Konzeption eines Technologiecontrollig als Instrument des Technologiemanagement
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Meik Leiendecker
- Abgabedatum: November 1999
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 965,5 KB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: Universität der Bundeswehr Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3257-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3257-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3257-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Leiendecker, Meik November 1999: Konzeption eines Technologiecontrollig als Instrument des Technologiemanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Controlling, Management, Technologiecontrolling, Industriebetriebslehre, Technologiemanagement
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Diplomarbeit von Meik Leiendecker
Problemstellung:
Für moderne Industrienationen spielt der technologische Fortschritt eine immer größere Rolle. Der Wettbewerb ist insbesondere in Hochtechnologiebranchen immer auch ein Rennen um die Technologievorherrschaft. Gerade ein rohstoffarmes Hochlohnland wie Deutschland ist um so mehr darauf angewiesen, auf dem Weltmarkt auf der Basis von „intelligenten“, innovativen Spitzenerzeugnissen und -dienstleistungen nachhaltig überdurchschnittliche Preise zu erzielen. Es reicht jedoch für Unternehmen heute nicht mehr aus, eine einmal erreichte Position zu halten, sondern eine ständige Weiterentwicklung und ein Ausbau der bestehenden Geschäftsfelder ist notwendig, will man nicht auf mittlere Sicht den Anschluss an die Technologieführer verlieren und damit seine Marktposition schwächen. Ein Problem, das erst in der jüngeren Zeit aufgetreten ist, ist die gestiegene Geschwindigkeit der Veränderungen und Technologiesprünge. So werden die Entwicklungszeiten für neue Produkte und Technologien immer länger, während die Produktlebenszeiten immer kürzer werden. Im Bereich der Mikroelektronik sind die Entwicklungszeiten bereits länger als der Produktlebenszyklus. Deshalb muss bereits frühzeitig mit der Forschung und Entwicklung der übernächsten Produktgeneration begonnen werden, noch bevor die aktuelle Produktgeneration an den Markt gebracht wurde.
Aufgrund dieser Veränderungen wird es für Unternehmen immer wichtiger, langfristig zu planen, um noch in der Zukunft am Markt wettbewerbsfähig sein und bleiben zu können. Es reicht heute nicht mehr aus, auf einem Gebiet führend zu sein, jedoch nicht in neue Projekte zu investieren, die das Kapital für die Zukunft des Unternehmens bilden. Daher wird, vor allem in forschungsintensiven Branchen, ein Technologiemanagement immer wichtiger, welches Beiträge zur Schaffung, Erhaltung und Weiterentwicklung von Erfolgspotentialen und damit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu liefern hat, um den Unternehmenserhalt auch in der Zukunft sicherzustellen.
Hat ein Unternehmen erst einmal den Anschluss an eine entscheidende, aktuelle Entwicklung verpasst, ist dieser Rückstand nur schwer wieder aufzuholen. Mehren sich die Anzahl dieser verpassten Entwicklungen, kann sogar die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel stehen, da häufig der Vorsprung der Konkurrenz sowohl im Know-how als auch in der Marktposition nicht mehr einzuholen ist. Zudem spielt auch der Imageschaden, der durch eine solche „Nicht - Präsenz“ auftritt, eine immer größere Rolle.
Mit der gestiegenen Bedeutung von Technologien und Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit und damit auch für den Unternehmenserhalt wächst die Notwendigkeit zu einem, vor allem strategisch ausgerichteten Technologiemanagement.
Wesentlicher Bestandteil jeder Managementaufgabe ist das Controlling. So ist auch im Bereich des Technologiemanagement ein Technologiecontrolling, was auf den speziellen Aufgabenbereich des Technologiemanagement zugeschnitten ist, vonnöten. Jedoch taucht selbst in der neusten Literatur, die sich mit dem Problemgebiet des Technologiemanagement beschäftigt und sich damit der Problemstellung bewusst zu sein scheint, nur selten oder gar nicht der Begriff des Technologiecontrolling auf. Mit dieser Arbeit soll eine Konzeption eines Technologiecontrolling als Instrument des Technologiemanagement herausgearbeitet werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 5 | |
| Verzeichnis des Anhangs | 5 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1 | Problemstellung | 8 |
| 1.2 | Ziel der Arbeit | 11 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 12 |
| 2. | Begriffsklärung | 13 |
| 2.1 | Technologiemanagement | 13 |
| 2.2 | Controlling | 16 |
| 2.3 | Technologiecontrolling | 21 |
| 3. | Notwendigkeit eines Technologiecontrolling | 23 |
| 4. | Konzeption eines Technologiecontrolling als Instrument des Technologiemanagement | 25 |
| 4.1 | Visionen und Unternehmenskultur als Voraussetzung | 26 |
| 4.2 | Das Wesen neuer Technologien | 29 |
| 4.3 | Früherkennung | 30 |
| 4.3.1 | Signalexploration | 31 |
| 4.3.2 | Signaldiagnose | 37 |
| 4.3.3 | Prognose von Ereignisauswirkungen | 37 |
| 4.3.4 | Generierung und Auswahl von Projektideen | 39 |
| 4.4 | Anpassung der Technologiestrategie | 44 |
| 4.4.1 | Identifizierung von Technologien | 45 |
| 4.4.2 | Bestimmung der Technologieattraktivität | 46 |
| 4.4.3 | Bestimmung der Ressourcenstärke | 47 |
| 4.4.4 | Zeitliche Transformation des Technologieportfolios | 48 |
| 4.4.5 | Generierung einer Technologiestrategie | 49 |
| 4.5 | Umsetzung der Technologiestrategie | 52 |
| 4.5.1 | Kooperationen | 52 |
| 4.5.2 | Aufbau eigener Kapazitäten | 54 |
| 4.5.3 | Verwertung von Technologien | 55 |
| 4.6 | Operativer Bereich des Technologiecontrolling | 57 |
| 4.6.1 | Projektvorbereitung | 57 |
| 4.6.2 | Projektplanung | 57 |
| 4.6.3 | Zero Base Budgeting als integrierendes Planungsinstrument | 62 |
| 4.6.4 | Realisierungsphase von Projekten | 66 |
| 4.6.5 | Technologiecontrolling in der Marktphase | 70 |
| 5. | Organisationale Verankerung des Technologiecontrolling | 71 |
| 6. | Schlußbetrachtung | 74 |
| 7. | Anhang | 78 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 85 |
sogenannte Technologie – Portfolio – Ansätze entwickelt, die Technologien explizit berücksichtigen.68 Die Idee eines Portfolio besteht darin, mit Hilfe von zwei Dimensionen, wobei eine davon beeinflußbar, die andere jedoch nicht beeinflußt werden kann, strategische Einheiten (strategische Geschäftsfelder, strategische Geschäftseinheiten, Sparten, Technologien oder auch Produkte oder Prozesse) in einer Matrix darzustellen und aus der Positionierung dieser Einheiten Schlüsse auf die anzuwendende Strategie zu ziehen. Dabei unterscheiden sich die bekannten Portfolios lediglich in den gewichteten Faktoren, die in die beiden Dimensionen einfließen und dann mit Hilfe eines Scoring – Modells bewertet werden. (Multifaktorkonzept)69 Im Folgenden soll das Technologieportfolio von Pfeiffer u.a. näher dargestellt werden, da es sich wohl um das bekannteste und am weitesten verbreitete Portfolio in diesem Bereich handelt. Die Dimensionen des Technologieportfolios sind zum einen die von Unternehmen weitgehend unbeeinflußbare Umweltsituation im Technologiebereich, die sogenannte Technologieattraktivität, und zum anderen die unternehmenseigene Stärke zur Entwicklung von Technologien, die sogenannte relative Technologieentwicklungsstärke oder [...]
Entscheidungen werden jedoch meist nicht vom Technologiemanagement getroffen, sondern die Unternehmensführung entscheidet über die zukünftige Bearbeitung der Technologiefelder, da diese Entscheidungen regelmäßig den Fortbestand des Unternehmens selbst betreffen. Nachdem die neuen, potentiellen technologischen Entwicklungen bewertet wurden, muß nun eine Strategie, bei der auch die bereits genutzten Technologien einbezogen werden, vom Technologiemanagement erarbeitet werden. Das Technologiecontrolling stellt hierfür Methoden und Instrumente bereit und sorgt durch die Zusammenführung von internen und externen Informationen für die Basis einer Entscheidung. Ziel einer solchen Strategie ist, daß das Unternehmen über genügend Technologien verfügt, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein zu können. Dabei ist der Lebenszyklus von Technologien zu beachten, d.h. das Unternehmen muß über genügend Technologien verfügen, die noch in der Wachstumsphase sind und die noch keinen positiven cash – flow erzeugen, der jedoch in absehbarer Zukunft zu erwarten ist.66 Oftmals wird als Indikator dazu der Prozentsatz der Produkte gewählt, die jünger als fünf Jahre sind, um so die Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Unternehmen in der Zukunft zu vergleichen. Ein herausragendes und vielfach angewendetes Instrument für die Zusammenführung von internen und externen Informationen ist die Portfolio – Analyse, eine Methode zur Strategieentwicklung und –formulierung.67 Die Portfoliotechnik leistet eine Verknüpfung der Umweltanalyse mit der Unternehmensanalyse. Die ersten Konzepte dieser Portfolio – Analyse waren ausschließlich absatzwirtschaftlich orientiert und eigneten sich daher nur sehr bedingt für die Analyse von Technologien. Daher wurden Anfang der achtziger Jahre [...]
Auch hier gilt, daß die Bewertung mit einem Methoden – Mix erfolgen sollte, da alle Verfahren gewisse Schwächen aufweisen, die mit anderen Verfahren zwar nicht beseitigt, jedoch abgemildert werden können. Hier obliegt es dem Technologiecontrolling, so objektiv wie zu dem jeweiligen Zeitpunkt aufgrund fehlender Daten möglich, eine solche Bewertung vorzunehmen, die dann Grundlage für die Entscheidungsfindung der Entscheidungsträger ist. Eines der herausragenden Instrumente ist die Portfolio – Analyse, die im folgenden Abschnitt behandelt werden soll. Die Portfolio – Analyse kann sowohl für die Bewertung von Projekten, als auch zur Auswahl herangezogen werden. Dabei kann die Portfolio – Analyse als Grundlage für die Anpassung der Technologiestrategie eines Unternehmens dienen. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832432577
Arbeit zitieren:
Leiendecker, Meik November 1999: Konzeption eines Technologiecontrollig als Instrument des Technologiemanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Controlling, Management, Technologiecontrolling, Industriebetriebslehre, Technologiemanagement



