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Konzeption und Umsetzung des Workflow-Managements

Konzeption und Umsetzung des Workflow-Managements
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Marco Bollow

Zusammenfassung:

Die Arbeit beschreibt die Konzeption und Umsetzung des Workflow-Managements. Es wird der Frage nachgegangen, ob und wieweit die Erwartungen an die Informationstechnologie bereits erfüllt werden und wie die Entwicklung in Zukunft potentiell aussehen wird.

Des weiteren wird untersucht, ob und in welchem Ausmaß der Erfolg der Softwaresysteme mit der Modellierung und der Optimierung von Geschäftsprozessen korreliert. Auf den Stellenwert der Systeme für Business Process Reengineering Projekte wird explizit eingegangen.

Workflow-Management-Systeme stehen mit Recht im Mittelpunkt der Diskussion um die Automatisierung der Geschäftsabläufe. Das Potential der Systeme ist groß und derzeit bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Die signifikanten Abhängigkeiten der Prozessorientierung der Ablauforganisation und der Implementierung von Vorgangssteuerungssystemen werden herausgestellt.

Für diesen Bereich, in dem bisher kaum Basisliteratur existiert, eignet sich diese Arbeit hervorragend, um zu einem generellen Überblick zu gelangen und darüber hinaus beinhaltet sie Hinweise auf sämtliche Literatur, die in diesem Zusammenhang relevant ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1. Einführung in die Problemstellung 1
1.2. Aufbau der Arbeit 2
2. Abgrenzung und Einordnung der Workflow-Management-Systeme 3
2.1. Einordnung der Workflow-Management-Systeme 3
2.2. Abgrenzung der Workflow-Management-Systeme 9
2.3 Abgrenzung 13
3. Betriebswirtschaftliche Umsetzung von Workflow-Management 15
3.1. Die Situation der Unternehmen 15
3.2. Anforderungen an potentielle Softwaresysteme 16
3.3. Vorgehensmodelle 18
3.4. Geschäftsprozeßmodellierung als Basis für die Entwicklung von Workflow-Anwendungen 22
3.4.1. Notwendigkeit der Prozeßorientierung im Büro 22
3.4.2. Grundlagen der Geschäftsprozeßmodellierung 23
3.4.3. Methoden der Geschäftsprozeßmodellierung 27
3.4.4. Software - Werkzeuge für die Modellierung 33
3.5. Betriebswirtschaftliche Funktionalität der Workflow-Management-Systeme 35
3.5.1. Positionierung des Workflow-Managements innerhalb des Unternehmens 35
3.5.2. Einsatz des Workflow-Managements 38
4. Technische Umsetzung von Workflow-Management 43
4.1. Konzeptioneller Ansatz 43
4.2. Systemarchitektur 45
4.2.1. Allgemeine Beschreibung der Systemarchitektur 45
4.2.2. Architekturbeschreibung anhand eines Beispiels 50
5. Leistungspotential und -Grenzen des Workflow-Managements 51
5.1. Stand der Entwicklung 51
5.2. Evaluation von Workflow-Management-Systemen 53
5.2.1. Wirkung auf Kritische Erfolgsfaktoren 53
5.2.2. Integrationsfähigkeit 56
5.2.3. Wirtschaftlichkeit 57
5.2.4. Effekte auf den Menschen 58
5.2.5. Technische Probleme 61
5.3. Dynamischer Ansatz 62
6. Schlußbetrachtung 64
6.1. Zusammenfassung 64
6.2. Ausblick 65

Automatisiert erstellter Textauszug:

33 Aufgrund ihres Fokus auf die Reorganisation von Geschäftsprozessen werden sie auch als BPR – Tools (Business Process Reengineering – Tools) oder Modellierungstools bezeichnet. Im wesentlichen umfassen die Möglichkeiten dieser Softwareprodukte die Konstruktion und die Dokumentation der Geschäftsprozesse, i.d.R. in graphischer Form, sowie die Auswertung der Betriebswirtschaftlichen Kenngrößen. Dabei schließt die Konstruktion bzw. Modellierung im allgemeinen die Vorbereitung für die Implementierung mit ein. Aus diesen Möglichkeiten lassen sich Kriterien ableiten, anhand derer sich eine grobe Klassifizierung vornehmen läßt. Die fachliche Auswertungsfunktionalität beschreibt, inwieweit das Tool Daten zur Auswertung bereitstellt und inwiefern diese vom System interpretiert, verknüpft und für weitere Verarbeitungen zur Verfügung gestellt werden können. Die betriebswirtschaftliche Semantik bringt die Fähigkeit der Software zum Ausdruck die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge des Unternehmens realitätsgetreu abzubilden. Das Leistungsspektrum der Tools beginnt mit der einfachen Fähigkeit der graphischen Abbildung (Zeichenwerkzeuge). Es kann derzeit noch nicht bestimmt werden, wo die Grenzen der Leistungsfähigkeit liegen. Die Entwicklung der Werkzeuge, vornehmlich die Entwicklung der Auswertungsfunktionalität im weitesten Sinne, ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. In erster Linie ist hier die Weiterverwendung der Daten durch betriebswirtschaftliche Steuersoftware, namentlich Workflow-Management-Systeme, zu nennen. Eine Graphik veranschaulicht die Einordnung der Systemklassen und visualisiert außerdem die Abgrenzung zu den CASE – Tools (Computer Aided Software Engineering – Tools). [...]

32 Die wichtigsten Elemente der EPK sind Funktionen (abgerundetes Rechteck) und Ereignisse (Hexagon). Die Funktionen als ausführendes und die Ereignisse als steuerndes Element. Um die Möglichkeit zu modellieren, daß auf ein Ereignis auch alternative Fortsetzungsmöglichkeiten des Prozesses folgen können, insbesondere durch Entscheidungsmöglichkeiten bei der Ausführung von Funktionen, werden außerdem Verknüpfungsoperatoren definiert („und“, „oder“ und „exklusiv oder“). Um die semantische Aussagekraft der Prozeßmodelle insbesondere in Hinblick auf die fachkonzeptionelle Sicht zu erhöhen, empfiehlt es sich die EPK um weitere Objekttypen zu erweitern. Im Falle der ARIS – Architektur wird eine Erweiterung um Datenobjekte (Rechteck) und Organisationseinheiten (Oval) vorgenommen.73 Die Beschreibung der Geschäftsprozesse in Form von Modellen geschieht auf der Typ – Ebene als generelle Beschreibung des Ablaufes. Diese Ebene wird auch als Definitionsebene bezeichnet und die Prozeßmodelle als Vorgangstypen. Sie entsteht durch aggregieren der Daten der Ausprägungs- oder Instanzenebene, welche die eigentliche Ebene ist, auf der die Bearbeitung der Vorgänge stattfindet. Auf letztgenannter sind die Objekte die Kundennamen, Artikelnummern etc. Die Beschreibungsebene, die vom ARISToolset verwaltet wird ist die Typ – Ebene. Um aus den Daten ein Datenmodell zu schaffen, muß eine weitere Aggregation stattfinden. Die entstehende Meta – Ebene besteht dann ihrerseits aus Funktionen und Entitäten.74 Mit Hilfe der Metamodelle können demnach die Instanzebenen verwaltet werden.75 Es ist bei der graphischen Modellierung darauf zu achten, vor dem Projektstart gewisse Graphikkonventionen festzulegen. Besonders wichtig ist das, wenn aufgrund der Komplexität der zu bewältigenden Aufgabe mehrere Teams parallel an der Modellierung eines Unternehmens arbeiten. Auf diese Weise wird eine reibungslose Integration der Teilergebnisse zu dem Gesamtmodell gewährleistet.76 3.4.4. Software – Werkzeuge für die Modellierung Es werden für die DV – gestützte Umsetzung der Geschäftsprozeßmodellierung diverse Produkte angeboten. [...]

Die Beschreibungstechniken, die hier zum Einsatz kommen, finden auch in eigenständigen Modellierungskonzepten Verwendung. Im einzelnen sind dies beispielsweise das Entity Relationship Modell (ER – Modell), das erweiterte Entity Relationship Modell (eER – Modell), die ereignisgesteuerte Prozeßkette (EPK) und die erweiterte Ereignisgesteuerte Prozeßkette (eEPK). Um die Sichten in einer konsistenten Form zu integrieren entwickelte Scheer die ARIS – Architektur.71 Die ebenfalls von Scheer entwickelte Beschreibungstechnik der ereignisgesteuerten Prozeßkette wird bereits in diversen führenden Unternehmen (z.B. Daimler Benz AG) eingesetzt und findet bei dem Softwarehersteller SAP AG bei der Implementierung ihres Softwaresystems R/3 Verwendung.72 Das der ARIS – Architektur zugrundeliegende Prozeßmodell beschreibt die im Unternehmen durchzuführenden Funktionen in Ihrer inhaltlichen und zeitlichen Abhängigkeit. ARIS wird so dem Anspruch gerecht die Geschäftsprozesse in ihrer Komplexität übersichtlich, nachvollziehbar und mit ausreichenden Fachinhalten darzustellen. [...]

Arbeit zitieren:
Bollow, Marco Februar 1998: Konzeption und Umsetzung des Workflow-Managements, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Buisiness Process Reengineering, Geschäftsprozeßreorganisation, Prozeßorientierung, Dokumentenmanagement, Workflow-Management

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