Konzeption eines Customer Lifetime Values
Dargestellt am Beispiel eines deutschen Mobilfunkunternehmens
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Markus Grauvogl
- Abgabedatum: Dezember 2004
- Umfang: 73 Seiten
- Dateigröße: 959,9 KB
- Note: 2,1
- Institution / Hochschule: AKAD-Fachhochschule Leipzig Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9665-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9665-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9665-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Grauvogl, Markus Dezember 2004: Konzeption eines Customer Lifetime Values, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kundenbindung, Klassifizierung des Kunden, Mobilfunkmarkt, Kundenwert, Wertbestimmung
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Diplomarbeit von Markus Grauvogl
Einleitung:
In den neunziger Jahren kam es zu einem rasanten Wachstum bei den deutschen Mobilfunkunternehmen. Der Erfolg der Vermarktung der Global System for Mobile Communication Netze, kurz GSM-Netze, war sehr groß. Die rasanten technologischen Weiterentwicklungen der Endgeräte durch die Hardwarehersteller, die Innovationen der Netzbetreiber, wie z. B. der Versand und Empfang einer Kurzmitteilung, einer sogenannten SMS, und die schnell sinkenden Preise, sowohl der Endgeräte, bedingt durch steigende Subventionen der Netzbetreiber, als auch der sinkenden Verbindungspreise, waren dafür verantwortlich. Den Fokus legten alle Mobilfunkunternehmen vor allem auf den Teilnehmergewinn, weshalb profitable und auch weniger profitable Kunden gewonnen wurden.
Aus diesem Grunde wurden die Unternehmen von deren Shareholdern und den Analysten der Banken und Ratingagenturen in den ersten Jahren des Booms hauptsächlich am Zuwachs von Kundenzahlen und Marktanteilen bewertet und weniger nach Profitabilitäts- oder Rentabilitätsgesichtspunkten. Im Jahre 2000 wurden in Deutschland die Universal Mobile Telecommunication System Lizenzen, kurz UMTS-Lizenzen, an die bietenden Netzbetreiber versteigert. Diese Lizenzen berechtigen zur Errichtung eines digitalen Netzes der nächsten Mobilfunkgeneration nach GSM.
Nach dieser Auktion hatten die 6 Unternehmen, die einen Zuschlag bekommen haben, in Summe rund 50 Mrd. Euro zu bezahlen. Im darauffolgenden Jahr kam es zu einem weltweiten Wirtschaftseinbruch aufgrund des Zusammenbruchs der New Economy Unternehmen und der Terroranschläge des 11. Septembers in den Vereinigten Staaten.
Deshalb sahen sich viele Mobilfunkunternehmen der Herausforderung gegenüber gestellt, seit diesem Zeitpunkt nicht mehr nur um „jeden Preis“, sondern vor allen Dingen profitabel zu wachsen. Zunächst belasteten die hohen Investitionen in den Kauf der Lizenzen und anschließend die hohen erforderlichen Abschreibungen die Ergebnisse der Unternehmen, da eine Amortisation der Kosten immer unwahrscheinlicher wurde. Nach den anfänglichen Boomjahren, in denen jährliche Umsatzsteigerungen von bis zu 25 Prozent erzielt werden konnten, waren ab dem Jahre 2001 nur noch Umsatzwachstumsraten von zwischen 3 und 7 Prozent zu verzeichnen.
Heute ist die Situation in der Mobilfunkbranche ähnlich wie in anderen Branchen. Inzwischen ist ein hoher Marktsättigungsgrad erreicht und die Euphorie der vergangenen Jahre ist verflogen, sodass nur noch moderate Wachstumsraten erreicht werden können. Die Jahre 2001 und 2002 waren von Konsolidierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen der Mobilfunkunternehmen geprägt. Mit der neuen Trägertechnologie UMTS zur mobilen Datenkommunikation, mit der Übertragungsraten von bis zu 2 Megabit pro Sekunde erreicht werden sollen, erhoffen sich die Mobilfunkunternehmen wieder ein höheres Wachstum durch steigende Umsatz- und Kundenzahlen.
Das Marketing in der Mobilfunkbranche sieht sich heute der Herausforderung gegenübergestellt, nicht nur eine große Masse an potenziellen Interessenten anzusprechen, sondern neben den bestehenden Kunden die potenziellen Kunden differenziert zu betrachten und gezielt anzusprechen, um individuelle Wünsche erfüllen zu können. Der deutsche Mobilfunkmarkt ist durch hohe Akquisitionskosten für Neukunden gekennzeichnet, da bei Neuvertragsabschluss der Laufzeitkunden (Postpaidkunden) das benötigte Endgerät durch den Netzbetreiber oder Serviceprovider subventioniert wird. Aber auch für die Mobilfunkkunden ohne Vertragslaufzeit (Prepaidkunden) wird die Hardware subventioniert, wenn auch in geringerem Umfang.
Bei einer intensiven Betrachtung der einzelnen Kunden mit Hilfe von Kundenbewertungsmethoden wie z. B. der ABC-Analyse, Portfoliomethoden, Scoringmodellen oder des Customer Lifetime Value (CLV) wird man feststellen können, dass nicht jeder Bestands- oder Neukunde für das Unternehmen gleich wertvoll ist. Auch eine genaue Analyse der verschiedenen Kundenlebensphasen wird möglicherweise das Ergebnis bringen, dass der Kunde einen unterschiedlichen Wert je Phase für das Unternehmen darstellt.
Um den heutigen und künftigen Kundenwert zu erhalten und zu steigern ist es notwendig, nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Kundenwertanalyse durchzuführen, sondern die gesamte Kundenlebensdauer, also die Customer Lifetime, genauer zu betrachten und den jeweiligen Kundenwert, den Customer Value, für das Unternehmen zu ermitteln.
Aufgrund der Erkenntnis, dass unterschiedliche Kunden einem Unternehmen einen unterschiedlichen Profit erwirtschaften und die Kunden im Laufe der Beziehung einen ansteigenden Gewinn bringen, ist es nötig festzustellen, welche Kunden welchen Wert für ein Unternehmen darstellen, den gesamten Zeitraum seines Kundenverhältnisses zu betrachten und ihn spezifisch zu behandeln. Wichtig ist dabei die richtige Wahl der Kundenwertmessung und die geeignete Auswahl von Maßnahmen, die zur Senkung der Kosten und wenn möglich gleichzeitig zur Steigerung der Umsätze des Kunden führen.
Diese Kundenwertbetrachtung erfordert aber nicht nur Veränderungen in der Kundenansprache, sondern auch organisatorische und kulturelle Veränderung in einer Unternehmung. Deshalb müssen beispielsweise Prozesse verändert werden, die zu einer gezielten Ansprache von werthaltigen Kunden führen können und es muss eine kulturelle Veränderung in der Akquisition erfolgen, da Kunden nicht um jeden Preis gewonnen werden sollen wie in den Boomjahren. Stattdessen sollen Neukunden je nach erwartetem Wert für das Unternehmen mit unterschiedlichem Aufwand akquiriert und Bestandskunden nach ihrem bisherigen Wert und dem künftigen Wertpotenzial betreut werden.
Aufgrund der in Deutschland üblichen zweijährigen Vertragsgebundenheit bei den Postpaidkunden ist es auf der einen Seite einfach, die damit verpflichtende Lebenszeit zu messen, auf der anderen Seite sollen mit individuellen Marketingmaßnahmen die werthaltigen Kunden weit über diese Mindestvertragslaufzeit dem Mobilfunkunternehmen verbunden bleiben. Im Prepaidkunden Segment ist die Prognose der Kundenlebenszeit schwieriger als bei den Laufzeitkunden, weil diese an keine Vertragslaufzeit gebunden sind. Um den Wert der Kundenbeziehung genau ermitteln zu können, ist es wichtig zu definieren, welche Kennzeichen einen werthaltigen Kunden ausmachen. Deshalb sollten sowohl die harten Faktoren, wie beispielsweise der Average Revenue per User, kurz ARPU, welcher den monatlichen Durchschnittsumsatz pro Kunde darstellt, als auch weiche Faktoren berücksichtigt werden, wie das Innovations-, Kooperations-, Informations- und das Referenzpotenzial.
Der ermittelte Kundenwert gibt dem Mobilfunkbetreiber Anhaltspunkte, in welcher Höhe er Investitionen in den einzelnen Teilnehmer tätigen sollte und bei welchen Kunden es sich empfiehlt, diese im schlimmsten Falle auszugrenzen bzw. in die Beziehung zum Kunden zu desinvestieren. Der CLV soll für diese strategischen Entscheidungen die bestimmende Größe sein.
Der Autor dieser Diplomarbeit ist Angestellter in dem zu untersuchenden Mobilfunkunternehmen in Deutschland. Er ist im Direktvertrieb als National Account Manager beschäftigt und in dieser Funktion für die Steuerung der Akquisitionstätigkeiten durch die regionalen Key Account Manager bei ausgewählten großen nationalen und internationalen Unternehmen verantwortlich. In den Jahren des enormen Wachstums haben die Mobilfunkunternehmen weniger darauf geachtet, wirtschaftlich sinnvolle Kundenbeziehungen einzugehen, sondern hatten stattdessen das primäre Ziel möglichst, viele Kunden und somit Marktanteile zu gewinnen.
Da sich Unternehmensziele, Umsatzvorgaben und Arbeitsweise für den Vertrieb künftig zunehmend am Gewinn von werthaltigen Kunden orientieren sollen, hat der Autor, neben seinem persönlichem Interesse, dieses Thema ausgewählt. Eine Projektgruppe wurde aus den genannten Gründen beauftragt, bis Ende des Jahres die organisatorischen Vorraussetzungen zu schaffen, um bestehende Kunden anhand des CLV zu bewerten und künftig mit Hilfe dieser Kennzahl auch Neukunden gewinnen zu können.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Abgrenzung | 5 |
| 1.3 | Vorgehensweise | 5 |
| 2. | Der Kundenwert und seine Bedeutung für Unternehmen | 6 |
| 2.1 | Bedeutung des Kundenlebenszyklus für Unternehmen | 6 |
| 2.2 | Dimensionen des Customer Value | 7 |
| 2.2.1 | Kundenwert aus Sicht des Unternehmens | 9 |
| 2.2.2 | Kundenwert aus Sicht des Kunden | 10 |
| 2.3 | Kundenwert unter zeitlichen Aspekten | 12 |
| 2.4 | Anforderungen aus der Betrachtung des Kundenwertes an die Methodik der Kundenwertbestimmung | 13 |
| 3. | Methoden zur Bestimmung des Kundenwertes | 15 |
| 3.1 | Quantitative Determinanten zur Bestimmung des Customer Values | 15 |
| 3.2 | Qualitative Determinanten zur Bestimmung des Customer Values | 16 |
| 3.3 | Ausgewählte Methoden zur Klassifizierung des Kunden | 20 |
| 3.3.1 | Statische Verfahren | 21 |
| 3.3.1.1 | Die ABC-Analyse als eindimensionale Bewertungsmethode | 21 |
| 3.3.1.2 | Das Scoringmodell als mehrdimensionales Verfahren | 22 |
| 3.3.1.3 | Kundenportfoliomodelle als mehrdimensionale Bewertungsmethoden | 23 |
| 3.3.2 | Dynamische Verfahren | 25 |
| 3.3.2.1 | Berechnung des Customer Lifetime Value | 25 |
| 3.3.2.2 | Kundenlebenszyklusberechnungen | 28 |
| 4. | Analyse der Ist-Situation des Mobilfunkunternehmens | 29 |
| 4.1 | Marktsituation im deutschen Mobilfunkmarkt | 29 |
| 4.1.1 | Marktteilnehmer | 30 |
| 4.1.2 | Wettbewerbssituation und Kundenzahlen | 31 |
| 4.1.3 | Marktanteil, -volumen, -potenzial | 32 |
| 4.2 | Distributions- und Servicepolitik am Beispiel des Netzbetreibers | 34 |
| 4.2.1 | Distributionskanäle | 36 |
| 4.2.2 | Kundenservice | 37 |
| 4.3 | Kundenbindung beim Mobilfunkunternehmen | 39 |
| 4.3.1 | Maßnahmen zur Kundenbindung | 40 |
| 4.3.2 | Kundengebundenheit und Kundenverbundenheit | 41 |
| 4.3.3 | Wechselbarrieren | 42 |
| 5. | Derzeitige Kundenbewertung aus Sicht des Unternehmens | 43 |
| 5.1 | Evaluierung des werthaltigen und weniger werthaltigen Kunden | 43 |
| 5.2 | Quantitative Faktoren | 45 |
| 5.3 | Weiche Faktoren | 45 |
| 6. | Konzept und Maßnahmen des Customer Lifetime Value am Untersuchungsobjekt | 47 |
| 6.1 | Customer Lifetime Value Konzept | 47 |
| 6.1.1 | Mögliche Betrachtungskomponenten des CLV | 49 |
| 6.1.2 | Determinanten des CLV | 50 |
| 6.2 | Mögliche Maßnahmen zur Steigerung des CLV | 52 |
| 6.2.1 | Maßnahmen zur Senkung der Kosten | 52 |
| 6.2.1.1 | Kundenindividuelle Angebote | 52 |
| 6.2.1.2 | Änderungen in der Distributionspolitik | 53 |
| 6.2.1.3 | Änderungen in der Servicepolitik | 54 |
| 6.2.1.4 | Differenzierung der Serviceleistungen, gemessen am CLV des Kunden | 55 |
| 6.2.2 | Maßnahmen zur Erhöhung des Umsatzes | 56 |
| 6.2.2.1 | Individuelle Angebote zur Nutzung von präferierten Mobilfunkleistungen | 58 |
| 6.2.2.2 | Nutzung von Cross-Selling-Potenzialen | 58 |
| 6.2.3 | Maßnahmen zur Verlängerung des Kundenlebenszyklus` | 60 |
| 6.2.3.1 | Aktive Beeinflussung der Vertragsgebundenheit des Kunden | 60 |
| 6.2.3.2 | Steigerung der Kundenzufriedenheit | 60 |
| 6.3 | Einfluss des Customer Lifetime Value auf die Kundenakquisition, Kundenbindung und Kundenrückgewinnung | 62 |
| 6.4 | Kritische Würdigung des Customer Lifetime Value Konzeptes für das untersuchte Unternehmen | 64 |
| 7. | Zusammenfassung | 69 |
| Literaturverzeichnis | 71 |
Dienstleistungen, um seine Angebote kundengerecht zu individualisieren. Dies betrifft Dienstleistungen sowohl in der mobilen Kommunikation als auch Dienstleistungen im Zusammenhang mit der von dem Kunden erworbenen Hardware. Das Mobilfunkunternehmen unterscheidet hier zwischen Prepaid und Postpaid Markt und bietet seine Serviceleistungen gemäß der unterschiedlichen Bedürfnisse an. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Anbieter durch seine individuelle Servicepolitik vom Wettbewerb stark differenzieren kann, ist er durch die zusätzlichen Dienstleistungen in der Lage höhere Preise zu erzielen, da individuelle Dienstleistungen schwer mit anderen vergleichbar sind. Einige ausgewählte Serviceleistungen des Netzbetreibers für seine Kunden werden in Punkt 4.2.2 beschrieben, die derzeit wertunabhängig an den Kunden gegeben werden, künftig aber in Abhängigkeit vom CLV angeboten oder verweigert werden. [...]
Die Distributions- und Servicepolitik sind 2 der 4 klassischen Instrumente des Marketing-Mix. Die Preis- und die Kommunikationspolitik sind die anderen beiden Instrumente, mit deren Kombination ein Unternehmen seinen Erfolg auf dem Markt entscheidend gestalten kann151. Als Distributionspolitik wird die Strategie der Kombination aller Aktivitäten verstanden, Produkte oder Dienstleitungen auf den Zielmärkten bereit zu stellen152. Die Wahl des Distributionssystems hat auf das Unternehmen eine langfristige und somit auch sehr risikoreiche Wirkung, weil dadurch auch alle anderen marketingpolitischen Entscheidung ganz wesentlich betroffen sind153. Das Mobilfunkunternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die logistische Aufgabe der ausreichenden Verfügbarkeit der Mobilfunkendgeräte über alle Vertriebswege zu gewährleisten und eine hohe Dichte an eigenen Shops, Geschäftsstellen und Händlern zu besitzen. Der Netzbetreiber richtet seine Anstrengungen darauf, den gesamten Privat- und Geschäftskundenmarkt über eine Vielzahl von Distributionskanälen zu erreichen. Als Distributionskanal bezeichnet man (...) „die Gesamtheit aller ineinandergreifender Organisationen, die am Prozess beteiligt sind, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Verwendung oder zum Verbrauch verfügbar zu machen“154. Der Sitz der Hauptverwaltung der Gesellschaft ist in Düsseldorf gewählt worden, weil dort die Nähe zu einer Vielzahl von Hardwareherstellern, wie den Firmen Nokia, Samsung und NEC gegeben ist und die räumliche Distanz zu einigen der ehemaligen Shareholder wie z. B. den Firmen E.on und RWE sehr gering war155. Das untersuchte Unternehmen setzt auf eine breite Fachhandels-Distribution und Fachhandelsnähe. Dabei werden Vereinbarungen mit Schlüsselkunden (Key Accounts) zur Ebnung der Fachhandelsausbreitung geschlossen156. Zudem wird eine Absicherung einer bundesweiten Ausbreitung des Angebotes und der Anlaufstellen für Endkunden durch eigens steuerbare [...]
Netzbetreibers. Aufgrund dieser Gegebenheiten werden in der weiteren Darstellung nur die Kundenzahlen der Netzbetreiber erwähnt, da die durch die Service Provider gewonnenen Kunden den Teilnehmerzahlen des Netzbetreibers zugerechnet werden. Der Gesamtmarkt der Mobilfunknutzer umfaßt in Deutschland derzeit 47,4 Millionen (Mio.) Mobilfunkkunden, die insgesamt 56 Mio. aktiv genutzte Mobilfunkkarten im Einsatz haben, auf denen Umsatz generiert wird138. Der Anteil der privat genutzten Mobilfunkkarten liegt bei 83 Prozent und 17 Prozent werden geschäftlich eingesetzt139. 35 Prozent aller Kunden gehören dem Segment der Prepaidkunden an und stellen somit eine absolute Zahl von 20 Mio. Nutzern dar, folglich sind 36 Mio. Mobilfunknutzer im Gesamtmarkt Postpaidkunden140. Die Service Provider haben 17 Prozent der Mobilfunknutzer indirekt für die Mobilfunknetzbetreiber gewonnen, sodass insgesamt 46,5 Mio. Mobilfunknutzer direkt über die Netzbetreiber akquiriert wurden141. Der Mobilfunkmarkt ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Mio. aktiv genutzte Mobilfunkkarten angestiegen, dabei ist der Privatkunden- und der Geschäftskundenmarkt gleichermaßen stark angewachsen142. Obwohl der Prepaidmarkt erste Sättigungserscheinungen zeigt, wächst der Postpaidmarkt weiterhin kontinuierlich an143. [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832496654
Arbeit zitieren:
Grauvogl, Markus Dezember 2004: Konzeption eines Customer Lifetime Values, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kundenbindung, Klassifizierung des Kunden, Mobilfunkmarkt, Kundenwert, Wertbestimmung



