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Konzeption für eine Make-or-Buy-Entscheidung im Fertigungsbereich

Am Beispiel der Gießerei XY

Konzeption für eine Make-or-Buy-Entscheidung im Fertigungsbereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claudia Helbig
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 5,7 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Westsächsische Hochschule Zwickau Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6515-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6515-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6515-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Helbig, Claudia Januar 2003: Konzeption für eine Make-or-Buy-Entscheidung im Fertigungsbereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Eigenfertigung, Fremdbezug, Outsourcing, Kernkompetenzen, Transaktionskosten

Diplomarbeit von Claudia Helbig

Gang der Untersuchung:

In den letzten Jahren zog eine regelrechte Auslagerungswelle durch die meisten Branchen der Wirtschaft. Dies ist zurückzuführen auf den immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck. Aufgrund der zunehmenden Globalisierung und nicht zuletzt wegen der Einführung der europäischen Währungsunion und der damit erleichterten internationalen Vergleichbarkeit gleichartiger Güter oder Dienstleistungen wächst auch auf internationaler Ebene der Konkurrenzdruck.

Aus diesen Gründen heraus sind die Unternehmen bemüht, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und durch die Auslagerung unrentabler Randbereiche die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und die Unternehmensstruktur zu verschlanken. Im Gegenzug kann es sich aber auch als vorteilhaft erweisen, strategisch wichtige Produktionsprozesse in die eigene Wertschöpfungskette zu integrieren.

Der Fachbegriff für unternehmerische Überlegungen dieser Art wird Make-or-Buy genannt, das heißt, man steht vor der Wahl zwischen Eigenherstellung oder Fremdbezug. Ergebnis dieser Betrachtungen ist das in der Praxis häufig auftretende Outsourcing. In Folge dessen kommt es zu Produktionsverlagerungen, zum Teil auch ins Ausland, Belegschaftsabbau sowie der Neuordnung von Zulieferbeziehungen. Insourcing spielt in der Praxis nicht so oft eine Rolle und tritt deshalb im Rahmen dieser Arbeit ebenfalls in den Hintergrund.

Während anfangs eher kurzfristige Make-or-Buy-Vergleiche zur Abdeckung vorübergehender Auftragsspitzen im Mittelpunkt standen, haben diese Entscheidungen mittlerweile strategischen Charakter angenommen.

In der Praxis wurden auch negative Erfahrungen mit Outsourcing gemacht, weil man die Risiken unterschätzte und die Make-or-Buy-Analyse nicht sorgfältig genug durchführte. Das kann im schlimmsten Falle existenzbedrohende Ausmaße annehmen. Zudem ist eine einmal realisierte Make-or-Buy-Entscheidung in der Regel nur schwer rückgängig zu machen.

Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht in der Identifikation des optimalen Bereitstellungsweges für die Fertigungsstufe „Putzen von Maschinenformguss“ in der Eisengießerei XY. Zu diesem Zweck ist eine ausführliche Make-or-Buy-Analyse durchzuführen, um die mit einer unüberlegten Make-or-Buy-Entscheidung möglicherweise verbundenen negativen Konsequenzen zu vermeiden.

Im Zuge dieser Make-or-Buy-Betrachtung wird folgendermaßen verfahren. Zunächst werden im Teil B grundlegende Aspekte in Zusammenhang mit der Make-or-Buy-Thematik erläutert und die Vor- und Nachteile der beiden grundlegenden Alternativen Eigenfertigung und Fremdbezug betrachtet. Im Anschluss daran wird in Kapitel 4 die Schrittfolge zur Vorgehensweise bei einer solchen Make-or-Buy-Problemstellung entwickelt. Danach sollte im ersten Schritt der Untersuchungsbereich genau definiert werden. Anschließend ist die Formulierung der mit der Make-or-Buy-Entscheidung angestrebten Ziele erforderlich. Aufbauend auf den in der Analyse der Ausgangssituation gewonnenen Daten und Erkenntnissen werden konkrete Bereitstellungsalternativen abzuleiten sein. Wenn mit diesem Schritt auch die exakten Bedarfsmengen festliegen, können von den in Frage kommenden Lieferanten Angebote eingeholt und geeignete Zulieferer ausgewählt werden. Im darauf folgenden Kapitel werden vier verschiedene Instrumente zur Bewertung der Bereitstellungsalternativen vorgestellt. Sie sind ausschlaggebend für die anschließend zu treffende Entscheidung zugunsten einer der Bereitstellungswege. Abschließend werden Aspekte bezüglich der Realisierung und der kontinuierlichen Kontrolle der Make-or-Buy-Entscheidung aufgezeigt.

Die Anwendung dieser Verfahrensweise auf die Make-or-Buy-Problemstellung von XY wird in Teil C erklärt.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung 1
B. Betriebswirtschaftliche Einordnung von Make-or-Buy-Szenarien 3
1. Grundsätzliche Aspekte zu Make-or-Buy 3
1.1 Begriffsdefinition 3
1.2 Wichtige intermediäre Formen 3
1.3 Anlässe für Make-or-Buy-Entscheidungen 3
1.4 Entscheidungsobjekte 4
1.5 Betrachtungsebene
1.6 Folgen der getroffenen Make-or-Buy-Entscheidung 5
1.6.1 Outsourcing 5
1.6.2 Insourcing 7
1.7 Weitere begriffliche Abgrenzungen 7
2. Die Rolle von Make-or-Buy in der Vergangenheit 9
3. Chancen und Risiken der Make-or-Buy-Alternativen 10
3.1 Betrachtung der Eigenherstellung 10
3.2 Betrachtung des Fremdbezugs 11
3.3 Fazit dieser Gegenüberstellung 13
4. Ablauf eines Make-or-Buy-Entscheidungsprozesses 14
4.1 Eingrenzung des Untersuchungsbereiches 14
4.2 Erarbeitung eines Zielsystems 15
4.3 Analyse der Problemstellung 16
4.3.1 Ist-Analyse des Untersuchungsbereiches 16
4.3.2 Analyse unternehmensexterner Einflussfaktoren 17
4.4 Suche nach geeigneten Bereitstellungsalternativen 17
4.5 Auswahl geeigneter Lieferanten 19
4.6 Bewertung der Alternativen 20
4.6.1 Bewertung auf Kostenbasis 21
4.6.1.1 Grundlagen des Rechnungswesens 21
4.6.1.2 Kostenvergleichsrechnung 21
4.6.2 Kernkompetenzen – Ansatz 27
4.6.3 Transaktionskosten – Theorie 29
4.6.4 Beurteilung anhand qualitativer Kriterien 32
4.7 Auswahl der optimalen Bereitstellungsalternative 34
4.8 Praktische Umsetzung des gewählten Bereitstellungsweges 34
4.9 Laufende Kontrolle 35
C. Der Make-or-Buy-Entscheidungsprozess bei XY 37
1. Die Situation in der deutschen Metallgießerei-Branche 37
2. Das Unternehmen XY 38
2.1 Präsentation des Unternehmens 38
2.2 Das Fertigungsprogramm der Gießerei 38
2.3 Historische Entwicklung 38
2.4 Der Produktionsprozess in der Gießerei 38
2.5 Outsourcing bei XY in der Vergangenheit 39
3. Anlass der aktuellen Outsourcing-Überlegungen 40
4. Durchführung der Make-or-Buy-Analyse 40
4.1 Eingrenzung des Untersuchungsbereiches 40
4.2 Erarbeitung des Zielsystems 41
4.3 Analyse der Problemstellung 42
4.3.1 Ist-Analyse im Fertigungsbereich „Putzerei Maschinenformguss“ 46
4.3.2 Analyse unternehmensexterner Faktoren 47
4.4 Suche nach geeigneten Bereitstellungsalternativen 47
4.5 Lieferantenbeurteilung und –auswahl 51
4.6 Bewertung der Bereitstellungsalternativen 52
4.6.1 Bewertung auf Kostenbasis 52
4.6.1.1 Ermittlung der entscheidungsrelevanten Kosten der Eigenfertigung 53
4.6.1.2 Kostenspaltung der entscheidungsrelevanten Eigenfertigungskosten 56
4.6.1.3 Aufspaltung der entscheidungsrelevanten Fremdbezugskosten 57
4.6.1.4 Break-Even-Analyse 59
4.6.1.5 Untersuchung der Kostenelastizität 60
4.6.1.6 Gesamtkostenvergleich der Alternativen 63
4.6.1.7 Interpretation des Gesamtergebnisses 68
4.6.2 Kernkompetenzen-Ansatz 69
4.6.3 Transaktionskosten-Theorie 70
4.6.4 Beurteilung anhand qualitativer Kriterien 71
4.7 Auswahl der optimalen Bereitstellungsalternative 72
4.8 Realisierung der Make-or-Buy-Entscheidung 73
4.9 Laufende Kontrolle 74
D. Fazit der Make-or-Buy-Betrachtung und kritische Würdigung 77

Arbeit zitieren:
Helbig, Claudia Januar 2003: Konzeption für eine Make-or-Buy-Entscheidung im Fertigungsbereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Eigenfertigung, Fremdbezug, Outsourcing, Kernkompetenzen, Transaktionskosten

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