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Koalitionskrise und Mißtrauensvotum 1972

Koalitionskrise und Mißtrauensvotum 1972
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Matthias Kirchner
  • Abgabedatum: Februar 2003
  • Umfang: 146 Seiten
  • Dateigröße: 718,2 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6824-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6824-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6824-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kirchner, Matthias Februar 2003: Koalitionskrise und Mißtrauensvotum 1972, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Willy Brandt, Rainer Barzel, Neue Ostpolitik, Sozialliberale Koalition, Walter Scheel

Magisterarbeit von Matthias Kirchner

Einleitung:

„Strauß und Barzel üben fleißig, für ein neues Dreiunddreißig!“ So skandierten im April des Jahres 1972 Demonstranten in den Straßen Hamburgs, die sich - wie Zehntausende anderer Menschen auch - zu einer von vielen Kundgebungen im gesamten Land versammelt hatten, um gegen den Versuch der CDU/CSU-Opposition zu protestieren, die von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) geführte Regierung aus Sozialdemokraten und Liberalen über ein konstruktives Mißtrauensvotum gemäß Art. 67 GG zu stürzen. Die Parlamentsmehrheit der nach der Bundestagswahl von 1969 gebildeten sozialliberalen Koalition war bis zum Frühjahr 1972 durch mehrere Partei- und Mandatswechsel von Bundestagsabgeordneten der SPD und FDP zur CDU/CSU so stark zusammengeschrumpft, daß die Opposition mit Hilfe dieser „Überläufer“ den Sturzversuch wagen konnte.

Zentrales Thema der vorliegenden Arbeit sind Ursachen, Verlauf und Ergebnis dieser Krise der sozialliberalen Koalition und des konstruktiven Mißtrauensvotums vom 27. April 1972. Bei der Herausarbeitung der Ursachen gilt es zu fragen, ob möglicherweise bereits in der Ausgangslage des Jahres 1969 Probleme und Gefahren für die Koalition erkennbar waren, die in Zusammenhang mit der späteren Krise standen. Für die Betrachtung der Ursachen, aber auch des Verlaufs, ist zudem die Einbeziehung der von der sozialliberalen Koalition verfolgten „Neuen Ostpolitik“ von Bedeutung, deren konkrete Umsetzung zwischen 1969 und 1972 innenpolitisch hochgradig umstritten war und die auf ihren möglichen Einfluß auf die Krise hin zu untersuchen ist. Besonders die Erörterung der Haltung der CDU/CSU zu dieser Politik, aber auch ihrer Strategie als Oppositionspartei gegenüber der Regierung ist für eine Analyse der Krise zudem unerläßlich.

Im Zusammenhang mit dem Ergebnis der Krise, dem Scheitern des konstruktiven Mißtrauensvotums und der darauffolgenden vorgezogenen Neuwahl des Bundestages im November 1972 soll desweiteren zu klären versucht werden, welche Rolle dabei das erstmals in der Geschichte der BRD auf Bundesebene angewandte Verfassungsinstrument des konstruktiven Mißtrauensvotums spielte und ob sich die mit der Einführung von Art. 67 GG verbundenen Erwartungen des Parlamentarischen Rates - die Verhinderung oder Lösung von Regierungskrisen - 1972 erfüllen konnten. Aus diesem Grund ist es notwendig, in dieser Arbeit auch auf die verfassungsgeschichtlichen Hintergründe des konstruktiven Mißtrauensvotums einzugehen, die eng mit den Erfahrungen der Weimarer Republik zusammenhängen.

Als Quellen, die analytisch-deskriptiv bearbeitet wurden, sind zur Beantwortung der Fragestellung zunächst die stenographischen Berichte der Verhandlungen des Deutschen Bundestages herangezogen worden, um die parlamentarische Diskussion nachzuzeichnen. Da die innenpolitischen Auseinandersetzungen auch in den Medien ihren Niederschlag fanden, wurden zudem überregionale Tages- und Wochenzeitungen ausgewertet. Ebenfalls einbezogen wurde Memoirenliteratur, wobei es hier die Subjektivität und Einseitigkeit dieser Quellengattung zu berücksichtigen galt.

Was den Forschungsstand betrifft, so wurden die Krise des Jahres 1972 und das Mißtrauensvotum bisher in zahlreichen historischen und politikwissenschaftlichen Studien thematisiert, die sich allerdings entweder mit der sozialliberalen Koalition im allgemeinen oder primär mit der Neuen Ostpolitik auseinandersetzen. An erster Stelle ist hier die ältere, aber immer noch grundlegende Arbeit zur „Ära Brandt/Scheel“ von Arnulf Baring zu nennen, der - leider unter Verzicht auf Anmerkungen und Quellenangaben - die Ursprünge sowie die außen- und innenpolitische Umsetzung der Neuen Ostpolitik beschreibt und dabei auch auf das Mißtrauensvotum und dessen Hintergründe eingeht. Neben der kaum noch überschaubaren Literatur zur sozialliberalen Neuen Ostpolitik existieren auch einige Studien zur ost- und deutschlandpolitischen Konzeption der CDU/CSU und ihrem Verhalten während der Oppositionszeit ab 1969. Hierbei sind die Arbeiten von Christian Hacke zu nennen, der die Positionen der verschiedenen Gruppen in der Union herausgearbeitet hat, sowie insbesondere die 1998 erschienene Studie von Anselm Tiggemann, die sich intensiv mit den innenpolitischen Auseinandersetzungen um die Durchsetzung der Außenpolitik der Regierung Brandt/Scheel und der Haltung der Union zur Neuen Ostpolitik befaßt. Hervorzuheben sind weiterhin einige neuere Arbeiten, die nach dem Zusammenbruch der DDR entstanden sind und die auf der Grundlage der dadurch zugänglich gewordenen Akten des Ministeriums für Staatssicherheit auch entscheidende neue Erkenntnisse über die Hintergründe des konstruktiven Mißtrauensvotums bieten. Die Thematik der Arbeit erforderte naturgemäß neben der Verwendung geschichtswissenschaftlicher Literatur zusätzlich die Heranziehung einschlägiger verfassungsrechtlicher und politikwissenschaftlicher Studien.

Aufgebaut ist die Arbeit in vier Kapitel. Zunächst werden in einem verfassungsgeschichtlichen Abschnitt Entstehungsgeschichte, Bedeutung und Ziele des konstruktiven Mißtrauensvotums gemäß Art. 67 GG skizziert, wobei die mit dem destruktiven Mißtrauensvotum gemäß Art. 54 WRV in der Weimarer Republik gemachten Erfahrungen von zentraler Bedeutung sind. In einem kurzen Exkurs wird dabei auch auf die umstrittene Frage nach einem „Erfinder“ dieses Verfassungsinstruments eingegangen.

Das zweite Kapitel behandelt die Ausgangslage der Regierung Brandt/Scheel. Hierbei gilt es, ausgehend von der sogenannten „Erneuerung“ der FDP in den sechziger Jahren, das Zustandekommen des sozialliberalen Bündnisses bis zur Regierungsbildung und Kanzlerwahl 1969 darzulegen und nach eventuellen Problemen bzw. Gefahren für die Stabilität der Regierungskoalition zu fragen, die sich bereits 1969 offenbarten.

Ursachen und Verlauf der Krise von 1972 sind Thema des dritten Kapitels, das zunächst kurz Entstehung und Inhalte der „Neuen Ostpolitik“ darlegt, um darauf aufbauend die Haltung der Union zu dieser Politik und ihre damit eng zusammenhängende Strategie als Oppositionspartei gegenüber der Regierung zu untersuchen, was schließlich auch in die Frage mündet, wann und warum die Entscheidung für ein konstruktives Mißtrauensvotum fiel. In diesem Zusammenhang ist besonders auf den Mehrheitsverlust der Regierung Brandt/Scheel aufgrund der Partei- und Mandatswechsel einiger Koalitionsabgeordneter einzugehen, die das Mißtrauensvotum erst ermöglichten und heftige Diskussionen auslösten. Für die Klärung der Ursachen dieses Mehrheitsverlustes ist eine Betrachtung der innerparteilichen Krise der FDP, aber auch ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Motive der einzelnen Parteiwechsler notwendig.

Das vierte Kapitel ist schließlich dem Höhepunkt der Krise, der Abstimmung über den Mißtrauensantrag im April 1972 gewidmet, wobei hier auch neue Erkenntnisse über deren Hintergründe und die Einflußnahme der DDR bzw. des Ministeriums für Staatssicherheit auf das Abstimmungsverhalten einzelner Abgeordneter eingearbeitet wurden. Hierauf wird zunächst auf die Ratifizierung der Ostverträge eingegangen, nach der der Weg zur endgültigen Beilegung der Krise durch die Herbeiführung vorgezogener Neuwahlen über die Vertrauensfrage des Bundeskanzlers frei war.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 1
1 Das Instrument des konstruktiven Mißtrauensvotums 4
1.1 Das Mißtrauensvotum in der Weimarer Reichsverfassung 4
1.1.1 Bedeutung und Ziele des Art. 54 WRV 4
1.1.2 Kritik und Reformversuche in der Weimarer Republik 5
1.2 Das Mißtrauensvotum im Grundgesetz der BRD 8
1.2.1 Zur Entstehungsgeschichte des Art. 67 GG 8
1.2.2 Exkurs - Wer „erfand“ das konstruktive Mißtrauensvotum? 12
1.2.3 Bedeutung und Ziele des Art. 67 GG 14
1.2.4 Die Diskussion um Art. 67 GG nach 1949 16
1.3 Fazit 18
2 Die Ausgangslage - Der Machtwechsel von 1969 19
2.1 Auf dem Weg zum Bündnis zwischen SPD und FDP 20
2.1.1 „Opas FDP ist tot“ - Die Erneuerung der Liberalen 20
2.1.2 „Auf leisen Sohlen zur Macht“ - Die Annäherung von SPD und FDP 27
2.2 Der Machtwechsel 33
2.2.1 „Willy ran, mach's!“ - Bundestagswahl und Regierungsbildung 1969 33
2.2.2 „200prozentige Mehrheit“ - Die Wahl Willy Brandts zum Bundeskanzler 42
2.3 Fazit 44
3 Der Weg in die Krise 45
3.1 Der Streit um die „Neue Ostpolitik“ und die Strategie der Union 45
3.1.1 „Wandel durch Annäherung“ - Entstehung und Inhalte der Neuen Ostpolitik 45
3.1.2 „Verhinderte Regierungspartei“ - Die CDU/CSU in der Opposition 51
3.1.3 „So Nicht!“ - Die Haltung der Union zur Neuen Ostpolitik 54
3.2 Der Mehrheitsverlust der Regierung Brandt/Scheel 66
3.2.1 Die innerparteiliche Krise der FDP 66
3.2.2 Die Diskussion über die Partei- und Mandatswechsel 72
3.2.3 Die Ratifizierungsdebatte und der Übertritt Herbert Hupkas 75
3.2.4 Die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen 78
3.2.5 Die Entscheidung für ein Mißtrauensvotum 82
3.3 Fazit 88
4 Vom Mißtrauensvotum zur Neuwahl 1972 89
4.1 Das Mißtrauensvotum 89
4.1.1 Haushaltsdebatte und Abstimmung über den Mißtrauensantrag 89
4.1.2 „Wer war es?“ - Die Suche nach den Abtrünnigen in der Union 99
4.2 Vom Parlamentarischen Patt zum Ende der Krise 103
4.2.1 „Weder - noch“ - Die Ratifizierung der Ostverträge 103
4.2.2 „Willy wählen“ - Neuwahlen als Ausweg aus der Krise 108
5 Schlußbetrachtung 113
6 Anhang I
6.1 Abkürzungsverzeichnis I
6.2 Literaturverzeichnis II
6.2.1 Quellen II
6.2.2 Sekundärliteratur V

Automatisiert erstellter Textauszug:

konstruktiven Mißtrauensvotums einzugehen, die eng mit den Erfahrungen der Weimarer Republik zusammenhängen. Als Quellen, die analytisch-deskriptiv bearbeitet wurden, sind zur Beantwortung der Fragestellung zunächst die stenographischen Berichte der Verhandlungen des Deutschen Bundestages herangezogen worden, um die parlamentarische Diskussion nachzuzeic hnen. Da die innenpolitischen Auseinandersetzungen auch in den Medien ihren Niederschlag fanden, wurden zudem überregionale Tages- und Wochenzeitungen ausgewertet. Ebenfalls einbezogen wurde Memoirenliteratur, wobei es hier die Subjektivität und Einseitigkeit dieser Quellengattung zu berücksichtigen galt. Was den Forschungsstand betrifft, so wurden die Krise des Jahres 1972 und das Mißtrauensvotum bisher in zahlreichen historischen und politikwissenschaftlichen Studien thematisiert, die sich allerdings entweder mit der sozialliberalen Koalition im allgemeinen oder primär mit der Neuen Ostpolitik auseinandersetzen. An erster Stelle ist hier die ältere, aber immer noch grundlegende Arbeit zur „Ära Brandt/Scheel“ von A rnulf Baring zu nennen, der - leider unter Verzicht auf Anmerkungen und Quellenangaben die Ursprünge sowie die außen- und innenpolitische Umsetzung der Neuen Ostpolitik beschreibt und dabei auch auf das Mißtrauensvotum und dessen Hintergründe eingeht. 2 Neben der kaum noch überschaubaren Literatur zur sozialliberalen Neuen Ostpolitik existieren auch einige Studien zur ost- und deutschlandpolitischen Konzeption der CDU/CSU und ihrem Verhalten während der Oppositionszeit ab 1969. Hierbei sind die Arbeiten von Christian Hacke zu nennen, der die Positionen der verschiedenen Gruppen in der Union herausgearbeitet hat, 3 sowie insbesondere die 1998 erschienene Studie von Anselm Tiggemann, die sich intensiv mit den innenpolitischen Auseinandersetzungen um die Durchsetzung der Außenpolitik der Regierung Brandt/Scheel und der Haltung der Union zur Neuen Ostpolitik befaßt. 4 Hervorzuheben sind weiterhin einige neuere Arbeiten, die nach dem Zusammenbruch der DDR entstanden sind und die auf der Grundlage der dadurch zugänglich gewordenen Akten des Ministeriums für Staatssicherheit auch entscheidende neue Erkenntnisse über die Hintergründe des konstruktiven Mißtrauensvotums bieten. 5 Die Thematik der Arbeit erforderte naturgemäß neben der Verwendung geschichtswissenschaftlicher Literatur zusätzlich die Heranziehung einschlägiger verfassungsrechtlicher und politikwissenschaftlicher Studien. [...]

Einleitung „Strauß und Barzel üben fleißig, für ein neues Dreiunddreißig!“ 1 So skandierten im April des Jahres 1972 Demonstranten in den Straßen Hamburgs, die sich - wie Zehntausende anderer Menschen auch - zu einer von vielen Kundgebungen im gesamten Land versammelt hatten, um gegen den Versuch der CDU/CSU-Opposition zu protestieren, die von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) geführte Regierung aus Sozialdemokraten und Liberalen über ein konstruktives Mißtrauensvotum g emäß Art. 67 GG zu stürzen. Die Parlamentsmehrheit der nach der Bundestagswahl von 1969 gebildeten sozialliberalen Koalition war bis zum Frühjahr 1972 durch mehrere Partei- und Mandatswechsel von Bundestagsabgeordneten der SPD und FDP zur CDU/CSU so stark zusammengeschrumpft, daß die Opposition mit Hilfe dieser „Überläufer“ den Sturzversuch wagen konnte. Zentrales Thema der vorliegenden Arbeit sind Ursachen, Verlauf und Ergebnis dieser Krise der s ozialliberalen Koalition und des konstruktiven Mißtrauensvotums vom 27. April 1972. Bei der Herausarbeitung der Ursachen gilt es zu fragen, ob möglicherweise bereits in der Ausgangslage des Jahres 1969 Probleme und Gefahren für die Koalition erkennbar waren, die in Zusammenhang mit der späteren Krise standen. Für die Betrachtung der Ursachen, aber auch des Verlaufs, ist zudem die Einbeziehung der von der sozialliberalen Koalition verfolgten „Neuen Ostpolitik“ von Bedeutung, deren konkrete Umsetzung zw ischen 1969 und 1972 innenpolitisch hochgradig umstritten war und die auf ihren möglichen Einfluß auf die Krise hin zu untersuchen ist. Besonders die Erörterung der Haltung der CDU/CSU zu dieser Politik, aber auch ihrer Strategie als Oppositionspartei gege nüber der Regierung ist für eine Analyse der Krise zudem unerläßlich. Im Zusammenhang mit dem Ergebnis der Krise, dem Scheitern des konstruktiven Mißtrauensvotums und der darauffolgenden vorgezogenen Neuwahl des Bundestages im November 1972 soll desweiteren zu klären versucht werden, welche Rolle dabei das erstmals in der Geschichte der BRD auf Bundesebene angewandte Verfassungsinstrument des konstruktiven Mißtrauensvotums spielte und ob sich die mit der Einführung von Art. 67 GG verbundenen Erwartungen des Parlamentarischen Rates - die Verhinderung oder Lösung von Regierungskrisen - 1972 erfüllen konnten. Aus diesem Grund ist es notwendig, in dieser Arbeit auch auf die verfassungsgeschichtlichen Hintergründe des [...]

Anfang Mai angesetzten Ratifizierung der Ostverträge stattfindenden Wahl in B adenWürttemberg, wo seit 1966 eine Große Koalition aus CDU und SPD regierte, wieder eine erhebliche Bedeutung zu. 456 Die Wahlen endeten mit einer spektakulären Niederlage für die Sozialliberalen. Zwar gelang es der SPD, sich um 8,6% auf 37,6% zu verbessern, gleichzeitig stürzte allerdings die FDP von ehemals 14,4% auf nur noch 8,9% ab, während die CDU unter der Führung von Hans Filbinger um 8,7% auf 52,9% zulegte und damit nicht nur die absolute Mehrheit im Land gewann und künftig alleine die Regierung stellte, sondern der Union dadurch auch die Mehrheit im Bundesrat mit einem Vorsprung von einer Stimme verschaffte. 457 Wichtiger noch als dieser überwältigende Sieg war für die Union, daß eine Stunde vor Schließung der Wahllokale in Baden-Württemberg überraschend der FDP458 [...]

Arbeit zitieren:
Kirchner, Matthias Februar 2003: Koalitionskrise und Mißtrauensvotum 1972, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Willy Brandt, Rainer Barzel, Neue Ostpolitik, Sozialliberale Koalition, Walter Scheel

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