Kommunikationsdefizite zwischen Industrie und Handel im Rahmen der Verkaufsförderung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Tanja Günnewig
- Abgabedatum: April 2000
- Umfang: 117 Seiten
- Dateigröße: 553,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3262-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3262-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3262-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Günnewig, Tanja April 2000: Kommunikationsdefizite zwischen Industrie und Handel im Rahmen der Verkaufsförderung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Below-The-Line-Massnahmen, Efficient Consumer Response, Verkaufsförderung, Category Management, Kommunikationskonflikte
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Diplomarbeit von Tanja Günnewig
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Kommunikationsbeziehungen zwischen Industrie- und Handelsunternehmen im Rahmen der Verkaufsförderung.
Das Ziel dieser Arbeit richtet sich in erster Linie auf die Untersuchung der Bedeutung einer funktionierenden Kommunikationsbeziehung im Absatzkanal für die Effizienz von Verkaufsförderungsmaßnahmen. Außerdem wird versucht, Ansatzpunkte für eine Optimierung der bestehenden Situation aufzuzeigen, um somit die Effizienz der Verkaufsförderung sowohl für die Industrie- als auch für die Handelsunternehmen zu erhöhen.
Gang der Untersuchung:
Kapitel 2 stellt zunächst den Begriff der Kommunikation sowie die Grundlagen der Verkaufsförderung dar. Dabei wird deutlich werden, daß die Bedeutung der Verkaufsförderung stark zugenommen hat und deshalb eine spezifische Betrachtung dieses kommunikationspolitischen Marketinginstrumentes sinnvoll erscheint.
Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, dass zwischen der Verkaufsförderung von Industrie- und Handelsunternehmen weitreichende Unterschiede festzustellen sind, die zu verschiedenen Konfliktfeldern führen (Kapitel 3). Der Schwerpunkt wird hier auf die Erläuterung der Kommunikationskonflikte zwischen den Herstellern und dem Handel gelegt.
Im 4. Kapitel werden die gegenwärtigen Organisationsstrukturen und Kommunikationsbeziehungen im Absatzkanal dargestellt und es werden Ursachen für bestehende Kommunikationsdefizite ausgearbeitet.
Das 5. Kapitel schließlich stellt auf der Basis einer theoretisch optimalen Kommunikationsstruktur ausgewählte Lösungsansätze für eine Verbesserung der Kommunikationssituation zwischen Industrie und Handel vor.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 3 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 4 | |
| 1. | Einleitung | 5 |
| 2. | Die Grundlagen | 6 |
| 2.1 | Der Begriff der Kommunikation | 6 |
| 2.2 | Zur Verkaufsförderung | 7 |
| 2.2.1 | Der Begriff der Verkaufsförderung | 7 |
| 2.2.2 | Die Zielgruppen der Verkaufsförderung | 9 |
| 2.2.3 | Die Ziele von Verkaufsförderungsmaßnahmen | 12 |
| 2.2.4 | Die Arten der Verkaufsförderung | 15 |
| 2.2.5 | Die Einordnung der Verkaufsförderung in den Marketing-Mix | 17 |
| 3. | Hersteller- versus Handelsverkaufsförderung | 20 |
| 3.1 | Spezifika der Verkaufsförderung von Industrieunternehmen | 22 |
| 3.2 | Spezifika der Verkaufsförderung von Handelsunternehmen | 28 |
| 3.3 | Konfliktbereiche zwischen Industrie und Handel aus Sicht des konflikttheoretischen Ansatzes | 33 |
| 3.4 | Kommunikationskonflikte zwischen Industrie und Handel | 45 |
| 4. | Die Organisationsstrukturen und Kommunikationsbeziehungen zwischen Industrie und Handel | 48 |
| 4.1 | Die Ausgangssituation | 48 |
| 4.2 | Die Zuständigkeiten | 53 |
| 4.2.1 | Die Kommunikatoren der Industrie | 53 |
| 4.2.2 | Die Kommunikatoren des Handels | 59 |
| 4.2.3 | Die Kommunikatoren der Agenturen | 62 |
| 4.3 | Die aktuelle Kommunikationssituation zwischen Industrie und Handel | 64 |
| 4.4 | Kommunikationsdefizite als Grund für ineffiziente Verkaufsförderung | 70 |
| 4.4.1 | Organisatorische Ursachen | 71 |
| 4.4.2 | Personalpolitische Ursachen | 72 |
| 4.4.3 | Technische Ursachen | 75 |
| 4.4.4 | Zeitliche Ursachen | 77 |
| 5. | Lösungsansätze für eine systematische Verbesserung der Kommunikation zwischen Industrie und Handel | 78 |
| 5.1 | Die Anforderungen an eine optimale Kommunikationsstruktur | 79 |
| 5.2 | Das Efficient Consumer Response-Konzept | 81 |
| 5.2.1 | Category Management | 84 |
| 5.2.2 | Efficient Promotion | 87 |
| 5.3 | Das Promotoren-Modell | 90 |
| 5.4 | Die Übertragung des Promotoren-Modells auf die Kommunikationsproblematik im Absatzkanal | 97 |
| 6. | Fazit | 102 |
| Literaturverzeichnis | 104 | |
| Übersicht über die Gesprächspartner | 111 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 112 |
Störungen im Kommunikationsprozeß basieren allgemein auf menschlichen, sprachlichen und/oder technischen Ursachen. 176 Auf der menschlichen Ebene sind Gewohnheiten, Bequemlichkeiten oder auch bestimmte Ängste z. B. vor einem Machtverlust als beispielhafte Ursachen für Kommunikationsdefizite anzuführen. Auf der sprachlichen Ebene geht es um das Problem, daß jeder Kommunikator spezifische Sprachhilfsmittel einsetzt, die mit denen des Empfängers nicht zwangsläufig identisch sind, d. h. es bestehen Verständigungsschwierigkeiten. Auf technischer Ebene spielt insbesondere die räumliche Distanz zwischen den Kommunikatoren eine große Rolle. Eine lückenlose Informationsübermittlung setzt neben den neuen Technologien wie z. B. Electronic Mail oder Datenfernverarbeitung außerdem kompatible EDV-Systeme und -Anwendungsprogramme beim Sender und beim Empfänger voraus. [...]
Die bisherigen Erläuterungen zu den Kommunikationsbeziehungen im Absatzkanal beziehen sich auf die rein informativen Kommunikationsinhalte. Darüber hinaus tauschen Hersteller- und Handelsunternehmen auch motivierende, instruierende und operative Inhalte über den Kommunikationskanal aus.174 Motivierende Kommunikationsinhalte zielen auf die Schaffung von Anreizen z. B. zum Abschluß von Transaktionen oder zur Erhöhung der Kooperationsbereitschaft. Die handelsgerichtete Verkaufsförderung der Industrieunternehmen übermittelt in großem Maße motivierende Kommunikationsinhalte systematisch an die Absatzmittler. Instruierende Kommunikationsinhalte werden in Form von Schulungen oder Unterweisungen übermittelt.175 Auch dieser Bereich der Kommunikationsinhalte wird durch die handelsgerichtete Verkaufsförderung durch die Hersteller systematisch genutzt. Die operativen Kommunikationsinhalte beziehen sich auf die Geld- und Güterbeziehungen zwischen Industrie und Handel, die durch die abgeschlossenen Transaktionen ausgelöst werden. Da die Güter- und Kommunikationsbeziehungen im Absatzkanal eng miteinander verbunden sind, haben nicht nur die eigentlichen Produkte der Hersteller, sondern auch die Ware „Information“ ggf. mehrere Distributionsstufen zu durchlaufen. Die zu übermittelnden Informationen sollen i. d. R. mehrere Stufen des Systems erreichen, d. h. die Kommunikation im Absatzkanal verläuft zumeist mehrstufig und ist daher als relativ komplex anzusehen. [...]
Dieser Wirkungszusammenhang zwischen dem Rollen- und dem Verteilungskonflikt stellt nur ein Beispiel für die Interdependenz der verschiedenen Konfliktbereiche dar. Die Divergenzen in Distributionssystemen sind nicht jeweils einer Konfliktart zuzuordnen, sondern es treten regelmäßig Überschneidungen auf.165 Da meiner Meinung nach besonders die vertikale Kommunikation zwischen einem Industrie- und einem Handelsunternehmen Einfluß auf die übrigen Konfliktursachen ausüben kann, besteht das Ziel dieser Arbeit in der Analyse der Kommunikationsdefizite im Absatzkanal. Eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Herstellern und Absatzmittlern im Bereich der Verkaufsförderung stellt meines Erachtens eine relativ leicht umzusetzende Möglichkeit dar, nicht nur den im folgenden beschriebenen Kommunikationskonflikt aufzulösen bzw. zu entschärfen, sondern gleichzeitig positive Effekte auf die übrigen Konfliktbereiche auszulösen. Mit anderen Worten: Diese Arbeit soll im weiteren Verlauf zeigen, daß die vergleichsweise unproblematische Realisierung von Kommunikationsverbesserungen zwischen Industrie und Handel eine überproportionale Effektivitätssteigerung der Verkaufsförderung bewirken kann. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832432621
Arbeit zitieren:
Günnewig, Tanja April 2000: Kommunikationsdefizite zwischen Industrie und Handel im Rahmen der Verkaufsförderung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Below-The-Line-Massnahmen, Efficient Consumer Response, Verkaufsförderung, Category Management, Kommunikationskonflikte



