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Konsumentenverhalten im Internet

Konsumentenverhalten im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Karina Geister
  • Abgabedatum: Februar 2005
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 491,2 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8694-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8694-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8694-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Geister, Karina Februar 2005: Konsumentenverhalten im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kaufentscheidungsprozess, Einflussfaktor, User, online, Vergleich

Magisterarbeit von Karina Geister

Problemstellung:

Während Thomas J. Watson, Chairman von IBM, 1943 einen Weltmarkt von fünf Computern annahm und Ken Olson, Vorstandsdirektor der Digital Equipment Corp., 1977 noch absolut keinen Grund für Privatpersonen sah, zuhause einen Computer zu haben, verwenden heute weltweit 801,4 Millionen Menschen das Internet. Es erschließt diverse Möglichkeiten der Nutzung, wovon eine der wirtschaftlich interessantesten sicher der E-Commerce, mit einem Umsatzvolumen von rund 6,8 Billionen US-Dollar (2004) darstellt, was 8,6% des gesamten Handelsumsatzvolumens entspricht.

Allgemeines Kaufverhalten steht seit vielen Jahrzehnten im Mittelpunkt der Marketing-Forschung – das Kaufverhalten im Internet hingegen ist ein sehr junges Feld, das erst seit dem 21. Jahrhundert zunehmend das Interesse der Forschung geweckt hat.

Inzwischen gibt es relativ viele, auch in tiefere Details der Thematik eindringende Studien. Da das Forschungsgebiet aber noch so neu ist, scheint es kaum Literatur zu geben, in der diese Ergebnisse zusammengefasst und in einem einheitlichen, durchgehenden Konzept verfügbar sind.

Ziel dieser Arbeit ist es also, eine strukturierte Zusammenfassung und Aufbereitung der verfügbaren Forschungsergebnisse und bestehenden Literatur zum Konsumentenverhalten im Internet zu schaffen.

Gang der Untersuchung:

Anhand eines Modells, das auch als Leitfaden durch diese Arbeit dient, wird das E-Konsumentenverhalten aufgeschlüsselt in:

- Den User, der erst das Internet als für ihn generell brauchbares Instrument und danach als Einkaufsstätte akzeptieren muss, während diese Entscheidung durch Motive und Barrieren beeinflusst wird (Kapitel 2).

- Die Einflussfaktoren, die in zwei Phasen auf den User wirken - während er überhaupt zum Internetnutzer wird und schließlich während des Online-Kaufentscheidungsprozesses (Kapitel 3).

- Den Kaufentscheidungsprozess im Internet selbst (Kapitel 4).

In Kapitel 5 wird ein Überblick über Unterschiede zwischen dem Kaufverhalten - online und dem klassischen Kaufverhalten - offline gegeben.

Kapitel 6 schließt diese Arbeit mit einem Ausblick in die zukünftige Entwicklung des elektronischen Handels und die zugehörige Forschungsentwicklung.

Zusammenfassung:

Während Medien wie Fernsehen oder Radio hauptsächlich die Freizeit betreffen, erstreckt sich die Nutzung des Internets auf Berufsleben, Privatleben und die Ausbildung. Aufgrund seiner Vielseitigkeit, zum einen funktional, professionell und zeitsparend eingesetzt werden zu können, und andererseits eine beliebige Menge an Content für jede Art der Freizeitgestaltung liefern zu können, wird es für den User zum Sympathieträger. Dieser Status macht das WWW zu einem mächtigen Konstrukt, das wiederum rückwirkend Einfluss auf sämtliche traditionellen Bereiche des Lebens ausübt - wobei dieses Konstrukt eigentlich ein äußerst flexibles, vielschichtiges Gemeinschaftsprodukt der weltweiten Nutzergemeinde darstellt.

Wo die Nutzungsmöglichkeiten des Internets auf den sich ändernden Lifestyle der User treffen, entsteht ein äußerst fruchtbarer Boden für den Elektronischen Handel: Bereits im Jahr 2004 gaben 94% aller Haushalte mit Internetanschluss an, keine wichtige Kaufentscheidung ohne die Nutzung des Internets zu treffen.

Die interessanteste und einzigartige Besonderheit des elektronischen Handels, gegenüber dem traditionellen, stellt jedoch – zumindest für den Autor – die Wahrnehmung von und Interaktivität mit, während des gesamten Kaufprozesses nicht realen Verkaufsräumen und Produkten dar.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Problemstellung 4
1.2 Untersuchungsdesign 5
1.3 Begriffsabgrenzung 7
2. Der User 8
2.1 Entwicklungspfad und Akzeptanzprozess 8
2.1.1 Motive 11
2.1.2 Barrieren 13
2.2 Typologien des E-Konsumenten 15
3. Die Einflussfaktoren und ihre Auswirkung auf das Kaufverhalten im Internet 18
3.1 Technische Rahmenbedingungen 18
3.1.1 Auswirkung von größerer Bandbreite 19
3.1.2 Einfluss von Breitband auf das Kaufverhalten 19
3.2 Demographische Faktoren 20
3.3 Soziale und soziokulturelle Faktoren 22
3.4 Psychologische Faktoren 24
3.4.1 Aktivierende Prozesse 24
3.4.1.1 Aktivierung 25
3.4.1.2 Involvement 25
3.4.1.3 Flow 26
3.4.1.4 Einstellung 27
3.4.2 Kognitive Prozesse 28
3.4.2.1 Wahrnehmung im Internet 28
3.4.2.1.1 Wahrnehmung im virtuellen Raum 29
3.4.2.1.2 Wahrnehmung von virtuellen Produkten 29
3.4.2.1.3 Vertrauen und Kontrolle 31
3.4.2.1.4 Wahrgenommenes Risiko 31
3.4.2.2 Lernen 33
3.5 Marketing Mix Faktoren 34
3.5.1 Produkt 34
3.5.2 Preis 36
3.5.3 Place 38
3.5.3.1 Kundenanforderungen an Websites 38
3.5.3.2 Empfundener Nutzen von Websites 39
3.5.3.3 Einstellung zur Website 40
3.5.3.4 Die Website als Ort des Einkaufs 41
3.5.3.4.1 Nutzungsverläufe 41
3.5.3.4.2 Der virtuelle Laden 42
3.5.4 Promotion 43
3.5.4.1 Kommunikation und Kommunikationsinstrumente 43
3.5.4.2 Die Marke 45
3.6 Situative Faktoren 45
4. Der Kaufentscheidungsprozess im Internet 47
4.1 Problemerkennung 48
4.2 Informationssuche 48
4.2.1 Informationsquelle Internet 49
4.2.2 Informationssuche im Internet 49
4.2.2.1 Das Suchverhalten des Konsumenten 50
4.2.2.2 Nutzung von Shopbots 51
4.3 Alternativenevaluierung 52
4.4 Kaufentscheidung 52
4.4.1 Voraussagbarkeit der Kaufwahrscheinlichkeit 52
4.4.2 Gründe für Kaufabbrüche 54
4.5 Nachkaufevaluierung 55
4.5.1 Kundenzufriedenheit 55
4.5.2 Kundenloyalität 56
5. Überblick: Unterschiede im Kaufverhaltenonline vs. offline 59
6. Ausblick 61
Literaturverzeichnis 63
Abbildungsverzeichnis 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

Internet Shopping oder Electronic Procurement wird oft mit geringeren Preisen in Verbindung gebracht,88 was auf eine höhere Preissensibilität der Internet-Käufer schließen lassen könnte. Statistisch gesehen schätzt ein wachsender Anteil von 30,2% der Online-Käufer (USA, 2003)89 das Online-Preisniveau inklusive Porto und Verpackung, verglichen mit dem stationären Handel als geringer ein, während nur 25,3% gegenteiliger Meinung sind. Dies lässt also noch keine eindeutige Aussage über ein preislich motiviertes Handeln zu, außerdem muss zuerst zwischen reiner Preisrecherche und dem tatsächlichen Online-Kauf unterschieden werden. Bei der Preisrecherche steht ganz klar das Ziel im Vordergrund, den günstigsten Anbieter ausfindig zu machen, während beim Online-Einkauf weitere Argumente zum Tragen kommen können, die den Preis in den Hintergrund rücken lassen. 90 [...]

Einer Studie der Florida Atlantic University87, die untersucht, welche Produktgruppe der Konsument am ehesten im Internet kaufen würde und welche Attribute des Internethandels für welche Produktklasse vom Käufer priorisiert werden, kam zu folgenden Ergebnissen: Suchgüter werden beim E-Shopping Erfahrungsgütern (1) und Vertrauensgütern vorgezogen. Die Absicht Erfahrungsgüter (2) über das Internet zu erwerben ist die seltenste. Das zeigt, dass Güter, die kostspielig und schwierig zu beurteilen sind, die geringsten Chancen haben auf elektronischem Weg erworben zu werden, außerdem wird gegebenenfalls aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes eine kostspielige Lieferung subsummiert. Bei den Attributen des Internethandels stehen, in der Wertigkeit des Konsumenten, bei Such- und Vertrauensgütern der Informations-Service und bei Erfahrungsgütern der wahrgenommene Wert an erster Stelle (sowie umgekehrt). Convenience stellt bei allen Klassen den dritten Rang dar und auch bei sämtlichen anderen Attribute treten keine weiteren Unterschiede auf. [...]

3.4.2.2 Lernen Als Lernen werden die Veränderungen im Verhalten eines Individuums bezeichnet, die durch das Sammeln von Erfahrung auftreten.77 So muss auch das Nutzen des Internets oder das Online-Shopping als dynamischer Prozess gesehen werden. Wie bereits in Abschnitt 2.1 Entwicklungspfad und Akzeptanzprozess beschrieben, durchläuft der User einen allgemeinen Entwicklungspfad, in dem er sich mehr und mehr Möglichkeiten, die das Internet bietet zu Nutze macht. Hinter dieser Änderung in seinem Verhalten steht ein Lernprozess, dessen erfolgreiches Voranschreiten ihn überhaupt erst dazu befähigt sich neue Möglichkeiten der Internetnutzung zu erschließen. Was ändert sich nun faktisch im Zuge dieses Prozesses: Die Navigationsfähigkeit verbessert sich durch die gesammelte Praxis, effizientere Nutzung tritt durch die zunehmende Vertrautheit mit den Strukturen des Internets sowie dem Gebrauch von Suchhilfen auf, die empfundenen Risiken verringern sich durch positive Erfahrung beim Online-Kauf und somit steigt u.a. auch die Bereitschaft zur Weitergabe von Bankdaten über das Internet.78 [...]

Arbeit zitieren:
Geister, Karina Februar 2005: Konsumentenverhalten im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kaufentscheidungsprozess, Einflussfaktor, User, online, Vergleich

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