Bachelor + Master Publishing
868 Bachelorarbeiten, 0 Masterarbeiten, 10.112 Diplomarbeiten

Konstruktion eines 1-fach-Druckgießwerkzeuges im System Pro/E für das Bauteil Ventilkörper

Konstruktion eines 1-fach-Druckgießwerkzeuges im System Pro/E für das Bauteil Ventilkörper
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Werner
  • Abgabedatum: August 2009
  • Umfang: 157 Seiten
  • Dateigröße: 16,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Schmalkalden Deutschland
  • Bibliografie: ca. 23
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3771-8
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Werner, Martin August 2009: Konstruktion eines 1-fach-Druckgießwerkzeuges im System Pro/E für das Bauteil Ventilkörper, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Druckgießen, Formenbau, Werkzeugbau, Aluminiumdruckguss, Maschinenbau

Diplomarbeit von Martin Werner

Einleitung:

Für das Bauteil ‘Ventilkörper’ ist ein 1-fach-Druckgießwerkzeug im CAD-System Pro/Engineer-Wildfire 2 zu konstruieren. Dabei ist besonders auf die Auswahl eines verschleißfesten Werkstoffes für die Lamelleneinsätze einzugehen. Weiter muss die Konstruktion so ausgeführt werden, dass nach dem eventuellen Abbruch von Lamelleneinsätzen eine kostenoptimale Wartung möglich wird.

Außerdem soll mit dem entstehenden Schussverband aus der Konstruktion die geplante Investition zur Anschaffung einer Software zur gießtechnischen Simulation vorbereitet werden.

Das Diplomsemester dient in erster Linie dazu, den prinzipiellen Ablauf einer Werkzeugkonstruktion im Bereich des Formenbaus zu erfahren und anzuwenden. Ein effektives Arbeiten des Konstrukteurs ist natürlich nur möglich, wenn er mit den fertigungstechnischen Möglichkeiten des Unternehmens vertraut ist und diese in seiner Planung und Ausführung mit berücksichtigt. Demnach sollte das entstehende Werkzeug die eigenen Kapazitäten nicht überschreiten bzw. Abläufe die nicht im eigenen Hause erledigt werden können, minimiert werden. So lassen sich Probleme in der Fertigung und entstehende Zusatzkosten weitestgehend unterbinden. Eine Ausnahme hierbei bildet das Härten der Stähle. Diese Arbeit wurde anfangs zwar noch selbst durchgeführt, wurde aber aus rein wirtschaftlichen Gründen ausgelagert.

Wichtig ist natürlich, dass der Konstrukteur bei seiner Arbeit am Rechner nicht die Relationen zur wahren Größe des Produktes verliert. Schließlich werden bei der Fa. Modell Technik GmbH & Co. Formenbau KG größtenteils Werkzeuge mit Massen von über 10 Tonnen gefertigt. Entsprechend sind bereits in der Konstruktion Maßnahmen zu treffen, die nicht nur in der späteren Produktion, sondern auch in der hauseigenen Fertigung das Handling des Werkzeugs bzw. dessen Einzelteile gewährleisten. Selbiges gilt auch für Vorrichtungen und Möglichkeiten welche eine spätere Instandsetzung erleichtern. Da ich schon im Zuge meines 20-wöchigen Praktikums bei der Fa. Modell Technik allein 6 Wochen in der Fertigung tätig war, bekam ich einen guten Einblick in die Fertigungsprozesse des Formenbaus. In dieser Zeit habe ich den kompletten Fertigungsbereich durchlaufen und konnte so den gesamten Ablauf und die einzelnen Stationen besser kennen lernen. Im Prinzip verfolgte ich den Weg vom Rohmaterial bis zur Endmontage. Auf die einzelnen Fertigungsstationen werde ich im folgenden Kapitel noch kurz eingehen. Auf diesem Weg konnte ich Kontakte zu den Werkern der Fertigung knüpfen, Details bezüglich ihrer Tätigkeit und Hinweise welche die Ausführung der Konstruktion betreffen erfahren. Die letzten 3 Wochen meiner Zeit im Fertigungsbereich verbrachte ich damals in der Endmontage und habe dort sowohl bei der Montage neuer Werkzeuge, als auch beim Zerlegen bzw. Zusammenbau alter bzw. instandgesetzter Werkzeuge mitgewirkt. Die Rücksprache mit der Fertigung wird auch zukünftig von großer Bedeutung sein.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 10
2. Aufgabe 11
2.1 Allgemeines Ziel des Diplomsemesters 11
2.2 Konkrete Aufgabenstellung 11
3. Einleitung 13
3.1 Firmenchronik 13
3.2 Tätigkeitsfeld 13
4. Die Fertigung 14
4.1 Wareneingang / Materialzuschnitt 14
4.2 Vorfräsen / Vordrehen 14
4.3 Tieflochbohren 15
4.4 CNC-Fräsen 16
4.5 Wärmebehandlung 16
4.6 Drehen / Plan- bzw. Rundschleifen 17
4.7 HSC-Fräsen 17
4.8 Erosion (Draht- und Senkerosion) 18
4.9 Endmontage 18
4.10 Gießerei 19
4.11 Messtechnik & Qualitätssicherung 20
5. Druckgießen 21
5.1 Geschichte des Druckgießens 21
5.2 Das Verfahren 21
5.2.1 Grundsätzlicher Verfahrensablauf beim Urformen: 22
5.2.2 Kennzeichen des Druckgießens: 23
5.2.3 Die Gießbedingungen 23
5.3 Hauptunterscheidung 24
5.3.1 Das Warmkammer-Verfahren 24
5.3.2 Das Kaltkammer-Verfahren 25
5.4 Ablauf des Gießprozesses 26
5.5 Die 3 Phasen der Formfüllung im Kaltkammer-Verfahren 27
5.5.1 Phase 1: Die Vorfüllphase 28
5.5.2 Phase 2: Die Formfüllphase 29
5.5.3 Phase 3: Die Nachdruckphase 30
5.6 Einflüsse und Auswirkungen beim Gießprozess 31
5.7 Kraft in Tonnen? 33
5.8 Warum Druckgießen? 35
5.9 Anwendungsbeispiele für Aluminium-Druckgussteile 36
5.10 Aufbau einer Druckgießmaschine nach DIN 24480 37
5.10.1 Die Gießeinheit 38
5.10.2 Die Formschließeinheit 39
5.10.3 Die Auswerfereinheit 41
5.10.4 Die Kernzugeinheit 41
5.10.5 Maschinenantrieb und –Steuerung 41
5.11 Dosierung und Einfüllen der Schmelze 42
5.12 Gussteilentnahme 45
6. Der Stahl 47
6.1 Legierungselemente in Stählen und deren Auswirkungen 48
6.1.1 Stahlschädlinge 50
6.2 Stähle für den Formenbau im Bereich Druckguss 52
7. Druckgusslegierungen 54
7.1 Einfluss der Legierungselemente auf die Bauteileigenschaften 57
8. Das Gestalten von Gussstücken 62
8.1 Bedeutung 62
8.2 Grundsätze 62
8.3 Gussstück-Gestaltungsrichtlinien im Detail 63
8.3.1 Hinterschnitte 64
8.3.2 Ausformschrägen 65
8.4 Maßtoleranz der Formkontur 65
9. Das Druckgießwerkzeug 68
9.1 Die feste Werkzeughälfte (Düsenseite) 69
9.2 Die bewegliche Werkzeughälfte (Auswerferseite) 69
9.3 Verwendung von Kernen 70
9.4 Auswerferpaket 72
9.5 Formheizung und -kühlung 73
9.6 Der feine Unterschied 77
9.6.1 Fachzahl 77
9.6.2 Schieber 78
9.6.3 Führungen 80
9.6.4 Endzentrierung zur Aufnahme von Querkräften 81
9.6.5 Entlüftung 82
9.7 Allgemeine Vorgaben 84
9.7.1 Die Formteilung 85
9.7.2 Das Gießsystem 85
9.7.3 Oberfläche und Kontur 86
9.7.4 Formbefestigung auf der Maschine 86
9.7.5 Transportgewinde 88
9.7.6 Demontagegewinde 89
9.7.7 Prüfzeugnisse 89
9.7.8 Werkzeugfreigabe 90
9.8 Werkzeugschäden und ihre Ursachen 90
10. Grundsätze zur Auslegung einer Druckgießform 93
10.1 Sprengkraft, Schließkraft und maximaler Nachdruck 93
10.2 Berechnung des benötigten Anschnittquerschnittes 95
10.3 Gießtechnische Berechnungen 96
10.4 Auslegung von Entlüftung und Überläufen 96
10.5 Ermittlung der notwendigen Plattenstärke 97
10.5.1 Berechnungsmodell nach Dr.-Ing. G. Georgi 98
10.5.2 Überlagerungsverfahren nach Prof. G. Menges 99
10.6 Auslegung der Temperierung 99
10.7 Kenngrößen und Berechnungsgrundlagen 102
10.7.1 Zugeführte Wärme durch die Schmelze 102
10.7.2 Abgeführte Wärme 103
10.7.3 Temperaturbilanz 104
10.8 Die Gießkanalgestaltung 104
10.8.1 Der Anschnitt an den Artikel 106
11. Das Projekt 'Ventilkörper – 0158A' 108
11.1 Der Artikel 0158A 108
11.1.1 Artikelaufbereitung 109
11.1.2 Einformung des Teils, Positionierung und Position des Anschnitts 112
11.1.3 Positionierung der festen und beweglichen Kerne 114
11.1.4 Ableitung der Formeinsätze 115
11.1.5 Schiebergestaltung 116
11.1.6 Hauptanguss und Gießlauf 117
11.1.7 Die Angusskonstruktion 119
11.1.8 Die Formentlüftung 122
11.1.9 Das Auswerferpaket 124
11.1.10 Formheizung und –kühlung 126
11.1.11 Werkzeugführung 128
11.2 Berechnungen 128
11.2.1 Berechnung der benötigten Schließkraft 129
11.2.2 Berechnung des Anschnittquerschnittes 130
11.2.3 Gießkammerberechnung 131
11.2.4 Ermittlung des Füllgrades 132
11.2.5 Auslegung der Formentlüftung 133
11.3 Überprüfung der Durchbiegung des Formrahmens AS 134
11.4 Werkstoffe nach Kundenwunsch 136
11.5 Zielsetzung, Schwierigkeiten und Lösungen zum Formeinsatz AS 137
11.6 Alternativer Warmarbeitsstahl 139
11.6.1 Sonderstähle 141
11.6.2 Werkstoffauswahl unter Berücksichtigung der Herstellungsverfahren 143
11.6.3 Hilfestellung aus der freien Wirtschaft 145
11.6.4 Fazit der Werkstoffanalyse 147
11.6.5 Überzeugungsarbeit am Kunden 148
11.7 Maschinenauswahl 151
12. Fazit 154
13. Fachbegriffe 155
14. Literatur 158
14.1 Onlinequellen 159

Textprobe:

Kapitel 5.11, Dosierung und Einfüllen der Schmelze:

Abschließend zum Thema des Maschinenaufbaus möchte ich noch kurz auf die Dosierungsmöglichkeiten beim Aluminium-Druckgießen eingehen. Wie bereits erwähnt, setzt man bei diesem Verfahren generell auf Kaltkammer-Maschinen mit horizontaler Gießkammer. Ebenso wurde schon berichtet, von welcher Wichtigkeit der Füllgrad der Gießkammer für das Gießergebnis ist. Damit wird klar mit welcher Sorgfalt das Einfüllen und die Dosierung der Schmelze erfolgen muss. Für die Zuführung der Schmelze in die Gießkammer, stehen eine überschaubare Anzahl an Möglichkeiten zur Verfügung:

- Einfüllen mit einer Schöpfkelle (von Hand) in eine Rinne die zur Gießkammer führt.

- mit einer Dosierpumpe für Flüssigmetall.

- mittels druckgasbeaufschlagten Warmhalteofen.

- mit einem Roboter (Schöpfgerät, automatisiert oder manuell gesteuert) direkt in die Gießkammer.

Ziel ist ein optimaler Ablauf des Gießprozesses um die Qualitätsanforderungen an das Gussteils gewährleisten zu können. Das nötige Dosiervolumen, je nach Masse des Abgusses, sollte mit möglichst hoher Dosiergenauigkeit eingefüllt werden können. Nur so lässt sich der optimale Füllgrad von 40% - 50% einhalten. Die Dosierzeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da beim zu langsamen Transport die Gefahr besteht, dass die Schmelze in der Schöpfkelle zu stark abkühlt. In diesem Fall hätte das erhebliche Auswirkungen auf das Fließverhalten der Schmelze und auf das Gießergebnis. Wird das Schöpfen zu schnell ausgeführt, hat das ebenfalls nachteilige Auswirkungen. Es könnte zum Beispiel beim Eintauchen in die Schmelze oder beim Einfüllen in die Gießkammer zu Verwirbelungen kommen, welche oftmals Luft mit im Schmelzgut einschließen. Das ist selbstverständlich zu vermeiden. Weitere wichtige Faktoren sind die Warmhaltetemperatur der Schmelze, sowie Werkstoff und Temperatur von Gießkammer und Gießkolben. Die beiden häufigsten angewendeten Verfahren zur Befüllung sind das Befüllen von Hand und mit einem Schöpfroboter. Allerdings ist die Variante von Hand, bei der die Schmelze mit einer Schöpfkelle eingegossen wird, eher für die Fertigung auf kleineren Druckgießmaschinen geeignet. Zum Einen lassen sich von Hand natürlich nicht dauerhaft so große Massen bewegen und zum Anderen ist diese Variante natürlich mit einer Menge an Ungenauigkeiten behaftet, da es kaum möglich ist immer exakt die selbe Menge aufzunehmen und diese stets mit der selben (optimalen) Geschwindigkeit einzufüllen. Aus diesem Grund, besonders im Hinblick auf die Serienfertigung, ist die Variante mit dem Schöpfroboter deutlich öfter anzutreffen. Der automatisierte Schöpfroboter gewährleistet eine hohe Dosiergenauigkeit, hohe Reproduzierbarkeit und lässt sich problemlos mit einem offenen Warmhalteofen kombinieren. Der mit einem Kippmechanismus ausgestattete Schöpflöffel erlaubt eine Überlaufdosierung und kann so eine genau definierte Menge Schmelze aufnehmen. Die Anschaffungskosten sind hier immer noch deutlich unter denen eines Dosierofens. Allerdings hat diese Bauart natürlich nachteilige Auswirkungen auf die Betriebskosten, da durch Strahlung und Konvektion ein großer Wärmeverlust stattfindet und die Schmelze entsprechend stärker beheizt werden muss.

Arbeit zitieren:
Werner, Martin August 2009: Konstruktion eines 1-fach-Druckgießwerkzeuges im System Pro/E für das Bauteil Ventilkörper, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Druckgießen, Formenbau, Werkzeugbau, Aluminiumdruckguss, Maschinenbau

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2013, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren