
- Dateigröße: 2,9 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5936-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5936-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5936-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Depner, Udo Februar 2002: Konzeption und prototypische Implementierung eines Moduls zur Zuordnung von Kunden auf Stereotypprofile im Rahmen eines Freizeit- und Tourismusberatungssystems mithilfe der Fuzzy-Technologie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Urlaubertypologien, Fuzzy-Logic, Regelbasis, Linguistische Variable, Profilerstellung
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Diplomarbeit von Udo Depner
Einleitung:
Die individuelle Beratung des Kunden stellt in der Freizeit- und Tourismusbranche einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Damit möglichst vollständig auf die Bedürfnisse des Kunden eingegangen werden kann, ist es nötig, ein umfassendes Interessensprofil aufzustellen. Bereits bestehende Systeme erfassen die Interessen mithilfe recht umfangreicher Fragebögen, deren Ausfüllen manche Kunden als lästig und nicht der Problemlösung dienend empfinden.
In der vorliegenden Arbeit wurde ein Konzept erarbeitet, welches den Aufwand für den Anwender verringern soll. Bei der Erfassung der Interessen wird der Kunde zur Eingabe von einigen wenigen Schlüsselinformationen aufgefordert. Anschließend erfolgt die Zuordnung des Nutzers zu mindestens einem bereits vorgefertigten Stereotyp. Das Matching von Kunden zu eben diesen wird durch einen Mechanismus vorgenommen, welcher mit umgangssprachlich formulierten Regeln arbeitet. Da ein Kunde zu mehreren vorgefertigten Profilen zugeteilt werden könnte, erfolgte die Realisierung der Stereotypzuordnung mithilfe der Fuzzy-Technologie.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Motivation und Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Möglichkeiten der Profilerstellung | 3 |
| 2.1 | Notwendigkeit der Profilerstellung und Zuordnung zum Kunden | 3 |
| 2.2 | Bestehende Problemlösungen | 3 |
| 2.2.1 | Vollständige Eingabe der Interessen durch den Kunden | 3 |
| 2.2.2 | Implizite Auswertung von Nutzerdaten | 4 |
| 2.2.3 | Abfrage von wenigen Schlüsselinformationen | 5 |
| 3. | Rahmenbedingungen und Anforderungen | 6 |
| 3.1 | Rahmenbedingungen | 6 |
| 3.2 | Anforderungen | 8 |
| 3.2.1 | Anforderungen des Betreibers | 8 |
| 3.2.2 | Anforderungen der Nutzer | 8 |
| 4. | Konzeption der Zuordnung von Kunden auf Stereotypprofile mithilfe der Fuzzy-Technologie | 9 |
| 4.1 | Überblick | 9 |
| 4.2 | Grundlagen der Fuzzy-Theorie und Beschreibung des Gesamtkonzepts | 10 |
| 4.2.1 | Theoretische Einführung in die Fuzzy-Theorie | 10 |
| 4.2.2 | Einordnung in das Gesamtsystem | 10 |
| 4.2.3 | Konzept des Zuordnungsmoduls | 11 |
| 4.3 | Identifikation von Urlauberstereotypen | 12 |
| 4.3.1 | Definitionen | 12 |
| 4.3.2 | Identifizierte Urlaubertypologien | 13 |
| 4.3.2.1 | Der Kultururlauber | 13 |
| 4.3.2.2 | Der Erholungsurlauber | 13 |
| 4.3.2.3 | Der junge Singleurlauber | 14 |
| 4.3.2.4 | Der Abenteuerurlauber | 14 |
| 4.3.2.5 | Der Familienurlauber | 14 |
| 4.3.3 | Aufbau des Stereotypprofils | 15 |
| 4.4 | Beschreibung der Eingangsdaten | 16 |
| 4.4.1 | Identifikation von geeigneten Fragen | 16 |
| 4.4.2 | Abbildung der diskreten Ein- und Ausgangsdaten auf linguistische Variablen | 19 |
| 4.4.3 | Die Fuzzifizierungseinheit des Zuordnungsmoduls | 20 |
| 4.4.4 | Mathematische Formulierung der Eingangsdaten | 20 |
| 4.5 | Aufstellen der Regelbasis | 24 |
| 4.5.1 | Die Wissensbasis | 24 |
| 4.5.2 | Einbinden von Forschungsergebnissen bei der Regelerstellung | 25 |
| 4.5.3 | Formulierung der Regeln | 27 |
| 4.5.4 | Überblick existierender Verknüpfungsoperatoren | 28 |
| 4.5.4.1 | Kriterien für die Auswahl geeigneter Verknüpfungsoperatoren | 28 |
| 4.5.4.2 | Verknüpfung der Prämissen | 29 |
| 4.5.4.3 | Verknüpfung der Schlussfolgerungen | 31 |
| 4.6 | Verarbeitung der Ausgangsdaten | 33 |
| 4.6.1 | Methoden der Profilbewertung | 33 |
| 4.6.1.1 | Die Maximum-Methode | 34 |
| 4.6.1.2 | Die Mittelwert-Maximum-Methode | 34 |
| 4.6.1.3 | Die Flächenschwerpunktmethode | 34 |
| 4.6.2 | Zuordnung der Profile | 35 |
| 5. | Ausgewählte Aspekte der Implementierung | 35 |
| 5.1 | Systemarchitektur | 35 |
| 5.1.1 | Überblick | 35 |
| 5.1.2 | Technische Anforderungen | 36 |
| 5.2 | Die Benutzungsschnittstelle | 37 |
| 5.2.1 | Allgemeines | 37 |
| 5.2.2 | Zugang zum System | 37 |
| 5.2.3 | Eingabe der Inputdaten | 38 |
| 5.2.4 | Anzeige der Ergebnisse | 38 |
| 5.3 | Implementierung der Hauptklassen | 39 |
| 5.3.1 | Die Klasse UserApplet | 39 |
| 5.3.2 | Die Klasse FuzzyEngine | 40 |
| 5.3.3 | Die Klasse FuzzyVariable | 40 |
| 5.3.4 | Die Klasse FuzzySet | 40 |
| 5.3.5 | Die Klasse DBConnection | 40 |
| 5.3.6 | Die Klasse Rule | 41 |
| 5.3.7 | Die Klasse Stereotype | 41 |
| 5.4 | Defuzzifizierungsprozess und Profilerzeugung | 41 |
| 5.4.1 | Defuzzifizierung mithilfe der Mittelwert-Maximum-Methode | 41 |
| 5.4.2 | Defuzzifizierung mithilfe der Schwerpunkt-Methode | 42 |
| 5.4.3 | Zuordnung der Urlauberstereotype | 44 |
| 5.4.3.1 | Einfache Zuordnung | 44 |
| 5.4.3.2 | Generierung von Mischprofilen | 44 |
| 5.5 | Beispielszenario | 46 |
| 5.6 | Der Regeleditor | 49 |
| 6. | Ausblick | 50 |
| Anhang A: Fuzzy-Set-Funktionen der linguistischen Variablen | XI | |
| Literaturverzeichnis |
Durch die Auswertung von Log-Daten ist es dem Betreiber möglich, Informationen über die Interessen des Kunden zu gewinnen [Ott01c]. Besonders häufige Besuche einer Seite im Webangebot stellen ein Indiz für ein gesteigertes Interesse des Nutzers an dem hier angebotenen Thema dar. Die Identifikation des Kunden wird dabei entweder durch eine explizite Anmeldung am System oder durch die Installation von sogenannten Cookies auf dem Rechner des Nutzers bewerkstelligt. Beispielsweise hat der Betreiber eines Tourismusund Freizeitberatungssystems häufige Besuche eines identifizierten Nutzers auf den Seiten über kulturelle Sehenswürdigkeiten beobachtet. Hieraus kann auf ein gesteigertes Interesse für Kunst und Kultur geschlossen werden. Dieser Sachverhalt wird als Interessensausprägung in das Profil dieses Kunden eingetragen und für eine spätere Ansprache durch ein persönliches Angebot wiederverwendet. Eine ähnliche Möglichkeit der Datenerfassung ist das „Click-Tracking“-Verfahren, mit dessen Hilfe man den Weg eines Internetnutzers durch das Webseitenangebot verfolgen kann [Dass99]. Diese Informationen werden in einem Data-Warehouse abgelegt und mit geeigneten Data-Mining-Methoden herausgefiltert. Anschließend wird durch die Anwendung vorher festgelegter Regeln die Zuordnung des Kunden zu einem bestimmten Interessensprofil [...]
Durch die weite Verbreitung des Internets und der damit verbundenen Vielzahl von Webauftritten ergibt sich für ein Unternehmen das Problem, dass mit standardisierten, statischen Angeboten auf Internetseiten der ersten Generation der erhoffte Geschäftserfolg im B2C-Bereich ausbleibt. Laut DORN kann diese Art des Webauftritts folgendermaßen beschrieben werden: „Internet-Projekte der Unternehmen sind häufig allein auf PR und Werbung ausgerichtet und entsprechend als verlängerter Arm in der Marketing- und Vertriebsabteilung angesiedelt. Wenn überhaupt ernsthaft E-Commerce betrieben wird, liegt meistens ein Ansatz zugrunde, der das Internet als ein billiges und bequemes Bestellmedium begreift, das seine Akzeptanz bei den Kunden irgendwann finden könnte" [Dorn99, 39]. Erfolgreiche Problemlösungen erfordern das persönliche Herantreten an den Kunden und die Befriedigung seiner individuellen Bedürfnisse. Dies ist jedoch nur zu erreichen, wenn die Vorlieben des Nutzers bekannt sind und gezielt zur Kundenansprache genutzt werden. Es müssen Lösungen gefunden werden, um individuelle Interessensprofile aufzustellen und die jeweiligen Nutzer bestimmten Interessensgruppen zuordnen zu können [MuNe01]. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit liegt der Fokus auf der Zuordnung des Kunden zu einer bestimmten Zielgruppe, um anschließend mit geeigneten Angeboten zur Befriedigung seiner Bedürfnisse beizutragen. Die Problematik besteht in der Identifikation von relevanten Zielgruppen und von Eigenschaften, welche das individuelle Verhalten der Anwender beeinflussen. Es ist zu untersuchen, auf welchem Weg es möglich ist, Informationen über einen Kunden zu gewinnen und diese Daten zur Erstellung eines brauchbaren Kundenprofils zu verarbeiten. [...]
Die vorliegende Arbeit wurde in sechs Kapitel strukturiert. In Kapitel 1 wird neben der Motivation und Zielsetzung auch ein Überblick über den Aufbau der Arbeit gegeben. Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Erhebung von Kundendaten und dem Vorgang der Stereotypzuordnung. Es werden verschiedene in der Praxis eingesetzte Problemlösungen beschrieben und ihre Vor- und Nachteile kurz aufgezeigt. Kapitel 3 untersucht die Rahmenbedingungen der realisierten Problemlösungskomponente und gibt einen kurzen Einblick in das bestehende System TourBO, in welches das Modul integriert werden soll. Ferner erfolgt eine Beschreibung der Anforderungen, die in Bezug auf Betreiber und Nutzer erfüllt sein müssen. Im weiteren Verlauf der Arbeit liegt der Fokus auf der Entwicklung einer Problemlösungskomponente mithilfe der Fuzzy-Technologie. In Kapitel 4 wird das Konzept der Zuordnungskomponente dargestellt. Neben einem kurzen Einblick in die theoretischen Grundlagen der Fuzzy-Logik zeigt dieses Kapitel, wie vorgefertigte Urlauberstereotype und geeignete Schlüsselinformationen für die Formulierung der Eingangsdaten identifiziert werden. Anschließend folgt die Beschreibung der aufgestellten Wissensbasis und die Generierung von aussagekräftigen Ausgangsdaten, anhand derer ein Kunde einem bestimmten Stereotyp zugeordnet werden kann. Kapitel 5 beschäftigt sich mit den wichtigsten Aspekten der Implementierung und leistet, neben einer umfassenden Beschreibung der Systemarchitektur, einen Überblick über einige realisierte Auswertungsmechanismen. Abschließend wird ein Beispielszenario aufgezeigt, in welchem die Möglichkeiten des Zuordnungsmoduls anhand konkreter Daten deutlich gemacht werden. Das letzte Kapitel der vorliegenden Arbeit beinhaltet einen Ausblick auf mögliche Erweiterungen und Einsatzgebiete des Zuordnungssystems. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832459369
Arbeit zitieren:
Depner, Udo Februar 2002: Konzeption und prototypische Implementierung eines Moduls zur Zuordnung von Kunden auf Stereotypprofile im Rahmen eines Freizeit- und Tourismusberatungssystems mithilfe der Fuzzy-Technologie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Urlaubertypologien, Fuzzy-Logic, Regelbasis, Linguistische Variable, Profilerstellung



