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Kommunikationspolitische Maßnahmen zur Vermarktung des digitalen Fernsehens in der Medienbranche

Kommunikationspolitische Maßnahmen zur Vermarktung des digitalen Fernsehens in der Medienbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sandra Hagemann
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 126 Seiten
  • Dateigröße: 2,5 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Standort Rheinbach Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6345-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6345-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6345-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hagemann, Sandra Dezember 2002: Kommunikationspolitische Maßnahmen zur Vermarktung des digitalen Fernsehens in der Medienbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketing, Kommunikationspolitik, Kommunikation, Interaktives Fernsehen, Digitalisierung

Diplomarbeit von Sandra Hagemann

Einleitung:

In diesem Jahrzehnt ist der Übergang von der analogen zur digitalen Übertragungstechnik im Fernsehen eine der bedeutendsten technischen Entwicklungen. Spätestens bis zum Jahr 2010 soll in Deutschland nach Beschluss der Bundesregierung die analoge Ausstrahlung von Fernsehsignalen auslaufen. Derzeit befindet sich das Fernsehen in der entscheidenden Umbruchphase.

Die digitale Signalübertragung ermöglicht eine völlig neue Nutzung des Mediums Fernsehen, was zu gravierenden Veränderungen im Programmangebot und darüberhinaus in der Struktur der Anbieter und des Marktes führt. Aber nicht nur für die Medienorganisationen ändert sich einiges, auch der Zuschauer wird sich mit der neuen digitalen Technik anfreunden müssen. Hier gibt es für die Fernsehsender viel Handlungsbedarf, um ihren Unternehmenserfolg im bestehenden Wettbewerbsumfeld zu sichern. Der Zuschauer muss mit der neuen digitalen Technik vertraut gemacht werden und mit einem attraktiven Programmangebot an den Sender gebunden werden. Durch eine erhöhte, mit der Digitalisierung einhergehende, Angebotsvielfalt und der Ähnlichkeit der Leistungen, wird die Bindung der Kunden an den Sender jedoch zunehmend schwieriger. Nur mit einer Ausrichtung der Leistungsprogramme an den Wünschen und Bedürfnissen der Zuschauer sowie einer effektiven Leistungsdarstellung in Verbindung mit einer ausgeprägten Kommunikationsplanung der Programmanbieter kann gezielt auf die Verhaltensweisen der Zuschauer eingewirkt werden. Somit wird der klassische Produktwettbewerb zunehmend durch einen Kommunikationswettbewerb ersetzt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einführung in die Thematik 7
1.1 Ausgangslage 7
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise 8
2. Kommunikationspolitische Massnahmen im Rahmen einer absatzfördernden Kommunikation 11
2.1 Grundlegende Aspekte der Kommunikationspolitik 11
2.2 Prozess der absatzfördernden Kommunikation 14
2.2.1 Durchführung einer Situationsanalyse 16
2.2.2 Formulierung der Kommunikationsziele 19
2.2.3 Ermittlung des Zielpublikums 20
2.2.4 Festlegung der Kommunikationsstrategie 21
2.2.5 Auswahl kommunikationspolitischer Instrumente 23
2.2.5.1 Klassische Instrumente des Kommunikationsmix 23
2.2.5.2 Nicht-klassische Kommunikationsinstrumente 26
2.2.6 Gestaltung der kommunikativen Botschaft 31
2.2.7 Budgetierung des Kommunikationsmix 32
2.2.8 Kontrolle der Kommunikationsmaßnahmen 33
3. Grundlagen des digitalen Fernsehens 34
3.1 Die Digitalisierung von Fernsehprogrammen 34
3.1.1 Technische Aspekte 34
3.1.1.1 Digitaler Fernsehempfang 37
3.1.1.2 MHP - Der neue Standard 38
3.1.1.3 Verbreitungswege für das digitale Fernsehen 39
3.1.2 Vorteile des digitalen Fernsehens 42
3.1.3 Vom digitalen zum interaktiven Fernsehen 43
3.1.3.1 Grundlagen des interaktiven Fernsehens 43
3.1.3.2 Interaktive Dienste im digitalen Fernsehen 44
3.2 Der digitale Fernsehmarkt in Deutschland 46
3.2.1 Serviceanbieter 47
3.2.2 Satelliten- und Kabelnetzbetreiber 49
3.2.3 Hardwareanbieter 52
4. Darstellung des Kommunikationsplanungsprozesses für Unternehmen als Programmanbieter im digitalen Fernsehen 54
4.1 Situationsanalyse 54
4.1.1 Umweltanalyse 55
4.1.1.1 Bekannheit und Nutzung des digitalen Fernsehens 55
4.1.1.2 Empfangssituation in Deutschland 59
4.1.1.3 Technische Entwicklungen 62
4.1.2 Unternehmensanalyse 64
4.1.2.1 RTL 65
4.1.2.2 PREMIERE 69
4.1.2.3 ARD 74
4.2 Kommunikationspolitische Ziele der Diensteanbieter 79
4.2.1 Zielsetzung des werbefinanzierten Anbieters RTL 80
4.2.2 Zielsetzung des entgeltfinanzierten Anbieters PREMIERE 81
4.2.3 Zielsetzung des öffentlich-rechtlichen Anbieters ARD 83
4.3 Zielgruppenansprache der Serviceanbieter 84
4.4 Kommunikationsstrategien der Serviceanbieter 87
4.4.1 RTL 87
4.4.2 PREMIERE 90
4.4.3 ARD 92
4.5 Einsatz kommunikationspolitischer Instrumente 94
4.5.1 RTL 94
4.5.2 PREMIERE 97
4.5.3 ARD 102
4.6 Kommunikationserfolgskontrolle 103
5. Zusammenfassung und Fazit 105
Anhang 108
Literaturverzeichnis 119

Automatisiert erstellter Textauszug:

WORLD TV Interaktiv“ nutzen.132 RTL nutzt mit diesem Brand positive Übertragungseffekte der Erfolgsfaktoren von „RTL WORLD“, um sein digitales Angebot „RTL WORLD TV Interaktiv“ auf dem Fernsehmarkt zu etablieren. Das digitale Programmangebot von „RTL WORLD“ wird ebenfalls unverschlüsselt und ohne Extrakosten über das ASTRA-Satellitensystem und bundesweit über das Kabelnetz verbreitet. Für den digitalen Programmempfang benötigt der Nutzer einen mit dem MHP-System oder mit dem Betriebssystem Open-TV EN ausgestatteten Decoder. Der Empfang der interaktiven Dienste von „RTL WORLD TV Interaktiv“ ist derzeit nur über das ASTRASatellitensystem möglich.133 Diese Einschränkung des Empfangs interaktiver Zusatzdienste stellt eine Gefahr dar. Es besteht das Risiko, dass RTL seine Zielgruppe nicht erreichen kann, was besonders im Hinblick auf die technischen Entwicklungen (v.a. MHP) zu erheblichen Verlusten führen kann. Wie Abbildung 15 zeigt, bietet „RTL WORLD“ neben der Ausstrahlung digitaler Fernsehprogramme seinen Zuschauern verschiedene interaktive Dienste. Abbildung 15: Die digitalen Dienste von „RTL WORLD“ [...]

4.1.2.1 RTL Radio Television Luxemburg (RTL) startete als hundertprozentige Tochter der RTL Group (Luxemburg) am 1. Januar 1984 als erster Privatsender Deutschlands sein Programm. Zum dichten Netz der RTL-Beteiligungsfirmen gehören u.a. der Fernsehsender VOX (49,9%), die für Internet- und Digitalaktivitäten zuständige RTL NEWMEDIA (100%) sowie die TeleshoppingTochter RTL SHOP (80%).127 RTL Television ist Deutschlands erfolgreichster privater Free-TV-Sender im analogen Fernsehmarkt. Der Privatsender schloss im Jahr 1993 erstmals als Marktführer ab und verteidigt diese Position bis heute. So ergreift RTL mit einem Marktanteil von 13,2 Prozent, gemessen an der Sehdauer der Zuschauer, auch im August 2002 die Marktführerschaft.128 Der Sender kann von insgesamt 97 Prozent129 aller analogen Fernsehhaushalte in Deutschland empfangen werden, womit der Sender sich eindeutig gegenüber seiner Konkurrenz im privaten Fernsehmarkt profiliert. Weiterhin etabliert sich RTL über eine identifikationsstarke Marke und differenziert sich somit im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Über 95 Prozent der Bevölkerung kennen die Marke „RTL“. Entscheidend für den Unternehmenserfolg ist die Dachmarke „RTL WORLD“, die medienübergreifend, d.h. im Internet, Teletext sowie auf mobilen Endgeräten, für hochwertige Information, attraktiven Service und beste Unterhaltung steht.130 Im Sommer 1999 stellte die RTL NEWMEDIA GmbH ihren digitalen Dienst unter dem Brand „Broadcast Media Service“ (BMS) erstmalig auf der Internationalen Funkausstellung vor.131 Seit Sommer 2001 können Zuschauer den digitalen TV-Dienst inklusive interaktiver Dienste unter dem Subbrand „RTL [...]

4.1.2 Unternehmensanalyse Nachdem in Kapitel 3.2.1 dieser Arbeit bereits die im digitalen Fernsehen agierenden Anbieter aufgezeigt wurden und damit ein Überblick über die Wettbewerbssituation im digitalen Fernsehmarkt gegeben wurde, soll im Folgenden die derzeitige Ressourcensituation der Anbieter RTL, PREMIERE und ARD verglichen werden, um auf Grundlage der Umwelteinflüsse die Stärken und Schwächen der Unternehmen aufzuzeigen. Im Rahmen dieser Betrachtung können Marktchancen sowie Risiken der jeweiligen Unternehmen ermittelt werden, die für sämtliche kommunikationspolitischen Entscheidungen von Bedeutung sind. Generell lässt sich feststellen, dass Free-TV und Pay-TV-Anbieter um vorhandene Übertragungskapazitäten konkurrieren und in einem Substitutionswettbewerb um Zuschauer als Gebührenzahler, Werbesubjekte und Pay-TV-Nutzer stehen. Aus der Substitutionskonkurrenz ergibt sich, dass Pay-TV-Anbieter gefordert sind, Inhalte zu bieten, die sich aus Sicht der Abonnenten deutlich von den Inhalten der frei empfangbaren Anbieter abheben. Kunden werden nur dann die Bereitschaft zur Bezahlung haben, wenn sich aus ihrer Sicht ein höherer Verwendungsnutzen ergibt. Der wirtschaftliche Erfolg der Pay-TV-Anbieter ist direkt abhängig von der Zahl ihrer Kunden, deren Zahlungsbereitschaft und Zufriedenheit mit dem Programm. [...]

Arbeit zitieren:
Hagemann, Sandra Dezember 2002: Kommunikationspolitische Maßnahmen zur Vermarktung des digitalen Fernsehens in der Medienbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketing, Kommunikationspolitik, Kommunikation, Interaktives Fernsehen, Digitalisierung

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