Konzepte zur Unterstützung der Vereinbarungsphase im Electronic-Commerce
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Frank Hensel
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 153 Seiten
- Dateigröße: 7,1 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2411-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2411-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2411-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hensel, Frank Januar 2000: Konzepte zur Unterstützung der Vereinbarungsphase im Electronic-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Vereinbarung, Geschäftsabwicklung im Internet, E-Commerce, Vereinbarungsphase
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Diplomarbeit von Frank Hensel
Einleitung:
Durch die Popularität des World Wide Web und die relativ geringen Investitionen für den Zugang zu diesem neuen Medium, entsteht die Möglichkeit, Anbieter und Nachfrager auf globaler Ebene bei deutlich verringerten Transaktionskosten auf Elektronischen Märkten (EM) mit hoher Liquidität und weitgehender informationeller Transparenz zusammenzuführen. In den letzten Jahren ist daher ein stetig steigender und ungebremster Trend zur Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten der Geschäftsabwicklung im Internet, also der Teilnahme am Electronic Commerce (EC) zu beobachten. Die wissenschaftliche Literatur verweist jedoch ebenso auf die dafür notwendige Beachtung verschiedener weiterer Implikationen. In der Praxis mangelt es an einer durchgängigen elektronischen Unterstützung der Prozesse (permanent and continuous IT-support). Der Fähigkeit zur Automatisierung von Such- und Einigungsprozessen kommt hier eine entscheidende Bedeutung zu.
Bei der Analyse ökonomischer Tauschprozesse im Electronic Commerce wird meist von einer logischen Dreiteilung ausgegangen. Man unterscheidet hier die Informationsphase, die Vereinbarungsphase und die Abwicklungsphase. Während die Informationsphase häufig relativ fortgeschritten realisiert ist, liegt der Schwerpunkt der Forschung -soweit er sich durch veröffentlichte Literatur und/oder realisierte Produkte beobachten läßt- heute auf der Abwicklungsphase.
In der Realität der wirtschaftlich Handelnden nimmt dagegen das Verhandeln einen oft entscheidenden Teil ein. Bestehende EC-Systeme decken hier bisher nur einen kleinen Teil ab. Zumeist handelt es sich um feste "take-it-or-leave-it" Angebote, ähnlich gedruckten Katalogen, oder um "einfache" Auktionen in denen der Preis häufig die einzig "verhandelbare" Variable darstellt.
Der komplexen Wirklichkeit und eher steigenden Heterogenit„t der Güter und Dienstleistungen auf Elektronischen Märkten werden solch 'simple' Ansätze nicht in ausreichendem Maße gerecht, denn "...the reality that strikes is that business relationships and economic models are no simpler today than they were before the Internet, and different business models will need many different kinds of negotiation protocols...".
Die Bedeutung einer durchgängigen und "angemessenen" Unterstützung der Vereinbarungsphase in Bezug auf noch festzustellende Anforderungen wird auch an ihrer "zentralen" Lage im Phasenmodell deutlich. Fehlt diese Unterstützung, so fehlt nicht nur die Möglichkeit der Verwendung vorher erhaltener Informationen zur Verhandlung selbst, sondern auch die Weitergabe dieser -nun angereicherten- Informationen an die Abwicklungsphase/-systeme und sekundäre Transaktionen. Die Identifizierung einiger Ursachen und die Annäherung an geeignete Konzepte wird generell in dieser Arbeit einen Schwerpunkt bilden.
Ziel dieser Arbeit ist, einen Überblick vorhandener Lösungskonzepte und der wissenschaftlichen Kritik an bestimmten Eigenschaften dieser Konzepte zu geben und diese Diskussion hier zu führen. Aktuelle (und in diesem Sinne alternative) Forschungsansätze beschäftigen sich mit der Erweiterung der aktuellen Möglichkeiten, da diese den realen Anforderungen des Anwendungsumfelds im Electronic Commerce nicht gerecht werden. Die akademische Forschung verspricht sich insbesondere durch die Unterstützung der bislang fehlenden Verhandlungsprozesse, den theoretischen Möglichkeiten des EC näherzukommen.
Die Analyse der verschiedenen verfolgten Alternativen soll zur Klärung der Frage beitragen, ob diese Ansätze eine Verbesserung zur beobachteten Realität des EC darstellen können. Dabei gilt als Maßstab, ob für die Teilnehmer auf Elektronischen Märkten allgemein "angemessenere", d.h. den ökonomischen Anforderungen besser "genügende" Konzepte zur Verwendung vorgeschlagen werden. Damit sollen diese Konzepte dem weiteren wissenschaftlichen Diskurs zugeführt werden, bzw. aus der wissenschaftlichen Literatur komprimiert wiedergegeben und gegenübergestellt werden.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich, mit dieser Einführung als dem ersten Teil, in insgesamt 6 Teile, die aufeinander aufbauen. Für den fundierten Einstieg in das gesamte Thema wird in Kapitel 2 zunächst das begriffliche Grundgerüst erarbeitet und damit einige Abgrenzungen -auch thematischer Art- vorgenommen. Kapitel 2 dient quasi als Vorbereitung für die insgesamt folgende Diskussion.
Die Beschäftigung mit EC, so wird häufig postuliert, sollte nicht ohne die Beachtung und Analyse der relevanten ökonomischen Grundlagen und Entwicklungstendenzen des EC erfolgen. Dieser Forderung soll in Kapitel 3 nachgekommen werden. Desweiteren wird dort ein Referenzmodell vorgestellt, das bei der späteren Betrachtung des Schwerpunktes elektronischer Verhandlungen (in Kapitel 4) ebenfalls als Analyserahmen herangezogen wird.
Dazu wird in Kapitel 4 der Versuch unternommen, Anforderungen an Verhandlungsprozesse über, bzw. innerhalb elektronischer Medien nach (einer Auswahl an Dimensionen von) Anwendungs-Kategorien, die sich ihrerseits aus einem geschäftlichen Kontext (Realitätsausschnitt) ergeben können, zu ordnen und zu betrachten und so die bisher ungenutzten Potentiale des EC offenzulegen. Das Ende des vierten Kapitels wird eine Darstellung der aktuellen Rechtslage zur Beurteilung bestehender juristischer Unsicherheiten im Hinblick auf den zuvor betrachteten Zusammenhang bilden.
In Kapitel 5 werden einige akademische Realisierungskonzepte und Forschungsgebiete für die künftige Beseitigung der festgestellten Defizite aus der wissenschaftlichen Literatur vorgestellt. Nach diesem Überblick in Kapitel 5.1 und 5.2 werden in Kapitel 5.3 offene Probleme und die Richtung weiter notwendiger Forschungen zusammengefaßt. Die Arbeit endet mit einem Fazit und möglichen Ausblick.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Problemstellung und Ziel der Arbeit | 1 |
| 1.1 | Status Quo und vorhandene Defizite | 1 |
| 1.2 | Relevanz der Vereinbarungsphase | 2 |
| 1.3 | Zielsetzung und Vorgehensweise | 3 |
| 2. | Begriffliche Grundlagen des Electronic Commerce | 5 |
| 2.1 | Entwicklung des Electronic Commerce | 6 |
| 2.1.1 | Klassisches EC mittels EDI (Electronic Data Interchange) | 6 |
| 2.1.2 | Neuere EDI-Ansätze für EC | 7 |
| 2.1.3 | EC in seiner heutigen Form | 10 |
| 2.2 | Begriffsbestimmungen | 11 |
| 2.2.1 | Electronic Commerce | 11 |
| 2.2.2 | Elektronische Märkte | 13 |
| 2.2.3 | Marketplace / Marketspace | 14 |
| 2.3 | Teilnehmerszenarien | 16 |
| 2.3.1 | B-t-C | 16 |
| 2.3.2 | B-t-B | 17 |
| 2.3.3 | B-t-A / C-t-A / u.a. | 18 |
| 2.4 | Basistechnologie Internet | 20 |
| 2.4.1 | Grundlagen und Anwender | 20 |
| 2.4.2 | Dienste und Protokolle | 21 |
| 2.4.2.1 | WWW und das Hypertextprinzip | 21 |
| 2.4.2.2 | Darstellung, Struktur und Inhalt | 22 |
| 2.4.3 | C/S-Anwendungen im Internet | 23 |
| 2.4.3.1 | JAVA | 23 |
| 2.4.3.2 | Plugins | 24 |
| 2.4.3.3 | Alternativen und Auswahl | 24 |
| 2.4.4 | Vertraulichkeit und Sicherheit im WWW | 25 |
| 3. | Ökonomische Grundlagen des Electronic Commerce | 28 |
| 3.1 | Transaktionen innerhalb des EC | 29 |
| 3.1.1 | Transaktionsbegriff | 29 |
| 3.1.2 | Transaktionsphasen | 30 |
| 3.1.2.1 | Informationsphase | 32 |
| 3.1.2.2 | Vereinbarungsphase | 32 |
| 3.1.2.3 | Abwicklungsphase | 33 |
| 3.1.2.4 | Sekundäre Wertschöpfungsketten | 34 |
| 3.1.3 | Transaktionskostentheorie | 36 |
| 3.1.3.1 | Grundlagen | 37 |
| 3.1.3.2 | Ökonomische Realität | 38 |
| 3.1.3.3 | Optimierungspotential | 39 |
| 3.2 | Ökonomische Leistungskoordination | 40 |
| 3.2.1 | Einflußgröße Technologie | 41 |
| 3.2.2 | Elektronische Hierarchien | 43 |
| 3.2.3 | Elektronische Unternehmensnetzwerke | 44 |
| 3.2.4 | Elektronische Märkte | 47 |
| 3.2.5 | Dis- / Re-Intermediation | 48 |
| 3.3 | EM-RM: Das Referenzmodell elektronischer Märkte | 50 |
| 3.3.1 | Ziel und Erklärungswert des Modells | 50 |
| 3.3.2 | Sichten (Views) des Modells | 51 |
| 3.3.2.1 | Business-View | 51 |
| 3.3.2.2 | Process-View | 52 |
| 3.3.2.3 | Transaction-View / Market-Services-View | 53 |
| 3.3.2.4 | Infrastructure-View | 55 |
| 3.3.3 | Phasen einer Geschäftstransaktion | 55 |
| 3.3.3.1 | Informationsphase | 56 |
| 3.3.3.2 | Vereinbarungsphase / Electronic Contracting | 60 |
| 3.3.3.3 | Abwicklungsphase | 61 |
| 3.3.4 | Stand der Forschung und Entwicklung | 62 |
| 3.4 | Diffusionshindernisse | 65 |
| 4. | Vereinbarung über elektronische Medien | 70 |
| 4.1 | Grundlagen und Umfang | 71 |
| 4.1.1 | Phasen/Schritte der Vereinbarung | 71 |
| 4.1.2 | Electronic Contract | 73 |
| 4.1.3 | Electronic Contracting | 75 |
| 4.2 | Dimensionale Vielfalt und Interdependenz | 77 |
| 4.2.1 | Protokoll und Strategie | 78 |
| 4.2.2 | Gtereigenschaften und Handelsumfeld | 79 |
| 4.2.3 | Mechanismen und die Informationsleistung von EM | 81 |
| 4.3 | Dimensionen und Ausprägungen | 84 |
| 4.3.1 | Grad der Strukturiertheit | 84 |
| 4.3.1.1 | Strukturierte Mechanismen | 84 |
| 4.3.1.2 | Nicht strukturierte Mechanismen | 86 |
| 4.3.2 | Grad der Attributvielfalt | 87 |
| 4.3.2.1 | Nur-Preis Mechanismen | 88 |
| 4.3.2.2 | Notwendigkeit weiterer Attribute (MAUT) | 88 |
| 4.3.3 | Grad der Synchronität | 89 |
| 4.3.3.1 | synchrone Mechanismen | 90 |
| 4.3.3.2 | asynchrone Mechanismen | 90 |
| 4.3.4 | Grad der 'Offenheit' | 92 |
| 4.3.5 | Grad der Vollständigkeit | 93 |
| 4.3.6 | Grad der Abhängigkeit der Beteiligten | 94 |
| 4.4 | Rechtliche Rahmenbedingungen | 95 |
| 4.4.1 | Status elektronischer Dokumente | 96 |
| 4.4.1.1 | Recht und Rechtsprechung | 96 |
| 4.4.1.2 | Beurteilung | 97 |
| 4.4.2 | Nationales/Internationales Recht | 98 |
| 4.4.2.1 | Vereinbarung des anwendbaren Rechts | 98 |
| 4.4.2.2 | Differenzen trotz Vereinbarung | 98 |
| 4.4.2.3 | Beurteilung | 99 |
| 4.4.3 | Internationale Gremien | 100 |
| 4.4.4 | Elektronische Schlichtung | 102 |
| 5. | Akademische Realisierungskonzepte | 103 |
| 5.1 | Partialansätze | 103 |
| 5.1.1 | MIT - T@T | 104 |
| 5.1.2 | Stanford - Infomaster | 105 |
| 5.1.3 | Berkeley - Negotiation and Brokerage | 106 |
| 5.1.4 | Minnesota - MAGNET | 108 |
| 5.1.5 | Carleton - InterNeg, INSPIRE und INSS | 109 |
| 5.2 | Ganzheitliche Ansätze | 111 |
| 5.2.1 | Hamburg - COSMOS | 111 |
| 5.2.2 | St. Gallen - MEPC, SECon und CIL | 113 |
| 5.3 | Offene Probleme | 114 |
| 6. | Fazit | 118 |
| Literaturverzeichnis | 120 | |
| Link-Verzeichnis | 131 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 133 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832424114
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Vereinbarung, Geschäftsabwicklung im Internet, E-Commerce, Vereinbarungsphase



