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Konvergenzmanagement

Content und Wertschöpfung im integrierten Medienmarkt

Konvergenzmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Weiler
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 595,6 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6666-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6666-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6666-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weiler, Thomas Januar 2003: Konvergenzmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wertschöpfungsketten, Contentprovider, Cross Media, Internet, Digitalisierung

Diplomarbeit von Thomas Weiler

Einleitung:

Durch die so genannte Konvergenz der Medien kommt es auf Grund der horizontalen Annäherung von Inhaltsformen, Übertragungswegen und Endgeräten zum integrierten Medienmarkt, in welchem Unternehmen bisher separierter Bereiche um ihre Position, bzw. die Herausbildung oder Bewahrung eines tragfähigen Geschäftsmodells, wetteifern. Vertikale werden zu horizontalen Märkten; insbesondere im Spannungsfeld zwischen Inhalteproduktion und -bündelung, gekennzeichnet durch eine extrem heterogene Anbieterstruktur, liegen für die Marktteilnehmer zahlreiche Chancen und Risiken im Zusammenwachsen der Branchen.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit erläutert die Konsequenzen der Entwicklung im Bezug auf bis dato getrennte Medienmärkte bzw. Inhaltsformen, und führt als Diskussionsgrundlage eine integrierte Wertschöpfungskette mit den Stufen Content, Distribution und User Environment ein, welche unabhängig voneinander beleuchtet werden, um Ausgangspositionen und Ansätze beteiligter Unternehmen zu vergleichen. Auf dieser Basis können mittels mehrdimensionaler Betrachtung Handlungsoptionen für Content Provider und Aggregatoren abgewogen werden, insbesondere im Hinblick auf die Frage nach dem Zugang zum Kunden, bei unterstellter vollständiger Trennung von Inhalt und Netz mangels Synergien. Eine skizzierte Strategie zur Weiterentwicklung des Modells Packaging ist der Aufbau eines Multi Access Portals, welches den Zugriff auf verschiedene Inhaltsformen über multiple Netze und Devices ermöglicht. Zentraler Erfolgsfaktor hierfür ist das Vorhandensein sowie die Fähigkeit des Handlings eines starken Content Portfolios, aus dem heraus neue Dienste und Anwendungen entwickelt werden können. Generell müssen sich Content Companies zunehmend segment- und zielgruppenspezifisch ausrichten; die bisherige Beschränkung auf ein oder mehrere Medien entfällt, da mit dem Kapitalfluss hin zu medienübergreifenden Angeboten singuläre Angebote einer Erosion unterliegen.

Um der zentralen Fragestellung gerecht zu werden, wie am Contentmarkt beteiligte Unternehmen den angesichts von Konvergenz auf sie zukommenden Aufgaben adäquat entgegentreten können, wird der Ansatz des Konvergenzmanagement vorgestellt. Konvergenzmanagement versteht sich als Meta-Kernkompetenz, welche die Fähigkeit von Unternehmen herausfordert, Potenziale neuer Technologien sowie sich wandelnde Marktgegebenheiten zu erkennen, um Kompetenzen und Ressourcen konstant an diesen auszurichten. Dabei steht nicht die einmalige oder zyklische Anpassung im Vordergrund, sondern die grundsätzliche Änderungsfähigkeit der Unternehmung.

Analog zur Marktentwicklung werden verschiedene Kompetenzen und Schwerpunkte verknüpft und einer dynamischen Anpassung unterstellt, um einen ganzheitlichen Konvergenz-Fit zu erreichen. Media Asset Management, Innovationsmanagement, Mass Customization, der Aufbau von Cross Channel Medienmarken, die Entwicklung eines adäquaten Refinanzierungs-Mix sowie Kooperationsmanagement sind aktuelle Anforderungen, welche zu Bausteinen des Konvergenzmanagements verdichtet und innerhalb dieses Handlungsrahmens gemeinsam betrachtet werden, um Unternehmen Hinweise zur Entwicklung einer tragfähigen Konvergenzstrategie zu geben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Verzeichnis der Abkürzungen 4
Verzeichnis der Abbildungen 8
Verzeichnis der Tabellen 9
1. Einleitung und Abgrenzung 10
2. Contentmärkte und Perspektiven durch Konvergenz 14
2.1 Bedeutung der Konvergenz für Medieninhalte 14
2.2 Printinformation 16
2.3 Literatur 18
2.4 Musik und Audio 18
2.5 Film und Fernsehen 20
2.6 Games und interaktive Welten 24
2.7 Zusammenfassende Betrachtung 25
3. Die integrierte Wertschöpfung 28
3.1 Content 33
3.1.1 Produktion 33
3.1.2 Aggregation 34
3.2 Distribution 36
3.2.1 Netze und Verteilung 36
3.2.2 Formate und Verarbeitung 43
3.3 User Environment 46
3.3.1 Software und Navigation 46
3.3.2 Endgeräte 47
3.4 Konklusion 52
4. Handlungsoptionen für Marktteilnehmer 56
4.1 Implikationen für Content Provider 57
4.1.1 Zulieferstrategie 58
4.1.2 Portalansatz 60
4.2 Implikationen für Content Aggregatoren 62
4.3 Erfolgsfaktoren beim Aufbau eines Multi Access Portals 67
5. Herausforderungen an Konvergenzmanagement 72
5.1 Media Asset Management 72
5.2 Innovationsmanagement 76
5.3 Mass Customization 77
5.4 Branding und Aufbau von Cross Channel Medienmarken 80
5.5 Refinanzierungs-Mix 83
5.6 Kooperationsmanagement 87
5.7 Konvergenzmanagement als Meta-Kernkompetenz 90
6. Fazit und Ausblick 93
Quellenverzeichnis 94

Automatisiert erstellter Textauszug:

vertrauenswürdigen Drittanbieter die Speicherung und Synchronisierung der Daten und Profile obliegt, könnte sich im Home-Bereich eine Art Media Gateway etablieren, welcher als Schnittstelle zu einem oder mehreren Netzen dient und gleichzeitig die Verteilung ankommender Inhalte und Kommunikationsverbindungen auf die verschiedenen Endgeräte regelt.176 Die transparente Vernetzung aller Geräte zum Heimnetzwerk wird den Nutzen enorm erhöhen, sofern nicht konkurrierende Hersteller bzw. Standards die Anbindung künstlich erschweren;177 insbesondere Probleme der Datensicherheit und die Verwirrung bei Varianten zur Funkverbindung trüben die Vielfalt.178 Eine wahrscheinliche Lösung für einen solchen Gateway könnte eine MHP-konforme Set-Top-Box sein, die mehr als ein TV-Anhängsel das „Herz des Home Entertainments“ wäre und die Steuerung aller notwendigen Regulierungsfunktionen zwischen Netzen, Speichern (Media Server) und den User Interfaces (TV-Schirm, Displays) übernimmt.179 solche Box zum Heimserver mutieren, der In weiteren Szenarien könnte eine nicht nur den Medienund [...]

technikbegeisterten Elite zum Konsum von Audio- und Videocontent genutzt werden. Das Bild vom PC als Integrator, der andere Endgeräte nutzlos macht, ist demnach wohl unzutreffend.171 Einzelne Komponenten und Geräte werden im Gegenteil zunehmend modular konzipiert, möglichst plug&play-fähig, was bei reduzierter Komplexität zu größerer Vielfalt führt.172 Gleichwohl hält die technische Basis des Computers Einzug in unterschiedliche Gadgets, sodass in vielen Geräten theoretisch ein PC steckt, die von der Anmutung her nicht viel mit einem solchen gemein haben - das bereits erwähnte Pervasive Computing. In diesem Kontext sind auch die Bemühungen um eine Integration von PC und TV zu sehen.173 Der Fernseher wird nur insoweit PC-Features annehmen, als dabei seine eigenen geschätzten Merkmale nicht verloren gehen, die da wären einfache Installation und Bedienung, Stand-alone-Betrieb ohne „Hochfahren“ und Rücksicht auf die Wohnumgebung in puncto Optik und Geräuschentwicklung. Der „echte“ PC hingegen wird seinen Platz als Serverlösung und Arbeitstier abseits des Wohnzimmers verteidigen. Die großen Unbekannten im Feld sind die Spielkonsolen; auch in diesem Markt mischt Microsoft neben den Branchenriesen Sega, Nintendo und Sony seit 2002 mit. Durch Breitbandanschluss, integriertem DVD-Player und Speicher werden [...]

Projektionstechnologien für den Consumer-Markt im High End-Bereich sogar die Grenzen zum Low-Cost E-Cinema verwischen lassen. Die somit erfolgte Differenzierung, langjährige Erfahrung bei Anwendern und Herstellern, sowie eine hohe Verbreitung sichern dieser Geräteart auch perspektivisch eine dominante Position im Feld.170 Der Widerpart des TVs ist der Personal Computer, Flaggschiff der IT-Industrie und maßgeblich verantwortlich für die Internet-Euphorie. Mit ihm verbinden Hersteller und Anhänger ganz eigene Visionen eines digitalen Heims, in denen dem PC als Alleskönner neue Aufgaben zuwachsen, die er z.T. im Hintergrund ausführt, nämlich die Koordination der zahlreichen neuen Devices und Micro-Devices, welche mangels eigener Kapazitäten einer Schaltzentrale bedürfen. Die technische Fähigkeit zur beschriebenen Funktion hat der Computer ohne Zweifel; unter technischen und ökonomischen Gesichtspunkten taugt er zur Multimediamaschine Bedeutung, par da excellence. Dieser Gedanke Rechner ist nur jedoch von von einer [...]

Arbeit zitieren:
Weiler, Thomas Januar 2003: Konvergenzmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wertschöpfungsketten, Contentprovider, Cross Media, Internet, Digitalisierung

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