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Konzeption und Implementierung von Kampagnenmanagement

Konzeption und Implementierung von Kampagnenmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ismail Celik
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 97 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bielefeld - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9407-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9407-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9407-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Celik, Ismail Dezember 2005: Konzeption und Implementierung von Kampagnenmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CRM, Customer Relationship Management, Business Intelligence, Kundenbeziehungsmanagement, Campaign Management

Diplomarbeit von Ismail Celik

Problemstellung:

Im Zuge der Globalisierung scheint es für Unternehmen sehr schwierig zu sein, sich durch Produkte und Leistungen hervorzuheben. Dies kann dann gelingen, wenn das Unternehmen ein Produkt mit einem USP (Unique Selling Proposition) hat. Sollte aber das Unternehmen nicht über ein USP verfügen, wird es schwierig. Dazu kommt, dass die zum größten Teil befriedigten materiellen Bedürfnisse und der verschärfte Wettbewerb zu einem stagnierenden Markt führen. Produktvorteile eines Herstellers werden aufgrund der hohen Markttransparenz eliminiert. Eine Differenzierung scheint nur noch über Service bzw. über die Pflege der Beziehung möglich. Die Konsumenten sind sich ihrer Macht als Käufer bewusster geworden.

Bis vor einigen Jahren gab es noch die Situation des verschärften Wettbewerbs in globalen Märkten und Umsatzrückgänge bei Unternehmen, die sich ausschließlich auf klassisches Massenmarketing verlassen haben. Das war der Auslöser für Überlegungen, wie Geschäftserfolge langfristig durch verbesserte Kundenbeziehungen gesichert werden können.

In den letzten Jahren war eine Veränderung zu spüren. Ein Paradigmenwechsel des Massenmarketing vollzog sich. Nach dem sog. „Gießkannenprinzip“ wurden wahllos Kunden mit Werbebotschaften überflutet. Diese veraltete Betrachtungsweise wird gegen Maßnahmen des Direktmarketings ausgetauscht.

„Massenmarketing beruht auf dem Trugschluss eines unendlichen Marktes mit unendlich hochrechenbaren Auftragserfolgschancen“. Hier ist eine gezieltere Vorgehensweise angebracht. Produkte lassen sich nicht mehr so leicht an den Kunden bringen. Statt Kunden für Produkte, heißt es mittlerweile Produkte für Kunden zu finden.

Statt über einen großen Kundenstamm zu verfügen, empfiehlt es sich heute eher wenige, dafür aber gute Kunden zu besitzen. Der Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung soll daher nicht als Abschluss eines Geschäftes, sondern als Beginn einer möglichst langfristigen Beziehung verstanden werden. Auf diese Weise wird in zunehmendem Maße das verbreitete transaktionsorientierte Marketing, welches tendenziell auf kurzfristig ausgerichtete Neukundengewinnungsaktivitäten fokussiert war, durch ein beziehungsorientiertes Marketing abgelöst. So hat das Unternehmen, unabhängig von der branchenspezifischen Ausrichtung, die Aufgabe, den Kunden in den Mittelpunkt seines Interesses zu führen. Besonders trifft dies auf den Dienstleistungssektor zu. In diesem Sektor nimmt der Kunde eine noch speziellere Rolle ein, da hierbei die Kundenzufriedenheit weitestgehend auch die erbrachte Leistung widerspiegelt.

Ist die Kundenzufriedenheit hoch, so könnte die Akzeptanz des Kunden zu Cross-Selling oder Up-Selling Angeboten sehr viel höher sein.

Eine Maßnahme die hierbei helfen soll ist der Einsatz eines Customer Relationship Management Systems (CRM). Hierbei handelt es sich nicht um ein Softwareprodukt. CRM ist eine ganzheitliche, strategische Geschäftsphilosophie. Es reicht hierbei nicht nur eine CRM-Software in einem Unternehmen zu implementieren. CRM muss von den Mitarbeitern und der Geschäftsführung gelebt werden. Kaum ein Unternehmen kann es sich heute noch leisten auf CRM zu verzichten. Es gilt im höchsten Maße die Gunst des Kunden zu gewinnen. In den Unternehmen muss ein Wandel in der Unternehmenskultur vollzogen werden. Prozesse, Menschen und Technologien müssen auf die Wünsche der Kunden individuell angepasst werden.

Eine langfristige Kundenbindung aufrecht zu erhalten ist im Vergleich zu einer Neuakquisition von Kunden, deutlich günstiger.

Untersuchungen in den USA zeigen, dass durch eine Steigerung der Kundenbindung um fünf Prozent pro Jahr eine Anhebung des Gewinns um 20 bis 120 Prozent realisiert werden kann. Darüber hinaus ermöglicht ein CRM-System eine fünf bis zehn Mal höhere Einsparung der Kosten gegenüber einer Neukundengewinnung.

Um die Kunden zu erreichen, werden im Rahmen des CRM-Systems Kampagnen gestartet. Kampagnen sind spezielle Aktionen zur Kundengewinnung oder Kundensicherung, die über definierte Zeiträume laufen.

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit wird in Zusammenarbeit mit der Firma Firma XY-Consulting AG erstellt.

Die Firma XY-Consulting AG wurde 1989 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und realisiert IT-Konzepte und Lösungen für das Geschäftsbeziehungsmanagement großer und mittelständischer Unternehmen.

Ich vertrete die Ansicht ist, dass das Kundenbeziehungsmanagement einen stärkeren Fokus in Richtung Kampagnenmanagement setzen sollte. Dafür müssen Rahmenbedingungen erfüllt werden, die in den Kapiteln 2 und 3 dargelegt werden. Dabei geht es zum einen um die organisatorischen, zum anderen um die technologischen Herausforderungen.

Die folgenden Fragen sollen in vier Schritten beantwortet werden:

- Was ist CRM?

- Was ist ein Kampagnenmanagementsystem?

- Wie ist die aktuelle Lage der Firma Firma XY?

- Wie kann eine ideale Integration stattfinden?

Auf diese Fragen wird mit Hilfe des sog. „Trichterprinzips“ in den Kapiteln 2 bis 6 eingegangen. Hiermit ist der Aufbau vom Allgemeinen zum Besonderen gedacht.

In Kapitel 2 werden die theoretischen Grundlagen des Customer Relationship Managements dargestellt, indem zunächst eine Definition von CRM gegeben wird, um damit eine Vorstellung zu vermitteln, was unter CRM verstanden werden kann. Es wird auffallen, dass es viele unterschiedliche Definitionen gibt, die dem Leser verdeutlichen sollen, wie schwierig es tatsächlich ist die Bedeutung und den Stellenwert von CRM zu beschreiben. Des Weiteren werden in diesem Kapitel die aus meiner Sicht wichtigen Ziele aufgezeigt, um abschließend genauer auf die Komponenten des CRM einzugehen.

Kapitel 3 geht kurz auf die Grundlagen des Kampagnenmanagements ein. Im Anschluss daran werden die angeführten Grundlagen aufgegriffen, um in Kapitel 4 die Situation des Kampagnenmanagements bei Firma XY näher erläutern zu können. Darüber hinaus werden die verschiedenen Kampagnen schriftlich sowie grafisch dargestellt. Schließlich wird in Kapitel 5 eine idealtypische Integration eines Kampagnenmanagementsystems sukzessiv aufgeführt.

Das Ziel meiner Diplomarbeit soll sein, die Notwendigkeit von Kampagnenmanagementsystemen im Rahmen von Customer Relationship Management Systemen aufzuzeigen und die erfolgreiche Umsetzung einer Implementierung an einem Beispiel anzuführen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang und Ziel der Untersuchung 3
2. Customer Relationship Management (CRM) 5
2.1 Grundlagen des CRM 5
2.1.1 Der Begriff des CRM 5
2.1.2 Die Entstehung des CRM 7
2.2 Die drei Kompetenzbereiche des CRM 9
2.2.1 Operatives CRM 10
2.2.2 Kooperatives CRM 11
2.2.3 Analytisches CRM 12
2.3 Die bedeutende Rolle des Database Marketing zur Datenhaltung im CRM-System 13
2.3.1 Database Marketing 13
2.3.2 Data Warehouse 14
2.3.3 On-Line Analytical Processing (OLAP) 17
2.3.4 Data Mining 19
2.4 Ziele des CRM 21
2.4.1 Effekte des Managements der Kundenbeziehung 21
2.4.2 Sicherheit 23
2.4.3 Wachstum 24
2.4.4 Rentabilität 25
2.5 Der Stellenwert von CRM im Unternehmen 25
2.6 Die Möglichkeiten des CRM-Systems 27
2.7 Die geeignete Zielgruppe von CRM-Systemen 28
2.8 Phasen einer Kundenbeziehung 29
2.9 Kundenbewertung 31
2.9.1 Gründe für regelmäßige Kundenbeurteilungen 31
2.9.2 Qualifizierungsansätze der Kundenbewertung 32
2.10 Der Erfolg eines solchen CRM-Systems 33
3. Kampagnenmanagement 37
3.1 Grundlage des Kampagnenmanagements 37
3.1.1 Der Begriff des Kampagnenmanagements 37
3.1.2 Die Entstehung des Kampagnenmanagements 42
3.2 Kampagnensteuerung im Rahmen von CRM-Systemen 45
4. Situation des Kampagnenmanagements bei Firma XY und die Notwendigkeit einer Implementierung 48
4.1 Unternehmensportrait der Firma Firma XY-Consulting AG 48
4.2 Ausgangssituation 49
4.3 Zieldefinition 50
4.4 Anforderungen 50
4.4.1 Anforderungsübersicht 50
4.4.2 Workflow-Funktionalitäten 51
4.4.3 Selektionsfunktionalitäten 52
4.4.4 Abruf von Kampagnenmanagementinformationen 53
4.4.5 Analysefunktionalitäten 54
4.4.6 Multichannelmanagement 54
4.4.7 IT-Anforderungen und technische Kommunikation 56
4.5 Maßnahmen zur Realisierung 57
4.5.1 Prozesse 57
4.5.1.1 Beschreibung der Kampagnen 57
4.5.1.2 Grundlagen Ereignisgesteuerter Prozessketten (EPK) 61
4.5.1.3 Darstellung von Kampagnen in einem EPK-Modell 64
4.5.2 Daten 71
4.5.3 System 72
4.6 Gründe für das Scheitern einer Implementierung des CRM-Systems 73
5. Integration des Kampagnenmanagementsystems 74
5.1 Idealtypische Integration 74
5.1.1 Eine ideale Architektur 74
5.1.2 Integration in eine bestehende CRM-Landschaft 75
5.1.3 Prüfung der Realisierbarkeit (Scope-Phase) 77
5.2 Projektablauf 78
5.3 Projektphasenmodell 78
5.4 Projektabnahme 79
6. Zusammenfassung 80
Literaturverzeichnis VI
Bücher VI
Zeitschriften XIII
Internetquellen XIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es existieren einige Begriffe, die mit Kampagnen gleichgesetzt werden. Einer von diesen Begriffen ist Promotions, die in der Kosumgüterindustrie angesiedelt sind. Hierbei handelt es sich um zeitraumbezogene Aktionen, die den Verkauf durch den Handel fördern sollen. Mit diesen Maßnahmen hat das produzierende Gewerbe außerdem die Möglichkeit ihre Verkaufsaktionen oder Produktneueinführungen besser zu lenken. Kampagnen wiederum sind vornehmlich Aktivitäten zur Kundengewinnung oder Kundensicherung, die in einem zeitlich festgelegten Rahmen ablaufen. Die Marketing- und Vertriebsinstrumente werden in einer vorher definierten Art zusammengestellt und unterliegen zugleich einer Erfolgskontrolle. Aktionen haben im Gegensatz dazu oft Spot-Charakter, d.h. sie sind improvisierter und kurzfristiger ausgerichtet. Kampagnen werden von den Anbietern für gewöhnlich arbeitsteilig gemeinsam mit Direktmarketingunternehmen bzw. CallCentern organisiert. Derartige Kampagnen sind auf eine größere Zielgruppe ausgerichtet.118 [...]

machen. Um diese Behauptung zu verdeutlichen sei ein Rechenbeispiel aus der Versicherungsbranche aufgeführt. Die Stornoraten liegen üblich bei ca. 10% des Bestandes. Von diesen 10% ist ein Anteil nicht zu umgehen, der andere Anteil ist geprägt von unzufriedenen Kunden, die über die Leistungen der Produkte wenig Transparenz besitzen oder für einen kurzen Zeitabschnitt finanzielle Schwierigkeiten haben und somit Folgezahlungen nicht mehr machbar sind. Ist nun die Versicherung gewillt den Kunden eine bessere Betreuung zu gewährleisten und durch Serviceverbesserungen die Kunden in eine nicht kündbare Lage hinein zu manövrieren, so dass lediglich ein Prozent-Punkt weniger Kündigungen erfolgen, hat sogar dies einen bemerkenswerten Einfluss auf die Versicherungsbranche. Denn angenommen die CRM-Einführung hat eine Investition von einem Prozent des Umsatzes zur Folge, so ist bei einem Versicherungsunternehmen das 1 Mrd. Euro Beitragseinnahmen verzeichnet ein Einsatz von 10 Mio. Euro gerechtfertigt.113 [...]

Ziele des Unternehmens bzw. spezieller des Vertriebes sind Umsatzsteigerungen und Erhöhung des Marktanteils. Dies führt noch mal vor Augen, dass Rahmenbedingungen des Unternehmens und des Marktes einen wesentlichen Einfluss haben. So liegt in der Basis des Markterfolges eine Marketingstrategie, in der die Zielgruppenmärkte mit Problemlösungskompetenzen definiert werden. Somit lanciert die Investition von Hardware und Software auf einem sekundären Level. Ein weiterer erfolgsentscheidender Faktor für die Einführung eines CRMSystems ist die Motivation der Mitarbeiter und deren Sensibilisierung die Möglichkeiten in vollem Umfang bewusst wahrzunehmen. Dabei steht nicht nur das alleinige Aktualisieren der Daten im Vordergrund, sondern auch die Kenntnisnahme der höheren Qualität der Informationen über die Kunden, die wiederherum ihre Relevanz in der strategisch verbesserten Marktbearbeitung bekundet. Den Außendienstmitarbeitern sollte das Vorgehen eines solchen Systems als Nutzenfaktor bewusst sein. Erst die in Marketing oder Verkaufsinnendienst kontinuierlich weitergeleiteten Informationen aus der Zentrale werden dem Außendienst bei Kundenkontakten dienen und somit den Erfolg begünstigen.110 Nur so ist es denkbar, die Informationen zwischen den Ressorts Marketing, Vertrieb und Service ohne Informationsverluste voranzutreiben. Das Motto ist „Wissen teilen“.111 [...]

Arbeit zitieren:
Celik, Ismail Dezember 2005: Konzeption und Implementierung von Kampagnenmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CRM, Customer Relationship Management, Business Intelligence, Kundenbeziehungsmanagement, Campaign Management

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