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Das Konzept der organisationalen Identität

Eine kritische Analyse

Das Konzept der organisationalen Identität
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ute Staub
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 62 Seiten
  • Dateigröße: 534,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8026-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8026-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8026-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Staub, Ute Februar 2004: Das Konzept der organisationalen Identität, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Organisation, Identifikation, strategischer Wandel, Unternehmensidentität, corporate identity

Diplomarbeit von Ute Staub

Einleitung:

Problemstellung:

Durch das gemeinsame Zusammenarbeiten von Menschen in Organisationen über längere Zeit hinweg bildet sich ein gemeinschaftliches Verständnis heraus. Daraus lässt sich schließen, dass Organisationen, genauso wie einzelne Personen, über eine bestimmte unverwechselbare Identität verfügen. Als minimaler Konsens kann organisationale Identität dabei als das Selbstverständnis einer Organisation und ihrer Mitglieder angenommen werden.

Im Verlauf der Arbeit soll geklärt werden, was genau unter dem Begriff der organisationalen Identität verstanden werden kann. Die Schaffung eines grundlegenden Identitäts- und Organisationsverständnisses stellt dabei die Voraussetzung für eine Herantastung an das Phänomen organisationaler Identität dar. Darüber hinaus soll erörtert werden, ob und unter welchen Annahmen organisationale Identität entsteht und verändert werden kann, oder ob Identität, wie in einigen Ansätzen postuliert wird, a priori existiert. Dafür wird der Einfluss verschiedener Konstrukte und Kontexte auf die organisationale Identität einer genaueren Betrachtung unterzogen. Zudem soll untersucht werden, welche Bedeutung der Identität in Organisationen zukommt und welche Auswirkungen sie auf organisationales Handeln haben kann. Anhand der Argumentation soll schließlich deutlich werden, warum das Konzept der organisationalen Identität zum Forschungsgegenstand wurde.

Das Ziel der Arbeit ist es, die aufgeworfenen Fragen durch eine Literaturanalyse der organisationalen Identitätskonzepte zu beantworten und eine kritische Betrachtung der Konzeptbausteine vorzunehmen. Als Forschungsgegenstand beansprucht die Auseinandersetzung mit Identität vielfältige Disziplinen. So widmen sich neben den Wirtschaftswissenschaften die Sozialwissenschaften - insbesondere die Soziologie, die Philosophie und die Sprachwissenschaften - diesem Thema. Die Komplexität und Heterogenität organisationaler Phänomene erfordert den Umgang mit einer Vielfalt von Theorien. Daraus resultieren unterschiedliche Perspektiven, die in dieser Arbeit pluralistisch zueinander in Beziehung gesetzt werden sollen. Dies ist nur durch eine multiparadigmatische und multimethodologische Herangehensweise möglich.

Herangehensweise:

Gemäß der Problemstellung gestaltet sich der Aufbau dieser Arbeit. Nach einer kurzen Einleitung in das Thema werden im zweiten Kapitel zunächst die begrifflichen Grundlagen für das Konzept der organisationalen Identität erläutert. Dabei wird näher auf die Besonderheiten von Identitäten und Organisationen eingegangen sowie eine Ausgangsdefinition der organisationalen Identität vorgestellt. Außerdem werden die kulturellen Rahmenbedingungen der Identität und die allgemeinen Anforderungen an Organisationen und Identitäten näher beleuchtet.

Im dritten Kapitel werden wesentliche Identitätsansätze und Organisationstheorien vorgestellt, um die Basis für ein organisationales Identitätsverständnis zu schaffen. Ausgehend vom Corporate Identity - Ansatz werden die Grundbausteine des traditionellen Identitätskonzeptes erläutert. Die „Theorie der sozialen Identität“ und die soziologische Systemtheorie bilden die sozialwissenschaftliche Grundlage für die weitere Identitätsbetrachtung. Als bedeutende Organisationstheorie wird die Strukturierungstheorie von Giddens einbezogen. Damit wird ein theoretisches Fundament geschaffen, das als Ausgangsbasis für die folgenden Konzepte zu organisationaler Identität dient.

Den Schwerpunkt im vierten Kapitel bilden die Konzeptbausteine der organisationalen Identität. Da bislang kein ganzheitliches Konzept existiert, werden im Kontext der parallel verlaufenden US-amerikanischen und europäischen Forschungsstränge die verschiedenen Ansätze zur organisationalen Identität diskutiert. Ausgehend vom Ursprungskonzept von Albert und Whetten (1985) werden die theoretischen Perspektiven organisationaler Identität und die ihnen jeweils zugrunde liegenden Annahmen dargestellt. Nach einem darauf folgenden kurzen Überblick über die wesentlichen Konzepterweiterungen und Studien zu organisationaler Identität, werden die Zusammenhänge zwischen der Identität und ihren benachbarten Konstrukten und Kontexten kritisch beleuchtet. Auf diese Weise ist es möglich, der Frage nach der Entstehung und Veränderung organisationaler Identität nachzugehen. Dazu gehört zum einen eine konzeptionelle Gegenüberstellung der Begriffe Corporate Identity und organisationaler Identität. Zum anderen spielen insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Identität, Image und Reputation sowie der Einfluss des kulturellen Kontextes eine wesentliche Rolle.

Nicht zuletzt beeinflussen auch Strategien und strategischer Wandel die Handlungen in und von Organisationen. Es wird diskutiert, welche Auswirkungen sich durch die dargestellten Zusammenhänge auf die organisationale Identität ergeben können. Abschließend wird auf die Bedeutung des noch jungen Konzeptes der organisationalen Identität eingegangen.

Das fünfte und letzte Kapitel dient der kritischen Analyse des Konzeptes organisationaler Identität und dem Fazit. Dafür sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie eventuelle Mängel der verschiedenen Ansätze herausgearbeitet werden. Zum Abschluss wird festgestellt, inwiefern noch Forschungsbedarf zu dem Konzept der organisationalen Identität besteht und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Herangehensweise 2
2. Grundlagen der organisationalen Identität (OI) 4
2.1 Begriffliche Einordnung organisationaler Identität 4
2.2 Mehrebenenbetrachtung und Klassifizierung von Identität 4
2.3 Versuch einer Definition der organisationalen Identität 8
2.4 Theoretisches Organisationsverständnis 9
2.5 Organisationale Kultur als Bezugsrahmen der Identität 10
2.6 Anforderungen an Organisationen und Identität 11
3. Identitätsansätze und Organisationstheorien 13
3.1 Der Corporate Identity - Ansatz 13
3.2 Die Theorie der sozialen Identität 15
3.3 Die Ansätze organisationaler Identifikation 17
3.4 Die Strukturierungstheorie 18
3.5 Die soziologische Systemtheorie 21
3.6 Schlussfolgerungen 22
4. Die Konzeptbausteine der organisationalen Identität 24
4.1 Theoretische Perspektiven organisationaler Identität 24
4.2 Überblick über theoretische OI-Konzepte 27
4.3 Vergleich von OI und Corporate Identity 28
4.4 Beziehungen zwischen OI, Image und Kultur 31
4.5 Wechselwirkungen zwischen OI und Reputation 36
4.6 Interaktionen zwischen OI, Strategie und strategischem Wandel 39
4.7 Identität als Einheit von Vielfalt und Differenz 44
4.8 Bedeutung organisationaler Identität 46
5. Fazit 48
Literaturverzeichnis 52
Eidesstaatliche Versicherung 57

Arbeit zitieren:
Staub, Ute Februar 2004: Das Konzept der organisationalen Identität, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Organisation, Identifikation, strategischer Wandel, Unternehmensidentität, corporate identity

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