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Konzeption und Realisierung eines Agenten zum Einholen von Angeboten für Finanzdienstleistungen im Internet

Konzeption und Realisierung eines Agenten zum Einholen von Angeboten für Finanzdienstleistungen im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Strebel
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 987,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8021-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8021-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8021-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Strebel, Jörg Juni 2003: Konzeption und Realisierung eines Agenten zum Einholen von Angeboten für Finanzdienstleistungen im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ontologie, Modellierung, I2EE, Personalisierung, Künstliche Intelligenz

Diplomarbeit von Jörg Strebel

Einleitung:

Diese Arbeit behandelt die Konzeption und teilweise Realisation eines Agenten zur Einholung von Angeboten für Finanzdienstleistungen aus dem Internet. Wichtige Arbeitsgebiete dieser Diplomarbeit sind die Darstellung der Agentenarchitektur sowie die Ausarbeitung von Konzepten für die Wissensrepräsentation und den Datenschutz für Kundendaten.

Nach einer Einführung in Kapitel 1 werden in Kapitel 2 die bisherigen Ansätze in beteiligten Gebieten betrachtet, die die Felder Personalisierung/Schutz der Privatsphäre und internetbasierte Softwareagenten umfassen. Zielsetzung dieses Kapitels ist es, die Arbeit relativ zum Forschungsstand auf diesen Gebieten einordnen zu können und zu zeigen, welche Lücke in der aktuellen Forschungslandschaft dadurch ausgefüllt wird.

Kapitel 3 trägt den Titel „Planung und Realisation eines Prototypen“ und ist thematisch in zwei große Bereiche aufgeteilt.

Der erste Bereich behandelt die Beschreibung der Schnittstellen zu den Projektbeteiligten (Kunde, Cluster-Partner, Wissensingenieur, Anbieter) und die Konzeption einer Architektur des Gesamtsystems. Daneben werden beispielhaft die Ablaufschritte einer Interaktion des Trustee mit einem Anbieter beschrieben.

Im zweiten Bereich werden die Arbeitsfelder Wissensrepräsentation und Datenschutz näher vorgestellt. Nach einer Einführung in die zur Wissensrepräsentation verwendete Beschreibungslogik wird demonstriert, wie dieser Formalismus für den Trustee verwendet werden kann. Im Teilbereich Datenschutz werden zu schützende Daten identifiziert und ein mögliches Sicherheitskonzept vorgestellt.

Kapitel 4 gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Weiterentwicklungen des Systems, wobei im Besonderen auf die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Trustees eingegangen wird.

Zusammenfassung:

Diese Diplomarbeit beschreibt die Konzeption und Realisierung eines Agenten zum Einholen von Angeboten für Finanzdienstleistungen im Internet. Im ersten Kapitel werden die Grundlagen für die weitere Arbeit gelegt, welche aus den wichtigsten Definitionen, den Problemfeldern der Finanzberatung und der daraus resultierenden Motivation des Projektes bestehen. Um den Softwareagenten in der aktuellen Forschungs- und Entwicklungslandschaft einordnen zu können, wird daraufhin auf Forschungsgebiete eingegangen, die thematisch die Aspekte des Agenten (Personalisierung, Agententechnologie) tangieren.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Vergleich mit bereits existierenden, in ihrer Funktionalität ähnlichen Systemen gelegt. Vor allem die Architektur des Agenten, die Verwendung von Ontologien zur Wissensrepräsentation, die Behandlung des Finanzbranchenwissens, die Anonymisierung von Kundendaten und der Datenschutz sind Schwerpunkte der bisherigen Entwicklung und dieser Diplomarbeit. Sie werden ausführlich dargestellt und es werden Konzepte und die schon geleistete Implementierung auf diesen Feldern präsentiert. Zukünftige Entwicklungen der Software werden ebenfalls diskutiert.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
1. ÜBERSICHT UND MOTIVATION 1
1.1 Beschreibung des Softwareagenten Trustee und dessen Forschungsumfeld 1
1.1.1 Definitionen 2
1.1.2 Die Vision des Softwareagenten Trustee 4
1.2 Problemfelder der Finanzberatung 5
1.3 Motivation des Trustee 7
1.4 Aufbau der Arbeit 8
2. BISHERIGE ANSÄTZE AUF BETEILIGTEN GEBIETEN 10
2.1 Personalisierung und Privatsphäre 10
2.2 Internetbasierte Softwareagenten 14
2.3 Zusammenfassung 17
3. PLANUNG UND REALISIERUNG EINES PROTOTYPEN 18
3.1 Arbeitsfelder der Trustee-Entwicklung 18
3.2 Schnittstellen zu den Clusterprojekten 19
3.2.1 Übersicht 19
3.2.2 SIPKIS 20
3.2.3 SIPREACT 21
3.3 Konzepte und Architektur des Prototypen 22
3.3.1 Übersicht der Architektur 22
3.3.2 Die Kommunikationskomponenten des Trustee 23
3.3.2.1 Kommunikation mit den Kunden 23
3.3.2.2 Kommunikation mit den Cluster-Partnern 24
3.3.2.3 Kommunikation mit den Anbietern 25
3.3.2.4 Kommunikation mit dem Wissensingenieur 27
3.3.2.5 Der Trustee-Kern 31
3.3.3 Der Ablauf der Angebotseinholung 32
3.4 Ausgewählte Kernbereiche des Prototypen 35
3.4.1 Wissensrepräsentation und –speicherung 35
3.4.1.1 Übersicht 35
3.4.1.2 Repräsentation des Domänenwissens 37
3.4.1.2.1 Besondere Konzepte der Beschreibungslogik 37
3.4.1.2.2 Die Verwendung der Beschreibungslogik beim Trustee 38
3.4.1.3 Repräsentation der Anbieterseiten 42
3.4.1.3.1 Die Modellierungssprache TRS 42
3.4.1.3.2 Verknüpfung der Seitenmodelle mit der Wissensbasis 47
3.4.2 Schutz der Kundendaten 47
3.4.2.1 Übersicht der zu schützenden Kundendaten 48
3.4.2.2 Umsetzung 50
3.4.2.2.1 Sicherung der Internetebene und der Transportebene 50
3.4.2.2.2 Sicherung der Applikationsebene 52
4. ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNGEN 58
LITERATURVERZEICHNIS I
ANHANG VI
I. Modell einer Anbieterseite in TrusteeScript VI
II. Inhaltsverzeichnis der natürlichsprachlichen Beschreibung VIII
III. EBNF-Darstellung von TrusteeScript IX
IV. Interner Workshopbericht des FORSIP zum Trustee XI
V. Bericht des Teilprojekts SIPKIS über Kundeneinstellungen XXII
VI. Bericht des Teilprojekts SIPKIS über Kundeninformationen XXIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abbildung 5 gibt Auskunft über die technische Realisierung der einzelnen Schichten. Als oberste Schicht stellen Java Beans als gemeinsam genutzte Service-Klassen ihre Dienste den Kommunikationskomponenten zur Verfügung. Diese Dienste umfassen beispielsweise die Verarbeitung von TRSML mittels des XercesXML-Parsers und die Anbindung des RACER-Servers über die Java-API des RACER. Ebenso vorstellbar ist die Kapselung von WebService-Aufrufen zur einfacheren Verwendung durch die restlichen Komponenten. Wichtig ist überdies die Implementierung einer Überwachungsfunktion für den Trustee. Diese sollte eine Loggingkomponente enthalten, die Warnhinweise oder Fehlermeldungen des Agenten aufzeichnet. Anhand der Logeinträge kann der Betreiber oder der Wissensingenieur nachvollziehen, welche Fehler bei der Angebotseinholung aufgetreten sind. Beispielsweise kann der Trustee melden, wenn er erkannt hat, dass ein Seitenmodell eines Anbieters nicht mehr aktuell ist, oder dass der Netzwerkzugriff auf einen Anbieter komplett ausgefallen ist. Diese Informationen können [...]

- 30 Der TRS-Compiler, der Indexer und das Modellierungstool werden als JSP-Komponenten im Applikationsserver JBoss realisiert. Ein klarer Vorteil, der sich dadurch ergibt, ist die Änderbarkeit der Seitenmodelle über das Internet, da das Modellierungstool als Webanwendung vorliegt. Eine zweite Aufgabe des Wissensingenieurs ist die Modellierung des Branchenwissens. Dabei gewährt der Trustee selbst dem Wissensingenieur keine Unterstützung. Da das Branchenwissen jedoch als Ontologie realisiert ist (siehe Abschnitt 3.4.1.2), sind dafür bereits Werkzeuge existent, z.B. OILEd21. Das Branchenwissen ist nicht Teil des Trustee selbst, sondern wird dynamisch über den Zugriff per Netzwerk auf einen Reasoner, z.B. den RACER22 Server, in den Verarbeitungsprozess integriert. [...]

- 29 des Form-Tags, welchem bei der Modellierung der Anbieterseiten eine besondere Bedeutung zukommt, erscheint sinnvoll, da in dessen Eingabefelder später die Kundendaten einzutragen sind. Darüber hinaus sind noch etliche weitere Aktionen denkbar, die dem Wissensingenieur die Erstellung eines Seitenmodells in TRS vereinfachen können. Darunter fällt die Entfernung von Bildern und JavaScript-Ausdrücken aus der HTML-Seite, soweit sie Visualisierungszwecken dienen. Als Ziel des oben beschriebenen Prozesses ist ein Skelett der zu modellierenden Seite anzustreben, welches nur noch diejenigen Elemente enthält, die auch Eingang in das spätere TRS-Modell finden. Die vorverarbeitete Seite könnte dann in einem Editor vom Wissensingenieur weiterverarbeitet werden. Im Laufe der Modellierung einer Seite in TRS wird es hilfreich für den Wissensingenieur sein, den bisherigen Code auf Fehler untersuchen zu lassen. Dafür wird im Modellierungstool der TRS-Compiler zuständig sein, der mögliche Fehler oder falsche Syntax bei der Übersetzung zurückmeldet. Auch das Testen der in das Modell eingebetteten WebL-Skripts sollte vom Modellierungstool unterstützt werden. Wie Abbildung 4 zu entnehmen ist, muss die in TRS modellierte Seite noch in den XML-Dialekt TRSML übersetzt werden, um durch den Trustee nutzbar zu sein. Diesen Prozess sollte das Modellierungstool anstoßen können und eventuelle Erfolgs- und Fehlermeldungen zurückliefern. Nach der erfolgreichen Übersetzung erfolgt die Ablage des neuen Modells auf dem Server. Das Modellierungstool sollte es weiterhin erlauben, Änderungen an schon gespeicherten Seitenmodellen vornehmen zu können, falls sich die dazugehörigen Seiten im Internet ändern. Als Hinweis auf eine mögliche Seitenänderung durch den Anbieter kann der fehlgeschlagene Angebotseinholungsprozess bei einem Anbieter dienen. Besser wäre es aber, nicht mehr aktuelle Seiten vor ihrer Verwendung und vor dem möglichen Scheitern der Angebotseinholung entdecken zu können Durch die TRS-Modellierung der Anbieterseiten kann der Trustee die Syntax der Seiten erkennen. Was noch fehlt ist ein Überblick über die Art und den Inhalt der Angebote. (siehe auch Abschnitt 3.4.1.3.2 auf Seite 47 für eine genauere Betrachtung des Problems). Dazu dient der in der obigen Abbildung 4 schon gezeigte Indexer. Dieser hat die Aufgabe, eine Liste aller modellierten Seiten zu führen, in der vermerkt ist, welcher Anbieter welche Produktkategorien anbieten. Die Eingabe und Pflege dieser Daten ist ebenfalls die Aufgabe des Wissensingenieurs. Unterstützt werden kann er durch den Trustee beispielsweise, indem dieser eine graphische Benutzerschnittstelle zur Verfügung stellt, mit der die Zuordnung einer Produktkategorie zu einem Seitenmodell vereinfacht wird. Als sinnvolle Implementierung des Modellierungstools und des Indexers eignen sich JSPSeiten. Mittels HTML-Formularen kann die benötigte Editor-Funktionalität bereitgestellt werden. [...]

Arbeit zitieren:
Strebel, Jörg Juni 2003: Konzeption und Realisierung eines Agenten zum Einholen von Angeboten für Finanzdienstleistungen im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ontologie, Modellierung, I2EE, Personalisierung, Künstliche Intelligenz

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