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Kompetenzbild und Ausbildung

der dipl. Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger in Österreich im Vergleich zur ICN und den Niederlanden

Kompetenzbild und Ausbildung
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Judith Wasserbauer
  • Abgabedatum: Januar 2011
  • Umfang: 50 Seiten
  • Dateigröße: 311,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Medizinische Universität Graz Deutschland
  • Bibliografie: ca. 14
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-1460-8
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wasserbauer, Judith Januar 2011: Kompetenzbild und Ausbildung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ausbildung, Kompetenz, Gesundheits- und Krankenschwester, ICN, Niederlande

Bachelorarbeit von Judith Wasserbauer

Einleitung:

‘Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf sie gut vorbereitet zu sein.’ (Perikles von Athen).

In den letzten Jahren sind die Kosten im Gesundheitssystem stark gestiegen. Durch diese Kostensteigerung kommt es zu einer vermehrten Forderung nach einer Effizienzsteigerung. Das Problem wird in den nächsten Jahren ansteigen, da die älteren Personen eine immer größere Bevölkerungsgruppe darstellen und auch die Zahl der chronisch Kranken zunimmt.

In den letzten Jahren stieg die Zahl der Mitarbeiter im Gesundheits- und Krankenbereich nur wenig. Daher kommt es zu einem Personalmangel. Durch diese Ressourcenkrise steigt der Druck auf die Pflege, die Profession zu definieren, Kompetenzen zu teilen, Aufgaben zu verteilen und zu delegieren. Auch wenn einige Länder jetzt beginnen, dieses Problem zu beheben, mangelt es der Pflege an übereinstimmenden globalen Rahmenbedingungen, in denen gearbeitet wird.

International Council of Nursing (ICN) fungiert seit über einem Jahrhundert als globaler Führer und Anwalt für Krankenpflege und das Gesundheitswesen. Durch die anfallenden Probleme in den Gesundheits- und Pflegeberufen begann ICN seine Ressourcen zu nutzen, um internationale Rahmenbedingungen und Kernkompetenzen für die Ebenen des Gesundheits- und Krankenpflegepersonals festzulegen.

Ziel dieser Arbeit ist es, das erarbeitete Kompetenzbild der ‘Registered Nurse’ von ICN und ihrer Umsetzung in den Niederlanden mit dem momentanen IST-Zustand in Österreich zu vergleichen bzw. Vor- und Nachteile einer Veränderung des Kompetenzbildes der diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger in Österreich zu erkennen. Weiters wird in dieser Arbeit untersucht, welche Regelungen und Elemente der Ausbildung in den Niederlanden Maßstab für die Ausbildung in Österreich sein könnte.

Inhaltsverzeichnis:

Danksagung II
Inhaltsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Kurzfassung 6
1. Einleitung 7
1.1 Ausgangssituation 7
1.2 Zielsetzung 8
1.3 Grundbegriffe 9
1.3.1 Wissen 9
1.3.2 Kompetenz 10
2. Kompetenzbild 12
2.1 Berufsbezeichnungen 12
2.1.1 Registered Nurse 12
2.1.2 Nurse Practioners 12
2.2 Gründe für eine Veränderung in Österreich 13
2.3 Anforderungen an International Council of Nursing (ICN) 13
2.4 Ziel einer Reform von ICN 14
2.5 Hauptaufgaben des diplomierten Fachpersonals im Vergleich 16
2.6 Gesetzliche Regelung 17
2.6.1 Gesetzliche Regelung in Österreich 17
2.6.2 Gesetzliche Regelung der ICN und Niederlande im Vergleich 21
3. Ausbildung Pflege- und Gesundheitsberufe 38
3.1 Ausbildung der Pflege- und Gesundheitsberufe in Österreich 38
3.2 Ausbildung der Pflege- und Gesundheitsberufe in den Niederlanden 42
4. Zusammenfassung 46
Literaturverzeichnis 48

Textprobe:

Kapitel 2.4, Ziel einer Reform von ICN:

Diese Reform verfolgt folgende Ziele:

- Sie kommuniziert die Bandbreite an Fähigkeiten und die Komplexität der Kompetenzen, die gefordert sind, um die zunehmenden Stufen der Verantwortung wahrzunehmen.

- Sie klärt die Beziehungen und Verantwortlichkeiten zwischen den verschiedenen Levels innerhalb der Profession.

- Sie bietet ein Werkzeug, um die verschiedenen Levels von Verantwortung und Verantwortlichkeit zwischen den Gesundheitssystemen und Rechtsordnungen zu interpretieren.

- Sie unterstützt in einer Vielzahl von Situationen, wie der Entscheidung über Bildungsinhalte, den Fähigkeiten-Mix und die Ausarbeitung von Stellenbeschreibungen.

- Sie hilft die Einführung von neuen und anderen Funktionen in der Pflege und anderen Verantwortlichkeiten zu evaluieren und zu managen.

- Sie leitet die Formulierung und Überarbeitung von Kompetenzen auf dem nationalen und rechtlichen Level.

ICN hebt hervor, dass folgende Thesen bei dieser Reform weiterhin beachtet werden sollen:

1. Gesundheitsversorgung benötigt eine Bandbreite an Pflegepersonal.

2. Es gibt Unterschiede zwischen Ländern und Rechtsordnungen in der Definition des Aufgabenbereichs der Pflegepraxis und daher auch in der Interpretation von Pflege und Nicht-Pflege-Funktionen.

3. Die Festlegungen von Aufgaben liegen im öffentlichen Interesse, müssen aber ausreichend durchlässig sein, um Innovationen und Entwicklung zu ermöglichen und der sich ändernden und neuen Pflege-Nachfrage zu begegnen.

4. Die Funktionen werden mittels der Kompetenzen beschrieben, die zur Ausübung notwendig sind.

5. Jede Gruppe von Kompetenzen leistet einen einzigartigen und unverkennbaren Beitrag zum Gesundheitswesen. In der Differenzierung in verschiedene Levels wird das Spektrum des Bedarfs angesprochen und das Level festgelegt, das der Einzelne zum Einstieg in dieses Level braucht.

6. Die Schlüsselrolle in der Profession ist die ‘Registered nurse’.

7. Pflegekompetenzen und damit zusammenhängende Tätigkeiten und Aufgaben, die von anderen Pflegepersonen wahrgenommen werden können, sind mit dem rechtlichen Aufgabenbereich der Pflegepraxis und den gesetzlichen Erfordernissen, wie sie im jeweiligen Land oder als Teil internationaler Abkommen definiert sind, vereinbart.

8. Obwohl die Verantwortung für eine Pflegetätigkeit an einen ‘nursing support worker’ weitergegeben werden kann, bleibt die rechtliche Verantwortung und die Verantwortung das Ergebnis bei der ‘Professional (Registered/Licensed) nurse’.

9. Die Kompetenzen sind im Allgemeinen zunehmend vom ‘Support worker’ zur ‘Advanced practice nurse’, obwohl bestimmte Kompetenzen zwischen zwei oder mehreren Levels aufgeteilt werden können.

10. Während die Kompetenzen in Praxiszeiten beschrieben sind und keine Aussage über das damit zusammenhängende akademische Level enthalten, beinhaltet der Fortschritt innerhalb der Profession vom ‘Support worker’ zur ‘Advanced practice nurse’ auch die Aneignung von Wissen, Beherrschung von Fähigkeiten und notwendiger Erfahrung zur Bewältigung der Aufgabe. In manchen Rechtsordnungen kann dafür die Beendigung eines formellen Studienprogramms oder der Erwerb spezieller Qualifikationen notwendig sein.

11. Die drei großen Bereiche der Profession überschneiden sich, da das Management und die Erbringung von Pflege von professioneller, ethischer und rechtlicher Praxis untermauert sind und bedingt durch die geänderte Nachfrage, muss der einzelne sich weiterhin gemäß der sich entwickelnden Praxis entwickeln und kompetent bleiben.

Arbeit zitieren:
Wasserbauer, Judith Januar 2011: Kompetenzbild und Ausbildung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ausbildung, Kompetenz, Gesundheits- und Krankenschwester, ICN, Niederlande

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