Knock-Out-Optionsscheine am deutschen Markt
Darstellung, Bewertung und Analyse
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Metin Simsek
- Abgabedatum: September 2006
- Umfang: 125 Seiten
- Dateigröße: 959,8 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Passau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9638-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9638-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9638-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Simsek, Metin September 2006: Knock-Out-Optionsscheine am deutschen Markt, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Aktie, Financial Engineering, Barrier Options, Turbo-Optionsscheine, Hebelzertifikate
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Diplomarbeit von Metin Simsek
Einleitung:
Im November 2001 stellte BNP Paribas ein neuartiges Finanzprodukt vor: Es wurde ein verbrieftes Derivat als Alternative zu herkömmlichen Optionsscheinen (sog. Plain Vanillas) aus der Taufe gehoben, um eine einfache und vor allem transparente Preisbildung kommunizieren zu können. Diese Generation von Derivaten sollte ihre Existenzberechtigung vor allem dadurch erhalten, dass die den Plain Vanillas inhärenten Risiken wie der Einfluss der Volatilität und der Zeitwertverfall auf ein vernachlässigbar geringes Ausmaß minimiert werden. Die absoluten Kursbewegungen des Basiswertes sollen somit nahezu ‚eins zu eins’ umgesetzt werden, um die Hebelwirkung zu verstärken. Diese Vorteile werden jedoch durch eine eingebaute Knock-Out-Barriere erkauft, bei deren Verletzung das Produkt vorzeitig und endgültig wertlos verfällt.
Der Zeitpunkt der erstmaligen Emission wurde nicht zufällig ausgewählt, sondern vielmehr durch einen exogenen Schock begünstigt: Als Folge der Terroranschläge vom 11.September 2001 hatten die impliziten Volatilitäten der Plain Vanillas weltweit ein Rekordhoch erreicht. So kann ein Engagement in Zeiten relativ hoher Volatilitäten trotz richtiger Prognose des zukünftigen Underlying-Kursverlaufs mit einem Verlust enden. Dies ist immer dann der Fall, wenn anschließend sinkende Volatilitäten mehr am Zeitwert zehren, als am inneren Wert hinzu gewonnen wird.
Das Konzept führte zu einer solch immensen Nachfrage, dass die übrigen Banken innerhalb von wenigen Monaten mit ihren eigenen Versionen des Knock-Out-Produkts reagierten. Mit den unterschiedlichsten Produktbezeichnungen der Emittenten entstand so ein eigenständiges Marktsegment, das nach nur einem knappen Jahr mehr Prämieneinnahmen (in Euro) erzielte als die Plain Vanillas, die sich seit 1989 in Deutschland fest etablieren konnten und bis zu diesem Zeitpunkt kontinuierlich Umsatzzuwächse verzeichneten.
Allein im ersten Halbjahr 2005 wurde in diesem Marktsegment (börslich und außerbörslich) mit 29,06 Milliarden Euro mehr Prämienvolumen generiert als mit Plain Vanillas, die für Einnahmen von 15,4 Mrd. Euro sorgten. Die Deutsche Börse AG berichtet in ihrem Rundschreiben vom Februar 2005 von dem Phänomen, dass trotz eines historischen Tiefs der impliziten Volatilitäten, das die Plain Vanillas vergleichsweise preiswert macht, die Beliebtheit der Knock-Out-Produkte ungebrochen ist.
Als Basiswert dienten zunächst Aktienindizes und einzelne Aktien. Inzwischen werden jedoch auch Devisen, Rohstoffe und Zinsen bedient. In der Long-Variante, die von steigenden Kursen des Basiswertes profitiert, entspricht das Produkt einem Down-and-Out Call und in der Short-Variante, die entsprechend bei Kursrückgängen Gewinne erzielt, einem Up-and-Out Put. Bei beiden Varianten handelt es sich um sog. Barrier-Optionen, die zu den pfadabhängigen Exotischen Optionen zählen.
Im Vergleich zu Plain Vanillas zeichnen sich die ‚Exoten’ dadurch aus, dass sie eine günstigere und flexiblere Absicherungsmöglichkeit gegenüber ungewollten Entwicklungen bieten. Für pfadabhängige Optionen ist nicht nur der Basiswert-Kurs zum Fälligkeitszeitpunkt relevant, sondern auch der historische Kursverlauf. Barrier-Optionen verdanken ihren Namen der Barriere, bei deren Erreichen das Optionsrecht entweder auflebt (In-Option) oder erlischt (Out-Option); die Barriere kann bei Emission entweder unter dem aktuellen Underlying-Kurs liegen (Down-Option) oder aber darüber (Up-Option). Da man als drittes Ausstattungsmerkmal zwischen einer Kaufoption (Call) und einer Verkaufsoption (Put) unterscheiden kann, ergeben sich somit mindestens 8 (=23) Permutationen, die in der angelsächsischen Literatur erschöpfend behandelt werden.
Die in Deutschland als Finanzinnovation zelebrierten Produkte werden dieser Auszeichnung allerdings nur national gerecht. Bereits im Jahre 1969, vier Jahre vor der Eröffnung der Chicago Board Options Exchange (CBOE), wird nämlich in einem Aufsatz über alternative Optionen ein Finanzderivat im US-amerikanischen außerbörslichen Handel beschrieben, das man heute als Down-and-Out Call bezeichnen würde.
In den späten Achtzigern des letzten Jahrhunderts traten in den USA erstmals auch Up-and-Out Puts in Erscheinung, die an den japanischen Nikkei-Index gekoppelt waren. In Deutschland wurden auch vereinzelt Barrier-Optionen emittiert, bis Mitte der Neunziger Jahre horrende Verluste von großen Unternehmen wie Procter & Gamble und sogar ganzer Kommunen wie Orange County durch falschen Einsatz von Exotischen Optionen das gesamte Marktsegment in ein schlechtes Licht rückten.
Problemstellung:
Angesichts der Erfolgsgeschichte dieses Produkts und der rasanten Entwicklung in diesem Marktsegment erscheint eine kritische, analytische Auseinandersetzung mit der Materie gerechtfertigt. Die zentralen Ziele der vorliegenden Arbeit bestehen deshalb darin, dieses Finanzinstrument aus der Sicht der Optionspreistheorie zu bewerten und zu analysieren. Diese Arbeit stellt einen Versuch dar, das als innovatives Nonplusultra propagierte Produkt in den theoretisch sachlichen Kontext einzuordnen und somit gewissermaßen zu „entmystifizieren“.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit Down-and-Out Calls und Up-and-Out Puts, da nur diese Varianten für den deutschen Kapitalmarkt relevant sind. Die Letzteren werden allerdings zur Vermeidung von Redundanz durch bloße spiegelbildliche Reproduktion nur da explizit behandelt, wo sie sich durch ihren Eigencharakter hierfür qualifizieren.
Die In-Option wird nur in einem komplementären Sinne in Paritätsbeziehungen berücksichtigt. Soweit nicht explizit modifiziert, soll die Knock-Out-Barriere identisch mit dem Basispreis sein. Dies trägt nicht nur der deutschen Usance in der Praxis Rechnung, sondern dient auch der Vereinfachung der Analyse. Es existiert nur eine Barriere und diese wird kontinuierlich überwacht. Die Barriere und der Basispreis beziehen sich beide auf den Kursverlauf desselben Underlyings. Die Ausübung der Option erfolgt Europäisch. Es wird grundsätzlich unterstellt, dass das Underlying keine Dividenden zahlt. Eine explizite Berücksichtigung würde zu Lasten der Übersichtlichkeit gehen, ohne das Lösungsprinzip zu tangieren. Zweck dieser definitorischen Abgrenzung ist ein einheitlich verwendetes und eindeutig definiertes Begriffsinstrumentarium.
In der angelsächsischen Theorie und Praxis wurden in den letzten Jahren Weiterentwicklungen der Grundform vorgestellt, die bspw. zwei Barrieren beinhalten oder eine diskrete Überwachung vorsehen. Eine zweidimensionale Variante knüpft die Knock-Out-Bedingung und die Endauszahlung jeweils an unterschiedliche Basiswerte.
Darüber hinaus existieren auch Versionen mit einer Amerikanischen Ausübung und solche, die ein sog. Rebate (etwa: Rückvergütung) im Falle einer Barriere-Verletzung auszahlen.
Eine Berücksichtigung all dieser Weiterentwicklungen würde den Umfang dieser Arbeit sprengen, deshalb sollen diese nicht behandelt werden. Außerdem würde ein solcher Versuch mit dem Ziel kollidieren, sich dem deutschen Kapitalmarkt zu widmen.
Gang der Untersuchung:
In Kapitel 2 wird zunächst die grundsätzliche Funktionsweise der Knock-Out-Optionsscheine dargestellt.
Anschließend folgt in Kapitel 3 ein systematischer Überblick über die Bewertungsmethoden.
In Kapitel 4 soll im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse untersucht werden, wie sensibel der Optionswert jeweils auf die Veränderung der Einflussfaktoren reagiert.
Kapitel 5 widmet sich den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten dieser Produkte, bevor in Kapitel 6 ein Exkurs in die Praxis vorgenommen wird. Hierbei sollen die in praxi anzutreffenden Probleme beleuchtet und eine neue Produktgeneration vorgestellt werden. Kapitel 7 fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Kapitel 3 und Kapitel 4 bilden den Kern der vorliegenden Arbeit, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf der systematischen Herleitung der Bewertungsformel von RUBINSTEIN/REINER in Abschnitt 3.1.2 liegt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Symbolverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | IX | |
| Tabellenverzeichnis | X | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und themenadäquate Abgrenzung | 3 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 4 |
| 2. | Funktionsweise und Zahlungsprofil | 5 |
| 2.1 | Down-and-Out Calls | 5 |
| 2.2 | Up-and-Out Puts | 8 |
| 3. | Bewertungsmethoden | 9 |
| 3.1 | Bewertung in stetiger Zeit (BLACK/SCHOLES (1973)) | 10 |
| 3.1.1 | Direkte Lösung der partiellen Differentialgleichung | 12 |
| 3.1.2 | Das Modell von RUBINSTEIN/REINER (1991) | 16 |
| 3.1.2.1 | Die Barriere | 17 |
| 3.1.2.1.1 | Absorbierende Barrieren | 17 |
| 3.1.2.1.2 | Reflektierende Barrieren | 17 |
| 3.1.2.2 | Die Dichtefunktion | 21 |
| 3.1.2.2.1 | Die unbeschränkte Dichtefunktion | 22 |
| 3.1.2.2.2 | Defective Density | 23 |
| 3.1.2.3 | Die Bewertungsformel | 27 |
| 3.1.3 | Kritische Würdigung | 34 |
| 3.2 | Bewertung in diskreter Zeit | 35 |
| 3.2.1 | Duplikation in einem Binomialbaum | 36 |
| 3.2.2 | Duplikation bei einem Zinssatz > 0 | 42 |
| 3.2.3 | Ansätze zur Berücksichtigung der inkonstanten Volatilität | 45 |
| 3.3 | Kritische Würdigung | 47 |
| 4. | Sensitivitätsanalyse („Die Griechen“) | 50 |
| 4.1 | Wertverlauf | 50 |
| 4.2 | Das Delta | 52 |
| 4.3 | Das Gamma | 54 |
| 4.4 | Das Omega | 55 |
| 4.5 | Das Vega | 57 |
| 4.6 | Das Theta | 58 |
| 4.7 | Das Rho | 60 |
| 4.8 | Zusammenfassung | 61 |
| 5. | Einsatzmöglichkeiten | 62 |
| 5.1 | Knock-Out-Optionen als Absicherungsinstrumente | 62 |
| 5.2 | Knock-Out-Optionen als Spekulationsinstrumente | 63 |
| 5.3 | Knock-Out-Optionen als Hilfskonstrukte | 66 |
| 6. | Exkurs in die Praxis | 68 |
| 6.1 | Slippage Costs | 68 |
| 6.2 | Das Gap-Risiko | 69 |
| 6.3 | Open End-Produkte | 71 |
| 7. | Fazit | 75 |
| Anhang A | 79 | |
| Anhang B | 82 | |
| Anhang C | 85 | |
| Anhang D | 87 | |
| Anhang E | 88 | |
| Anhang F | 89 | |
| Literaturverzeichnis | 105 | |
| Erklärung | 116 |
dass die Zerlegung des DOC in fundamentalere, liquider gehandelte StandardOptionen, deren Marktpreise beobachtbar sind, angesichts vorhandener Transaktionskosten und anderer Marktunvollkommenheiten eine realistischere Schätzung des fairen Wertes der Zieloption erlaubt als theoretische Werte.257 Außerdem werden mit Standard-Optionen pfadunabhängige Instrumente eingesetzt, deren Risiken besser verstanden werden als die der pfadabhängigen Pendants.258 Eine statische Duplikation von Barrier-Optionen ist leichter mit der Relaxation der Annahme von Null-Transaktionskosten zu vereinbaren. Diese beinhalten nicht nur Kommissionen und Geld-Brief-Spannen (Spread), sondern auch Personalkosten, die aufgrund der Überwachung von offenen Positionen entstehen.259 Zu diesem Ergebnis kommt auch TOMPKINS (1998) und begründet dies damit, dass im Gegensatz zu einem dynamischen Hedging nur bei Initiierung und Liquidierung des Portfolios Transaktionskosten anfallen.260 Die dynamische Duplikation (Delta Hedging) erfordert eine Schätzung der künftigen Cost of Carry und der künftigen Volatilität. Für die statische Duplikation hingegen ist lediglich die Volatilität zum Zeitpunkt der Bildung des Duplikationsportfolios und zum Knock-Out-Zeitpunkt relevant. Die realisierte Volatilität in der Zwischenzeit hat keinerlei Konsequenzen für das statische Portfolio. Für die implizite Volatilität, die zu den beiden Zeitpunkten gilt, gilt diese Aussage jedoch nicht: Aus diesem Grund wird hierfür einer der beiden Ansätze aus dem letzten Abschnitt angewandt. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt der Volatilität, der für die Statik spricht: Die Optionsprämie, die bei der Bildung des statischen Portfolios gezahlt werden muss, wird auf Basis der dann geltenden impliziten Volatilität berechnet, die grundsätzlich höher als die historisch realisierte Volatilität ist.261 So fließt bei einer Liquidation auf der Barriere ein Teil dieses Aufschlags wieder an den Stillhalter zurück. Hier könnte allerdings der im Vergleich zum UnderlyingMarkt relativ illiquide Optionsmarkt ein Problem darstellen.262 Im Zusammenhang mit der Volatilität ist jedoch auch folgendes Problem zu beachten: Der Einsatz einer Volatility Surface ist insofern problematisch, als diese [...]
oder weniger) wettgemacht werden, so dass Out-Optionen grundsätzlich relativ unsensibel gegenüber Volatilitätsänderungen während der Laufzeit sein sollten.253 Diese Aussage soll jedoch in der noch folgenden Sensitivitätsanalyse in Abschnitt 4.5 kritisch überprüft werden. Der zweite Ansatz behält die reine Plain Vanilla-Struktur des Duplikationsportfolios bei und versucht, eine mit allen am Markt erhältlichen Standard-Optionen konsistente Duplikation von Barrier-Optionen zu gewährleisten. Hierzu wird im dreidimensionalen Raum die Abhängigkeit der impliziten Volatilität sowohl von der Restlaufzeit als auch von dem Basispreis dargestellt (Volatility Surface). Die Daten werden den realen, gegebenen Marktpreisen entnommen; für nicht gehandelte Basispreise oder Laufzeiten wird eine lineare Interpolation vorgenommen.254 Infolgedessen soll mit der Marktkonsistenz das Modellrisiko reduziert werden. Für das Rechenbeispiel im letzten Abschnitt bedeutet dies, dass nicht die theoretischen Werte gemäß BLACK/SCHOLES (1973), sondern die gegebenen Marktpreise der Optionen herangezogen werden. Genau dies ist die fundamentale Motivation hinter dem gesamten Abschnitt 3.2.255 Diese Vorgehensweise ermöglicht das Lösen der partiellen Differentialgleichung (4) mit einer kurs- und zeitabhängigen Volatilität und den Rand- und Nebenbedingungen von Abschnitt 3.1.1.256 Der Frage, ob die dargestellte statische Duplikation eines DOC eine geeignete Alternative zu der von der Theorie geforderten dynamischen Duplikation darstellt, wird im nachstehenden Abschnitt nachgegangen. [...]
gen Option.242 Für die Duplikation im letzten Abschnitt bedeutet dies, dass die synthetisch erzeugten Null-Positionen auf der Barriere nicht mehr gegeben sind.243 Ist die Volatilität zeitabhängig, aber deterministisch, hängt der benötigte Wert des Put im Portfolio 2 nämlich von der Zeit ab.244 In der Praxis wurden zwei Ansätze vorgeschlagen, um der Problematik der inkonstanten Volatilität im speziellen Kontext der Barrier-Optionen zu entgehen.245 Diese sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden. Der erste Ansatz nutzt die In-Out-Parität246 aus. Die implizite Volatilität des Vanilla-Calls im Portfolio 2 (Tabelle 4) wird unverändert gelassen.247 Der Put im selben Portfolio ist gemäß der Parität lediglich ein Duplikat des Down-and-In Calls248 (DIC): Der Stillhalter eines DIC (mit B = X) kann diesen duplizieren, indem er einen Put mit derselben Laufzeit und demselben Basispreis (= B) kauft. Sollte es nie zu einem Knock-In kommen, verfallen sowohl die In-Option als auch der Put wertlos. Wird jedoch die Barriere berührt, garantiert die Put-CallSymmetrie (hier die Put-Call-Parität wegen B = X) bei Cost of Carry von Null, dass der Erlös aus dem Verkauf des Put genau den Kosten für den Kauf des benötigten Calls entspricht.249 Um Tautologie zu vermeiden, wird jedoch nicht die implizite Volatilität eines DIC für den Put herangezogen, sondern die einer sog. One Touch-Option mit einer Barriere, die B entspricht.250 Hierbei handelt es sich um eine exotische Option, die bei Berühren der Barriere sofort einen ex ante bestimmten, fixen Betrag auszahlt.251 So beinhaltet die implizite Volatilität des Standard-Calls die Einschätzung des Marktes, wie weit im Geld der DOC enden wird. Die implizite Volatilität der One Touch-Option hingegen repräsentiert die Markteinschätzung, mit welcher Wahrscheinlichkeit es zu einem Knock-Out kommt.252 Dieser Zusammenprall der gegensätzlichen Effekte lässt die Vermutung zu, dass die bei relativ hoher Volatilität steigenden Chancen auf einen relativ hohen inneren Wert bei Fälligkeit durch die gleichzeitig steigende Knock-Out-Gefahr (mehr [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832496388
Arbeit zitieren:
Simsek, Metin September 2006: Knock-Out-Optionsscheine am deutschen Markt, Hamburg: Diplomica Verlag
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Aktie, Financial Engineering, Barrier Options, Turbo-Optionsscheine, Hebelzertifikate



