Konzeption für Markteintrittsstrategien unter Nutzung der Balanced Scorecard für den IT-Markt der Russischen Förderation
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Oliver Hammer
- Abgabedatum: März 2006
- Umfang: 148 Seiten
- Dateigröße: 3,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9519-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9519-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9519-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hammer, Oliver März 2006: Konzeption für Markteintrittsstrategien unter Nutzung der Balanced Scorecard für den IT-Markt der Russischen Förderation, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Joint Venture, Strategy Map, BSC, Russland, IT
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Diplomarbeit von Oliver Hammer
Einleitung:
Das globale Umfeld in Ökonomie und Politik hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und verändert. Da dieser Prozess auch zukünftig andauern wird, ist es vor allem für Unternehmen von höchster Priorität mit einer globalen Strategie am Markt zu agieren.
Der Unternehmenserfolg der Firmen wird in diesem Zusammenhang von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Vor allem der immer mehr an Dynamik gewinnende globale Wettbewerb, aber auch politisch-rechtliche, technologische sowie soziokulturelle Rahmenbedingungen sind Aspekte, welche diesen Erfolg entscheidend beeinflussen können. Auch die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung auf internationaler Ebene, welche unter dem Begriff Globalisierung geführt wird, stellt in diesem Kontext einen kritischen, sehr bedeutenden Erfolgsfaktor für Unternehmen dar, der sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
„Globalisierung ist für unsere Volkswirtschaften das, was für die Physik die Schwerkraft ist. Man kann nicht für oder gegen das Gesetz der Schwerkraft sein - man muss damit leben.“, so resümierte einst der französische Ökonom Alain Minc das Wesen dieser vor allem wirtschaftlichen Erscheinungsform.
Problemstellung:
Besonders aus Gründen der Globalisierung sind Unternehmen deshalb in der heutigen Zeit immer öfter dazu angehalten international zu denken und zu handeln. Dieses Verhalten wird weiterhin durch eine oft gesättigte Nachfrage im Binnenmarkt sowie eine größtenteils abgeschlossene Aufteilung der Marktanteile in diesem gefördert. (in den Industriestaaten) Die Expansion eines Unternehmens in „neue“ Märkte stellt somit oft eine hervorragende strategische Option dar, um den Unternehmenserfolg für die Zukunft zu sichern und so einen langfristigen Fortbestand des Unternehmens zu garantieren. Die vorliegende Arbeit soll sich daher vordergründig mit der Thematik dieser Unternehmens-Wachstumsstrategie (Expansion durch Erschließung neuer Märkte im Ausland) auseinandersetzen.
Die erste Hauptaufgabe besteht darin die bedeutendsten Markteintrittsformen allgemein zu strukturieren, zu analysieren und zu bewerten. Dem folgend sollen am konkreten Unternehmensbeispiel die verschiedenen Markteintrittsstrategien für die Russische Förderation analysiert und beurteilet werden.
Im Kontext der Bewertung von Markteintrittstrategien ist es selbstverständlich notwendig, dass in dieser Arbeit die allgemeine Marktsituation in der Russischen Förderation sowie im speziellen Marktsegment (IT-Markt der RF) eruiert und erläutert werden müssen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage offerieren zu können. Das Betrachten themenzugehöriger bedeutender Aspekte soll den theoretischen Teil dieser Arbeit abrunden (z.B. Unsicherheiten beim Markteintritt, Vorgehen bei der Markterschließung etc.).
Im zweiten, dem praktischen Aufgabenteil der Arbeit, ist für den Eintritt eines SW-Unternehmens in den Markt der Russischen Förderation eine Balanced Scorecard (BSC) zu planen und zu implementieren. Die softwaregestützte Implementierung soll dabei für das in den Markt eintretende Unternehmen als strategisches Planungs- und Kontrollinstrument genutzt werden können. Die wichtigsten Implementierungsschritte und Zusammenhänge sollen dabei dokumentiert werden, um das Verständnis für das strategische Managementsystem der Balanced Scorecard zu gewährleisten.
In einem abschließenden Kapitel sind die Ergebnisse, Besonderheiten sowie eventuell aufgetretenen Schwierigkeiten während der Erstellung der Arbeit zusammenzufassen.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit hat das primäre Ziel vor allem Unternehmern und Managern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten, die sich bereits für einen Markteintritt in die Russische Förderation entschieden haben, jedoch noch keine konkrete Vorstellung von der zu wählenden Form des Eintritts haben.
Da sich die Planung und Kontrolle eines Markteintrittes im Ausland oft als sehr schwierig erweist, hat die Arbeit außerdem das Ziel anhand des strategischen Managementsystems der BSC eine modifizierte Lösung für den Markteintritt zu erarbeiten.
Im folgenden zweiten Hauptkapitel werden so zu Beginn die Grundlagen zur Thematik der Markteintrittsstrategien behandelt werden. Schwerpunkte dieses Kapitels sind die allgemeine Darstellung der bedeutendsten Markteintrittsformen, eine Einführung in das kennzahlenbasierte Managementsystem der BSC sowie ein genereller (branchenunabhängiger) Situationsüberblick zur Marktlage/-entwicklung in der Russischen Förderation.
Im darauf folgenden dritten Kapitel wird speziell der Informationstechnologie-Markt (IT-Markt) der Russischen Förderation analysiert und bewertet werden, um eine Grundlage für die konkrete Bewertung von Markteintrittsstrategien am Unternehmensbeispiel (SW-Firma) in Kapitel 4 zu schaffen. Die Beurteilung dieser, für den Absatz geeigneten Markteintrittsformen, wird durch zusätzliche Betrachtungen wie u.a. das stufenweise Vorgehen beim Markteintritt ergänzt werden.
Im fünften Kapitel wird die Implementierung der Balanced Scorecard beschrieben werden, wobei diese für das bereits in Kapitel 4 definierte fiktive Unternehmen an einer festgelegten Markteintrittsform vorgenommen wird.
Im sechsten und letzten Kapitel wird eine kompakte Zusammenfassung die Erkenntnisse und Besonderheiten der behandelten Materie dieser Arbeit abschließen.
Die in vorliegender Arbeit vorgenommenen Betrachtungen im Bezug auf Markteintrittsstrategien werden für Unternehmen angestellt, welche anstreben ihre Produkte und/oder Dienstleistungen im Ausland abzusetzen. Es wird an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit der Produktion im Ausland in dieser Arbeit, aus Gründen des Umfangs, nicht berücksichtigt werden kann.
Des Weiteren gilt als vereinbart, dass das in den ausländischen Markt eintretende Unternehmen über ausreichende Kapital- sowie Personalressourcen verfügt, und dementsprechend diesbezüglich keine Betrachtungen vorgenommen werden müssen.
Außerdem ist zu bemerken, dass die Arbeit in erster Linie für deutsche Unternehmen entwickelt wird - die meisten Erkenntnisse und Lösungen jedoch auch unabhängig von der Herkunft, des auf den Markt der RF eintretenden Unternehmens, verwendet werden können bzw. für anwendbar sind.
In Bezug auf den praktischen Teil der Diplomarbeit wird angenommen, dass der Leser über ein gewisses Basiswissen zum Managementsystem der Balanced Scorecard verfügt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung in die Problemstellung | 1 |
| 1.1 | Motivation und Aufgabenstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung & Vorgehensweise | 2 |
| 1.3 | Abgrenzung und Festlegungen | 4 |
| 2. | Grundlagen & Definitionen | 5 |
| 2.1 | Klärung grundlegender Begriffe & Zusammenhänge | 5 |
| 2.2 | Markteintrittsformen | 8 |
| 2.2.1 | Export | 10 |
| 2.2.2 | Lizenzvergabe | 13 |
| 2.2.3 | Franchising | 14 |
| 2.2.4 | Tochtergesellschaft, Niederlassung und Repräsentanz | 16 |
| 2.2.5 | Akquisition | 17 |
| 2.2.6 | Zwischenbetriebliche Kooperationen – Die Unternehmenskooperation und das Joint Venture | 18 |
| 2.3 | Methoden und Konzepte für Markteintrittsszenarien | 21 |
| 2.3.1 | Die Balanced Scorecard | 22 |
| 2.3.2 | Vorgehen bei der Markterschließung | 26 |
| 2.4 | Die Marktsituation in Russland – Ein Überblick | 27 |
| 2.4.1 | Geschichte und Entwicklung der Russischen Förderation | 29 |
| 2.4.2 | Aktuelle Wirtschaftsdaten | 31 |
| 2.4.3 | Der „Bertelsmann Transformation Index“- Russland im internationalen Vergleich von Transformationsgesellschaften | 34 |
| 2.4.4 | Rahmenbedingungen für ausländische Investoren | 36 |
| 2.4.5 | Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen im Überblick | 39 |
| 3. | Der IT-/Telekommunikationsmarkt in der RF | 42 |
| 3.1 | Überblick zur Entwicklung und Lage des IT-Marktes | 42 |
| 3.1.1 | Telekommunikationsbranche | 46 |
| 3.1.2 | IT-Produkte und IT-Dienstleistungen | 48 |
| 3.2 | Ausgewählte Informationen zum SW- und HW-Markt | 51 |
| 3.2.1 | Der ERP–Markt in der RF | 53 |
| 3.2.2 | SW-Raubkopien- und Urheberrechtproblematik in der RF | 55 |
| 3.2.3 | Der Notebook-Markt | 57 |
| 4. | Bewertung von Markteintrittstrategien eines SW-Anbieters | 59 |
| 4.1 | Das fiktive Beispielunternehmen – SPIT-M | 59 |
| 4.2 | Beurteilung verschiedener Markteintrittsformen | 61 |
| 4.2.1 | Direktexport – Repräsentanz und Niederlassung (Filiale) | 61 |
| 4.2.2 | Tochtergesellschaft | 64 |
| 4.2.3 | Unternehmensakquisition | 66 |
| 4.2.4 | Joint Venture | 70 |
| 4.2.5 | Agent oder Vertreter | 72 |
| 4.2.6 | Lizenzvertrag | 74 |
| 4.3 | Pfade von Markteintrittsstrategien | 76 |
| 4.4 | Grundsätzliche Unsicherheiten& Risiken beim Markteintritt | 79 |
| 4.5 | Zusammenfassung der Erkenntnisse | 81 |
| 5. | Erstellung einer BSC zur Planung- und Kontrolle für den Markteintritt mittels eines Joint Ventures | 82 |
| 5.1 | Grundlagen und Rahmenbedingungen | 82 |
| 5.2 | Vorgehensweise bei der Implementierung und Einführung der BSC | 84 |
| 5.2.1 | Projekt Vorbereitung | 85 |
| 5.2.2 | Definition der Strategien und Perspektiven | 88 |
| 5.2.3 | Definition der Joint Venture Scorecard | 90 |
| 5.2.4 | Ableitung von Maßnahmen zur Zielereichung | 98 |
| 5.3 | Das Ursache-Wirkungsdiagramm | 100 |
| 5.4 | Die BSC Plan-Ist-Analyse | 103 |
| 5.5 | Kommunikation der BSC | 108 |
| 5.6 | Zusammenfassung des Kapitels | 111 |
| 6. | Schlussbemerkungen – Zusammenfassung | 113 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 117 | |
| Anlage A | 128 | |
| Anlage B | 137 | |
| Selbständigkeitserklärung | 140 |
nen Produkten und Dienstleistungen prognostiziert. Da die SPIT-M ein innovatives, expansives und nicht zu letzt finanziell gut positioniertes Unternehmen ist, entscheidet die Geschäftleitung in den Markt der Russischen Förderation einzutreten, um die Expansions- und Erfolgsstrategie der Firma fortzusetzen. Um das Risiko überschaubar zu gestalten und gegebenenfalls entstehende Verluste zu minimieren entscheidet man sich zunächst nur ein Produkt (SW) auf den russischen Markt bringen zu wollen. Dieses heißt SPIT-M BSC29 und ist im europäischen Softwaremarkt für Strategie- und Performancemanagement ein Verkaufshit. Im Vordergrund steht also der Vertrieb von SPIT-M BSC im russischen Markt. Damit in Zusammenhang stehende Serviceleistungen wie z.B. das Beraten von Kunden oder das Halten von Schulungen sind dabei nicht zu vernachlässigen. Es wird angenommen, dass sich die Geschäftsleitung über die Form des Markteintrittes in die RF bislang nicht einig ist und sich durch ein externes Beratungsunternehmen zu verschiedenen Markteintrittsformen beraten lässt. Es wird außerdem vereinfacht davon ausgegangen, dass für alle Markteintrittsformen genügend Ressourcen (Mitarbeiter, Kapital, Management etc.) bei SPIT-M vorhanden sind, um keine der Markteintrittsformen von Vornherein auszuschließen zu müssen. Eine weitere Prämisse ist, dass die Geschäftleitung (Entscheidungsträger) über einen gewissen Wissenstandstand zur wirtschaftlichen Lage des russischen Marktes verfügt und dieser die wichtigen, behandelten Informationen aus den Kapiteln 2.4 sowie 3. vorliegen. Des Weiteren soll von einer hohen Kooperationsbereitschaft der Firma SPIT-M ausgegangen werden. Im folgenden Kapitel 4.2 sollen nun die Markteintrittsformen Direktexport (mit und ohne Direktinvestitionen), Unternehmensakquisition, Joint Venture, Agent, Vertreter sowie Lizenzvergabe untersucht sowie deren Vor- und Nachteile beschrieben werden. Hauptziel ist es letztendlich unter den möglichen Markteintrittsformen (hier Vertriebsformen) die bestmögliche für die Bearbeitung des Zielmarktes Russland ausfindig zu [...]
Das für die weiteren Betrachtungen, in Kapitel 4 und 5 benötigte Unternehmen, soll SPIT-M GmbH, kurz SPIT-M, genannt werden und wird im Folgenden näher beschrieben werden. Es sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass es sich um ein fiktives Unternehmen handelt, obwohl es in der Realität sicher Unternehmen mit ähnlichen Kenndaten gibt. Die fiktive Strategie-, Performance- und IT-Management GmbH, SPIT-M, hat Ihren Hauptsitz in Deutschland und hat sich seit einigen Jahren sehr erfolgreich am hiesigen Markt für Strategie-, Performance sowie IT-Management etabliert. Die SPIT-M ist in den Geschäftsfeldern Consulting/Projektmanagement, Produktentwicklung (SW) inkl. Support sowie im Halten von Schulungen im oben genannten Bereich spezialisiert. SPIT-M verfügt über Auslandsgesellschaften und Kooperationspartner in Mitteleuropa und besitzt so erste Markteintritt-Erfahrungen. Im osteuropäischen und russischen Markt war man jedoch bisher noch nicht tätig gewesen. Aus allgemeinen Marktstudien und einer zusätzlichen, durch die SPIT-M, speziell in Auftrag gegebene Marktanalyse, wird jedoch ein hoher Bedarf an den von SPIT-M angebote59 [...]
In diesem Kapitel sollen an einem konkreten Unternehmensbeispiel verschiedene Markteintrittsstratgien für den Markt der RF bewertet werden. Zu Beginn wird in Kapitel 4.1 das, für diese Arbeit weiter verwendete, fiktive Unternehmen kurz beschrieben, um sich eine Vorstellung von diesem und dessen Zielen, machen zu können. Danach sollen in Kapitel 4.2 ausgewählte Markteintrittsformen am Beispielunternehmen untersucht werden und jeweilige Vor- und Nachteile herausgearbeitet werden. Im Weiteren Verlauf des Kapitels wird außerdem auf die Unsicherheiten und Risiken eingegangen, die mit jedem Markteintritt verbunden sein können. Des Weiteren soll auf die Möglichkeit des stufenweise Vorgehens im Kontext von Markteintrittsstrategien eingegangen werden und am Ende des Kapitels eine kurze Zusammenfassung der Erkenntnisse gegeben werden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832495190
Arbeit zitieren:
Hammer, Oliver März 2006: Konzeption für Markteintrittsstrategien unter Nutzung der Balanced Scorecard für den IT-Markt der Russischen Förderation, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Joint Venture, Strategy Map, BSC, Russland, IT



