Konzept über eine internetbasierte Vermögensberatung für Online-Broker
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Heiko Neubrand
- Abgabedatum: Juli 2001
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 999,6 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Reutlingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4788-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4788-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4788-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Neubrand, Heiko Juli 2001: Konzept über eine internetbasierte Vermögensberatung für Online-Broker, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Web-Cam, Internet, Konzept
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Diplomarbeit von Heiko Neubrand
Einleitung:
Die Online-Broker in Deutschland haben seit dem Börsengang der Deutschen Telekom AG im November 1996 ein außerordentliches Wachstum aufweisen können. Gab es 1997 erst 200.000 Online-Broker-Kunden, so hatte sich die Kundenzahl bis 2000 auf 1,9 Mio. erhöht. Ein Grund für dieses Wachstum war eine Wandlung der Anlegertypen. So waren 1996 nur 6 % der Gesamtbevölkerung Aktienbesitzer. Diese Quote erhöhte sich bis auf 9,7 % im Jahr 2000.
Im April 2000 erfolgte der Einbruch an den Aktienmärkten. Dadurch wurden die Kunden aus finanziellen und psychologischen Gründen zurückhaltender. Seit dem ist die Orderhäufigkeit pro Kunde um bis zu 50 % eingebrochen. Das hat zur Folge, dass die Online-Broker Ertragsschwierigkeiten haben. Die Ertragsrückgänge könnten mit Gewinnung von Neukunden kompensiert werden.
Um Kunden gewinnen zu können, muss die Zielgruppe erreicht werden, die einen hohen Beratungsbedarf benötigt. Mit 1,9 Mio. Konten bei Online-Brokern scheint die Grenze derjenigen Kunden erreicht, die selbständig und eigenverantwortlich ihre Finanzplanung durchführen.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen möchte ich mit meiner Diplomarbeit ein Konzept über eine internetbasierte Vermögensberatung für Online-Broker aufzeigen, das schließlich zu neuen Kundenzuwächsen führen soll.
Gang der Untersuchung:
Bevor ein Beratungskonzept erstellt werden kann, ist es nötig sich mit dem Thema Beratung und Vermögensplanung intensiv auseinander zu setzen. Diesbezüglich möchte ich im ersten Teil meiner Arbeit den Bedarf des potenziellen Beratungskunden analysieren, Beratungsarten aufzeigen und eine Produktübersicht für den Vermögensaufbau darstellen.
Der zweite Teil der Arbeit vergleicht die bestehenden Beratungsmöglichkeiten auf Beratungsqualität und Verfügbarkeit. An mein Modell stelle ich den Anspruch an eine hohe Beratungsqualität und eine sehr gute Verfügbarkeit.
Im dritten Teil, dem Kernpunkt meiner Diplomarbeit, wird das neue Konzept der internetbasierten Vermögensberatung via Web-Cam präsentiert und erläutert. Dabei werden der Ablauf der Beratung, das Vergütungssystem, Marketingmaßnahmen, Anforderungen an die Produktpalette, Mitarbeiteraspekte sowie die technischen Voraussetzungen dargestellt.
Abschließend wird neben der Überprüfung der Verfügbarkeit und Qualität der Beratung, das Konzept auf die Möglichkeit der Umsetzung in der Praxis untersucht. Dies wird anhand des geplanten Beratungsangebotes der Consors Discount-Broker AG überprüft.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Vermögensplanung | 5 |
| 2.1 | Betrachtung der Nachfrage-Seite | 5 |
| 2.1.1 | Aktivitäten eines privaten Haushaltes | 5 |
| 2.1.2 | Lebensphasen-Modell | 6 |
| 2.1.3 | Vermögenspyramide | 9 |
| 2.1.4 | Risikoprofil | 11 |
| 2.1.5 | Zieldefinition | 12 |
| 2.2 | Arten der Beratung | 14 |
| 2.2.1 | Vier Elemente der Beratung | 14 |
| 2.2.2 | Anlageberatung | 16 |
| 2.2.3 | Vermögensberatung | 16 |
| 2.2.4 | Private Finanzplanung | 17 |
| 2.2.5 | Vermögensverwaltung | 17 |
| 2.3 | Produkte für den Vermögensaufbau | 18 |
| 2.3.1 | Übersicht Produkte | 18 |
| 2.3.2 | Magisches Viereck der Kapitalanlage | 20 |
| 3. | Beratungsqualität versus Verfügbarkeit | 23 |
| 3.1 | Online-Banken, Online-Broker | 24 |
| 3.2 | Retail-banking | 25 |
| 3.3 | Unabhängige Berater | 25 |
| 3.4 | Bewertung nach Verfügbarkeit und Beratungsqualität | 26 |
| 3.5 | Optimaler Punkt | 27 |
| 4. | Konzeptdarstellung: Internetbasierte Vermögensberatung via Web-Cam | 29 |
| 4.1 | Grundgedanke | 29 |
| 4.2 | Beratungsablauf | 31 |
| 4.2.1 | Abschluss Beratervertrag | 31 |
| 4.2.2 | Aufnahmegespräch | 39 |
| 4.2.3 | Folgeberatungen | 47 |
| 4.3 | Vergütungssystem | 50 |
| 4.3.1 | Provision vs. Honorar | 50 |
| 4.3.2 | Einsparungspotenziale | 52 |
| 4.3.3 | Überlegungen zum Preismodell | 57 |
| 4.4 | Marketing | 58 |
| 4.4.1 | Zielgruppe | 58 |
| 4.4.2 | Subvention der Web-Cam | 61 |
| 4.4.3 | Werbemaßnahmen | 63 |
| 4.5 | Produktpalette | 65 |
| 4.5.1 | Eigener Ausbau der Produktpalette | 66 |
| 4.5.2 | Akquisition von Produkt-Vermittlern | 67 |
| 4.5.3 | Verzicht auf Provision | 68 |
| 4.6 | CRM-System | 69 |
| 4.6.1 | Definition | 69 |
| 4.6.2 | Kundendatenbank | 70 |
| 4.6.3 | Produktdatenbank | 71 |
| 4.6.4 | Web Security | 71 |
| 4.6.5 | Fazit | 72 |
| 4.7 | Berater | 73 |
| 4.7.1 | Umwandlung von CCC-Mitarbeiter in Berater | 73 |
| 4.7.2 | Einsatzplan | 74 |
| 4.7.3 | Sicherstellung der Qualifikation | 79 |
| 4.8 | Technische Aspekte | 80 |
| 4.8.1 | Web-Cam | 80 |
| 4.8.2 | Netzzugangsmöglichkeiten | 81 |
| 4.8.3 | Konferenz-Software | 86 |
| 5. | Evaluierung und Umsetzung in der Praxis | 87 |
| 5.1 | Überprüfung auf Beratungsqualität und Verfügbarkeit | 87 |
| 5.2 | Umsetzung in der Praxis am Beispiel der Consors Discount-Broker AG | 90 |
| 5.2.1 | Ausgangssituation der Consors | 90 |
| 5.2.2 | Beratungsmodell der Consors Discount-Broker AG | 90 |
| 5.2.3 | Unterschiede zum neuen Modell | 92 |
| 6. | Schlußbetrachtung | 94 |
| I. | Literaturverzeichnis | 96 |
| II. | Abbildungsverzeichnis | 98 |
| III. | Tabellenverzeichnis | 99 |
| IV. | Abkürzungsverzeichnis | 100 |
| V. | Erklärung | 101 |
Bei der Honorarberatung zahlt der Kunde nur den Aufwand, der wirklich entsteht. Dabei muss der Kunde dem Berater die Dauer des Beratungsgespräches vergüten. Meist sind das im Vorfeld vertraglich geregelte Stundensätze. Den Ansatz der objektiven Beratung und der Wahrung der Kundeninteressen erfüllt diese Vergütungsform am besten. Die Berater sind frei von Zwängen und nicht abhängig von Provisionserträgen, die durch den Abschluss von Verträgen zustande kommen. Durch den objektiven Beratungsansatz und die Konzentration auf die Interessen der Kunden, wird im neuen Beratungsmodell die Vergütung durch Honorare zum Einsatz kommen. Die größte Herausforderung der Honorarberatung ist das Angebot von Finanzprodukten, die ohne jegliche Verkaufsprovisionen an den Kunden abgegeben werden müssen, da marktbedingte Vorgaben und gesetzliche Regelungen den provisionsfreien Verkauf oft nicht zulassen. Eine Darstellung dieser Problematik wird im Teil „4.5 Produktpalette“ detailliert erörtert. [...]
Mit 41 % ist die Vergütung in Form von Honorar und Provision führend. Danach kommen mit einer fast identischen Prozent-Anzahl die reine Povisions- und Honorarvergütung. In Deutschland dominiert dagegen die reine Provisionsvergütung. Der Mix aus Provision und Honorar ist gering vertreten, wobei die reine Honorarvergütung noch kaum vorhanden ist. Es gilt zu klären, was für eine Charakteristika die verschiedenen Ansätze haben. Bei der Provisionsvergütung muss der Kunde kein Geld für die in Anspruch genommene Beratung zahlen, dennoch erhalten die Berater über die Anbieter der Finanzprodukte eine erfolgsabhängige Provision. Das bedeutet bei jedem Abschluss eines Vertrags (z. B. Lebensversicherung, Fonds) erhält der Berater eine Provision, die für den Kunden auf den ersten Blick oft nicht ersichtlich ist. So muss er z. B. bei dem Kauf von InvestmentfondsAnteilen bis zu 6 % für den Erwerb der Anteile bezahlen. Beim Verkauf von Steuersparmodellen, wie Beteiligungen an Containerschiffen, sind das bei einem 100.000DM-Kauf bis zu 15.000 DM Verkaufsprovision17. Die Beratung wird somit über den Verkauf von Produkten finanziert. Die Gefahr, dass das Kundeninteresse und damit die Objektivität bei der Beratung nicht mehr im Mittelpunkt steht ist groß, denn die Berater sichern sich ihre Existenz über den Verkauf von Produkten und nicht über die Beratung der Kunden. Der Fokus der Berater liegt bei Abschluss von Verträgen eher auf provisionsträchtige Produkte, unabhängig von dem eigentlichen Kundeninteresse. Seit diesem Jahr bietet die Deutsche Bank AG im Private Banking die Vergütungsform mittels Provision und Honorar an. Sie verlangt von dem Kunden eine jährliche Beratungsgebühr, abhängig von der Höhe des verwalteten Vermögens, wobei die Bank zusätzlich noch Provisionen bekommt. Ausgabeaufschläge bei Fonds wurden um 25 Prozent reduziert, ebenso wurden die Kosten für den Aktienkauf und –verkauf gesenkt. Dieses Vergütungsart birgt für den Kunden die Gefahr, dass durch fehlende Transparenz die Beratungsgesellschaft zu viele Entgelte einbehält, da sie an beiden Formen verdient. Zusätzlich gelten in abgeschwächter Form die Nachteile der Provisionsvergütung auch für diese Art der Vergütung. [...]
die Beratungsseite gehen. Dort gibt er seinen Login und Passwort ein. Das System gibt ihm eine Rückmeldung, dass sich in 2 Minuten ein Berater bei ihm melden wird und er in dieser Zeit überprüfen kann, ob alle Unterlagen griffbereit sind. Währenddessen meldet das System dem Beratungsteam, dass der Kunde eine Folgeberatung verlangt. Ein freier Berater nimmt die Meldung an und erhält automatisch die Kundendaten über das CRMSystem. Die 2 Minuten Wartezeit für den Kunden ergibt sich aus der Tatsache, dass sich der Berater über das CRM-System auf den Kunden einstellen muss. Dazu wird er neben den Grunddaten des Kunden, dessen Wirtschaftsbilanz betrachten. Hat der Berater sich dann informiert, loggt er sich in das System ein und nimmt über die Konferenzsoftware Kontakt mit dem Kunden auf. 4.2.3.2. Beratung [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832447885
Arbeit zitieren:
Neubrand, Heiko Juli 2001: Konzept über eine internetbasierte Vermögensberatung für Online-Broker, Hamburg: Diplomica Verlag



