Kompetent reagieren in Notfallsituationen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Fadil Citaku, Hannelore Rechsteiner
- Abgabedatum: Februar 2004
- Umfang: 59 Seiten
- Dateigröße: 471,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: WE'G Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe Schweiz
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8035-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8035-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8035-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fadil Citaku, Hannelore Rechsteiner Februar 2004: Kompetent reagieren in Notfallsituationen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Reanimation, Pflegekompetenzen, Simulation, Problemkonfrontation, Training
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Fadil Citaku, Hannelore Rechsteiner
Problemstellung:
In der vorliegenden Diplomarbeit wird ein Unterrichtskonzept zum Thema „Kompetent reagieren in Notfallsituationen“ erstellt. Das Unterrichtskonzept enthält vier praxisauthentische Situationen, die an Hand der Simulationen dargestellt werden.
In Kapitel 2 wird die Relevanz des Themas beschrieben und auf die Kompetenzen der Pflegefachpersonen diesbezüglich eingegangen. Außerdem wird im gleichen Kapitel das Fachwissen erläutert.
In Kapitel 3 wird das Unterrichtskonzept vorgestellt. Dieses Konzept ist als eine Vertiefung zum Thema Notfallsituationen vorgesehen und wird an Hand der Simulationsmethode vorgestellt.
In Kapitel 4 wird Bezug auf lerntheoretische Grundlagen der Pädagogik, Didaktik und Methodik genommen. Unsere didaktischen Überlegungen zum beabsichtigten Unterrichtskonzept führen uns zum erkenntnisorientierten Unterricht nach Norbert Landwehr. Dazu wird auch die Methode der Simulation beschrieben.
In Kapitel 5 wird die Evaluation einer bereits durchgeführten Unterrichtssequenz dargestellt.
Methode der Diplomarbeit: wir haben uns in dieser Diplomarbeit für eine Bearbeitung der Literatur und die Evaluation eines bereits durchgeführten Unterrichtes entschlossen.
Zielsetzung: durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Fachthema sowie mit der Didaktik und Methodik möchten wir exemplarisch ein Unterrichtskonzept in Anlehnung an die Simulationsmethode erstellen.
Ziel dieser Diplomarbeit ist, für Lernende der Diplomausbildung Pflege, Höhere Fachschule (HFS), ein Unterrichtskonzept zu entwickeln, das sie befähigen soll, ihre Handlungskompetenzen (Fähigkeiten und Fertigkeiten) in Notfallsituationen durch Simulationen zu erwerben, zu vertiefen und zu überprüfen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Vorwort | 1 | |
| Danksagung | 2 | |
| 1. | Vorgehensweise und Absicht | 3 |
| 1.1 | Fragestellung | 4 |
| 2. | Relevanz des Themas für die Pflegenden | 5 |
| 2.1 | Wieso ist das Thema „Kompetent reagieren in Notfallsituationen“ für Pflegende relevant? | 5 |
| 2.2 | Welche Kompetenzen sollen die angehenden Pflegefachpersonen bezüglich „Reagieren in Notfallsituationen“ erwerben? | 6 |
| 2.3 | Fachwissen | 9 |
| 3. | Unterrichtskonzept und -ablauf | 14 |
| 3.1 | Unterrichtskonzept | 14 |
| 3.2 | Unterrichtsinhalt | 15 |
| 3.3 | Ablauf | 16 |
| 3.4 | Begründung der Methodenwahl | 19 |
| 4. | Fachbereich Pädagogik/ Didaktik/ Methodik | 21 |
| 4.1 | Lerntheoretische Grundlagen für den beabsichtigten Unterricht | 21 |
| 4.2 | Simulationsmethode | 24 |
| 4.3 | Am welchem Lernort soll das Thema „Kompetent reagieren in Notfallsituationen“ in der Diplomausbildung Pflege, HFS schwerpunktmäßig unterrichtet werden? | 25 |
| 5. | Evaluation des durchgeführten Unterrichtes (drei Lektionen) | 27 |
| 5.1 | Schlussfolgerungen | 28 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 29 |
| Anhang |
Unsere didaktische Überlegung zum beabsichtigten Unterrichtskonzept führt uns zum erkenntnisorientierten Unterricht von Norbert Landwehr (Landwehr, 2001). Wir haben das Unterrichtsarrangement gewählt, weil es den angehenden Pflegefachpersonen die Möglichkeit bietet, ihr Handeln zu reflektieren und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die angehenden Pflegefachpersonen werden mit Problemen konfrontiert (authentische Simulationen), die Ähnlichkeit mit ihren Tätigkeiten in der Praxis haben und sie sind gefordert, diese kompetent zu lösen. Gemäss des erkenntnispsychologischen Lernmodells wird die menschliche Informationsverarbeitung als ein aktiver Prozess verstanden, in dem sich das Individuum bemüht, die Informationen, mit welchen es konfrontiert wird, zu entschlüsseln. Weiterhin versucht das betroffene Individuum die erhaltene Information zu deuten und zu ordnen. Dieses erfolgt an Hand von „Schemata“. Das sind Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster, die sich im Laufe der individuellen Lebensgeschichte gebildet haben. Diese kognitiven Schemata können als Raster bezeichnet werden, an die wir unsere Wahrnehmungen und Überlegungen anlehnen, um ihre Bedeutung zu identifizieren. Somit können sie uns helfen, die Welt zu deuten, Informationen zu verstehen und adäquat darauf zu reagieren. In diesem Sinne ist ein Schema nie das Abbild einer Einzelerfahrung. Es beinhaltet vielmehr das, was bei mehreren Wahrnehmungen und Erfahrungen übereinstimmend gemeinsam ist. Schemata helfen uns, sie können entlastend sein, indem sie unsere Erfahrungen auf ähnliche Situationen übertragen und wir diese Situationen nicht immer wieder neu deuten müssen (Landwehr, 2001). Die Einführung einer Wahrnehmung in ein vorhandenes Schema wird nach Jean Piaget (1896- 1980) als Assimilation bezeichnet. Individuen, die häufig mit Informationen konfrontiert werden, welche nicht in ein bereits vorhandenes Raster eingefügt werden können, geraten in Assimilationsschwierigkeiten. Wenn das der Fall ist, liegt ein kognitiver Konflikt vor, welcher beim Individuum heftige Reaktionen, wie Verunsicherung, Widerspruch oder Verblüffung hervor rufen könnte. Denn muss das vorhandene Schema verändert werden. Piaget nennt das Akkomodation. Letzteres bedeutet Anpassung der vorhandenen Assimilationsschemata an eine neue Wahrnehmung. Das kann unter Umständen bedeuten, dass ein neues Schema aufgebaut werden muss, wenn das bestehende nicht korrigiert oder ausdifferenziert werden kann. Dem zu Folge werden Lernprozesse nach dem erkenntnispsychologischen Lernkonzept also auch als Adaptionsprozesse verstanden. Diese Adaptionsprozesse (Assimilation bez. Akkomodation) bewirken eine lebenslange (Weiter-) Entwicklung und Ausbildung von Schemata. [...]
Wir haben uns im Unterrichtskonzept, für die Methode der Simulation entschieden, weil sie ein antizipatorisches (das heisst durch Vorwegnahme künftig möglicher Situationen) Lernen ermöglicht (Löffelholz et al.,2003). Es bietet den angehenden Pflegefachpersonen die Gelegenheit, sich besser für die Praxis vorzubereiten, klinische Entscheidungen zu treffen sowie komplexe Probleme (sprich Notfallsituationen) in der Pflege zu lösen und fördert somit auch deren kritisches Denken (Neary, 1997). Anlehnung an ein Modell Im Unterrichtskonzept haben wir uns an das Modell von Becker-Mrotzek und Brünner (2002) angelehnt. Obwohl das Modell primär für die Kommunikation entwickelt wurde, sehen wir dessen Anwendbarkeit für das Erwerben von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Unterricht zum Thema "Kompetent reagieren in Notfallsituationen" als geeignet. Handlungsvoraussetzungen Akuelles Handeln Handlungskonsequenzen [...]
Simulation IV (Herz-Kreislauf-Stillstand) Verhalten bei Herz-Kreislauf-Stillstand. Eine Gruppe von vier Lernenden hat auf einer medizinischen Abteilung eines Kantonsspitals verschiedene pflegerische Arbeiten zu erledigen. Ein Herz-KreislaufStillstand wird an Hand eines Simulationsphantoms vorbereitet (simuliert). Die Lernenden erhalten von der Lehrperson nur die wesentlichsten Informationen über den Patienten an Hand eines schriftlichen Arbeitsauftrages, den wir kurz erläutern (siehe Anhang, Arbeitsauftrag IVa ). Die Simulation soll möglichst spitalauthentisch sein. Der Rest der Lernenden hat den Auftrag intensiv zu beobachten und sich Gedanken zu machen, wie sie in der gleichen Situation gehandelt hätten (siehe Anhang, Arbeitsauftrag IVb),. Beim Austausch im Plenum haben sie die Gelegenheit, ihre Meinungen zur Situation zu äussern. Die Simulation wird mit einer Videokamera aufgezeichnet und anschliessend den Lernenden gezeigt. Beim Austausch im Plenum haben sie die Gelegenheit, ihre Meinungen zum Geschehen zu äussern. Begründung: siehe Simulation I. Lehrgespräch / Referat siehe Simulation I Bei Bedarf folgt ein kurzes Referat über "Herz-Kreislauf-Stillstand". Abschluss Der Abschluss des Unterrichtes wird gestaltet, indem die Lehrperson noch offene Fragen klärt. Nun wird Bezug auf die eingangs des Unterrichtes gestellten Fragen nach Erlebnissen mit Notfallsituationen genommen. Was hat sich nach der Durchführung, der Reflexion und den theoretischen Inputs verändert? (Bezug zu anfangs erstellten Kärtchen sowie zur Sammlung der Lernerkenntnisse nach der Simulation). Begründung Es erscheint uns wichtig, auf offene Fragen und gewonnene Erkenntnisse einzugehen, damit die Lernenden die Zusammenhänge in Notfallsituationen fundiert begreifen, um in der Praxis kompetent reagieren zu können. Unterrichtsverlauf (siehe Anhang 1) 18 [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832480356
Arbeit zitieren:
Fadil Citaku, Hannelore Rechsteiner Februar 2004: Kompetent reagieren in Notfallsituationen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Reanimation, Pflegekompetenzen, Simulation, Problemkonfrontation, Training



