Das Konzept der lernenden Organisation
Seine Bedeutung für die Schulentwicklung
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor: Felix Döppner
- Abgabedatum: Juni 2001
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 3,2 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6959-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6959-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6959-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Döppner, Felix Juni 2001: Das Konzept der lernenden Organisation, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Organisationsentwicklung, Lebenslanges Lernen, Lernende Schulen, Schule der Zukunft, Lernen
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Staatsexamensarbeit von Felix Döppner
Zusammenfassung:
„Fasten your seat belts, the turbulence has scarcely begun. Unless evolution has radically changed its ways, we are facing an explosion of societal diversity and complexity hundreds of times greater than we now experience or can yet imagine“ (HOCK 1999, S. 212).
Es besteht kein Zweifel daran, dass, wenn wir unsere Zukunft aktiv gestalten wollen, wir einen neuen, positiveren Umgang mit Veränderungen erlernen müssen.
Eine besondere Rolle hierbei müssen die Schulen übernehmen, denn hier wird das Fundament für die notwendigen Schlüsselqualifikationen gelegt.
Stellt sich nun die Frage, welche Fähigkeiten, Wissen und Einstellungen wir in der Zukunft brauchen, um kreative mit dem Wandel umgehen zu können.
Das Konzept des lebenslangen Lernens scheint hier viele Antworten zu geben. Es wird herausgestellt, welche Faktoren eine Rolle spielen, um lebenslanges Lernen zu fördern.
Wenn man nun die neueren Ansätze der Schulentwicklung – namentlich das Schulentwicklungs– Beratungs– Konzept und die pädagogische Schulentwicklung - untersucht, stellt man fest, dass beide Konzepte nicht ausreichend lebenslanges Lernen fördern.
Eine Alternative dazu kann das Konzept der Lernenden Organisation sein. Es wird erläutert, was man unter einer solchen Organisation versteht und wie eine lernende Schule aussehen könnte. Es wird auch gezeigt, warum dieses Konzept dem Verständnis des lebenslangen Lernens weitaus dienlicher ist.
Inhaltsverzeichnis:
| PROLOG | 4 | |
| 1. | EINFÜHRUNG | 5 |
| 1.1 | Relevanz des Themas | 5 |
| 1.2 | Ziel und Aufbau der Arbeit | 12 |
| 2. | LEBENSLANGES LERNEN | 14 |
| 2.1 | Der Begriff Lebenslanges Lernen | 15 |
| 2.2 | Lernverständnis und Lernförderung von Lebenslangem Lernen | 16 |
| 2.3 | Zusammenfassung | 18 |
| 3. | SCHULENTWICKLUNG | 21 |
| 3.1 | Schulentwicklungs-Beratung versus pädagogischer Schulentwicklung | 22 |
| 3.1.1 | Das Schulentwicklungs-Beratungskonzept (SchuB) | 23 |
| 3.1.2 | Die pädagogische Schulentwicklung (PSE) | 27 |
| 3.1.3 | Kritische Betrachtung des Schulentwicklungs- Beratungskonzepts und des pädagogischen Schul- entwicklungskonzepts | 31 |
| 3.2 | Ausgewählte Aspekte der Schulentwicklung | 36 |
| 3.2.1 | Unterrichtsentwicklung | 36 |
| 3.2.1.1 | Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen | 37 |
| 3.2.1.2 | Methodentraining | 42 |
| 3.2.1.3 | Teamentwicklung im Klassenraum | 49 |
| 3.2.1.4 | Reflexion | 54 |
| 3.2.2 | Personale Entwicklung | 55 |
| 3.2.2.1 | Lehrerrolle | 56 |
| 3.2.2.2 | Lehrerkooperation | 59 |
| 3.2.3 | Organisationsentwicklung | 61 |
| 3.2.3.1 | Das Schulprogramm | 62 |
| 3.2.3.2 | Umfeld und Netzwerke | 67 |
| 3.2.4 | Zusammenfassung | 69 |
| 4. | DAS KONZEPT DER LERNENDEN ORGANISATION | 72 |
| 4.1 | Entwicklungsgeschichte | 72 |
| 4.2 | Schule als Lernende Organisation | 74 |
| 4.2.1 | Orientierung | 74 |
| 4.2.2 | Die Essenz der Lernenden Organisation | 82 |
| 4.2.3 | Die fünf Disziplinen | 84 |
| 4.2.3.1 | Personal Mastery | 85 |
| 4.2.3.2 | Mentale Modelle | 86 |
| 4.2.3.3 | Gemeinsame Visionen | 87 |
| 4.2.3.4 | Teamlernen | 89 |
| 4.2.3.5 | Systemdenken | 90 |
| 4.2.4 | Schülerinnen und Schüler erlernen die fünf Disziplinen | 92 |
| 5. | ZUSAMMENFASSUNG | 94 |
| EPILOG | 97 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 99 | |
| INTERNETSEITEN | 100 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 101 |
des Teamunterrichts, die zusammen durchgespielt werden. Hier können die Kinder dann durch „learning by doing“ Partnerarbeit, kooperatives Üben, Gruppenprojekte und vieles andere ausprobieren, gemeinsam darüber reflektieren, Regeln ergänzen oder streichen und sich damit vertraut machen, im Team bewusst zu arbeiten (KLIPPERT 1999a, S, 74 ff., KLIPPERT 1999, S. 103f.). Das wichtigste in Bezug auf die Teamarbeit in der Schule ist die Erkenntnis, dass gute Teamarbeit ein langer Prozess ist, der nicht von heute auf morgen stattfindet, sondern durch Teampflege in den jeweiligen Fächern immer wieder geübt werden muss. gegenseitig. Dabei unterstützen sich EVA und Teamtraining Offene Unterrichtsformen üben Teamarbeit ein, und eine [...]
Verständnis vom Ziel haben, eine Dynamik der Zusammenarbeit entwickeln, sich Strukturen geben und ein Klima des konstruktiven Miteinanders entwickelt haben (SCHLEY 1998, S. 116), so wird offensichtlich, dass die Entwicklung zur Teamfähigkeit ein langer Lernprozess ist, der verstärkt geübt und gelernt werden muss (KLIPPERT 1999, S. 100, KLIPPERT 1999a, S. 31). Dabei kommt es darauf an, Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu qualifizieren, damit sie sensibel, rücksichtsvoll und mit gewissen Regeln zusammenarbeiten, um die jeweilige Aufgabe in konzentrierter Weise gemeinsam zu lösen. Teamarbeit verlangt, dass die jeweiligen Mitglieder sich bei der anstehenden Aufgabenbewältigung wechselseitig unterstützen und bestärken. Sie müssen bereit und in der Lage sein, gruppeninterne Störungen und Trödeleien möglichst konsequent zu unterbinden und sich gemeinsam zu motivieren (KLIPPERT 1999, S. 100). Die pädagogische Schulentwicklung bietet ein 4-Stufen-Programm der Teamentwicklung an, um die oben angesprochenen Fähigkeiten zu erlernen und zu üben. In der ersten Stufe geht es darum, die Schüler für Gruppenarbeit zu motivieren. Durch eine Vielzahl von Übungen16 soll das Bewusstsein geweckt werden, dass man viele Ziele mit einem Team besser erreichen kann und positivere Ergebnisse bekommt, als alleine. Im zweiten Trainingsfeld geht es darum, dass die Klasse die eigenen Gruppenprozesse reflektiert und Regeln entwickelt, die eine effektive Zusammenarbeit sicherstellen. Diese Regeln werden im nächsten Trainingsfeld weiterentwickelt und vertieft. Die Klasse definiert nun die für sie wichtigen Regeln, wie man zukünftig im Team zusammenarbeiten möchte. Durch diese gemeinsam definierten Regeln, bei denen jeder Einzelne mitwirken konnte, lässt sich nun vom Team selbst störendes Verhalten korrigieren, indem man das Fehlverhalten an Hand der festgelegten Regeln aufzeigt. Gleichzeitig wird so auch eine Selbstreflexion des Teams eingeübt, die das Verhalten der einzelnen Mitglieder während und nach dem Arbeitsprozess beobachtet. Wichtig ist, dass man die ersten drei Trainingsfelder spielerisch üben sollte. Deswegen beschäftigt sich der vierte Trainingsbereich mit den Grundformen [...]
Wochenplanarbeit und andere Arten des offenen Unterrichts sind ohne die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, nicht denkbar. Hier wird sich wechselseitig geholfen und ermutigt, kontrolliert und kritisiert, nachgefragt und inspiriert. Verantwortung wird auf sich genommen und abgegeben, Wissen wird geteilt, gemeinsame Ziele werden gesetzt, man freut sich zusammen über Lob und gemeinsam verarbeitet man Kritik (KLIPPERT 1999, S. 100). Es gibt weitere gute Gründe, die für eine verstärkte Teamarbeit im Unterricht sprechen. So werden z.B. soziales Lernen und die Entfaltung sozial- integrativer Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder gefördert. Auch wird den elementaren Kommunikations- und Kooperationsbedürfnissen der Schüler Rechnung getragen. Diese bekommen mehr Sicherheit, Geborgenheit, Motivation und Selbstwertgefühl im Umgang mit anderen. Im Team muss sich gemeinsam mit dem Lernstoff auseinandergesetzt werden. Teammitglieder erklären den Sachverhalt aus ihrer Sicht, fragen nach, lehren andere und bekommen so ein tieferes Verständnis vom Lernstoff und eine größere Fachkompetenz. Teamarbeit korrespondiert zusätzlich mit den veränderten Bedingungen und Anforderungen in der modernen Berufs- und Arbeitswelt und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern den Erwerb zukunftsträchtiger Schlüsselqualifikationen. Nicht zuletzt werden durch Teamarbeit auch die Lehrer entlastet, da alltägliche Differenzierungs- und Disziplinierungsarbeiten auf die jeweiligen Teams entfallen. Um den Erfolg des Teams zu gewährleisten, sorgen innerhalb der Gruppen gemeinsam aufgestellte Regeln für eine möglichst effektiven Arbeitsprozess. Mit Hilfe dieser Regeln und gemeinsam definierter Verhaltensnormen kann man ein schädliches Verhalten für die Gruppe leicht aufzeigen und korrigieren, auch ohne Lehrer (KLIPPERT 1999, S. 102f.). Vergleicht man die Fähigkeiten, die man durch ein Arbeiten im Team erlangen kann, decken sie sich im weitesten Sinne auch mit den Qualitäten, die nach GOLEMAN die emotionale Intelligenz verbessern (GOLEMAN 1999). Ruft man sich die Merkmale guter Teams vor Augen, bei denen Teams idealerweise eine gemeinsame Leistung anstreben, ein gemeinsames 50 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832469597
Arbeit zitieren:
Döppner, Felix Juni 2001: Das Konzept der lernenden Organisation, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Organisationsentwicklung, Lebenslanges Lernen, Lernende Schulen, Schule der Zukunft, Lernen



