Konzeption eines Kenntnistests in der Theorie der Sportart Windsurfen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Silja Schröder
- Abgabedatum: Oktober 2001
- Umfang: 468 Seiten
- Dateigröße: 6,6 MB
- Note: 1,1
- Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6991-7
- ISBN (CD) :978-3-8324-6991-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schröder, Silja Oktober 2001: Konzeption eines Kenntnistests in der Theorie der Sportart Windsurfen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Windsurfen, Kenntnistest, Surfausbildung, Konstrukt, Prüfungsfrage
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Diplomarbeit von Silja Schröder
Einleitung:
Der Fachpresse konnte man im Mai des Jahres 2000 entnehmen, dass die Trendsportarten auf dem besten Wege sind, sich neben den etablierten Sportarten zu behaupten. Namhafte Unternehmen scheinen aufgrund der Tatsache, dass hier die potenziellen Käufer von morgen angesprochen werden, die innovativen Sportarten entdeckt zu haben und unterstützen diese durch entsprechende Sponsoringmaßnahmen (Sohns, 2000). Die weitere Entwicklung der Trendsportarten erfährt mit der finanziellen Unterstützung eine große Erleichterung. Charakteristisch für Trendsportarten sind nicht nur neue Bewegungsformen mit zum Teil technologisch hochwertigen und innovativen Sportgeräten, sondern in gleichem Maße das im Gegensatz zu traditionellen Sportarten abgewandelte Verständnis von Sport. Die Leistung rückt in den Hintergrund, entscheidend ist dagegen der Spaßfaktor. Ein Verein oder ein Verband ist nicht mehr unbedingt erforderlich, man findet sich zu Gruppen Gleichgesinnter zusammen, die Kommunikationssprache ist zwar deutsch, aber die Anzahl englischsprachiger Fachtermini ist steigend und man genießt das gewaltige Medienecho in der Hoffnung bald die nächste innovative Sportart ausprobieren zu können.
Auch jene Sportart um die es in dieser Untersuchung gehen soll, wird den Trendsportarten zugeschrieben. Dabei differenzieren die Reaktionen auf Trendsportarten sehr stark: von einigen werden sie als kurze Modeerscheinung abgetan, von anderen werden sie als Vorboten einer fundamentalen Umgestaltung der Sportwelt angesehen. Unumstritten ist, dass im Zuge der fortschreitenden Technisierung und der Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft die Trendsportarten zunehmend mehr Anhänger in der Bevölkerung finden. Gesellschaftliche Veränderungen sind in einem engen Kontext mit dieser Sportentwicklung zu sehen (Lamprecht & Stamm, 1998). Sobald sich jedoch Trendsportarten etablieren und zum Inhalt der schulischen oder universitären Ausbildung werden, kann trotz des beabsichtigten im Vordergrund stehenden informellen Charakters der Sportart nicht auf eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung in der Theorie und Praxis der Sportart verzichtet werden. Dieses wiederum erfordert eine entsprechende Ausbildung für die Lehrenden.
Im folgenden soll eine Konzeption für die Theorie der Sportart Windsurfen erarbeitet und in Anlehnung daran ein Kenntnistest sowie eine Itembank für angehende Windsurflehrer1 entwickelt werden.
Problemstellung:
Der Windsurfsport ist mehr als nur eine Sportart. Es ist eine besondere Spezies von Mensch, die diesen Sport ausführt. Sie ist gekennzeichnet durch ihre Lebensart, durch ihr Äußeres und durch ihr Wesen. Im Windsurfsport steht die Freude an der Bewegung allein oder in einer Gruppe im Einklang mit der Natur im Vordergrund. Die Freizeit wird gefüllt mit unzähligen Praxisstunden auf dem Wasser. Kaum einer der Windsurfer setzt sich in der Theorie mit der Materie auseinander. Wie in zahlreichen anderen Sportarten ist auch im Windsurfen ein mangelnder Theorie-Praxis-Bezug zu beklagen. Soll jedoch der Sport vermittelt werden, ist das Wissen über theoretische Sachverhalte und Hintergründe der Sportart zwingend erforderlich. Trainer und Lehrer sowohl an Universitäten als auch an Schulen oder in Vereinen können nur mit Hilfe von Kenntnissen über die Sportart Windsurfen einen Unterricht durchführen, der das Windsurfen im Rahmen sportartspezifischer Lern- und Lehrprozesse entsprechend vermittelt.
Die sportartspezifischen Kenntnisse werden damit zu einem entscheidenden Bestandteil in der Windsurflehrerausbildung. Nicht zuletzt kann ein theoretisches Verständnis zur Unterstützung der motorischen Lernprozesse beitragen.
Der Windsurfsport nutzt die Naturkräfte Wind und Wellen, so dass ein fundiertes Theoriewissen über das Sportgerät und die physikalischen Eigenschaften der Naturgewalten zu einem besseren Verständnis und damit zu einer Beschleunigung des Erlernens neuer Windsurftechniken beitragen kann.
Der Windsurfsport etabliert sich nur sehr langsam in der universitären und schulischen Ausbildung; neben der Tatsache, dass der Windsurfsport den Trendsportarten zugeschrieben wird, wird dies mit der bisher als sehr schwierig und sowohl arbeits- als auch zeitintensiv geltenden Organisation und Durchführung eines entsprechenden Unterrichtes begründet. Folglich ist das Ausbildungssystem für Windsurflehrer bisher wenig entwickelt.
An einigen deutschen Hochschulen wird im Rahmen des Sportstudiums Windsurfen als Wassersportart angeboten. Die Ausbildung in dieser Sportart variiert je nach Hochschule und schließt in den meisten Fällen nicht mit dem Erwerb einer Lizenz ab, die zum Unterrichten der Sportart berechtigt. Neben den deutschen Universitäten bieten diverse Vereine bzw. Verbände Ausbildungen zum Windsurflehrer an. So veranstaltet der Verband Deutscher Windsurfing und Wassersport Schulen (VDWS) Ausbildungen zum Windsurflehrer sowohl im Anfänger- als auch Fortgeschrittenenbereich. Der Verein Welt Wassersport Schulen (WWS / WWC) versucht ebenso wie der DSV dem VDWS Konkurrenz zu bieten. Allerdings haben sich im VDWS mehr als 333 selbständige, international ansässige Unternehmen für Windsurfing- und Wassersportschulung zusammengeschlossen, so dass dieser Verein eine führende Position in der Windsurflehrerausbildung einnimmt (http://www.vdws.de). Bisher bieten die Vereine bzw. Verbände keine einheitliche Ausbildung zum Windsurflehrer an; diese Ausbildungen differenzieren mehr oder weniger stark und schließen jeweils mit einem anderen Zertifikat ab.
Ziel dieser Untersuchung ist zunächst die Entwicklung eines Konstruktes der Theorie der Sportart Windsurfen. Darauf basierend wird sowohl ein Kenntnistest als auch eine Itembank konstruiert, mit deren Hilfe die gesamte Bandbreite einer Theorie des Windsurfsports abgedeckt werden soll. Das entwickelte Testverfahren soll den Forderungen nach Objektivität, Reliabilität und Validität gerecht werden. Ein weiteres Ziel ist es, die entstandene Itembank sowohl den Lehrenden als auch den Lernenden zugänglich zu machen und eine variable Nutzung für Lehr- und Lernprozesse im Windsurfen unabhängig von der Institution der lehrenden Einheit zu ermöglichen.
Aufgrund der bisher rar gesäten wissenschaftlichen Untersuchungen in dieser Trendsportart soll der zu entwickelnde Kenntnistest dazu beitragen, dass der Windsurfunterricht eine wissenschaftlich fundierte Struktur erhält und dass das existierende theoretische Defizit abgebaut wird.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 3 |
| 1.1 | Notwendigkeit und Zielsetzung der Untersuchung | 4 |
| 1.2 | Notwendige terminologische Klärung | 6 |
| 1.3 | Gliederung in Einzelaspekte | 9 |
| 1.4 | Abgrenzung zu nicht behandelten Aspekten | 11 |
| 2. | FORSCHUNGSSTAND UND ERKENNTNISINTERESSE | 12 |
| 2.1 | Stand der Themenbearbeitung in der bisher erschienenen Literatur | 12 |
| 2.2 | Stand der Themenbearbeitung in der bisherigen Windsurflehrerausbildung | 14 |
| 2.3 | Formulierung der Grundannahmen | 25 |
| 3. | DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG | 26 |
| 3.1 | Forschungsmethode | 26 |
| 3.2 | Untersuchungsplan | 27 |
| 3.3 | Datenbasis/Stichprobe | 29 |
| 3.4 | Techniken der Datenerhebung | 30 |
| 3.5 | Techniken der Datenauswertung | 31 |
| 4. | KONSTRUKT DER THEORIE DES WINDSURFENS | 35 |
| 4.1 | Geschichtliche Entwicklung | 38 |
| 4.2 | Soziale Struktur | 54 |
| 4.3 | Gesundheitlich-medizinische Aspekte | 91 |
| 4.3 | Bewegungstheoretische Aspekte | 96 |
| 4.5 | Didaktisch-methodische Grundlagen | 104 |
| 4.6 | Trainingstheoretische Ansätze | 125 |
| 4.7 | Sportgerätetechnische Aspekte | 133 |
| 4.8 | Sicherheitstheoretische Aspekte | 152 |
| 4.9 | Organisationstheoretische Aspekte | 211 |
| 5. | KONSTRUKTION DES KENNTNISTESTS | 217 |
| 5.1 | Grundlagen der Testtheorie | 217 |
| 5.2 | Entwurf des Kenntnistests | 236 |
| 5.3 | Aufgabenkonstruktion | 242 |
| 6. | ERGEBNISSE | 254 |
| 6.1 | Analyse der Stichprobe | 254 |
| 6.2 | Aufgabenanalyse | 257 |
| 6.3 | Verwertung der Analysedaten | 268 |
| 6.4 | Analyse der Gütekriterien | 280 |
| 7. | DISKUSSION | 287 |
| 7.1 | Diskussion der Hypothesen | 287 |
| 7.2 | Diskussion weiterer Ergebnisse | 292 |
| 8. | ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN UND AUSBLICK | 293 |
| Zusammenfassung | 295 | |
| Literaturverzeichnis | 297 | |
| Anhang | 304 | |
| Danksagung | 399 | |
| Erklärung | 400 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832469917
Arbeit zitieren:
Schröder, Silja Oktober 2001: Konzeption eines Kenntnistests in der Theorie der Sportart Windsurfen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Windsurfen, Kenntnistest, Surfausbildung, Konstrukt, Prüfungsfrage



