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Konsum in der Krise

Wettbewerbs- und Marktbearbeitungsstrategien im deutschen Parfümeriemarkt

Konsum in der Krise
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jeannette Rüttgers
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 83 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: BiTS Business and Information Technology School Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8831-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8831-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8831-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rüttgers, Jeannette April 2005: Konsum in der Krise, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktanalyse, Porters 5 Forces, Marketing, Parfümeriemarkt, Douglas

Diplomarbeit von Jeannette Rüttgers

Problemstellung:

„Geiz ist Geil“ – Dieser durch die Werbekampagne eines Elektrodiscounters bekannt gewordene Slogan gibt die derzeitige Konsumsituation in Deutschland so prägnant wieder wie kaum ein anderer. Die Verbraucher sind verwöhnt von immer preisgünstigeren Rabattschlachten und haben die Qual der Wahl bei den unzähligen Einkaufsstätten in der übersättigten Bundesrepublik.

Doch welche Marktbearbeitungsstrategie bietet für Unternehmen in diesen kaum noch wachsenden Märkten eine gute Grundlage um dennoch positive Umsätze zu erzielen? Besonders interessant wird diese Fragestellung vor dem Hintergrund eines Marktes, der zu einem großen Teil von dem Absatz von Luxusartikeln lebt. Produkte also, die sich in einem Land, das sich in einer schweren konjunkturellen Krise befindet, besonders schwer an den Konsumenten bringen lassen, weil sie zum täglichen Leben nicht unbedingt notwendig sind. Der deutsche Parfüm- und Kosmetikmarkt ist ein derartiger, von schweren wirtschaftlichen Krisen geschüttelter, Markt.

Eine Vielzahl von Discountern und Drogerien bieten mittlerweile Düfte und Kosmetikartikel zu einem Bruchteil der Preise an, die in den klassischen Einzelhandelsparfümerien verlangt werden. Für viele Verbraucher ist es keine Frage der unabhängigen freien Entscheidung mehr in welchem Geschäft die Kosmetik für das alltägliche Leben gekauft wird, sondern vielmehr die ständige Suche nach dem günstigsten Angebot.

Doch sind die Kunden der günstigsten Anbieter auch tatsächlich die zufriedensten Kunden? Oder sind vielmehr die klassischen Parfümerien im Einzelhandel unersetzlich was die Qualität des Service und der Produkte anbelangt? Im unmittelbaren Zusammenhang mit der Zufriedenheit und somit der überlebenswichtigen Treue der Kunden in dem stark gesättigten Kosmetik- und Duftmarkt steht die generelle Wahl der Marktbearbeitungsstrategie.

Welche Optionen hat ein Unternehmen in der Branche der Schönheit um erfolgreich zu sein? Gibt es nur die Wahl zwischen günstig oder qualitativ hochwertig? Unweigerlich stellt sich hierbei auch die Frage nach dem Marktführerunternehmen Douglas. Kann es sich mit einer Strategie zwischen den beiden Optionen Preisführerschaft und Qualitätsführerschaft behaupten?

Vor dem klassischen Gerüst der Marktanalyse nach Porters Five Forces und den unterschiedlichen Optionen an generischen und hybriden Marktbearbeitungsstrategien soll diese Arbeit Auskunft über diese Thematik geben. Bisher gibt es kaum empirische Forschungen was die Kundenzufriedenheit der verschiedenen Konkurrenten im Parfüm- und Kosmetikmarkt anbelangt. Aus diesem Grunde soll die Kundenbefragung in der vorliegenden Arbeit Auskunft darüber geben, welcher Anbieter denn tatsächlich die zufriedensten und treuesten Kunden hat und wie das Einkaufsverhalten im deutschen Duft- und Kosmetikmarkt eingestuft werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

I. Abbildungsverzeichnis II
II. Tabellenverzeichnis II
1. Problemstellung und Vorgehensweise 1
2. Der deutsche Parfümeriemarkt: Branchenanalyse und Branchenpotentiale 2
2.1 Daten, Fakten, Definitionen 2
2.2 Strukturanalyse des deutschen Parfümeriemarktes mit Porters Five Forces 7
2.2.1 Porters Five Forces 7
2.2.2 Konkurrenz der vorhandenen Wettbewerber 8
2.2.3 Bedrohung durch neue Anbieter auf dem deutschen Parfümeriemarkt 11
2.2.4 Verhandlungsstärke der Lieferanten 15
2.2.5 Verhandlungsmacht der Abnehmer 19
2.2.6 Bedrohung durch Ersatzprodukte 23
2.3 Chancen und Risiken 25
3. Wettbewerbstrategische Optionen der Teilnehmer in der deutschen Parfümerie-branche 28
3.1 Wettbewerbsstrategien 28
3.1.1 Die generischen Basisstrategien nach Porter 28
3.1.2 Kritik an Porters Wettbewerbsstrategien 35
3.1.3 Hybride Wettbewerbsstrategien 37
3.2 Die Strategie von Douglas 39
4. Kundenzufriedenheit im Parfümeriemarkt: eine exemplarische Analyse 43
4.1 Begründung und Vorgehensweise der Datenerhebung 43
4.2 Einkaufsverhalten 44
4.2.1 Soziografie der Befragten 44
4.2.2 Häufigkeit und Wert der Einkäufe in den befragten Geschäften 45
4.2.3 Die Sortimentsführer in den einzelnen Geschäften 49
4.2.4 Präferenz von Marken in den befragten Geschäften 51
4.2.5 Einkaufstreue der befragten Kunden 52
4.3 Kundenzufriedenheit 54
4.3.1 Kundenzufriedenheit mit dem Service 54
4.3.2 Kundenzufriedenheit mit der Freundlichkeit der Mitarbeiter 55
4.3.3 Kundenzufriedenheit mit der fachlichen Beratung 56
4.3.4 Kundenzufriedenheit mit der Vielfalt des Sortiments 57
4.3.5 Kundenzufriedenheit mit dem Preis-Leistungsverhältnis 58
4.3.6 Genannte Gründe für den Einkauf in den untersuchten Geschäften 59
4.3.7 Kundenzufriedenheit mit dem Service und Kundenzufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis 62
5. Bewertung und Ausblick 63
III. Anhang: Fragebogen Parfümeriekunden III
IV. Literaturverzeichnis VI

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.) Sequentielle Hybridstrategien Bei dieser Wettbewerbsstrategie wird eine kombinierte Vorteilskombination angestrebt, indem die strategischen Teilkonzepte in sequentielle, also zeitliche, Abhängigkeit zueinander gesetzt werden. Der Ansatz beruht auf der Annahme, in bestimmten Phasen des Wettbewerbes von einer Strategie zur anderen zu wechseln („Strategy-Shift“), von Kostenführerschaft zur Differenzierung oder umgekehrt, wobei der vorher erreichte Wettbewerbsvorteil auf der jeweiligen Wettbewerbsdimension erhalten bleibt. Die Anfangsstrategie hängt dabei von der strategischen Grundhaltung ab und wird als grundsätzliche Logik beibehalten, auch wenn sie zeitweise nicht dominiert. Die abwechselnden Strategien erlauben zwar eine hybride Vorteilskombination, führen jedoch aufgrund er nicht automatischen Berücksichtigung des Konsistenzprinzips zu höheren Transaktionskosten, da eine kostenspielige Abstimmung der notwendigen Einzelmaßnahmen den Koordinationsaufwand erhöht.160 [...]

Stuck in the Middle Laut Porter bilden die Unternehmen, die in einer bestimmten Branche oder in Branchennischen dieselbe Wettbewerbsstrategie verfolgen eine strategische Gruppe. Derjenige, der in dieser Gruppe die Strategie am erfolgreichsten umsetzen kann, erzielt automatisch die höchsten Gewinne.144 Porter geht davon aus, dass es notwenig ist, sich dauerhaft auf einer der drei genannten Strategien zu fokussieren. Das liegt daran, dass die erfolgreiche Umsetzung der Strategien jeweils verschiedene Maßnahmen erfordert und jeweils differenzierte organisatorische Vorkehrungen, Führungsstile und Kontrollverfahren verlangt. Unternehmen, die keine eindeutige Strategie fahren, befinden sich laut Porter „Zwischen den Stühlen“. Sie befinden sich in einer „Stuck in the middle“-Position ohne eine klar erkennbare Positionierung. 145 Einem Wettbewerber zwischen den Stühlen ist eine niedrige Rentabilität fast sicher, dafür führt Porter drei Argumente an. Erstens beinhaltet die Marktanteilshypothese eine Unvereinbarkeit von [...]

Zu den größten Schwächen des Wettbewerbers DM gehört die dezentrale Lage, in der sich viele Filialen befinden. DM verzichtet auf teure Läden in den Innenstädten, da diese die Preisführerschaft beeinflussen würden. Die Kunden müssen längere Wege in Kauf nehmen. Ein weiterer Nachteil von Drogerien im Allgemeinen besteht in der relativ schlechten Beratung, die ebenfalls durch die konstante Strategie der Preisführerschaft begründet wird. Hinzu kommt, dass das Sortiment eher flach ist, da eine Differenzierung wiederum zu höheren Preisen führen würde. Die Gefahr der Imitation durch annähernd gleich große Drogerieketten ist hoch, dies kann gefährlich werden, wenn die Konsumenten die Leistungsvorteile den Preisvorteilen vorziehen. Kommt es zu grundlegenden technischen Veränderungen auf dem Markt, können die bisherigen Kostenvorteile vernichtet werden. 132 [...]

Arbeit zitieren:
Rüttgers, Jeannette April 2005: Konsum in der Krise, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktanalyse, Porters 5 Forces, Marketing, Parfümeriemarkt, Douglas

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