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Konsumentenverhalten der Rentner am Beispiel des Golfurlaubes

Konsumentenverhalten der Rentner am Beispiel des Golfurlaubes
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Martina Klug
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 205 Seiten
  • Dateigröße: 3,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9535-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9535-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9535-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Klug, Martina Dezember 2005: Konsumentenverhalten der Rentner am Beispiel des Golfurlaubes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Konsum, Sportmarketing, Tourismus, Seniorenmarketing, Golf

Dissertation / Doktorarbeit von Martina Klug

Zusammenfassung:

Basierend auf der sowohl volks- und betriebswirtschaftlich als auch gesellschaftlich zunehmend brisanter werdenden demographischen Entwicklung, steht die Analyse des Konsumentenverhaltens von Rentnern im Mittelpunkt dieser Dissertation. Dieses Konsumentenverhalten wurde dabei am Beispiel einer touristischen Dienstleistung, einem Golfurlaub, analysiert. Erörtert wurden dabei insbesondere zwei zentrale Fragen:

- Was motiviert Rentner zu einem Golfurlaub?

- Unterscheidet sich das Urlaubsverhalten von Rentnern und Berufstätigen und.

- wenn ja, in welcher Hinsicht?

Wenngleich die Verhaltensänderung im Lebenszyklus in den beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen kontrovers diskutiert wird, steht im Kontext dieser Arbeit, die in der unternehmerischen Praxis gängige Feststellung (resp. Vermutung), ältere Kunden und Interessenten „anders“ bzw. mit „anderen Produkten“ bedienen zu müssen als jüngere Zielgruppen. Der Ausgangspunkt der theoretischen Überlegungen dieser Arbeit liegt in den von marketingwissenschaftlichen Gesichtspunkten getragenen Konsumentenverhaltenstheorien. Basierend auf einem kognitiven Stimulus-Response-Ansatz wurde ein golftouristisches Konsumentenverhaltensmodell entwickelt, welches das Konsumentenverhalten einwirkende Determinanten berücksichtigt.

Im Fortgang der Arbeit werden die ausgewählten Einflussfaktoren dieses Modells einzeln analysiert. Aus der Diskussion dieser Determinanten wurden 16 empirisch zu überprüfenden Hypothesen abgeleitet, welche das Urlaubsverhalten von Rentnern beschreiben.

Die Prüfung der Hypothesen erfolgte an einer Urlauberstichprobe von N = 1.068, die sich im Jahre 2003 zum Urlaub in einem deutschen Golfresort aufhielten. Als Referenzgruppe zu den hier im Mittelpunkt des Interesses stehenden Rentnern dienten berufstätige, mindestens volljährige Golfurlauber.

Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass sich das Konsumentenverhalten des untersuchten Personenkreises aufgrund der unterschiedlichen Phase im Lebenszyklus (resp. Alters) weniger zu den durchschnittlich jüngeren, berufstätigen Vergleichgruppe unterscheidet, als dies aufgrund der theoretischen Hypothesenherleitung vermutet werden durfte. Als wichtige Faktoren für die Kaufentscheidung wurden neben den intrapersonalen Grundvoraussetzungen Zeit, Geld und Mobilität vor allem die dafür aufzuwendenden monetären Kosten sowie die spezielle Ausprägung des gewünschten Gutes identifiziert.

Aufbauend auf den Einzelergebnissen werden abschließend Handlungsempfehlungen für die Marketingpraxis gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis und Glossar X
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Relevanz der Arbeit 2
1.3 Theoretischer Rahmen und Aufbau der Arbeit 5
2. Theorie 7
2.1 Forschungsstand 7
2.1.1 Theorien zum Konsumentenverhalten 10
2.1.2 Übertragung des Konsumentenverhaltens auf den Tourismus 13
2.1.3 Herleitung eines Modells zum Konsumentenverhalten beim Golftourismus 17
2.2 Theoretischer Bezugsrahmen 20
2.3 Abgrenzung der Begrifflichkeiten 22
2.3.1 Rentner 22
2.3.2 Tourismus und Urlaub 23
2.3.3 Sporttourismus und Typologie der Nachfrager 24
2.3.4 Besonderheiten der Güter Urlaub und Golfurlaub 27
2.3.5 Besonderheiten des Gutes Sport 29
2.3.6 Entwicklung des Golfsports in Deutschland und Charakteristika des aktiven Golftourismus 30
2.3.7 Konzeptualisierung des touristischen Konsumentenverhaltens 33
2.4 Analyse der Determinanten des sporttouristischen Konsumentenverhaltens Personenbezogene Einflussfaktoren auf das sporttouristische Konsumentenverhalten 35
2.4.1.1 Kosten 35
2.4.1.2 Biologische Veränderungen im Alter 46
2.4.1.3 Sporturlaube und Sport im Alter 54
2.4.1.4 Stadium im Familienlebenszyklus 62
2.4.2 Sozio-psychologische Einflussfaktoren auf das sporttouristische Konsumentenverhalten 65
2.4.2.1 Lebensstil und Aktivitätsdisposition im Alter 65
2.4.2.2 Urlaubsmotive 67
2.4.2.3 Einstellungen 76
2.4.2.4 Bezugsgruppen 81
2.5 Zusammenfassung der Hypothesen 85
3. Methode 87
3.1 Wahl des Untersuchungsortes 87
3.2 Wahl der Untersuchungsmethode 89
3.3 Datenedition und Auswertung 91
3.4 Operationalisierung der Variablen 92
4. Analyse und Diskussion der Ergebnisse 93
4.1 Bericht der Ergebnisse 93
4.1.1 Beschreibung der Stichprobe 93
4.1.2 Urlaubsdauer, -häufigkeit, -ausgaben, Informationsquellen 98
4.1.3 Sport- und Sporturlaubsbiografie 103
4.1.4 Nutzungsverhalten und Aktivitätsniveau 108
4.1.5 Personenbezogene Motive, Einstellungen und Präferenzen 113
4.1.6 Destinationsbezogene Motive, Einstellungen und Präferenzen 117
4.2 Diskussion der Ergebnisse 119
4.2.1 Deskriptive Urlaubsparameter 119
4.2.2 Zentrale Urlaubsmotive und Einstellungen 129
4.2.3 Zusammenhang zwischen Golf zuhause und Golf im Urlaub 133
4.2.4 Die Bedeutung des Könnensstandes, des Alters und des Geschlechts für das Golfurlaubsverhalten 136
4.2.5 Die Bedeutung der personen- und destinationsbezogenen Variablen zur Abgrenzung von Rentnern und Berufstätigen im Golfurlaub 139
4.3 Implikationen für das touristische Marketing 143
4.3.1 Golftouristische Produktpolitik 145
4.3.2 Golftouristische Preispolitik 147
4.3.3 Golftouristische Vertriebspolitk 149
4.3.4 Golftouristische Kommunikationspolitik 151
5. Schlussbetrachtung 154
Anhang 159
Anhang 1 Fragebogen 160
Anhang 2 Sportarten der Rentner 165
Anhang 3 Urlaubssportarten der Rentner 166
Anhang 4 Skalendokumentation 167
Anhang 5 Ausgewählte Meinungen zum Golfurlaub 174
Literaturverzeichnis 175

Automatisiert erstellter Textauszug:

GLENN (1980, 597) formulierte in diesem Zusammenhang die „Aging-StabilityThese“. Diese besagt, dass sich Einstellungen mit zunehmendem Erwachsenenalter stabilisieren und sich im Alter nur schwer ändern lassen (seine Annahme basierte auf dem Beispiel der Einstellung zu politischen Parteien). Dieser Meinung schließen sich auch andere Autoren, vor allem in Deutschland, an (KÖLZER 1995, 184; MEYERHENTSCHEL/MEYER-HENTSCHEL 1991, 34). Die von GLENN durchgeführte Untersuchung erbrachte zwar auch generationenbedingte Differenzen zwischen den Altersgruppen, jedoch konnte er seine Aging-Stability-These grundsätzlich bestätigen. Eine Bereitschaft, einmal erworbene Einstellungen noch einmal zu korrigieren, geht in annähernd linearem Verhältnis zum Lebensalter zurück (GLENN 1980, 618). Die Begründungen für diese Stabilisierung des Einstellungssystems sind nach Ansicht des Autors zu finden: [...]

Stark von Erfahrungen beeinflusst und daher in engem Zusammenhang mit den Einstellungen stehend, sind die Präferenzen des Urlaubers. KENT (1991, 166) beschreibt Präferenzen als die favorisierte Option aus einer Vielzahl von Wahlmöglichkeiten, die aus Erfahrungen und/oder Informationen über oder aber aus Ergebnissen früherer touristischer Verhalten über einen gewissen Zeitraum entstehen. Untersuchungen haben eine Vielzahl an Urlaubspräferenzen ergeben, welche Touristen angeben, allerdings werden manche Präferenzen häufiger als andere genannt. Solche sind „attraktive Landschaft“, „Kosten“, „Anzahl der Einrichtungen/ Infrastruktur“ und „touristische Attraktionen“ (GOODRICH 1978, GYTE 1987, 1988; KALE/WEIR 1986). Betrachtet man wiederum die hier im Zusammenhang mit Präferenzen genannten Urlaubseigenschaften, wird die mangelnde Trennschärfe zu den im vorgehenden Kapitel behandelten Urlaubsmotivationen deutlich, die sich quasi nicht von den Präferenzen unterscheiden. So formuliert auch KENT (1991, 166): „Präferenzen und Motivationen interagieren und formen die Urlaubsziele“. [...]

2.4.2.3 Einstellungen Einen Schritt weiter als die Konstrukte Motiv und Motivation geht das Konstrukt Einstellung. Nach KROEBER-RIEL (1990, 163) entsteht eine Einstellung durch das Zusammenwirken einer kognitiven Gegenstandsbeurteilung und der entsprechenden Motivation. Da das Verhalten eines Individuums in hohem Maße von dessen Einstellung(en) beeinflusst wird, nahm das Einstellungskonzept in der modernen Sozialpsychologie lange Zeit eine zentrale Stellung im Bereich des Konsumentenverhaltens ein. FISHBEIN/AJZEN (1975, 6) definieren Einstellung als „… eine erlernte Neigung, hinsichtlich eines gegebenen Objektes in einer konsistent positiven oder negativen Weise zu reagieren.“ In der Theorie des Käuferverhaltens wird von der Einstellungs-VerhaltensHypothese gesprochen (E-V-Hypothese), die besagt, dass eine positive Einstellung die Kaufwahrscheinlichkeit erhöht. Zur Einstellungsbildung muss allerdings bereits eine gewisse Erfahrung mit, bzw. ein gewisses Wissen über das Produkt vorliegen (KROEBER-RIEL 1992, 164 f.). Im folgenden soll jedoch aufgeführt werden, dass die Vermutung des starken Einstellung-Verhalten-Zusammenhangs nur unter bestimmten Voraussetzungen ihre empirische Bestätigung findet: In der Einstellungsforschung dominiert die Vorstellung, dass bei der Einstellungsbildung typischerweise drei Komponenten zusammenwirken: eine affektive Komponete, die motivierende und emotionalisierende Prozesse beinhaltet, eine kognitive Komponente, die das Wissen um die Eigenschaften des Einstellungsobjektes und dessen Bewertung einschließt, sowie eine konative Komponente, welche die Tendenz des Individuums kennzeichnet, sich gegenüber dem Einstellungsobjekt abgestimmt auf die gefühlsmäßige und wissensbasierte Bewertung adäquat zu verhalten (SCHIFFMAN/KANUK 1994, 242 ff.). Nach der DreiKomponenten-Theorie sind diese drei Elemente – Denken, Fühlen und Handeln – konsistent aufeinander abgestimmt. Wie der Zusammenhang dieser drei Komponenten der Einstellung inhaltlich interpretiert werden muss, ist jedoch umstritten. Die konative Komponente bspw. wird häufig nicht als integraler Bestandteil des Einstellungskonstrukts verstanden, sondern als Derivat der kognitiven und affektiven Komponente (KROEBERRIEL/WEINBERG 1996, 169 f.; TROMMSDORFF 1993, 143). Abb. 30 veranschaulicht diesen Zusammenhang. Einstellungen entstehen durch Lernprozesse, die im Rahmen eines Sozialisierungsprozesses von Normen, Werten und Erwartungen der Umwelt sowie aus eigenen Erfahrungen gebildet werden (MÜLLER-HAGEDORN 1992, 252; NIESCHLAG/ DICHTL/HÖRSCHGEN 1997, 106, WISWEDE 1985, 120). Berücksichtigt werden muss dabei auch der Aspekt, dass ein Gegenstand, z.B. ein Golfurlaub in Süddeutschland, vom Individuum durchaus sehr positiv beurteilt werden kann, dass [...]

Arbeit zitieren:
Klug, Martina Dezember 2005: Konsumentenverhalten der Rentner am Beispiel des Golfurlaubes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Konsum, Sportmarketing, Tourismus, Seniorenmarketing, Golf

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