Das Konzept "Gruppenwettbewerbe" des Schwäbischen Turnerbundes
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sven Lange
- Abgabedatum: Dezember 1999
- Umfang: 151 Seiten
- Dateigröße: 1,9 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4682-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4682-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4682-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lange, Sven Dezember 1999: Das Konzept "Gruppenwettbewerbe" des Schwäbischen Turnerbundes, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Delphi-Methode, Jugendsoziologie, Freizeitverhalten Jugendlicher, Sport, drop-out Problematik
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Diplomarbeit von Sven Lange
Einleitung:
Sport stellt für Kinder und Jugendliche eine der wichtigsten Freizeittätigkeiten dar, auch wenn Computer und TV dem Sport diesen Rag versuchen abzunehmen. Zahlreiche Untersuchungen haben das Sport- und Freizeitverhalten Jugendlicher untersucht und geben Aufschlüsse, was Kinder und Jugendliche warum gerne machen. Diese Untersuchungen wurden im Rahmen dieser Arbeit gesichtet und ausgewertet, damit im empirischen Teil darauf eingegangen werden kann. Die soziologische Betrachtung der Zielgruppe wird durch eine Vertiefung der drop-out Problematik in den Sportarten ergänzt und mit Ausführungen zur Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden abgerundet.
Der empirische Teil der Arbeit wird durch die in den Sozialwissenschaften stiefmütterlich behandelte Delphi-Methode geprägt. Erstmalig wurde diese Methode bei Kindern und Jugendlichen angewandt, so dass für nachfolgende bzw. weiterführende Arbeiten eine wichtige Grundlage erarbeitet wurde. Die Delphi-Methode beruht auf der mehrfachen Befragung der Probanten, wobei für die folgende Befragung grundsätzlich die Auswertung der vorangegangenen Befragung maßgebend ist. Daraus ergab sich für die mehrfache Befragung der Kinder und Jugendlichen das Problem, wie die Ergebnisse in Form statistischer Werte so dargestellt werden können, als dass sie von eben dieser Zielgruppe verstanden werden können. Die Lösung des Problems wird wie die Konstruktion und die Operationalisierung der elf Variablen in 105 bzw. 118 Items ausführlich beschrieben, die verwendeten Fragebogen sind im Anhang der Arbeit angefügt. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt sowohl deskriptiv als auch inferenzstatistisch, zahlreiche signifikante Werte, geben Aufschluss über Ansätze für zukünftige Wettkämpfe und Wettbewerbe aber auch für andere Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen.
Inhaltsverzeichnis:
| VORWORT | 3 | |
| 1. | EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK | 6 |
| 2. | BEGRIFFSBESTIMMUNG UND GEGENSTANDSABGRENZUNG | 13 |
| 2.1 | ABGRENZUNG DER LEBENSPHASEN "KINDER" UND "JUGENDLICHE" | 13 |
| 2.1.1 | BEGRIFFLICHE BESTIMMUNG | 13 |
| 2.1.2 | OPERATIONALISIERUNG DES BEGRIFFS "JUGEND" | 15 |
| 2.1.3 | OPERATIONALISIERUNG DES BEGRIFFS "GRUPPE" | 16 |
| 2.2 | VERÄNDERUNGEN JUGENDLICHER SPORTKULTUR | 21 |
| 2.3 | DAS DROP-OUT-PROBLEM DER SPORTVEREINE UND SPORTVERBÄNDE | 24 |
| 2.4 | JUGENDARBEIT UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DIE VEREINE | 31 |
| 2.4.1 | MITBESTIMMUNG IN DER JUGENDARBEIT | 34 |
| 2.4.2 | JUGENDARBEIT IM SCHWÄBISCHEN TURNERBUND | 36 |
| 2.5 | ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG DER THEORETISCHEN GRUNDLAGEN | 37 |
| 3. | "KERNPROGRAMM WETTKAMPFSPORT" UND KONZEPTION "GRUPPENWETTBEWERBE" DES SCHWÄBISCHEN TURNERBUNDES | 40 |
| 3.1 | DAS KONZEPT "GRUPPENWETTBEWERBE" ALS TEIL DES`KERNPROGRAMMS WETTKAMPFSPORT´ | 48 |
| 3.2 | KRITIK AM ANSATZ "GRUPPENWETTBEWERBE" | 50 |
| 4. | WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG DES "KERNPROGRAMMS WETTKAMPFSPORT" | 54 |
| 4.1 | ASPEKTE DES UNTERSUCHUNGSDESIGNS | 54 |
| 4.2 | FRAGEBOGENKONSTRUKTION | 59 |
| 4.2.1 | VARIABLEN UND OPERATIONALISIERUNG | 61 |
| 4.2.2 | ZWEITE WELLE DER BEFRAGUNG (KINDER UND JUGENDLICHE) | 70 |
| 4.2.3 | AUSWERTUNG DER DATEN - DATENVERARBEITUNG | 71 |
| 5. | ABLAUF UND AUSWERTUNG DER UNTERSUCHUNG | 72 |
| 5.1 | DATENERHEBUNG | 72 |
| 5.2 | STICHPROBENBESCHREIBUNG | 73 |
| 6. | UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE | 78 |
| 6.1 | SPORTLICHE AKTIVITÄT | 79 |
| 6.2 | DROP-OUT JUGENDLICHER | 81 |
| 6.3 | SPORTGRUPPEN, TEAMS, CLIQUEN ODER PEERS | 81 |
| 6.4 | SPORTVERSTÄNDNIS | 87 |
| 6.5 | ZUFRIEDENHEIT MIT DEM SPORTVEREIN | 90 |
| 6.6 | PARTIZIPATION IM SPORTVEREIN | 94 |
| 6.7 | MOTIVATION ZUM SPORTTREIBEN | 95 |
| 6.8 | GRÜNDE FÜR EINEN MÖGLICHEN AUSSTIEG AUS DEM SPORTVEREIN | 102 |
| 6.9 | FREIZEITBESCHÄFTIGUNG IN DER GRUPPE - FREIZEITAKTIVITÄTEN | 102 |
| 7. | BEDEUTUNG FÜR DEN STB: FAZIT UND AUSBLICK | 105 |
| 8. | LITERATUR | 110 |
| ANHANG A: FRAGEBOGEN KINDER&JUGENDLICHE (1. WELLE) | 116 | |
| ANHANG B:FRAGEBOGEN KINDER&JUGENDLICHE (2. WELLE) | 126 | |
| ANHANG C: FRAGEBOGEN "EXPERTEN“ | 138 |
Meinung sind, daß mit den Gruppenwettbewerben und -wettkämpfen der drop-out Problematik entgegengewirkt werden kann66. Was finden Kinder und Jugendliche an Gruppen interessant - dieser Frage muß nachgegangen werden, wenn man daran interessiert ist, diese Zielgruppe über ein Gruppenangebot an den Verein bzw. Verband zu binden. Die Tatsache, `mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammen zu sein´ (M=2,00 [1,90]) bzw. `zusammen mit anderen etwas zu machen´ kann nicht allein der Grund für das Beisammensein in einer Gruppe sein. `Sachen machen, die nur mit Anderen gehen´ (M=2,23 [1,86]), `nette Leute kennenlernen´ (M=1,86 [2,19]) spielen eine ebenso wichtige Rolle wie das Gefühl des `Zusammenhalts´ (M=1,73 [1,62]). Die `gemeinsame Stärke´ (M=2,14 [2,10]), das `gemeinsame Problemlösen´ (M=2,00 [2,19]) oder das `Aufteilen der Arbeit´ (M=2,57 [2,71]) scheinen jedoch nicht annähernd so bedeutsam wie die Tatsache, daß es dort Leute gibt, denen die Kinder und Jugendlichen `vertrauen´ können (M=1,55 [1,95]) und, daß `man mit Anderen zusammenarbeiten kann´ (M=1,77 [1,95]). `Verantwortung zu übernehmen´ (M=3,14 [3,62]) oder sich `in der Gruppe beschützt fühlen´ (M=4,36 [5,05]) spielen dagegen eine weniger wichtige Rolle. [...]
Das Zeltlager des Schwäbischen Turnerbundes, im Rahmen dessen die ersten Befragungswelle der Kinder und Jugendlichen durchgeführt wurde, fand vom 1. bis 6. August 1999 in Bartholomä bei Aalen statt. Die Befragung wurde am 5. August 1999 durch den Versuchsleiter persönlich durchgeführt. Hinter der persönlichen Durchführung verbarg sich ein wichtiger Aspekt - die Kinder und Jugendlichen sollten eine Art Bindung zum Versuchsleiter erfahren, auf welchen hin ein höherer Rücklauf bei der zweiten Befragungswelle erwartet wurde. Dazu sollte nicht nur der Fragebogen unter Anwesenheit des Versuchsleiters ausgefüllt werden, vielmehr wurde versucht, die Bindung über die aktive Teilnahme an einem ganzen Zeltlagertag zu erreichen. Bei der ersten Befragungswelle konnte eine Rücklaufquote von 100% erreicht werden. Bei der zweiten Befragungswelle wurden die beim Zeltlager befragten Kinder und Jugendlichen mit einem leicht modifizierten bzw. erweiterten Fragebogen (siehe oben) erneut befragt. Dazu wurde der Fragebogen an die Eltern der Kinder und Jugendlichen versandt, mit der Bitte, diesen von ihren Sprößlingen ausfüllen zu lassen und mit dem beigelegten frankierten Rückumschlag zurückzusenden. Drei Wochen später wurde an die Eltern derjenigen Kinder und Jugendlichen, die ihren Fragebogen noch nicht zurückgesandt hatten, ein Erinnerungsschreiben versandt. Der überaus hohe Rücklauf von 95% läßt sich sicherlich auf die oben genannten persönlichen Kontakte zum Versuchsleiter wie auch den `Druck´ durch die Eltern zurückführen. 69 [...]
Ziel dieses Kapitels ist, einen kurzen Überblick über den Verlauf der Datenerhebung zu geben (Kap. 5.1) und die gewählte Stichprobe zu beschreiben (Kap. 5.2). In Kapitel 6 werden anschließend die Untersuchungsergebnisse, nach Variablen sortiert, dargestellt und ausgewertet. Hierzu wird zunächst eine beschreibende Form gewählt, bevor die Ergebnisse auf statistisch signifikante Unterschiede hin betrachtet werden. Bei der Betrachtung der Ergebnisse wurden die drei Befragungen miteinander verglichen. Zunächst die erste Befragung der Kinder und Jugendlichen mit der der Experten, daraufhin die beeinflußte Befragung der Kinder und Jugendlichen mit der der Experten und zu guter letzt die beiden Befragungen der Kinder und Jugendlichen untereinander. Bei diesen statistischen Vergleichen wurde der Übersicht halber nur die Darstellung signifikanter Ergebnisse (auf dem 5% Niveau) berücksichtigt, bei den nicht-genannten Ergebnissen liegen keine signifikanten Unterschiede vor. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832446826
Arbeit zitieren:
Lange, Sven Dezember 1999: Das Konzept "Gruppenwettbewerbe" des Schwäbischen Turnerbundes, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Delphi-Methode, Jugendsoziologie, Freizeitverhalten Jugendlicher, Sport, drop-out Problematik



