Konzeption und Realisierung eines Prototypen „Multi-Tier-Supplier-Integration“ im Automotive-Umfeld auf Basis SAP Netweaver
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Völklein
- Abgabedatum: März 2005
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 880,9 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Landshut Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8661-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8661-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8661-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Völklein, Thomas März 2005: Konzeption und Realisierung eines Prototypen „Multi-Tier-Supplier-Integration“ im Automotive-Umfeld auf Basis SAP Netweaver, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Intergriertes Supply Chain Management, Supply Chain Monitoring, Bullwhip-Effekt, SAP Business Connector
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Diplomarbeit von Thomas Völklein
Zusammenfassung:
Frei übersetzt bedeutet „Multi-Tier-Supplier-Integration“ Integration aller Zulieferer einer Lieferkette (Supply Chain). Diese Zusammenfassung ist nötig geworden, weil durch die stetig steigende Komplexität der Produkte und die kurzen Produktlebenszyklen der Anspruch an die Supply Chains enorm gestiegen ist.
Supply Chain Management bietet einen Ansatz zur Lösung dieser Probleme, ist bis dato aber noch nicht ausgereift genug, um als Komplettlösung zu fungieren. Das in vorliegender Diplomarbeit erstellte Konzept zur Integration der Zulieferer in der Automobilbranche schließt eine der Lücken im Supply Chain Management. Mit einer Supply Chain Monitoring Software ist es möglich eine Supply Chain zu überwachen, eventuell auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegen-maßnahmen zu veranlassen.
Es wird erklärt, aus welchen Problemen im Supply Chain Management Anforderungen an eine Software resultieren und wie die Software konzipiert wurde.
Basis für die Software ist der Business Connector der SAP AG. Er stellt als Komponente der SAP Netweaver Plattform ein mächtiges und umfassendes Werkzeug für die Lösung des Problems dar.
Als software-technische Lösung ist ein „Supply Chain Leitstand“ entstanden, der dem Benutzer alle Funktionen bietet, um relevante Daten der Supply Chain zu überwachen. Eine Ampelfunktionalität liefert einen Überblick über den Status der Supply Chain und ein automatisches Benachrichtigungs-System zur Meldung von Problemen, stellen nur zwei Eigenschaften der Supply Chain Monitoring Software dar.
Nach Erläuterung der Analyse, Design und Implementierung der Software wird auf die Vorgehensweise bei Einführung der erstellten Software und auf Voraussetzungen eingegangen, die die anwendenden Unternehmen erfüllen müssen, um mittels Supply Chain Monitoring den Unternehmensgewinn zu erhöhen.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, Probleme in Zulieferketten in der Automobilbranche aufzuzeigen. Hierfür sollen Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt und schließlich eine Software entwickelt werden, die zur Prozessoptimierung beiträgt und somit hilft, die aufgedeckten Probleme zu beseitigen. Die Software soll sämtliche Knoten einer Zulieferkette visualisieren und dem Anwender alle notwendigen Informationen bieten, damit dieser alle Prozesse überwachen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen einleiten kann.
Es sollen derzeitige und zukünftige Bestände dargestellt und Auskunft über den jeweiligen Status gegeben werden. Es soll erkennbar sein, ob ein Engpass droht oder vorhanden ist, eine zu hohe Eindeckung zu erwarten ist oder ob die Lagerbestände innerhalb des angestrebten Bereichs liegen.
Nach vollständiger Eingabe aller nötigen Daten durch den OEM (Original Equipment Manufacturer) soll die Software die resultierenden Bedarfe aller Knoten der Zulieferkette errechnen. Kommt es zu außerplanmäßigen Abweichungen, die zu einem Produktionsstillstand führen könnten, sollen rechtzeitig Fehlermeldungen generiert und an alle zuständigen Bearbeiter geschickt werden.
Vorliegende Diplomarbeit ist wie folgt aufgebaut:
Kapitel 1 gibt einen Einstieg in die Diplomarbeit und beantwortet Fragen nach der Motivation und den Zielen.
In Kapitel 2 wird erklärt, was unter dem Begriff „Supply Chain Management“ verstanden wird und wo die Aufgaben und Ziele von Supply Chain Management liegen. Es wird nicht nur der Nutzen diskutiert, sondern auch die Aufgaben und Ziele von Supply Chain Management.
apitel 3 erklärt die einzelnen Schritte der Analysephase. Nach Untersuchung der Ist-Situation und Erklärung der Probleme heutiger Zulieferketten, wird auf die daraus resultierenden Anforderungen eingegangen.
Aus den Anforderungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht wurde ein IT-Konzept zur Lösung der beschriebenen Probleme entwickelt. Anhand dieses Konzepts ergeben sich letztendlich die Anforderungen, die an die Software gestellt werden. Diese werden mittels Geschäftsanwendungsfalldiagrammen und Aktivitätsdiagrammen eingehend beschrieben.
In der Designphase in Kapitel 4 wird zunächst auf die Architektur des zu erstellenden Software-Systems eingegangen und anschließend auf das zugrunde liegende Datenmodell.
Kapitel 5 beschreibt die Realisierungsdetails. Dazu wird der als Entwicklungs-umgebung und Server dienende SAP Business Connector und weitere grundlegende Technologien beschrieben.
Anhand von Auszügen wird erläutert, wie die graphische Benutzeroberfläche aufgebaut ist und wie die Funktionalität im Server gestaltet ist.
Zum Schluss wird auf das zur Datenhaltung verwendete Datenbankmanagement-system eingegangen.
In Kapitel 6 wird die Einführung der Software in Unternehmen diskutiert. Es wird herausgearbeitet, welchen Punkten hierbei besonders Augenmerk zu widmen ist und wo die Verantwortlichkeiten liegen. Weiterhin wird erklärt, welche vorbereitenden Handlungen erforderlich sind und in welchen Schritten die Einführung vorzunehmen ist.
Kapitel 7 geht auf die Handlungsvoraussetzungen vor Einsatz der erstellten Software ein und gibt einen Überblick über die Grenzen und Risiken von Supply Chain Management. Schließlich wird der durch den Einsatz der Software zu erwartenden Mehrgewinn anhand von Zahlen veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis:
| TABELLENVERZEICHNIS | III | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABSTRAKT | 1 | |
| VORWORT | 2 | |
| 1. | EINLEITUNG | 3 |
| 1.1 | Motivation | 3 |
| 1.2 | Aufgabenstellung und Ziele | 4 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 4 |
| 2. | SUPPLY CHAIN MANAGEMENT | 6 |
| 2.1 | Definition | 6 |
| 2.2 | Motiv | 7 |
| 2.3 | Aufgaben und Ziele | 7 |
| 2.4 | Nutzen | 9 |
| 2.4.1 | Marktseitiger Nutzen | 9 |
| 2.4.2 | Innerbetrieblicher Nutzen | 10 |
| 2.4.3 | Lieferantenseitiger Nutzen | 10 |
| 3. | ANALYSEPHASE | 11 |
| 3.1 | Ist-Situation & Problemdarstellung | 11 |
| 3.1.1 | Fehlende Transparenz | 12 |
| 3.1.2 | Bullwhip-Effekt | 13 |
| 3.1.3 | Lange Reaktionszeiten über mehrere Knoten hinweg | 15 |
| 3.1.4 | Informationsverzerrung | 16 |
| 3.1.5 | Häufige Anpassung des Bestandsniveaus | 16 |
| 3.1.6 | Bedarfsbündelung | 16 |
| 3.2 | Anforderungsanalyse | 17 |
| 3.2.1 | Anforderungen an eine Supply Chain | 17 |
| 3.2.1.1 | Anforderungen aus Sicht eines OEMs | 17 |
| 3.2.1.2 | Anforderungen aus Sicht eines Zulieferers | 18 |
| 3.2.2 | IT-Konzept - Supply Chain Monitoring | 19 |
| 3.2.2.1 | Einführung | 19 |
| 3.2.2.2 | Ziele und Aufgaben | 19 |
| 3.2.2.3 | Funktionalität | 20 |
| 3.2.3 | Berechtigungskonzept | 26 |
| 3.2.4 | Anforderungen an die Software | 27 |
| 3.2.4.1 | Benutzerverwaltung | 29 |
| 3.2.4.2 | Benutzer-Aktivitäten | 34 |
| 3.2.4.3 | Supply Chain Daten verwalten | 39 |
| 3.2.4.4 | System-Prozesse | 46 |
| 4. | DESIGNPHASE | 57 |
| 4.1 | Schichtenmodell | 57 |
| 4.2 | Datenmodell | 60 |
| 5. | REALISIERUNG | 67 |
| 5.1 | SAP Business Connector | 67 |
| 5.1.1 | Business Connector Server | 68 |
| 5.1.2 | Business Connector Developer | 72 |
| 5.1.2.1 | Flow-Service | 73 |
| 5.1.2.2 | Pipeline | 74 |
| 5.1.2.3 | Flow-Step | 75 |
| 5.1.2.4 | Java-Services | 76 |
| 5.2 | Erklärung zugrundeliegender Technologien | 77 |
| 5.2.1 | IDOCs | 78 |
| 5.2.2 | Dynamic Server Pages | 78 |
| 5.2.2.1 | Vorteile von DSPs | 80 |
| 5.2.2.2 | Erstellen | 80 |
| 5.2.2.3 | Veröffentlichen | 81 |
| 5.2.2.4 | Aufrufen | 81 |
| 5.3 | Umsetzung / Implementierung | 81 |
| 5.3.1 | Benutzeroberfläche | 82 |
| 5.3.2 | Flow-Service | 83 |
| 5.3.3 | Dynamik Server Page | 86 |
| 5.3.4 | Datenbankmanagementsystem mysql | 87 |
| 6. | EINFÜHRUNG IN UNTERNEHMEN | 88 |
| 6.1 | Allgemeines | 88 |
| 6.2 | Auswirkungen auf die Unternehmen | 89 |
| 6.3 | Verantwortlichkeiten der Unternehmen | 90 |
| 6.4 | Modellierung der Supply Chain | 91 |
| 7. | HANDLUNGSVORAUSSETZUNGEN UND AUSBLICK | 92 |
| 7.1 | Handlungsvoraussetzungen | 92 |
| 7.2 | Risiken und Grenzen | 93 |
| 7.3 | Ausblick | 94 |
| 7.4 | Optimierungspotential in Zahlen | 95 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 96 | |
| Monographien und Sammelbände | 96 | |
| Zeitschriften und Zeitungen | 98 | |
| Onlinequellen | 99 | |
| Sonstige Quellen | 100 | |
| GLOSSAR | 101 |
Produktionsverbindung Die Verbindung zwischen Wareneingang und Warenausgang eines Unternehmens, also die interne Produktion, wird in der Tabelle Produktionsverbindung gespeichert. Sie enthält alle Verbindungen zweier Kontrollpunkte innerhalb eines Unternehmens. Eine Produktionsverbindung wird spezifiziert durch die Id des Unternehmens (u_id), dem Ausgangs- und End-Kontrollpunkt (prod_von_kp_id und prod_zu_kp_id) und der Material_id am Anfang und am Ende der Produktion (prod_von_material_id und prod_zu_material_id). Die Protokollierung des Übergangs der Materialnummer ist wichtig, weil zum einen nach der Produktion das Ausgangsmaterial und somit seine Materialnummer als solche nicht mehr existent sind und zum anderen, weil nur so ermittelt werden kann, welche Folgeprodukte bei einem Problem betroffen sind. Weiterhin ist ein Produktionskoeffizient (prod_koeff) enthalten, mit dem angegeben wird, wie viele Mengeneinheiten des Ausgangsmaterials zu einer Mengeneinheit des Produktes verarbeitet werden. Der Primary Key, zur eindeutigen Identifikation, ist ein zusammengesetzter Schlüssel aus u_id, prod_von_kp_id und prod_von_material_id. [...]
Diese ist in der Abbildung mittels Pfeilen dargestellt. Üblicherweise greifen Elemente aus einer oberen Schicht auf Elemente einer unteren Schicht zu. Dabei werden keine direkten Zugriffe aus der Präsentationsschicht auf die Datenhaltungsschicht erlaubt. Diese Zugriffe sind in der Logikschicht vollständig gekapselt. Die Präsentationsschicht enthält kaum Geschäftslogik, bis auf beispielsweise eine eventuelle Überprüfung von Pflichtfeldern oder frühzeitige Prüfung von maximalen Feldlängen. Bedient wird die Software über ein Web-Frontend auf der Clientseite. Die Bereithaltung und Darstellung der anzuzeigenden Internetseiten werden serverseitig vom DSP-Server (s. Kapitel 5.1.1) übernommen. Auf dem Server wird die gesamte Anwendungslogik verwaltet und ausgeführt. Sie ist wie folgt unterteilt. Zentrale Einheit ist der Applikationskern. Er übernimmt mit Benutzerverwaltung, Bestands-, Bedarfs-, Reichweiten-, Status- und kritischer Pfad-Berechnung die Hauptaufgaben der Supply Chain Monitoring Software. Wird ein meldepflichtiger Status errechnet, wird er dem E-Mail-Händler im E-Mail-Server gemeldet. Dieser übernimmt die Benachrichtigung der zuständigen Personen. Alle Berechnungen werden immer dann durchgeführt, wenn sich die Daten geändert haben. So ist gewährleistet, dass ein Benutzer den aktuellsten Stand angezeigt bekommt. Die Datenhaltung wird von einer Relationalen Datenbank übernommen. Über eine Datenbank-Logik werden die Daten in einer Datenbank gespeichert. Zum Einpflegen der Supply Chain Daten gibt es zwei Alternativen: manuell und automatisiert. Für die manuelle Speicherung enthält der DSP-Server Dateien mit entsprechenden Eingabemasken. Diese werden auf dem Client angezeigt und der Benutzer hat die Möglichkeit, die Daten einzugeben. Nach Eingabe werden sie vom Client an den Server übermittelt und von der Datenbank-Logik in der Datenbank abgelegt. [...]
Zu Beginn werden der Lagerbestand, der Bedarf und der Warenzugang dieses Kontrollpunktes aus der Datenbank ausgelesen. Je nachdem, ob der Kontrollpunkt ein Wareneingang oder –Ausgang ist, ist der Warenzugang unterschiedlich zu bestimmen. Ist der Kontrollpunkt ein Wareneingang eines Unternehmens, erfolgt der Zugang über den Transportweg. Für Kontrollpunkte, die Warenausgänge eines Unternehmens sind, werden die Waren über den Umlaufbestand, also die eigene Produktion „angeliefert“. Sind alle Daten ermittelt, wird der Bestand am Ende des Tages, also nach Warenzugang und –Abgang nach der in Kapitel 3.2.2.3.2 vorgestellten Formel errechnet: Bestand am Tagesende = Bestand bei Tagesbeginn – Bedarf + Warenzugang. Zur Vereinfachung wurde angenommen, dass nur in einer Schicht produziert wird, also die Bestände am Tagesende den Beständen am Folgetag entsprechen. Der neue Bestand wird somit mit Datum des Folgetags gespeichert. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832486617
Arbeit zitieren:
Völklein, Thomas März 2005: Konzeption und Realisierung eines Prototypen „Multi-Tier-Supplier-Integration“ im Automotive-Umfeld auf Basis SAP Netweaver, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Intergriertes Supply Chain Management, Supply Chain Monitoring, Bullwhip-Effekt, SAP Business Connector




