Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Kommunale Jugendhilfeplanung und Neue Steuerung - Widersprüche, Chancen, Perspektiven

Kommunale Jugendhilfeplanung und Neue Steuerung - Widersprüche, Chancen, Perspektiven
Über dieses Buch
  • Art: Abschlussarbeit
  • Autor: Dietrich Jenner
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 203 Seiten
  • Dateigröße: 4,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordostniedersachsen Deutschland
  • Bibliografie: ca. 79
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0013-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0013-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0013-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jenner, Dietrich Februar 2002: Kommunale Jugendhilfeplanung und Neue Steuerung - Widersprüche, Chancen, Perspektiven, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Neues Steuerungsmodell, Verwaltungsbetriebslehre, Sozialmanagement, Controlling, Jugendarbeit

Abschlussarbeit von Dietrich Jenner

Problemstellung:

Das Thema ‚Verwaltungsmodernisierung’ oder ‚Neue Steuerung’ beherrscht seit einiger Zeit die Diskussion um die Gestaltung der kommunalen Aufgaben und die Bedeutung für eine sachgerechte Weiterentwicklung der Jugendhilfe. Dies wird von Teilen der Jugendhilfe kritisch gesehen, etwa wenn Jugendhilfe auch unter dem Gesichtspunkt von Effektivität und Effizienz betrachtet werden soll. Die Fachdiskussion neigt zu einer polarisierenden Betrachtung: Pädagogische Ansprüche der Jugendhilfe und betriebswirtschaftliche Strategien der Neuen Steuerung stehen sich gegenüber.

Die vorliegende Arbeit will dazu beitragen, zwischen Jugendhilfe einerseits und Neuer Steuerung bzw. Verwaltungsreform andererseits einen Bogen zu schlagen.

Zugleich ist mit dieser Abschlussarbeit im Studiengang Sozialmanagement beabsichtigt, zwei Studienbereiche - Jugendhilfeplanung und Controlling/Steuerung - miteinander zu verbinden. Dabei soll der Bezug dieser beiden Themenbereiche zur Praxis kommunaler Jugendhilfe hergestellt werden. So werden Instrumente für die Planung und Steuerung der Jugendhilfe vorgestellt und ihre Anwendungsmöglichkeiten und Begrenzungen diskutiert.

Dazu sollen die vom Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) - bzw. (syn.) Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) - vorgegebenen Grundlagen, Verfahrensweisen und Instrumente zur Steuerung der Jugendhilfe dargestellt werden, insbesondere die Jugendhilfeplanung. Zugleich werden die Konzepte und Methoden der „Neuen Steuerung“ unter dem Aspekt betrachtet, inwiefern sie dem Jugendamt Möglichkeiten eröffnen, durch ergebnisorientierte Verfahrensweisen planerische Prozesse effektiver zu organisieren und Zielvorgaben stärker in die Praxis umzusetzen.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird daher die Jugendhilfeplanung als strategisches Fachplanungsinstrument mit seinen Elementen und Prozessen eingehend beschrieben.

Im zweiten Kapitel wird demgegenüber das Managementmodell der Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGSt) zur Neuen Steuerung erläutert, wobei jeweils der Bezug zum Bereich der Jugendhilfe hergestellt wird.

Daran schließt sich eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Modell der KGSt an, gefolgt von den Vorgaben und notwendigen Ergänzungen des SGB VIII. Ein weiteres Kapitel stellt ein integratives Steuerungs- und Managementsystem – Balanced Scorecard – vor, das durch seinen multidimensionalen Ansatz die Möglichkeit zur Verknüpfung von Jugendhilfeplanung und Neuem Steuerungsmodell eröffnet. Dieses Instrument wird neuerdings in ersten Projekten der sozialen Arbeit eingeführt.

Ferner werden zwei Steuerungskonzepte aufgegriffen, die zur Zeit von zwei kommunalen Jugendhilfeträgern erprobt werden: Ein Controlling-Konzept sowie eine Balanced Scorecard aus dem Bereich der Hilfen zur Erziehung (siehe Anhang C und E). Hierdurch, wie auch durch weitere Materialien und Graphiken sollen die theoretischen Ausführungen veranschaulicht und der Praxisbezug zu aktuellen Veränderungsprojekten hergestellt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Einleitung 4
1. Jugendhilfeplanung – ein Instrument der fachlichen Steuerung 6
1.1 Grundlagen der Jugendhilfeplanung 6
1.1.1 Definitionen und Ziele 6
1.1.2 Jugendhilfeplanung als Teil kommunaler Entwicklungsplanung 8
1.1.3 Rechtliche Vorgaben des SGB VIII 9
1.1.3.1 Planungsverantwortung des öffentlichen Jugendhilfeträgers 10
1.1.3.2 Planungsaufgaben 11
1.1.3.3 Zielvorgaben 13
1.1.3.4 Beteiligung freier Träger an der Jugendhilfeplanung 14
1.1.3.5 Planungskoordination 15
1.1.3.6 Der Jugendhilfeausschuss im Rahmen der Planungsarbeit 16
1.1.4 Standards der Jugendhilfeplanung 18
1.2 Planungsansätze in der Jugendhilfeplanung 20
1.2.1 Die zielorientierte Planung 22
1.2.2 Die bereichsorientierte Planung 23
1.2.3 Die sozialraumorientierte Planung 25
1.2.4 Die zielgruppenorientierte Planung 26
1.2.5 Die integrierte Jugendhilfeplanung 28
1.3 Elemente von Planungs- und Entscheidungsprozessen 29
1.3.1 Ziel- und Konzeptentwicklung 31
1.3.2 Sozialraumbeschreibung und -analyse 34
1.3.3 Bestandserhebung und Bestandsfeststellung 37
1.3.4 Bedarfsermittlung 43
1.3.5 Bedürfnisermittlung unter Beteiligung der Betroffenen 47
1.3.6 Maßnahmenplanung und Realisierung 49
1.3.7 Evaluation und Fortschreibung 52
1.4 Planung und Steuerung in der Jugendhilfe 54
2. Das Neue Steuerungsmodell der KGSt 56
2.1 Einführung 56
2.2 Das Grundkonzept 57
2.3 Die Kernelemente des Neuen Steuerungsmodells 60
2.3.1 Kundenorientierung und Qualitätsmanagement 60
2.3.2 Outputorientierung 62
2.3.2.1 Strategische Steuerung und Kontraktmanagement 63
2.3.2.2 Haushalt und Rechnungswesen 65
2.3.2.3 Produkte 67
2.3.2.4 Kennzahlen 72
2.3.2.5 Budgetierung 74
2.3.2.6 Controlling 76
2.3.2.7 Berichtswesen 80
2.3.2.8 Wettbewerb und Interkommunaler Vergleich 83
2.3.3 Dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung 85
2.3.4 Personalentwicklung 88
2.3.5 Technikunterstütze Informationsverarbeitung (TuI) 90
3. Die kritische Diskussion der Neuen Steuerung in der Jugendhilfe 91
4. Neue Steuerung und die Vorgaben des SGB VIII 95
4.1 Steuerung der Jugendhilfe 95
4.2 Das Hilfeplanverfahren 95
4.3 Die Jugendhilfeplanung 96
4.4 Der Jugendhilfeausschuss als zentrale Steuerungsinstanz 100
5. Balanced Scorecard - ein Beispiel integrativer Steuerung 106
5.1 Einführung 106
5.2 Balanced Scorecard – ein Managementsystem 107
5.3 Vision und strategische Ziele 108
5.4 Die vier Managementperspektiven 109
5.5 Funktionen der Balanced Scorecard 114
5.6 Leistungsmessung und Feedback 117
5.7 Transparenz der Arbeit 119
5.8 Qualitätsmanagement und Controlling 119
5.9 Fazit 120
6. Resümee 122
7. Literatur und Bildnachweis 126
8. Anhang 130
Anhang A. Jugendhilfeplanung 131
Anhang B. Neue Steuerung 143
Anhang C. Controlling-Konzept 159
Anhang D. Balanced Scorecard I 175
Anhang E. Balanced Scorecard II 196

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis
Einleitung 4
1. Jugendhilfeplanung – ein Instrument der fachlichen Steuerung 6
1.1 Grundlagen der Jugendhilfeplanung 6
1.1.1 Definitionen und Ziele 6
1.1.2 Jugendhilfeplanung als Teil kommunaler Entwicklungsplanung 8
1.1.3 Rechtliche Vorgaben des SGB VIII 9
1.1.3.1 Planungsverantwortung des öffentlichen Jugendhilfeträgers 10
1.1.3.2 Planungsaufgaben 11
1.1.3.3 Zielvorgaben 13
1.1.3.4 Beteiligung freier Träger an der Jugendhilfeplanung 14
1.1.3.5 Planungskoordination 15
1.1.3.6 Der Jugendhilfeausschuss im Rahmen der Planungsarbeit 16
1.1.4 Standards der Jugendhilfeplanung 18
1.2 Planungsansätze in der Jugendhilfeplanung 20
1.2.1 Die zielorientierte Planung 22
1.2.2 Die bereichsorientierte Planung 23
1.2.3 Die sozialraumorientierte Planung 25
1.2.4 Die zielgruppenorientierte Planung 26
1.2.5 Die integrierte Jugendhilfeplanung 28
1.3 Elemente von Planungs- und Entscheidungsprozessen 29
1.3.1 Ziel- und Konzeptentwicklung 31
1.3.2 Sozialraumbeschreibung und -analyse 34
1.3.3 Bestandserhebung und Bestandsfeststellung 37
1.3.4 Bedarfsermittlung 43
1.3.5 Bedürfnisermittlung unter Beteiligung der Betroffenen 47
1.3.6 Maßnahmenplanung und Realisierung 49
1.3.7 Evaluation und Fortschreibung 52
1.4 Planung und Steuerung in der Jugendhilfe 54
2. Das Neue Steuerungsmodell der KGSt 56
2.1 Einführung 56
2.2 Das Grundkonzept 57
2.3 Die Kernelemente des Neuen Steuerungsmodells 60
2.3.1 Kundenorientierung und Qualitätsmanagement 60
2.3.2 Outputorientierung 62
2.3.2.1 Strategische Steuerung und Kontraktmanagement 63
2.3.2.2 Haushalt und Rechnungswesen 65
2.3.2.3 Produkte 67
2.3.2.4 Kennzahlen 72
2.3.2.5 Budgetierung 74
2.3.2.6 Controlling 76
2.3.2.7 Berichtswesen 80
2.3.2.8 Wettbewerb und Interkommunaler Vergleich 83
2.3.3 Dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung 85
2.3.4 Personalentwicklung 88
2.3.5 Technikunterstütze Informationsverarbeitung (TuI) 90
3. Die kritische Diskussion der Neuen Steuerung in der Jugendhilfe 91
4. Neue Steuerung und die Vorgaben des SGB VIII 95
4.1 Steuerung der Jugendhilfe 95
4.2 Das Hilfeplanverfahren 95
4.3 Die Jugendhilfeplanung 96
4.4 Der Jugendhilfeausschuss als zentrale Steuerungsinstanz 100
5. Balanced Scorecard - ein Beispiel integrativer Steuerung 106
5.1 Einführung 106
5.2 Balanced Scorecard – ein Managementsystem 107
5.3 Vision und strategische Ziele 108
5.4 Die vier Managementperspektiven 109
5.5 Funktionen der Balanced Scorecard 114
5.6 Leistungsmessung und Feedback 117
5.7 Transparenz der Arbeit 119
5.8 Qualitätsmanagement und Controlling 119
5.9 Fazit 120
6. Resümee 122
7. Literatur und Bildnachweis 126
8. Anhang 130
Anhang A. Jugendhilfeplanung 131
Anhang B. Neue Steuerung 143
Anhang C. Controlling-Konzept 159
Anhang D. Balanced Scorecard I 175
Anhang E. Balanced Scorecard II 196

Textprobe:

Kapitel 2.3.3, Dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung:

Ein weiterer Grundpfeiler des Neuen Steuerungsmodells ist die Dezentralisierung der Aufbau- und Ablauforganisation. Dies bedeutet die möglichst weitgehende Delegation von Entscheidungsverantwortung auf untergeordnete Hierarchieebenen. Derjenige, der für die Ergebnisse eines Produktes bzw. einer Leistung verantwortlich ist, soll auch über die hierfür benötigten Ressourcen entscheiden können. Je nach Organisationsgröße umfasst die dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung die teilweise oder volle Entscheidungsfreiheit und Verantwortung bei Personal-, Finanz-, Organisations- und Informationsfragen. Bisher lag die Entscheidung hierüber bei den Querschnittsämtern, die künftig diese und weitere Querschnittsfunktionen an die neu zu bildenden Fachbereiche abtreten sollen.

Durch dezentrale Ressourcenverantwortung soll erreicht werden, dass die Entscheidungen dort getroffen und verantwortet werden, wo die größte Nähe zum Entscheidungsgegenstand gegeben ist. Durch die Übertragung von Handlungsspielräumen für Personal- und Sachmittel bei gleichzeitiger Ergebnisverantwortung sollen bei den MitarbeiterInnen Motivations- und Leistungspotentiale freigesetzt, die Wirtschaftlichkeit erhöht und Kosten eingespart werden.

Nach diesem Modell werden die sachlich eng zusammengehörenden Arbeitseinheiten/Fachämter zu Fachbereichen zusammengefasst. Diese erhalten dadurch die notwendige Größe, damit ihnen die vorgenannten Verantwortungsbereiche übertragen werden können und die Budgets hinreichende Dispositionsmöglichkeiten bieten. Zugleich soll in der neuen Aufbauorganisation die Gliederungstiefe auf ein Minimum in der Vertikalen wie Horizontalen zurückgeführt werden (Minimal-Ebenen-Prinzip). Dies bedeutet insgesamt eine Abflachung der Hierarchie nach dem Vorbild der ‚Lean Administration’ sowie eine Umstellung von hierarchieorientierten zu prozessorientierten Arbeitsabläufen.

Arbeit zitieren:
Jenner, Dietrich Februar 2002: Kommunale Jugendhilfeplanung und Neue Steuerung - Widersprüche, Chancen, Perspektiven, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Neues Steuerungsmodell, Verwaltungsbetriebslehre, Sozialmanagement, Controlling, Jugendarbeit

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren