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Konzeption und Entwicklung eines mobilen Stadtführers

Konzeption und Entwicklung eines mobilen Stadtführers
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Halbach
  • Abgabedatum: Oktober 2004
  • Umfang: 182 Seiten
  • Dateigröße: 3,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9291-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9291-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9291-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Halbach, Christian Oktober 2004: Konzeption und Entwicklung eines mobilen Stadtführers, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: UMTS, Smartphone, Prag, Tourismus, Flash

Diplomarbeit von Christian Halbach

Einleitung:

Der andauernde Wettbewerb in der Tourismusbranche verlangt nach neuen Ideen für die Präsentation touristischer Regionen. Mobile Endgeräte werden immer leistungsfähiger, und Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche unterstützen massiv die Verflechtung von mobilen Endgeräten mit dem Alltag der Menschen. Große Erwartungen sind mit der Einführung und flächenmäßigen Verbreitung von drahtlosen Netzwerktechnologien wie dem UMTS, 802.11 WLAN oder Bluetooth verbunden.

Dank der hohen Datenübertragungsraten sind neue Multimedianwendungen für mobile Endgeräte möglich. Sie könnten den Unternehmen der Telekommunikationsbranche helfen, ihre hohen Investitionskosten zu amortisieren und so eine federführende Rolle bei der weiteren Entwicklung der Telekommunikations- und der Tourismusbranche spielen. Gerade positionsabhängige Multimediaanwendungen, die in ihrer Bedienung nicht schwierig sind und einen informativen Mehrwert darstellen, scheinen bei der touristischen Zielgruppe auf Akzeptanz zu stoßen, wie Befragungen und erste Anwendungen in diesem Bereich gezeigt haben.

Deswegen befasst sich diese Diplomarbeit mit der Konzeption eines mobilen Stadtführers. Ziel ist es, ein Informationssystem für mobile Endgeräte zu entwerfen und prototypisch umzusetzen, das Stadttouristen positions- und kontextabhängige Informationen multimedial zur Verfügung stellt. Durch solch ein System könnten gedruckte Reiseführer eingespart und Besichtigungen einer Stadt erleichtert werden.

In der Diplomarbeit werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Zum einen sollen die Multimediafähigkeiten der aktuellen mobilen Endgeräte untersucht werden und passende Programmiersprachen und Technologien für die Erstellung von Multimediaanwendungen auf mobilen Endgeräten analysiert und bewertet werden. Ein zweiter Schwerpunkt wird auf eine Positionsermittlung über GPS gelegt.

Außerdem soll eine synchrone Kommunikation zwischen den Benutzern für den Austausch von Positionsdaten und Nachrichten realisiert werden. Weitere wichtige Aspekte dieser Arbeit sind die dynamische Generierung von adaptiven Kartenausschnitten für mobile Endgeräte und die Positionsdarstellung von Menschen, Objekten und Ereignissen auf diesen Karten. Hier sind noch einige Forschungsfragen offen. Zusätzlich wird ermittelt wie räumliche Informationen mit generellen Stadtinformationen für Touristen kombiniert werden können. Weitere Schwerpunkte sind Informationsdarstellung und Strukturierung der Informationsangebote für mobile Endgeräte.

Gang der Untersuchung:

Im Laufe der Diplomarbeit soll ermittelt werden, wie die inhaltliche, gestalterische und programmiertechnische Lösung für die Visualisierung eines touristischen, positionsabhängigen Stadtinformationsangebotes für mobile Endgeräte aussehen könnte. Der folgende Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über die Gliederung der Diplomarbeit.

Im Kapitel "Stand der Technik" werden zunächst vorhandene Systeme vorgestellt und analysiert, die dem zu erstellenden System ähneln. Hieraus lassen sich wichtige Schlüsse für das eigene Konzept ziehen.

Im Kapitel "Grundlagen" werden anschließend mobile Endgeräte klassifiziert. Es wird auf Benutzerschnittstellen, kontextbasierte Parameter und Personalisierung, Informationsdarstellung und Umwelteinflüsse eingegangen. Wichtige Programmiersprachen und Formate für die Erstellung von Multimediaanwendungen für mobile Endgeräte werden aufgezeigt. Es werden verschiedene Lokalisierungsverfahren vorgestellt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf GPS gelegt wird. Abgeschlossen wird dieses Kapitel mit einer Betrachtung von WebGIS.

Zu Beginn des Kapitels "Anforderungsanalyse" werden relevante Benutzergruppen für den Prototypen beschrieben. Für ausgewählte Benutzergruppen werden in einem nächsten Schritt konkrete Anwendungsszenarien aufgestellt. Anschließend wird der Kontext der Anwendungsszenarien untersucht. Das Kapitel schließt mit einer Zieldefinition für den Prototypen.

Im Kapitel "Pflichtenheft" werden die Funktionalitäten des mobilen Stadtführers ermittelt. Der Funktionsumfang des Prototypen wird von einer erweiterten Version abgegrenzt.

Das Kapitel "Analyse verschiedener Lösungsansätze" dient einem Vergleich möglicher technischer Lösungsansätze. Geeignete Lösungsansätze werden für die Erstellung des Prototypen ausgewählt.

In dem Kapitel "Systementwurf" wird die Systemarchitektur beschrieben.

Das darauf folgende Kapitel "Implementierung" erläutert die Vorgehensweise bei der Realisierung des Prototypen. Hier wird zum einen die Architektur der eingesetzten Web Applikation beschrieben. Es wird außerdem auf die Implementierung der Karten- und Routenkomponenten des Systems eingegangen. Zusätzlich wird die Realisierung der Clientanwendungen für Pocket PCs und Smartphones beschrieben, wobei besonders auf die Positionsbestimmung über GPS eingegangen wird.

Anschließend werden die Funktionalitäten des entwickelten Prototypen in dem Kapitel "Demonstration und Test" aufgezeigt.

Am Ende der Arbeit wird in dem Kapitel "Schlussbemerkungen und Ausblick" das erreichte Ziel dargestellt und ein Ausblick in die Zukunft gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Ziel 1
1.2 Struktur der Diplomarbeit 2
2. Stand der Technik 4
2.1 Bewertungsgrundlage 4
2.2 Analyse ähnlicher Systeme 6
2.2.1 Falk City Guide 6
2.2.2 3Geo 8
2.2.3 Navitime 10
2.2.4 LoVEUS 12
2.2.5 Mobile Deep Map 13
2.2.6 Weitere Systeme und Anwendungen 15
2.3 Vergleich und Zusammenfassung 15
3. Grundlagen 18
3.1 Mobile Endgeräte 18
3.1.1 Benutzerschnittstellen 20
3.1.2 Informationsdarstellung 21
3.1.3 Kontextbasierte Parameter und Personalisierung 22
3.1.4 Umwelteinflüsse 22
3.1.5 Betriebssysteme 22
3.1.6 J2ME 24
3.1.7 SVG 25
3.1.8 Flash 26
3.1.8.1 Flash Player 6 für den Pocket PC 28
3.1.8.2 Flash Lite 1.1 29
3.1.8.2.1 Spezielle Anforderungen 31
3.2 Drahtlose Netzwerke 32
3.2.1 Mobilfunknetze 32
3.2.2 Lokale Netze 33
3.3 GPS 33
3.3.1 NMEA-0183 36
3.3.2 GPS und mobile Endgeräte 36
3.4 WebGIS 38
4. Anforderungsanalyse 40
4.1 Benutzergruppen 40
4.2 Anwendungsszenarien 42
4.3 Kontextanalysen 43
4.4 Schlussfolgerung 45
4.5 Zieldefinition 46
5. Pflichtenheft 47
5.1 Sprachauswahl 47
5.2 Personalisierung 47
5.3 Mehrbenutzerkomponente 47
5.4 Persönliche Einstellungen 48
5.6 Reiseführer 48
5.7 Weitere Informationsangebote 49
5.8 Multimedia 49
5.9 Kartenausschnitte 50
5.9.1 Basisfunktionalitäten 50
5.9.2 Adressen 50
5.9.3 Points of Interest 51
5.9.4 Ereignisse 51
5.9.5 Positionsermittlung 51
5.9.6 Routen 52
5.9.7 Treffpunkte 53
5.9.8 Touren 53
5.10 Hilfe 54
6. Analyse verschiedener Lösungsansätze 55
6.1 Systemarchitektur 55
6.1.1 Verschiedene Systemarchitekturen 56
6.1.2 Auswahl der Systemarchitektur 58
6.1.3 Systemkomponenten 59
6.1.4 Standardplattform 59
6.1.5 Vereinfachte Systemarchitektur 60
6.2 Anwendungsarchitektur 61
6.3 Datenmodell 62
6.4 Datenbank 64
6.5 Präsentationsschicht 64
6.6 Komponenten der Mittelschicht 67
6.6.1 Mapserver 67
6.6.2 Routeserver 68
6.6.3 Applikationsserver 68
6.7 Lokalisierung 68
6.8 Zusammenfassung und Schlussfolgerung 69
7. Systementwurf 70
8. Implementierung 71
8.1 Datenmodell 71
8.1.1 Geodaten 71
8.1.2 Applikationsdaten 73
8.1.2.1 MySQL 73
8.1.2.2 XML 75
8.2 Server-Komponenten 76
8.2.1 Applikationsserver 76
8.2.1.1 Relevante Entwurfsmuster 77
8.2.1.2 Services 78
8.2.1.2.1 Flash Lite 1.1 und J2ME 79
8.2.1.2.2 Flash Player 6 79
8.2.1.3 Value Objects 80
8.2.1.4 Data Access Objects 80
8.2.1.5 EJB Services 81
8.2.1.6 Sicherheitsaspekte 82
8.2.1.7 Zusammenfassung und Schlussfolgerung 83
8.2.2 Mapserver 83
8.2.2.1 CGI-Applikation 85
8.2.2.2 Mapfiles 85
8.2.2.3 PHP MapScript 87
8.2.2.4 Flash Clients 88
8.2.2.5 Map Service 96
8.2.3 Routeserver 97
8.2.3.1 Route-, Address- und Tourservice 98
8.3 Client-Komponenten 100
8.3.1 Pocket PC 100
8.3.1.1 HP IPAQ 4150 100
8.3.1.2 Architektur 100
8.3.1.3 Lokalisierung 102
8.3.2 Smartphone 105
8.3.2.1 Nokia 6600 und Series 60 105
8.3.2.2 Architektur 106
9. Demonstration und Test 108
9.1 Layout 109
9.2 Startmenü 109
9.3 Karte 110
9.3.1 Adresssuche 112
9.3.2 Routensuche 113
9.3.3 Points of Interest 116
9.3.4 Touren 119
9.3.5 GPS 120
9.4 Kontakte und Nachrichten 124
9.5 Reiseführer 127
9.6 Test und Installation 129
10. Schlussbemerkungen und Ausblick 131
Anhang 133
Kriterienkatalog 133
Analyse der einzelnen Systeme / Anwendungen 134
Abgrenzung des Prototypen 139
Services 141
Quellcodebeispiele 145
Java 145
Mapfile 154
PHP 155
Flash 164
Literaturverzeichnis 167
Glossar 174
Abbildungsverzeichnis 177
Tabellenverzeichnis 179
Eigenständigkeitserklärung 180

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Routeserver (A) ermöglicht die Berechnung von Routen und greift hierzu auf die Geodaten (E) zu. Mit dem Mapserver (B) können Kartenausschnitte generiert werden. Hierzu muss der Mapserver ebenfalls Zugriff auf die Geodaten haben. Alle anderen serverseitigen Funktionalitäten werden als Webapplikation in einem Applikationsserver(C) realisiert. Für die Aufbereitung der Multimediainhalte und die Benutzerverwaltung muss der Applikationsserver Zugriff auf die Applikationsdaten (F) haben. Der Applikationsserver fungiert zusätzlich als Proxyserver für Web Services (D), indem er die Clientanfragen an die Web Services entgegennimmt und die Antworten in einem optimalen Format an die Clients zurückgibt. Die Clients (G) Schnittstellen auf die drei Server zu. greifen über geeignete [...]

Beide Frameworks eignen sich grundsätzlich für die Entwicklung von anspruchsvollen Anwendungen. Standards, wie XML und SOAP, erlauben nahtlose Anbindungen von externen Diensten und verschiedenen Clients. Die funktionellen Möglichkeiten der beiden Technologien sind ähnlich, werden allerdings unterschiedlich implementiert. Während .NET an das Windows-Betriebssystem gebunden ist, kann das J2EE-Framework auf unterschiedlichen Plattformen eingesetzt werden und ist somit plattform- und anbieterunabhängig. .NET unterstützt unterschiedliche Programmiersprachen, wie VB.NET, C#, J# und Cobol. J2EE basiert auf Java und kann somit auf allen Plattformen eingesetzt werden, die über eine Java Virtual Machine (JVM) verfügen. Attribute Programmiersprachen Laufzeitumgebung Web Services Datenpersistenz Dynamische Webseiten Serverseitige Komponenten J2EE Java JVM SOAP, ebXML JDBC, XML JSP EJB .NET VB.NET, C#, J#, Cobol CLR SOAP ADO.NET, XML ASP.NET COM.NET [...]

Bei einer mehrschichtigen Architektur sollte das Gesamtsystem in mehrere Teilsysteme mit Schnittstellen aufgeteilt werden. Durch eine mehrschichtige Komponentenstruktur kann die Übersichtlichkeit des Gesamtsystems erhöht werden, es kann eine Arbeitsteilung erreicht werden und wiederkehrende Aufgaben können mit denselben Komponenten gelöst werden. Bei einer Modifikation des Systems müssen nur die betreffenden Komponenten angepasst werden. Im Kapitel „Pflichtenheft“ wurden die erforderlichen Funktionalitäten des Systems ermittelt. Hieraus ergeben sich die Anforderungen an das Gesamtsystem. In einer Drei-Ebenen-Architektur muss die Geschäftslogik der Mittelschicht über folgende Fähigkeiten verfügen: Generierung von interaktiven Kartenausschnitten Darstellung von Points of Interests, Ereignissen und Benutzern auf den Kartenausschnitten Weiterverarbeitung von Informationen zu Points of Interests, Ereignissen und Benutzern Berechnung von Routen Aufbereitung von Touren Anbindung von externen Diensten (Wetterdienst, Übersetzungsdienst) Aufbereitung der mehrsprachigen Multimediainhalte des Reiseführers Benutzerverwaltung Bearbeitung von Reservierungsanfragen [...]

Arbeit zitieren:
Halbach, Christian Oktober 2004: Konzeption und Entwicklung eines mobilen Stadtführers, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
UMTS, Smartphone, Prag, Tourismus, Flash

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