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Klezmorim und Klezmermusik

Traditionelle Instrumentalmusik der Juden Osteuropas

Klezmorim und Klezmermusik
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Susi Hudak
  • Abgabedatum: Juli 1997
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 6,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0550-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0550-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0550-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hudak, Susi Juli 1997: Klezmorim und Klezmermusik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Magisterarbeit von Susi Hudak

Einleitung:

Mitte der 1970er Jahre nahm in den USA eine Revivalbewegung jüdischer Musik ihren Anfang, die eine osteuropäisch jüdische Musiktradition wiederbeleben wollte, die seit dem Zweiten Weltkrieg in Osteuropa nahezu verschwunden war. Die Musiker aus der "Neuen Welt", größtenteils selber Kinder oder Enkel jüdischer Einwanderer, begannen sich für die Gebrauchsmusik ihrer Vorfahren in der "Alten Welt" zu interessieren. Es war die traditionelle Musik, die vor allem zu jüdischen Hochzeiten und religiösen Festtagen, aber auch bei Umzügen, Bällen und in Gasthäusern und Herbergen, sowohl zu jüdischen als auch zu nichtjüdischen Feierlichkeiten gespielt wurde: Die KIezmer-Musik.

Das Klezmer-Revival bezieht sich in seinem wiedererwachten Interesse für jüdische Volksmusik auf die Musizierpraxis im "Alten Europa" und gleichermaßen auf die "Alten Zeiten" der Einwanderungsperiode in die USA im ersten Drittel dieses Jahrhunderts. Um einschätzen zu können, was da wiederbelebt wurde, bedarf es eines umfassenden Bildes von der Musik und den Musikern aus der Zeit vor der grenzenlosen Stilvermischung und Stlldiversität, wie sie heutzutage in der Klezmermusik zu finden ist. Es wird hier also die ehemals traditionelle instrumentale Volksmusik der Juden Osteuropas näher zu betrachten sein, bzw. das, was sich davon noch rekonstruieren läßt. Die leitende Fragestellung dieser Arbeit soll demzufolge lauten: Wie sah die Musik aus, auf die sich das Klezmer-Revival gründet? Die Musik der Revival-Bewegung selbst, von ihren Rekonstruktionen bis zu ihren Weiterentwicklungen mit inhaltlichem, stilistischem und funktionalem Wandel, soll hierbei außer Betracht gelassen werden.

Gang der Untersuchung:

Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein möglichst differenziertes Bild von osteuropäischen Klezmer-Musikern und ihrer Musik zu entwerfen, das viele verschiedene Aspekte erfassen soll.

Musikalisch unmittelbar bedeutsam sind Fragestellungen nach dem Instrumentarium und den Instrumentenzusammenstellungen, dem Repertoire und den darin unterscheidbaren Stiltypen, den verwendeten Skalen sowie den melodischen, rhythmischen und harmonischen Besonderheiten. Einen anderen Bereich bilden Funktion und Stellenwert der Musik, die Gelegenheiten, zu denen die Musiker aufspielten und deren Sozialstatus. Ferner sollen Einflüsse und Wechselwirkungen zwischen jüdischer und nichtjüdischer Musik bzw. zwischen Musik unterschiedlicher lokaler Herkunft thematisiert werden.

Im Rahmen dieser Arbeit können nicht alle regionalen Traditionen detailgenau besprochen werden. Vielmehr soll es hier darauf ankommen, in einem breit angelegten Spektrum das Leben und Wirken der Klezmorim und ihre Musik darzustellen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Begriffsdefinition "Jüdische Musik" 2
1.2 Zum Terminus Klezmer 4
2. Zur Forschungsgeschichte 7
3. Instrumentalisten und Instrumentalensembles 12
4. Orte und Funktionen des Musizierens 20
4.1 Hochzeiten 20
4.2 Religiöse Feste 23
4.3 Weitere Anlässe 25
5. Sozialstatus der Klezmorim 27
5.1 Zum Sozialstatus der Spielleute allgemein 28
5.2 Spielleute im Urteil ihrer Zeitgenossen 29
5.2.1 Spielleute und Kirche 29
5.2.2 Spielleute und Musikgelehrte 31
5.2.3 Spielleute und die weltliche Obrigkeit 32
5.2.4 Spielleute und Bürger 34
5.3 Jüdische Spielleute 36
5.3.1 Das Bild der Klezmorim innerhalb der jüdischen Gemeinden 37
5.3.2 Einkommensverhältnisse 42
5.3.3 Frauen als Klezmorim 45
6. Die Musik 46
6.1 Die Quellen 50
6.2 Tonarten und Skalen 54
6.2.1 Ahava Raba Shteyger/alteriertes Phrygisch 57
6.2.2 Mi She Berakh Shteyger/alteriertes Dorisch 60
6.2.3 Adonay Malakh Shteyger 64
6.2.4 Moll 65
6.2.5 Dur 66
6.3 Tanzmusik 67
6.3.1 Freylekhs 68
6.3.2 Sher 70
6.3.3 Bulgarish 71
6.3.4 Hora 74
6.3.5 Khosidl 75
6.3.6 Sirba 77
6.3.7 Honga 78
6.3.8 Andere Tänze 78
6.4 Musik zum Zuhören 81
6.4.1 Doina 81
6.4.2 Taksim 84
6.4.3 Hochzeitsrepertoire 86
6.4.4 Tisch-Nign 88
6.5 Chassidische Nigunfm 89
6.6 Melodische, rhythmische und harmonische Charakteristika 95
7. Musikalische Einflüsse 100
7.1 Einfluß der Synagogalmusik 101
7.2 Osteuropäische Einflüsse 102
7.3 Mitteleuropäische Einflüsse 105
8. Schlußbemerkung 106
Literaturangaben 109
Anhang 116

Arbeit zitieren:
Hudak, Susi Juli 1997: Klezmorim und Klezmermusik, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:

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