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Konzeption und Realisierung einer integrierten Lernumgebung an der Fachhochschule Neu-Ulm

Konzeption und Realisierung einer integrierten Lernumgebung an der Fachhochschule Neu-Ulm
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Brunner, Mark Horsch
  • Abgabedatum: Juli 2001
  • Umfang: 147 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Neu-Ulm Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4937-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4937-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4937-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Alexander Brunner, Mark Horsch Juli 2001: Konzeption und Realisierung einer integrierten Lernumgebung an der Fachhochschule Neu-Ulm, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Learning, Streaming-Media, Multimedia, Mediensynchronisierung, elearning

Diplomarbeit von Alexander Brunner, Mark Horsch

Einleitung:

An der Schwelle zum 21. Jahrhundert bringen gesellschaftliche Umbrüche ebenso wie die Globalisierung und digitale Revolution neue Anforderungen an die Lehr-/Lernkultur und an das Bildungssystem mit sich. Unter dem Stichwort „Virtualisierung der Hochschulen“ werden Trends und Perspektiven deutlich, die strategische Optionen für den Einsatz neuer multimedialer Technologien und Anwendungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung gerade durch den Einsatz des Computers erforderlich machen. Die „neuen Medien“ wie Internet und Multimedia ermöglichen dabei zeit- und ortsunabhängig eine weltweite Verbreitung von Wissens- und Bildungsinhalten. Damit die Qualität von Lehre und Studium im Sinne einer lernförderlichen Infrastruktur durch den Einsatz neuer Medien gesteigert werden kann, kommt der Erstellung, Aufbereitung und Vermittlung von Lehr-/Lernmaterialien dabei eine zentrale Bedeutung zu. Doch was sind eigentlich die Motive und Beweggründe der Virtualisierung der Hochschulen? Welcher Typ Hochschule wird sich angesichts der Multimediaentwicklung in welcher Weise verändern? Welche Szenarien können durch den Einsatz von aktuellen Multimedia-Technologien - speziell Mediensynchronisierungs-Technologien wie Synchronized Multimedia Language (SMIL), Advanced Streaming Format (ASF) und RealVideo - an den Hochschulen tatsächlich realisiert werden. Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Lehrende und Studierende?

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Diplomarbeit „Konzeption und Realisierung einer integrierten Lernumgebung an der Fachhochschule Neu-Ulm“ wurde im Rahmen der Diplomabschlussprüfung des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Informationsmanagement an der Fachhochschule in Neu-Ulm im SS 2001 von Herrn Alexander Brunner und Herrn Mark Horsch erstellt. Betreut wurde die Arbeit von Herrn Prof. Dr. Ralf Wegner. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sich eine lernförderliche Infrastruktur letztlich als einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Akzeptanz von E-Learning Anwendungen erweisen wird. Daher werden zwei Schwerpunkte besonders hervorgehoben - die betriebswirtschaftliche Analyse der konkreten Nutzungsmöglichkeiten multimedialer Lehr-/Lernangebote und die prototypische Umsetzung einer integrierten Lernumgebung.

Einen zentralen Teil der Arbeit bilden die Ergebnisse einer Online-Befragung an der sich mehr als 80 Studierende, Mitarbeiter, Dozenten und Professoren beteiligt haben. Die Ergebnisse zeigen ein strukturiertes Bild hinsichtlich Grund- und Hauptstudium, und sie erlauben eine Differenzierung zwischen der generellen Einschätzung bzgl. des Einsatzes von Multimedia in Studium und Lehre und der persönlichen Nutzungsbereitschaft.

Der zweite Schwerpunkt der Arbeit bildet die Konzeption, Produktion und Distribution multimedialer Bildungsbausteine. Dabei unterscheiden wir innerhalb der Produktions-Phase zwischen der Erstellung, Aufbereitung und Aggregation der Inhalte (Wertschöpfungsprozess I) und zwischen der Erstellung der Lernumgebung (Wertschöpfungsprozess II). Die wesentliche Wertschöpfung des Lehr-/Lerninformationskanals liegt nicht in der Kommunikationsbereitstellung - z.B. im unternehmenseigenen Intranet - sondern in der Informations- und Wissensvermittlung. Videos bieten dabei interessante Anwendungsmöglichkeiten für die virtuelle Aus- und Weiterbildung - insbesondere im Inter-/Intranet. Die audiovisuelle Darstellung gewährleistet nachweislich eine hohe Aufnahmefähigkeit und Lerneffizienz bei den Anwendern. Für die Entwicklung und Darstellung der Inhalte stehen verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Lösungen zur Verfügung. Das Konzept welches wir im Rahmen dieser Diplomarbeit darstellen liefert ein Beispiel dafür, wie die Informations- und Wissensvermittlung mit Unterstützung aktueller Multimedia-Technologien an Hochschulen verankert werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

Management Summary III
Danksagung V
Inhaltsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis VIII
Tabellenverzeichnis IX
A. Hochschulen im Wandel - Eine informations-technologische Herausforderung? 1
1. Grundlagen und Vorüberlegungen 3
1.1 Einführung 4
1.2 Problemstellung und Motivation 7
1.3 Aufgabenstellung und Zielsetzung 8
1.4 Methodik und Vorgehensweise 9
1.5 Aufbau der Arbeit 10
2. Von der Multimedia-Produktion zur integrierten Lernumgebung 12
2.1 Begrifflichkeiten 13
2.1.1 Electronic Learning 14
2.1.2 Virtuelle Lernumgebung 15
2.2 Unterstützung des Lernens durch Lehr-/Lernsysteme 16
2.2.1 Untersuchung existierender Lehr-/Lernsysteme 17
2.2.2 Ergebnisse der Untersuchung 18
2.2.3 Kritik am Einsatz medialer Lernumgebungen 19
2.3 Campus-TV: ein Zukunftsszenario 19
B. Herausforderungen für die Fachhochschule Neu-Ulm 21
3. Technischer Hintergrund zum Projekt und Begriffseingrenzung 22
3.1 Streaming-Media-Technologien 24
3.1.1 Das Streaming-Verfahren 24
3.1.2 Welche Rolle spielt ASF in diesem Zusammenhang? 27
3.1.3 Der Konkurrent SMIL 27
3.2 Streaming-Media: Anwendungsmöglichkeiten 27
3.2.1 Die wichtigsten Produkte 28
3.2.2 Ein Vergleich von Microsoft und Real 28
4. Situationsanalyse 30
4.1 Beschreibung der technischen Infrastruktur 31
4.1.1 Kommunikationssysteme und Netze 31
4.1.2 Ausstattung der EDV-Labore 33
4.2 Momentane Lehr- und Lernsituation an der FH 34
4.2.1 Elektronische Medien in der Lehre 37
4.2.2 Umfrage und Erhebung zum Stand elektronischer Medien 38
4.2.3 Ergebnisse der Umfrage 39
4.3 Bewertung der Situationsanalyse 43
5. Ablauf unserer Multimedia-Produktion 44
5.1 Vorgehensweise 45
5.2 Konzeption 46
5.2.1 Vorgehensmodell 47
5.3 Produktion 49
5.3.1 Vorgehensweise zur Erstellung und Aggregation der Inhalte 50
5.3.2 Vorgehensweise zur Erstellung der Lernumgebung 71
5.4 Konvergenz der beiden Produktionsschritte 83
5.5 Distribution 84
5.5.1 CD-ROM 85
5.5.2 Intra-/Internet 86
5.6 Aufgetretene Probleme bei der Produktion 86
5.7 Überblick des Gesamtprozesses 87
C. Rechtliche und Betriebswirtschaftliche Aspekte unserer Multimedia-Produktion 89
6. Urheberrechtsfragen und Media Asset Management 89
6.1 Urheberrechtliche Probleme im Hochschulbereich 90
6.1.1 Digital Rights Management 91
6.1.2 Content Syndication 93
6.1.3 Media Asset Management 94
7. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 96
7.1 Multifaktorenanalyse 97
7.2 Projektkosten 99
7.3 Campus-TV Wertschöpfungsprozess 101
8. Fazit 103
Glossar 104
Quellen- und Literaturverzeichnis 111
Anhang A: Fragebogen 114
Anhang B: Power-Point-Folien der Vorträge 122
Anhang C: Campus-TV Gesamtprojektkosten 129
Anhang D: Quellcode der Abspielumgebung 131

Automatisiert erstellter Textauszug:

Beginnen möchten wir nun, indem wir in diesem Abschnitt auf die technischen und gestalterischen Gesichtspunkte innerhalb unserer Multimedia-Produktion eingehen werden. Um die spätere Kalkulation der Aufwendungen und Kosten des Projektes83 zu ermöglichen, ist es als erstes notwendig, die Vorgehensweise unseres Projektablaufs zu definieren. Wir legen hier fest, welche Tätigkeiten (Teilprozesse, Aktivitäten) durchgeführt werden müssen, um die definierten Ziele der Medienkonzeption zuverlässig erreichen zu können. Der Nutzen besteht darin, in übersichtlicher Form den Produktionsprozess in Teilprozesse und diese in Tätigkeiten auflösen zu können, so dass der Produktionsprozess mit seinen wertschöpfenden und nicht wertschöpfenden Tätigkeiten transparent wird. Der Schwerpunkt in den weiteren Ausführungen in diesem Kapitel liegt bei den beiden Phasen „Konzeption“ und „Produktion“. Diese beiden Schritte stellen den Kern unserer Arbeit dar. Das Ziel der Konzeptions-Phase war es, mit Unterstützung eines Vorgehensmodells, Tätigkeiten im Produktionsverlauf festzulegen, um die Strukturierung unseres Produktionsprozesses zu gewährleisten. Die Phase „Produktion“ in unserer Anwendung spaltet sich in zwei Teile auf (siehe Abbildung 12), die wir jeweils als Wertschöpfungsprozess bezeichneten: erstens den Wertschöpfungsprozess zur Erstellung und Aufbereitung der Inhalte84 und zweitens den, zur Erstellung der Lernumgebung.85 Die Phase „Distribution“ beschreibt wie die Inhalte zum Nutzer transportiert werden. Der Ablauf unseres Projektes ist in der nachfolgenden Abbildung 11 noch einmal detailliert graphisch dargestellt. [...]

Bevor wir uns dem Hauptteil unserer Arbeit zuwenden halten wir nun einen kleinen Moment inne, um eine kurze Zwischenbilanz der Ausführungen vorangegangener Kapitel zu ziehen. Ausgehend von der Darstellung der Integration der neuen IuK-Technologien in Studium und Lehre, wie beispielsweise das Intra-/Internet und Multimedia, wurden im Kapitel 2 die notwendigen theoretischen und begrifflichen Grundlagen hinsichtlich Electronic-Learning diskutiert. Diese Begriffsabgrenzungen bildeten die Basis für die weiteren Betrachtungen. Vor allem Lehr-/Lernsysteme standen im Mittelpunkt unserer Betrachtungsweise. In Kapitel 3 wurden die technischen Hintergründe bezüglich Streaming-Media erklärt. Im Anschluss daran analysierten wir die momentane Lehr-/Lernsituation an der Fachhochschule Neu-Ulm. Nun ist es an der Zeit, sich der Entwicklung und dem Aufbau des Lehr-/Lerninformationskanals an der Fachhochschule Neu-Ulm zu widmen. Das betriebswirtschaftliche Gesamtkonzept bildet dabei den fachlichen Rahmen für die zum Einsatz kommenden Methoden und Werkzeuge. Die Ergebnisse dieser Analyse-Phase wurden von uns nicht in einem Pflichtenheft dokumentiert - dies hätte den Rahmen dieser Arbeit gesprengt - und wäre auch innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens nicht zu verwirklichen gewesen. Allerdings ist es sinnvoll, gleich zu Beginn ein Pflichtenheft zu erstellen, welches zumindest eine Checkliste der globalen Ziele (z.B. Zielsetzung, Zielgruppe, Produktziele, Inhalte, Entwicklungssoftware, Medienquellen, Copyrightrechte, Entwicklungszeitraum, Budgetrahmen, etc.) enthält. Diese oftmals komplexe Planung bildet die Basis der Machbarkeitsprüfung, welche für eine Realisierungsentscheidung unumgänglich ist. Darüber hinaus dient das Pflichtenheft in dem Masse auch als Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, als alle relevanten Projektdetails festgehalten und von beiden Projektpartner unterschrieben werden. Dabei besteht die Chance, eventuelle Missverständnisse schon im Vorfeld aus dem Wege zu räumen. Ausserdem können Differenzen zwischen „Vorstellung und Wirklichkeit“ einer Multimedia-Produktion durch das Pflichtenheft minimiert werden, da alle Beteiligten sich vorab geeinigt haben. Im juristischen Sinne stellt das Pflichtenheft einen Beweis für den gesamten Produktionsrahmen dar. [...]

Wenn elektronische Skripte im Intra-/Internet abrufbar sind, so sind diese studienbegleitenden Materialien allerdings noch lange nicht am Computer-Monitor leichter zu bearbeiten (lesen und lernen), als in einem Buch. Die neuen Medien finden sich kaum als integraler Bestandteil innerhalb des Studienangebotes an der Fachhochschule Neu-Ulm, z.B. in Form einer integrierten Lernumgebung wieder. Eine fachbezogene und systematische Übersicht fehlt. Dies wäre aber unserer Ansicht nach eine notwendige Bedingung, um nicht nur auf die Informations- und Kommunikationsaspekte, sondern auch auf das Lehr- und Lernpotential der Medien aufmerksam zu machen. Es müssten generell mehrere praktische Arbeiten ausgeschrieben werden. Sei es im Rahmen von Diplom-, Studien- oder Projektarbeiten. Somit könnten die Studierenden selbst in den Entwicklungsprozess von z.B. multimedialen Anwendungen mit einbezogen werden, um am Aufbau einer lernförderlichen Infrastruktur mitzuwirken. Für „Net-TV“ ist im Moment nur [...]

Arbeit zitieren:
Alexander Brunner, Mark Horsch Juli 2001: Konzeption und Realisierung einer integrierten Lernumgebung an der Fachhochschule Neu-Ulm, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Learning, Streaming-Media, Multimedia, Mediensynchronisierung, elearning

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