Konzeption von Mehrwertdiensten einer E-Business-Plattform für die Werkzeugindustrie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jörn Pickhardt
- Abgabedatum: Februar 2001
- Umfang: 105 Seiten
- Dateigröße: 1.020,9 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4103-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4103-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4103-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pickhardt, Jörn Februar 2001: Konzeption von Mehrwertdiensten einer E-Business-Plattform für die Werkzeugindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marktplatz, Internet
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Diplomarbeit von Jörn Pickhardt
Einleitung:
Die Werkzeugindustrie ist im Inland derzeit durch eine starke Fragmentierung des Marktes gekennzeichnet. Kleinere Spezialanbieter haben auf dem Markt für Präzisionswerkzeuge das Nachsehen, da eine Informationsasymmetrie durch Unternehmensgröße und kontrollierten Marktzugang zu Gunsten größerer Unternehmen besteht. Für Spezialanbieter stellt sich die Frage, wie dennoch eine Differenzierung gegenüber den umsatzstärkeren Konkurrenten erzielt werden kann. Eine mögliche Vorgehensweise ist die Schaffung einer E-Business-Strategie, die auf einer Internet-Handelsplattform für Präzisionswerkzeuge basiert. Weiterhin sollte dieser Marktplatz sich durch Mehrwerte für den kommerziellen Endkunden (Nutzer der Präzisionswerkzeuge) auszeichnen.
Ziel dieser Arbeit ist daher die Konzeption von Mehrwertdiensten einer E-Business-Plattform für die Werkzeugindustrie. Die Plattform soll dem Kunden den Mehrwert bieten, herstellerübergreifend nach dem Prinzip der Featurebasierung Lösungen zu konfigurieren und zu bestellen. Des weiteren soll durch sog. Extended Features (z. B. Status Agent, Pricing Agent etc.) ein weiterer Mehrwert für den Kunden geschaffen werden, um diesen stärker an die Plattform binden zu können.
Im einzelnen sind folgende Arbeitsschritte durchgeführt worden:
Erarbeitung einer allgemeinen Erläuterung des Stands der Erkenntnisse sowie der theoretischen Grundlagen.
Ermittlung von Features zur herstellerübergreifenden Konfiguration von Lösungen.
Erarbeitung eines Konzeptes von Mehrwertdiensten für den Betrieb einer Plattform für die Werkzeugindustrie.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 2. | BEGRIFFSBESTIMMUNG | 3 |
| 2.1 | E-BUSINESS VS. E-COMMERCE | 3 |
| 2.1.1 | Business-to-Consumer (B2C) | 4 |
| 2.1.2 | Business-to-Business (B2B) | 6 |
| 2.1.3 | Weitere Formen des E-Commerce | 8 |
| 2.2 | ABGRENZUNG E-MARKETS | 9 |
| 2.2.1 | Einkaufsplattformen | 12 |
| 2.2.2 | Elektronische Markplätze | 15 |
| 2.2.3 | Fachportale | 20 |
| 2.3 | NUTZENPOTENTIALE DES E-COMMERCE | 23 |
| 3. | STAND DER ERKENNTNISSE | 30 |
| 3.1 | STATISTIKEN - E-COMMERCE HEUTE UND IN ZUKUNFT | 30 |
| 3.2 | GESTALTUNG VON ELEKTRONISCHEN MARKTPLÄTZEN | 37 |
| 3.3 | ERTRAGSMODELLE FÜR ELEKTRONISCHE MARKTPLÄTZE | 40 |
| 3.4 | ELEKTRONISCHE PRODUKTKATALOGE | 42 |
| 3.5 | SOFTWAREAGENTEN | 44 |
| 4. | ERMITTLUNG VON FEATURES ZUR HERSTELLERÜBERGREIFENDEN KONFIGURATION VON LÖSUNGEN | 46 |
| 4.1 | RANDBEDINGUNGEN ZUR ERMITTLUNG VON FEATURES | 46 |
| 4.2 | PRODUKTKATALOG NACH VERZEICHNISSTRUKTUR | 48 |
| 4.2.1 | Beispielbeschreibung einer verzeichnisorientierten Suche nach einem Präzisionswerkzeug | 54 |
| 4.3 | PRODUKTKATALOG NACH ANWENDUNGSSTRUKTUR | 57 |
| 4.3.1 | Erste Stufe der Anwendungsstruktur | 58 |
| 4.3.2 | Zweite Stufe der Anwendungsstruktur | 58 |
| 4.3.3 | Beispielbeschreibung einer anwendungsorientierten Suche nach einem Präzisionswerkzeug | 58 |
| 4.4 | INTELLIGENTE TEXTSUCHMASCHINE | 63 |
| 5. | ENTWICKLUNG EINES KONZEPTES VON MEHRWERTDIENSTEN FÜR DEN BETRIEB EINER PLATTFORM FÜR DIE WERKZEUGINDUSTRIE | 65 |
| 5.1 | AUSRICHTUNG UND ZIELSETZUNG | 65 |
| 5.2 | DARSTELLUNG DER MEHRWERTDIENSTE FÜR EINE E-BUSINESS-PLATTFORM DER WERKZEUGINDUSTRIE | 65 |
| 5.2.1 | Commerce | 66 |
| 5.2.2 | Content | 70 |
| 5.2.3 | Community | 73 |
| 5.2.4 | Customization | 76 |
| 5.2.5 | Collaboration | 79 |
| 5.2.6 | Connectivity | 81 |
| 6. | ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK | 84 |
| 7. | LITERATURVERZEICHNIS | 86 |
Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption von Mehrwertdiensten für eine Handelsplattform für den elektronischen Handel von Präzisionswerkzeugen. Kernpunkt dieser Mehrwertdienste ist die herstellerneutrale Suche über ein „virtuelles Vollsortiment“ mit einer herstellerübergreifenden Konfiguration der Werkzeuge sowie eine anwendungsorientierte Suchfunktion der geeigneten Werkzeuge. Der Marktzugang insbesondere für kleinere Unternehmen ohne starken Eigenvertrieb soll damit erweitert werden. Technologisch starke Firmen können somit ihre Wettbewerbsvorteile besser vermarkten. Die Palette der angebotenen Präzisionswerkzeuge ist enorm breit und einem raschen Wandel unterzogen. Dadurch haben sich die meisten deutschen Anbieter auf bestimmte Anwendungen fokussiert, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Der Marktzugang stellt sich somit als limitierender Faktor für die Geschäftsentwicklung heraus, weil das Angebotsspektrum so breit und der Markt insgesamt intransparent ist. Den Marktzugang muß sich jeder Anbieter mit großem Aufwand selbst erarbeiten. Anbieter mit einem geringen Absatzvolumen sind auf Händler, Vertreter oder andere Absatzmittler (Einkaufsagenturen etc.) angewiesen, wenn sie nicht lokal beschränkt bleiben wollen. Diese Zwischenstellen, die für ihre Aufwendungen Provisionen erhalten und somit mitverdienen, verteuern die Produkte und Dienstleistungen bzw. schmälern den Gewinn des Anbieters. Ebenso ergeht es kleinen Nachfragern, die auf Händler angewiesen sind, da der Abwicklungsaufwand des Anbieters in keinem Verhältnis zum erwarteten Umsatz steht. Die durch Unternehmensgröße und kontrollierten Marktzugang entstandenen Informationsasymetrien im stark fragmentierten Markt für Präzisionswerkzeuge sollen zu Gunsten kleinerer Spezialanbieter aufgehoben werden. Das Internet bietet heutzutage die Möglichkeit, Angebot und Nachfrage ungeachtet der tatsächlichen Unternehmensgröße zusammenzubringen. Dazu müssen die komplementären Werkzeuggruppen der Präzisionswerkzeuge herstellerneutral in einem Katalog [...]
E-Markets werden durch den immer dichteren Geschäftsverkehr und die Vermehrung an Informationen zunehmend unübersichtlich. Softwareagenten unterstützen verstärkt die Marktteilnehmer in den Phasen der Kontaktaufnahme, Verhandlung, Durchführung und Bezahlung bei geschäftlichen Transaktionen (KÜCKES 1998, S. 39 u. WESTKÄMPER / DUDENHAUSEN / SCHMIDT 1997, S. 60). „Als Softwareagenten bezeichnet man ein Softwareprogramm, das für einen Benutzer bestimmte Aufgaben erledigen kann und dabei einen Grad an Intelligenz besitzt, der es befähigt, seine Aufgaben in Teilen autonom durchzuführen und mit seiner Umwelt auf sinnvolle Art und Weise zu interagieren“ (BRENNER / ZARNEKOW / WITTIG 1997, S. 22f.). Zur Ausführung seiner Aufgaben benötigt ein Agent immer einen gewissen Grad an Intelligenz, weshalb man auch von intelligenten Softwareagenten spricht. Erst die Intelligenz ermöglicht es einem Agenten, seine Aufgaben weitestgehend autonom zu bearbeiten und nur bei wichtigen Entscheidungen Eingriffe des Benutzers zu erfordern. Zur Zielerreichung ist es für einen Agenten unabdingbar, mit seiner Umwelt zu interagieren. Er muß in der Lage sein, Informationen über seine Umwelt zu sammeln, aus diesen Schlußfolgerungen zu ziehen und schließlich konkrete Handlungen, basierend auf den erzielten Schlußfolgerungen, einzuleiten. Die bloße Reaktion auf eingegangene Informationen reicht zu einer sinnvollen Interaktion mit der Umwelt in der Regel nicht aus. Häufig ist eine zusätzliche direkte Kommunikation oder sogar Kooperation mit anderen Objekten, z. B. anderen Agenten oder menschlichen Nutzern, notwendig. Bei intelligenten Softwareagenten lassen sich je nach allgemeinem Aufgabenschwerpunkt Informationsagenten, Kooperationsagenten und Transaktionsagenten unterscheiden (siehe Abbildung 20). Informationsagenten haben in erster Linie die Aufgabe, seinen Benutzer bei der Suche nach Informationen in verteilten Systemen bzw. Netzwerken zu unterstützen. Dabei muß er fähig sein, Informationsquellen aufzuspüren, Informationen aus den Quellen zu extrahieren, aus der [...]
Der elektronische Produktkatalog, auch Online-Katalog genannt, stellt im chronologischen Verlauf der Handelstransaktion die erste Schnittstelle eines Unternehmens zum Markt dar. Der Katalog wird vom Kunden genutzt, um sich über das Produktangebot sowie über Preis- und Lieferkonditionen etc. zu informieren (SCHMIED / SELZ / SING 1997 u. BEAM / SEGEV 1996, S. 14). Unter elektronischen Produktkatalogen versteht man multimediale interaktive Hypertexte, die Produkte präsentieren und beschreiben und als Schnittstelle zwischen Anbieter und potentiellem Kunden dienen, mit den Funktionalitäten aller bisher bekannten Medien, inklusive Suchfunktionen, wie sie bei Datenbanken bekannt sind (SCHMIED / ZIMMERMANN 1997, S. 40). Durch die Verbindung des Produktangebots mit integrierten Warenwirtschaftssystemen und umfangreichen Softwarelösungen zur Gestaltung des Angebots ist es möglich, die Website dynamisch aufzubauen. In einer Datenbank werden die Datensätze über die von den Nutzern nachgefragten Produkte und Informationen aggregiert. Es erfolgt eine Klassifikation nach Kriterien und die Datensätze fließen unmittelbar in die Sortimentssteuerung und Angebotspräsentation auf der Website ein. Ganze Sortimente oder einzelne angebotene Artikel können so kontinuierlich und nicht nur periodisch aktualisiert werden. Dem Konsumenten kann hierdurch ein durchgehend aktuelles und bedarfsgerechtes Sortiment bereitgestellt werden (TOMCZAK / SCHÖGEL / BIRKHOFER 1999, S. 116 f.). Elektronische Produktkataloge können anhand ihrer Nutzung charakterisiert werden, wobei sich vier verschiedene Varianten für Online-Kataloge ergeben (s. Abbildung 19): ! Variante 1a: Die Nutzung von Produktkatalogen und Bestellmöglichkeiten im Internet ist für jedermann öffentlich zugänglich. Das angebotene Produktspektrum reicht von einzelnen Artikeln bis zu einem vollständigen Warenhaus mit tausenden von Produkten. Gegenüber einem herkömmlichen Papierkatalog zeichnen sich die elektronischen Kataloge vor allem durch umfassende Suchmöglichkeiten aus. Diese Variante wird in den Unternehmen vor allem für einzelne Beschaffungsvorgänge mit geringem Beschaffungswert genutzt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832441036
Arbeit zitieren:
Pickhardt, Jörn Februar 2001: Konzeption von Mehrwertdiensten einer E-Business-Plattform für die Werkzeugindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marktplatz, Internet



