Die Kontodatenanalyse als Instrument zur Risikofrüherkennung im Firmenkundengeschäft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Fleißer
- Abgabedatum: Juni 2001
- Umfang: 52 Seiten
- Dateigröße: 255,6 KB
- Note: 2,6
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Villingen-Schwenningen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9383-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9383-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9383-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fleißer, Michael Juni 2001: Die Kontodatenanalyse als Instrument zur Risikofrüherkennung im Firmenkundengeschäft, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Ausfallrisiko, Kreditsicherheit, Kontoüberwachung, Überziehungskredit, Diskriminanzanalyse
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Diplomarbeit von Michael Fleißer
Problemstellung:
Das Firmenkundenkreditgeschäft in Deutschland ist im Umbruch. Vor dem Hintergrund der seit 1990 kontinuierlich steigenden Zahl an Unternehmensinsolvenzen wird die Bonitätsanalyse im Firmenkundengeschäft immer mehr zu einem der wichtigsten Faktoren für den Geschäftserfolg der Banken. Vor diesem Hintergrund sind vor allem Instrumente gefragt, die eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens rechtzeitig anzeigen. Im Hinblick auf das Ziel, das Ausfallrisiko zu verringern, stellt sich somit die Frage, ob sich die Verschlechterung der Bonität eines Unternehmens an der Entwicklung seiner Kontodaten ablesen lässt.
Das im Kontokorrentkonto enthaltene Informationspotential wird in der Praxis für die Risikofrüherkennung bestenfalls ansatzweise, keinesfalls aber optimal genutzt. Früher wurde das Kontoblatt sehr oft in die Hand genommen. Dabei wurden Umsatzänderungen bemerkt und das Zahlungsverhalten beobachtet. Dieses unmittelbare Kontostudium ist durch den Einsatz der EDV schrittweise verlorengegangen. Der Kontoverlauf muss wieder sichtbar und transparent werden. Heute beschränkt sich die Kontodatenanalyse oft auf statische oder komparativ-statische Methoden. In der einfachsten Form bedeutet dies, das Konto anhand sogenannter Überziehungslisten zu überwachen. Dadurch beschränkt sich die Analyse auf ein einziges Kriterium. Es stellt sich die Frage, ob sich aus den Kontodaten für das Kreditinstitut Informationen über den Kreditnehmer und seine wirtschaftliche Situation ableiten lassen. Die Arbeit soll klären, inwieweit die Kontodatenanalyse als Instrument zur Früherkennung einer Bonitätsverschlechterung dienen kann.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit beginnt in Kapitel zwei mit der Aufzählung und Erläuterung einzelner Kontodaten. Hierauf aufbauend werden einzelne Kontodaten zueinander ins Verhältnis gesetzt, um Kennzahlen zu konstruieren. Mit Blick auf die Zielsetzung werden die Kennzahlen interpretiert und Hypothesen bezüglich der Ausprägung bei guten beziehungsweise schlechten Unternehmen aufgestellt. In Kapitel drei sollen Methoden beschrieben und diskutiert werden, die eine Trennung guter von schlechten Unternehmen ermöglichen. In Kapitel vier wird die Kontodatenanalyse als Informationsquelle beleuchtet und anschließend durch zusätzliche Informationsquellen sinnvoll ergänzt. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten zur Implementierung der Kontodatenanalyse in die Kreditüberwachung beschrieben. Die Arbeit endet mit der Schlussbetrachtung und einem kurzen Ausblick.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Merkmale von Kontodaten | 2 |
| 2.1 | Absolute Kontodaten | 2 |
| 2.1.1 | Besondere Eigenschaften der Kontodaten | 3 |
| 2.1.2 | Erläuterung einzelner ausgewählter Kontodaten | 5 |
| 2.1.3 | Erkenntnisse aus der Betrachtung von einzelnen Kontovariablen | 7 |
| 2.2 | Relative Kontodaten | 10 |
| 2.2.1 | Kennzahlenkonstruktionen | 11 |
| 2.2.2 | Interpretation der Kennzahlen | 13 |
| 2.2.3 | Untersuchungsergebnisse und ihre Beurteilung | 16 |
| 3. | Die Trennung guter von schlechten Unternehmen | 17 |
| 3.1 | Der Dichotomische Klassifikationsansatz | 17 |
| 3.1.1 | Ziel des dichotomischen Klassifikationsansatzes | 17 |
| 3.1.2 | Vorgehensweise beim dichotomischen Klassifikationsverfahren | 18 |
| 3.1.3 | Einsatz zur Risikofrüherkennung | 19 |
| 3.1.4 | Kritik am Verfahren | 20 |
| 3.2 | Trennung mit Hilfe der Linearen Diskriminanzanalyse | 21 |
| 3.2.1 | Prämissen der Linearen Diskriminanzanalyse | 22 |
| 3.2.2 | Probleme bei der Bestimmung des Trennwertes | 23 |
| 3.2.3 | Untersuchungen zur Kontodatenanalyse | 24 |
| 3.2.4 | KONDAN: Ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis | 26 |
| 3.3 | Trennung mit Hilfe von Expertensystemen | 27 |
| 3.4 | Trennung mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze | 30 |
| 3.4.1 | Grundlagen | 30 |
| 3.4.2 | Eignung der künstlichen neuronalen Netze zur Kontodatenanalyse | 31 |
| 3.4.3 | Denkbare Vorgehensweise im Rahmen der Kontodatenanalyse | 32 |
| 4. | Die Kontodatenanalyse als Informationsquelle | 37 |
| 4.1 | Ausgangsüberlegungen | 37 |
| 4.2 | Ergänzung der Kontodatenanalyse um weitere Informationsquellen | 38 |
| 4.2.1 | Jahresabschluss/Jahresabschlussanalyse | 39 |
| 4.2.2 | Betriebswirtschaftliche Auskünfte (BWA’s) | 41 |
| 4.2.3 | Auskunft von Dritten | 41 |
| 4.2.4 | Kundengespräch | 42 |
| 4.3 | Integration der Kontodatenanalyse in die Kreditüberwachung | 43 |
| 5. | Schlussbetrachtung und Ausblick | 44 |
| Literaturverzeichnis | 46 | |
| Erklärung | 51 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832493837
Arbeit zitieren:
Fleißer, Michael Juni 2001: Die Kontodatenanalyse als Instrument zur Risikofrüherkennung im Firmenkundengeschäft, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Ausfallrisiko, Kreditsicherheit, Kontoüberwachung, Überziehungskredit, Diskriminanzanalyse



