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Das Konzept des Supply Chain Management als Ausprägung der Netzwerkorganisation

Das Konzept des Supply Chain Management als Ausprägung der Netzwerkorganisation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Presser
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Kaiserslautern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5577-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5577-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5577-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Presser, Martin März 2002: Das Konzept des Supply Chain Management als Ausprägung der Netzwerkorganisation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bullwhip-Effekt, SCM, SCOR-Modell, Balanced Scorecard, Unternehmensnetzwerke

Diplomarbeit von Martin Presser

Gang der Untersuchung:

Zunächst werden im zweiten Kapitel Unternehmensnetzwerke als Grundlage des Supply Chain Management vorgestellt. Neben einer ausführlichen Charakterisierung von Unternehmensnetzwerken, werden verschiedene Ansätze zur deren Entstehung sowie die unterschiedlichen Netzwerktypen behandelt.

Im Zentrum des dritten Kapitels stehen theoretische Überlegungen zum Supply Chain Management. Dazu werden die Grundlagen, aufbauend auf der Supply Chain, mit den fundamentalen Aufgaben und den Zielen des Supply Chain Management erläutert. Nach einer Darstellung der Entwicklung zum Supply Chain Management über die Unternehmenspraxis und nach Beiträgen aus der betriebswirtschaftlichen Literatur, wird der Stand der Forschung näher betrachtet. Ziel ist es hierbei, gegenwärtige Schwerpunktsetzungen und Defizite aufzuzeigen. Nach der Beschreibung zweier allgemeingültiger, branchenunabhängiger Supply Chain Referenzmodelle (SCOR und Lambert/Cooper/Pagh), an denen die Standardisierungs-versuche in diesem Gebiet aufgezeigt werden und mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungstendenzen im Bereich des Supply Chain Management, wird dieses Kapitel abgeschlossen.

Gegenstand des vierten Kapitels ist die Wirtschaftlichkeitskontrolle vernetzter Unternehmen. Eine Kooperation wird dauerhaft nur bestehen, wenn der Erfolg der Zusammenarbeit in irgendeiner Form transparent gemacht wird. Dazu werden in diesem Exkurs Ansätze zur Leistungsmessung in Unternehmensnetzwerken und Supply Chain-spezifische Methoden vorgestellt. Eine Zusammenfassung in Kapitel 5 schließt die Arbeit ab.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
TABELLENVERZEICHNIS V
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. UNTERNEHMENSNETZWERKE ALS GRUNDLAGE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 3
2.1 Charakterisierung von Unternehmensnetzwerken 4
2.2 Entstehung von Unternehmensnetzwerken 8
2.2.1 Ansätze des Neuen Institutionalismus 8
2.2.2 Ansätze der Interorganisationstheorien 13
2.3 Typen von Unternehmensnetzwerken 14
3. SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 19
3.1 Grundlagen des Supply Chain Management 20
3.1.1 Die Supply Chain als Ausgangspunkt 20
3.1.2 Begriffsbestimmung 25
3.1.3 Aufgaben 27
3.1.4 Ziele und Potenziale 30
3.2 Entwicklung des Supply Chain Management 31
3.2.1 Entwicklung aus der Unternehmenspraxis 32
3.2.2 Beiträge der Managementforschung 34
3.2.2.1 Channel Research 34
3.2.2.2 Bullwhip-Effect in Production-Distribution Systems 35
3.2.2.3 Location and Control of Inventories 40
3.3 Stand der Forschung 41
3.3.1 Gegenwärtige Schwerpunktsetzungen 41
3.3.2 Erkennbare Defizite 43
3.3.3 Ausgewählte Forschungsprojekte deutschsprachiger Logistikinstitute 45
3.4 Supply Chain Referenzmodelle 50
3.4.1 Das Referenzmodell von Cooper/Lambert/Pagh 51
3.4.1.1 Supply Chain Netzwerkstruktur 52
3.4.1.2 Supply Chain Geschäftsprozesse 53
3.4.1.3 Supply Chain Management Komponenten 58
3.4.2 Das Supply-Chain Operations Reference-model (SCOR) 60
3.5 Entwicklungstendenzen 65
4. METHODEN DER WIRTSCHAFTLICHKEITSKONTROLLE 71
4.1 Ansätze zur Wirtschaftlichkeitskontrolle in Unternehmensnetzwerken 73
4.1.1 Die Nutzwertkalkulation 74
4.1.2 Die Nutzwert-Kosten-Analyse 77
4.2 Wirtschaftlichkeitskontrolle im Rahmen des Supply Chain Controlling 82
4.2.1 Kennzahlen und Kennzahlen-Systeme 84
4.2.2 Supply Chain Benchmarking 88
4.2.3 Die Balanced Scorecard 90
4.3 Wirtschaftlichkeitskontrolle im Rahmen des SCOR-models 92
4.4 Kritische Betrachtung der Wirtschaftlichkeitskontrolle 95
5. ZUSAMMENFASSUNG 97
LITERATURVERZEICHNIS 99
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 115

Automatisiert erstellter Textauszug:

Prinzipiell kann im Supply Chain Management zwischen einem funktionalen und einem institutionellen Managementverständnis unterschieden werden. Supply Chain Management als Institution bezeichnet folglich die Trägerschaft, d.h. die Struktur, auf die sich die Funktion stützt. Die Aufgaben des Supply Chain Management werden also von einer institutionalisierten Systemführung wahrgenommen (weiter spezifiziert bei Borchert 2001, S. 123). Das kann für die Wertschöpfungskette die Errichtung einer formalisierten Sekundärorganisation bedeuten (so auch bei Sydow 1995, S. 1630). In funktionaler Hinsicht umfasst das Supply Chain Management die Gesamtheit der Tätigkeiten, mit denen die Zusammenarbeit in der Kooperation zielgerichtet initialisiert und koordiniert wird (Wohlgemuth/ Hess 2001, S. 73). Die Aufgaben lassen sich nach dem Kriterium Stärke und Dauer der Erfolgswirkung in: • • • strategische, taktische und operative [...]

Unbestritten ist in der Literatur jedoch der konzeptionelle Zusammenhang des Supply Chain Management zur Logistik. Kotzab (2000, S. 39f.) verwendet sogar die Begriffe Supply Chain Management und Logistikmanagement als Synonyme. Die enge Verwandtschaft lässt sich auf die von der Logistikkonzeption ausgehende, ganzheitliche Prozessorientierung zurückführen, was sich u.a. in der Ausrichtung des Supply Chain Management an logistischen Zielen wie Reduzierung von Beständen, Durchlaufzeiten und Erhöhung der Liefertreue niederschlägt (siehe hierzu Kapitel 3.1.4 und Bowersox/ Closs 1996, S. 102). Der Council of Logistics Management definiert Logistikmanagement als „process of planning, implementing and controlling the efficient, cost-effective flow and storage of raw materials, in-process inventory, finished goods and related information flow from point-oforigin to customer requirement” (Council of Logistics Management, S. 1, zitiert nach Weber/ Dehler/ Wertz 2000, S. 265). Vergleicht man die beiden Definitionen dieses Kapitels, so werden die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Managementkonzepte evident. Sowohl Logistikmanagement als auch Supply Chain Management zielen auf eine Verbesserung aller Prozesse, von der Rohstoffbeschaffung bis zum Endkunden. Der Unterschied des Supply Chain Management zum Logistikmanagement kann, ähnlich wie bei dem Vergleich zwischen Supply Chain und Logistikkette, in der stärkeren Ausprägung des Integrationsgedankens sowie der durchgängigen Ausrichtung am Endkunden gesehen werden (in Anlehnung an Cooper/ Lambert/ Pagh 1997, S. 1f.). Durch die Fülle unterschiedlicher Auffassungen und Betrachtungsebenen erfährt das Konzept zwar eine ständige Weiterentwicklung und Bereicherung, jedoch wird die Entwicklung einer einheitlichen Managementtheorie dadurch nachhaltig erschwert. Trotz der Definitionsvielfalt lassen sich bestimmte Merkmale feststellen, die so oder in anderer Kombination als Grundgedanken des Supply Chain Management immer wieder auftreten: • Ausgangspunkt bildet der Endkunde, an dessen Bedarf die Steuerung des Wertschöpfungsverbundes ausgerichtet wird, • die Verbesserung der Gesamtprozesse durch eine unternehmensübergreifende, geschäftsprozessorientierte Ausrichtung und • eine auf Vertrauen basierende, kooperative Zusammenarbeit mit der Ausrichtung auf gemeinsame Ziele (weiter spezifiziert bei Cooper/ Lambert/ Pagh 1997, S. 4 und Kotzab 2000, S. 27). [...]

Ausgehend von seiner Beschreibung der Supply Chain definiert Christopher (1998, S. 18f.) Supply Chain Management als das „management of upstream and downstream relationships with suppliers and customers to deliver superior value at less cost to the supply chain as a whole.” Supply Chain Management beinhaltet demzufolge die Koordination aller Mitglieder der Supply Chain, d.h. die ganzheitliche Planung, Steuerung und Kontrolle aller Waren-, Geld- und Informationsflüsse über Unternehmensgrenzen hinweg. Eine einheitliche Begriffsdefinition hat sich in der Literatur jedoch bisher nicht durchgesetzt. Dies wird vor allem dadurch erklärt, dass das Konzept nicht in der betriebswirtschaftlichen Theorie entwickelt wurde, sondern aus der unternehmerischen Praxis entstanden ist (weiter spezifiziert in Kapitel 3.2). Ohne theoretisches Fundament hat sich ein breites Spektrum unterschiedlicher Auslegungen des Terminus Supply Chain Management entwickelt. Eine Überblick über die Definitionsvielfalt bietet Grünauer (2001, S. 17f.) Diese differieren hinsichtlich ihrer Ausrichtung und des Betrachtungsgegenstandes. Unter der Ausrichtung des Supply Chain Management versteht man die Richtung und Tiefe der Integration (in Anlehnung an Weber/ Dehler/ Wertz 2000, S. 264f.). Mögliche Integrationsrichtungen sind hierbei die Zulieferer- bzw. Abnehmerseite. Während einige Autoren Supply Chain Management als ein Element des Efficient Consumer Response sehen (siehe hierzu Zentes 1998, S. 50 und Wildemann 1997, S. 225f.), herrscht bei den meisten Autoren Einigkeit darüber, dass zur erfolgreichen Umsetzung des Supply Chain Management eine Integration beider Richtungen notwendig ist (siehe hierzu Grünauer, 2001 S. 17f.). Unter der Tiefe der Integration versteht man die Anzahl der einbezogenen vor- oder nachgelagerten Unternehmen. Demgegenüber werden bei der Wahl des Betrachtungsgegenstandes unterschiedliche Meinungen bezüglich der Integrationsobjekte des Supply Chain Management deutlich. Stellvertretend werden hier die beiden Extrema der möglichen Auffassungen gegenübergestellt. Während Cooper et al. (1997, S. 1) eine umfassendere Denkweise vorschlagen, in der alle Wertschöpfungsprozesse für eine unternehmensübergreifende Integration herangezogen werden, beschränkt Harrington (1995, S. 30) seine Betrachtungen lediglich auf den Material-, Güter- und Informationsfluss. [...]

Arbeit zitieren:
Presser, Martin März 2002: Das Konzept des Supply Chain Management als Ausprägung der Netzwerkorganisation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bullwhip-Effekt, SCM, SCOR-Modell, Balanced Scorecard, Unternehmensnetzwerke

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