Konzeption einer Kundenzufriedenheitsanalyse am Beispiel des Kunden VW/Audi
- Art: Diplomarbeit
- Autor: André Geinitz
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 84 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7277-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7277-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7277-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Geinitz, André September 2002: Konzeption einer Kundenzufriedenheitsanalyse am Beispiel des Kunden VW/Audi, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: EFQM-Modell, Fragebogen, Analyse, Datenerhebung, Hypothese
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Diplomarbeit von André Geinitz
Einleitung:
Aufgrund der sich weiter verändernden Wirtschaftslage und des stetig ansteigenden Wettbewerbsdruck wird es für Unternehmen immer schwieriger, neue Kunden zu akquirieren. Durch die Globalisierung entsteht der Zwang, sich gegen die schnell wachsende Konkurrenz durchsetzen zu müssen, um die Marktanteile und den ohnehin schon, aufgrund des Nachfragerückgangs und des Kostendrucks, geschmälerten Gewinn zu sichern. Somit müssen die vorhandenen Kundenbeziehungen ausgebaut und die einzelnen Kunden individuell zufriedengestellt werden.
Um die Kundenzufriedenheit, im Folgenden KZH abgekürzt, quantifizierbar zu machen, beschäftigen sich zahlreiche Forscher auf diesem Gebiet mit der Systematik der verschiedenen Messansätze. Nach ausführlichem Vergleich und der Analyse vieler Messmethoden stellt die subjektive, merkmalsorientierte, mehrdimensionale und explizite Messung die sowohl effektivste, als auch gebräuchlichste Form dar, um die Zufriedenheit der Kunden mit dem gesamten Leistungsspektrum eines Unternehmens darzustellen. Um eine nahezu fehlerfreie Anwendung zu gewährleisten, muss eine reliable und valide Messung auf Basis einer systematischen Vorgehensweise durchgeführt werden.
Wegen einer hohen Markttransparenz und der Langfristigkeit sowie Komplexität von Geschäftsbeziehungen, ist eine, das gesamte Unternehmen betreffende Kundenorientierung, speziell in der Automobilzulieferindustrie, lebenswichtig, da nur einige große Kunden den Hauptteil des Gesamtumsatzes ausmachen. Somit kommt auch der Messung der KZH ein hoher Stellenwert zu, da KZH die Basis für eine langfristige Kundenbindung und den daraus resultierenden Unternehmenserfolg darstellt. Auch im Unternehmen GKN Löbro GmbH ist die Erreichung der Zufriedenheit aller Kunden ein fester Bestandteil langfristig angelegter Ziele (2000-2005).
Gang der Untersuchung:
In dieser Arbeit wird deshalb versucht, anhand der zugrundeliegenden theoretischen Modelle eine systematische Vorgehensweise zur Zufriedenheitsmessung eines spezifischen Großkunden (VW/Audi) des Unternehmens GKN Löbro GmbH herzuleiten. Dies geschieht mit Hilfe der Entwicklung eines Fragebogens, der als Vorlage für spätere Entscheidungen über individuelle KZH-Messungen dient. Die vorhandene Problemstellung wurde im Laufe dieser Arbeit mit der zuständigen Abteilung (Customer Business Unit) erarbeitet, sodass die Stimmigkeit der daraus resultierenden Hypothesen mit Hilfe des entwickelten Fragebogens zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden sollen. Als weiteres Ziel der vorliegenden Arbeit gilt es, die Ergebnisse einer bereits durchgeführten Selbstbewertung auf Basis des EFQM-Modells mit Hilfe einer Zufriedenheitsmessung aus Kundensicht zu überprüfen.
In Punkt 2 der vorliegenden Arbeit werden Grundlagen, wie z.B. Begriffsdefinitionen, Abgrenzungen und Einordnungen des Themas KZH erläutert. Darauf folgend wird die besondere Relevanz zur Kundenzufriedenheitsmessung im Industriegüterbereich verdeutlicht.
In Punkt 3 schließt sich die Darstellung, eines im Unternehmen bereits durchgeführten Modells zur Selbstbewertung an, dem sogenannten EFQM-Modell. Zur vollständigen Betrachtungsweise der Möglichkeiten für die Messung von KZH werden auch die Methoden der Bewertung aus Kundensicht aufgeführt, welche abschließend mit dem beschriebenen Modell der Selbstbewertung einer kritischen Würdigung unterzogen werden.
Der Hauptteil der Arbeit, Punkt 4, befasst sich mit der Konzeption einer Kunden-zufriedenheitsanalyse am Beispiel des Kunden VW/Audi. Hierfür ist eine allgemeine Vorgehensweise beschrieben, die sich im Rahmen der Zielsetzung dieser Arbeit schwerpunktmäßig auf die Befragung an sich, sowie den Fragebogen als Messinstrument konzentriert. Zudem gibt Punkt 4.2 Aufschluss über den Stellenwert der Kundenorientierung und der KZH im Unternehmen GKN Löbro GmbH. Der Punkt 4.5 liefert Vorschläge für die weitere Durchführung bzw. Auswertung der Ergebnisse.
Zum Ende dieser Arbeit, in Punkt 5, erfolgt ein kurzer Ausblick, der eine abschließende Betrachtung der Arbeit sowie des Themas KZH liefert.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 1 | |
| 1. | Einleitung | 2 |
| 1.1 | Problemstellung | 2 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 3 |
| 1.3 | Das Unternehmen GKN Löbro GmbH | 4 |
| 2. | Grundlagen zur Kundenzufriedenheit | 5 |
| 2.1 | Das theoretische Konstrukt Kundenzufriedenheit | 5 |
| 2.2 | Die Komponenten | 8 |
| 2.3 | Einordnung sowie Auswirkung von Kundenzufriedenheit | 10 |
| 2.3.1 | Mit TQM auf dem Weg zur Kundenzufriedenheit | 10 |
| 2.3.2 | Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung | 12 |
| 2.3.3 | Kundenzufriedenheit im Wertschöpfungsprozess | 14 |
| 2.3.4 | Sicherung eines langfristigen Unternehmenserfolg | 15 |
| 2.3.5 | Zufriedenheit versus Unzufriedenheit | 17 |
| 2.4 | Besonderheit des Kundenzufriedenheitsmanagements im Industriegüterbereich | 20 |
| 3. | Die Kundenzufriedenheitsanalyse | 23 |
| 3.1 | Das EFQM - Modell zur Selbstbewertung | 23 |
| 3.1.1 | Zusammenfassende Darstellung der Bewertungskriterien | 24 |
| 3.1.2 | Nähere Beleuchtung des Kriteriums Kundenzufriedenheit | 25 |
| 3.1.3 | Die RADAR - Bewertungsmatrix | 26 |
| 3.2 | Methoden zur Messung der Zufriedenheit aus Kundensicht | 27 |
| 3.2.1 | Objektive Verfahren | 29 |
| 3.2.2 | Subjektive Verfahren | 30 |
| 3.3 | Kritische Würdigung der Messverfahren | 32 |
| 4. | Konzeption einer Kundenzufriedenheitsanalyse am Beispiel des Kunden VW/Audi | 34 |
| 4.1 | Ziel der Kundenzufriedenheitsanalyse | 34 |
| 4.2 | Stellenwert der Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit im Unternehmen GKN Löbro GmbH | 35 |
| 4.3 | Anforderung und Bestandteile einer Konzeption | 36 |
| 4.3.1 | Zielgruppenfestlegung der Befragung | 36 |
| 4.3.2 | Explorative Vorstudie | 37 |
| 4.3.3 | Ermittlung der relevanten Kriterien für die Kundenzufriedenheit | 38 |
| 4.3.4 | Hypothesenformulierung | 40 |
| 4.3.5 | Stichprobengestaltung | 41 |
| 4.3.6 | Art der Befragung | 43 |
| 4.4 | Der Fragebogen | 45 |
| 4.4.1 | Aufbau | 45 |
| 4.4.2 | Fragenformulierung | 46 |
| 4.4.3 | Antworten | 49 |
| 4.4.4 | Skalierung | 50 |
| 4.4.5 | Maßnahmen zur Erhöhung der Rücklaufquote | 51 |
| 4.5 | Vorschlag zur weiteren Durchführung | 53 |
| 4.5.1 | Pretest | 53 |
| 4.5.2 | Ankündigungsschreiben | 54 |
| 4.5.3 | Datenerhebung | 54 |
| 4.5.4 | Analyse der Ergebnisse | 55 |
| 5. | Ausblick. | 60 |
| Anlagenverzeichnis | 62 | |
| Literaturverzeichnis | 74 |
einen besteht die Gefahr einer Anspruchsinflation156 des Kunden, weil er dazu neigen wird, alle Kriterien als wichtig einzustufen. Zum anderen führt dies zu einem erhöhten Aufwand für den Befragten.157Als Lösungsvorschlag für dieses Problem ließe sich die Frage nach der Gewichtung einzelner Leistungsbestandteile, im Rahmen der explorativen Vorstudie klären. Gemeint ist hiermit die Durchführung von Fokusgruppeninterviews mit Beteiligten beider Seiten als Vorstufe zur eigentlichen Messung.158 Denkbar wäre in diesem Rahmen zudem, dass beide Parteien auch ihre Erwartungen, Probleme und Wünsche äußern. Als Schlussfolgerung der Diskussion sämtlicher Messverfahren lässt sich feststellen, dass für die hier durchzuführende KZH-Messung, wie bereits in der Problemstellung erwähnt, folgendes in Betracht kommt: Ein subjektives merkmalsorientiertes mehrdimensionales (multiattributive) explizites (direkte) [...]
beziehung differenziert betrachtet und schließlich die sich ergebenden Teilzufriedenheiten zu einer Gesamtzufriedenheit vereint.151 Jedoch sollte auch die getrennte Frage nach der generellen Zufriedenheit gestellt werden, um eine valide Messung zu gewährleisten.152 Als Nachteil impliziter Verfahren gilt die Voraussetzung eines aktiven Beschwerdeverhaltens, was jedoch in der Praxis selten zu finden ist.153 Hinzu kommt die Tatsache, dass die indirekte Messung nicht den Grad der KZH, sondern den Grad der Bestätigung der vorher gehegten Erwartungen misst. Allerdings müssen unerfüllte Erwartungen nicht zwangsläufig zu Unzufriedenheit führen. Zudem ist die getrennte Ermittlung der Erwartung vor dem Kauf, sowie die Erfahrung nach dem Kauf (ex ante/ex post) in der Praxis nur selten möglich und zudem mit hohen Kosten verbunden. Auch die ex-post-Messung, bei der nur der Erfüllungsgrad der Erwartung gemessen wird, führt zu Verzerrungen, wenn die vorherige Erwartungshaltung durch den Kauf verändert wird. Schließlich bleibt nur ein Vorteil der indirekten Messung zu nennen, nämlich die Generierung zusätzlicher Informationen in Form situationsspezifischer Erwartungen.154 Bezüglich den vielen Nachteilen der ex ante/ex post oder ex post-Verfahren fällt die Entscheidung, die Messung der KZH mittels eines direkten Zufriedenheitsurteils ohne eine Voraberhebung einer Erwartungshaltung durchzuführen, nicht schwer. Diese Form der Messung wird heute als verlässlichste und gängigste Methode angesehen.155 Da die geschilderten Nachteile indirekter Verfahren eindeutig überwiegen, soll auch für die anstehende KZH-Analyse das direkte Verfahren angewandt werden. Zu den Vorteilen expliziter Verfahren zählt in erster Linie der verhältnismäßig geringe Aufwand für den Befragten, da er mit Hilfe von Zufriedenheitsskalen nur angegeben muss, inwieweit er mit den Leistungen des Unternehmens (un-)zufrieden ist. Es besteht auch die Möglichkeit, die Gewichtung einzelner Leistungsmerkmale mit in die Messung einzubeziehen, damit die Auswertung und die Interpretation der Ergebnisse aussagekräftiger wird. Bei der Einführung der Gewichtungsfaktoren ergeben sich jedoch zwei Nachteile: Zum [...]
Dabei beschäftigen sich merkmalsorientierte Ansätze „...mit einem breiten Spektrum an Produkt-, Service- oder Interaktionsmerkmalen, über die sich der Kunde gewissermaßen „im Laufe der Zeit“ eine Meinung bildet.“141 Merkmalsorientierte Verfahren können die KZH entweder indirekt, durch sogenannte implizite Methoden (Registrierung des Beschwerdeverhaltens, Ermittlung wahrgenommener Leistungsdefizite oder Befragung von Verkäufern und Absatzmittlern), oder direkt mit Hilfe expliziter Methoden (Messung des Grades an Bedürfnisbefriedigung über ein- oder mehrdimensionale Zufriedenheitsskalen, sowie Soll-Ist-Vergleich von Erwartung und Leistungsbeurteilung) messen.142 Explizite Verfahren lassen sich wiederum bezüglich der Dimensionalität in ein- oder mehrdimensionale Verfahren (multiattributiv) unterscheiden. Eindimensionale Verfahren messen die KZH, meist in Bezug auf das gesamte Unternehmen, nur mittels einem Indikator.143 Jedoch ist diese Messung aus wissenschaftlicher Sicht unzureichend, da eine allgemeine Zufriedenheitsstimmung keine Aussage über die Gründe der Un/Zufriedenheit liefert. 144 Zudem führt die Vielschichtigkeit der angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu der Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtungsweise der einzelnen Leistungsbestandteile.145 Um dieser Forderung gerecht zu werden kommt die multiattributive Messung, die auch zu dem oben genannten expliziten Verfahren zählt und bei der die Zufriedenheit mit einzelnen Leistungsdimensionen, wie z.B Beratungskompetenz, Freundlichkeit, Qualität der Produkte, etc. abgefragt werden kann, zum Einsatz. Die einzelnen Teilzufriedenheiten werden hierbei anschließend zu einer Gesamtzufriedenheit addiert.146 Je nach Zeitpunkt der Messung kann die indirekte Messung als ex ante/ex post oder ex post-Messung durchgeführt werden. Ex ante/ex post bedeutet ein Vergleich zwischen der erhobenen Erwartungshaltung und einer zeitlich nachgelagerten ex post-Messung der Erfüllung dieser Erwartungen. Im Gegensatz dazu beschränkt sich das ex post- [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832472771
Arbeit zitieren:
Geinitz, André September 2002: Konzeption einer Kundenzufriedenheitsanalyse am Beispiel des Kunden VW/Audi, Hamburg: Diplomica Verlag
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EFQM-Modell, Fragebogen, Analyse, Datenerhebung, Hypothese



