Klassische und moderne Methoden der Aktienbewertung
Fundamentalanalyse in Theorie und Praxis
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marius Kostun
- Abgabedatum: Juni 2001
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 628,9 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4451-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4451-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4451-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kostun, Marius Juni 2001: Klassische und moderne Methoden der Aktienbewertung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Aktien, Aktienbewertung, Cash-Flow, Fundamentalanalyse, Unternehemensbewertung
In den Warenkorb
58,00 €
Diplomarbeit von Marius Kostun
Einleitung:
Im Verlauf des Jahres 1999 begann an den internationalen Aktienmärkten eine Aufschwungphase, die in der Geschichte der Wertpapiermärkte mit dem Boom der Industrialisierung vergleichbar war. Vorangetrieben durch die Globalisierung der Märkte und den ständig wachsenden Wettbewerb gewann der Kapitalmarkt für viele Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Insbesondere junge, dynamische Unternehmen der sogenannten „New Economy“ versuchen seit dem, mit dem Gang an die Börse ihre Geschäftsideen durchzusetzen. Bereits bei der Börseneinführung ist es wichtig, den richtigen, wahren bzw. fairen Wert eines Unternehmens zu ermitteln, um die Investoren auch langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Unternehmenswertermittlung vollzieht sich dabei anhand verschiedener klassischer und moderner Verfahren. Die Vielfalt und Komplexität dieser Methoden führt u.a. dazu, dass der Ruf nach erhöhter Transparenz und verbessertem Anlegerschutz lauter wurde. Inzwischen hat die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung (DVSA/SG ) den Standard für Researchberichte am Neuen Markt veröffentlicht. Die Diskussion um das „richtige“ Verfahren in der Aktienbewertung wird jedoch in jüngster Zeit weiter geführt. Die vorgelegte Arbeit soll dabei Aufklärungsarbeit leisten und zu weiterem Meinungsaustausch anregen.
Gang der Untersuchung:
Ziel dieser Arbeit ist es, die gebräuchlichsten Methoden der klassischen und modernen Aktienbewertung darzustellen und auf ihre Stärken und Schwächen zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen dabei das Ertragswert-, das Cash-Flow- und das Multiplikator-Verfahren. Des weiteren soll sie einen Einblick in die Praxis der fundamentalen Aktienbewertung vermitteln. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Abschnitte. In dem folgenden, zweiten Abschnitt werden die Grundlagen der fundamentalen Aktienanalyse dargestellt. Von zentraler Bedeutung sind hierbei die Analyse des Unternehmens sowie seiner Ertragskraft. Der dritte Abschnitt widmet sich den Verfahren zur Bestimmung des „inneren“ Wertes einer Aktie. Nach einem kurzen Überblick werden die klassischen als auch die modernen Verfahren nacheinander vorgestellt und einer kritischen Würdigung unterzogen. Einen Einblick in die Bewertungspraxis der fundamentalen Aktienanalyse gibt anschließend der nächste Abschnitt dieser Arbeit. Hier wird am Beispiel einer Unternehmensstudie der Deutschen Telekom AG gezeigt, wie ein Unternehmen mit Hilfe der Multiplikator-Methode und der DCF-Rechnung bewertet werden kann. Auf die Durchführung einer gesamtwirtschaftlichen Analyse sowie einer ausführlichen Branchenanalyse wird an dieser Stelle verzichtet. Im letzten Abschnitt werden dann die wichtigsten Aussagen nochmals zusammenfassend dargestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| I. | Einleitung | 1 |
| A. | Problemstellung | 1 |
| B. | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 1 |
| II. | Grundlagen der Fundamentalanalyse | 3 |
| A. | Ansätze der Fundamentalanalyse | 3 |
| 1. | Historischer Hintergrund | 3 |
| 2. | Einordnung in das Gebiet der Aktienanalyse | 3 |
| 3. | Begriff, Aufgaben und Teilgebiete der Fundamentalanalyse | 5 |
| 4. | Fundamentalanalyse und Unternehmensbewertung | 6 |
| 5. | Analysenschritte | 7 |
| B. | Analyse der Gesamtwirtschaft | 9 |
| 1. | Konjunktur | 9 |
| 2. | Geldmenge | 11 |
| 3. | Zinsen | 12 |
| 4. | Wechselkurse | 13 |
| C. | Analyse der Branche | 15 |
| 1. | Branchenspezifische konjunkturelle Ablaufmuster | 15 |
| 2. | Indikatoren der Branchenanalyse | 17 |
| D. | Analyse des Unternehmens | 18 |
| 1. | Analyse der Erfolge | 19 |
| 1.1 | Analyse der Umsatzerlöse | 19 |
| 1.2 | Analyse der Ertragskraft | 21 |
| a) | Das Ergebnis nach DVFA/SG | 22 |
| b) | Der Cash-Flow nach DVFA/SG | 22 |
| c) | Ausgewählte operative Ergebnisgrößen | 24 |
| d) | Kennzahlen der Ertragskraft | 26 |
| 1.3 | Analyse der Kapitalrenditen | 28 |
| 2. | Analyse der Finanzen | 30 |
| 2.1 | Analyse der Liquidität | 30 |
| 2.2 | Analyse der Kapitalstruktur | 32 |
| 3. | Analyse weiterer Einflußfaktoren | 33 |
| III. | Verfahren zur Bestimmung des „inneren“ Wertes einer Aktie | 34 |
| A. | Überblick | 34 |
| B. | Klassische Methoden der Aktienbewertung | 35 |
| 1. | Ertragswertverfahren nach IDW | 35 |
| 1.1 | Grundsätzliches Vorgehen | 36 |
| 1.2 | Erfolgsgrößen und ihre Prognose | 39 |
| 1.3 | Kapitalisierungszinssatz | 41 |
| 1.4 | Berücksichtigung von Steuern | 43 |
| 1.5 | Kritische Würdigung des Ertragswertverfahrens | 43 |
| 2. | Discounted-Cash-Flow- Methode | 44 |
| 2.1 | Systematisierung der DCF-Verfahren | 45 |
| 2.2 | WACC-Ansatz | 46 |
| a) | Das Konzept | 46 |
| b) | Bestimmung des bewertungsrelevanten Cash-Flows | 48 |
| c) | Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze | 49 |
| 2.3 | Total Cash-Flow-Ansatz | 51 |
| 2.4 | Adjusted-Present-Value-Ansatz | 51 |
| 2.5 | Equity-Methode | 52 |
| 2.6 | Kritische Würdigung der DCF-Verfahren | 53 |
| 3. | Gegenüberstellung klassischer Unternehmensbewertungsmethoden | 55 |
| C. | Moderne Verfahren der Aktienbewertung | 56 |
| 1. | Multiplikator-Methode | 56 |
| 1.1 | Grundsätzliches Vorgehen | 56 |
| 1.2 | Durchführung der Multiplikator-Methode | 57 |
| a) | Auswahl der Vergleichsunternehmen | 58 |
| b) | Auswahl und Berechnung der Multiplikatoren | 59 |
| c) | Wertermittlung | 61 |
| 1.3 | Kritische Würdigung | 61 |
| 2. | Alternative Verfahren | 62 |
| IV. | Fundamentalanalyse in der Praxis am Bewertungsbeispiel der Deutschen Telekom AG | 64 |
| A. | Unternehmensportrait | 64 |
| B. | Branchen- bzw. Marktanalyse | 65 |
| C. | Peer Group | 66 |
| D. | Multiplikatoren-Modell | 66 |
| E. | DCF-Modell | 69 |
| F. | Ergebnisse und Empfehlung | 71 |
| V. | Zusammenfassung | 73 |
| Literaturverzeichnis | 74 |
Die Dividendenrendite ermöglicht, unter Beachtung eines längeren Zeitraumes, einen Einblick in die Stabilität von Kurs und aus dem Unternehmensgewinn resultierenden Dividende eines Unternehmens. Die daraus ermittelten Ergebnisse lassen sich dann mit der Branche oder dem Gesamtmarkt vergleichen. Sinkt z.B. die Rendite einer Aktie aufgrund steigender Kurse bei gleichbleibender Dividende, so kann man daraus einen Wachstumsprozeß ableiten. Im Gegensatz dazu kann eine Renditesenkung auch auf eine Dividendenkürzung bei konstantem Kurs zurückgeführt werden, was auf eine Ertragsschwäche schließen läßt. Auch hier wird wieder deutlich, daß eine Kennzahl für sich als Einzelgröße betrachtet nicht zu einem aussagekräftigen Ergebnis führt und deshalb immer zusammen mit weiteren Kennzahlen in die Analyse einfließen sollte. [...]
Das so ermittelte Kurs-Gewinn-Verhältnis kann sowohl unternehmensintern im Zeitablauf verglichen werden als auch innerhalb einer Branche, um festzustellen, ob eine Aktie im Verhältnis zu der jeweiligen Vergleichsgröße als preisgünstig anzusehen ist oder nicht. Werden an Stelle von gegenwärtigen die zukünftigen Gewinne je Aktie ins Verhältnis zum derzeitigen Aktienkurs gesetzt, ergibt sich hieraus das zu erwartende KGV. Diese Kennzahl ermöglicht dann, unter Berücksichtigung weiterer Kennzahlen, Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Gewinne, deren Höhe sowie der Rentabilität einer Investition in das jeweilige Unternehmen zu ziehen.63 Beim KGV, als entscheidende Größe zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens, bleibt jedoch unberücksichtigt, daß aufgrund zunehmender Investitionen zwar einerseits Abschreibungen anfallen und somit der Gewinn reduziert wird, aber andererseits das Expansionspotential steigt, was in die Analyse der Ertragskraft einbezogen werden muß.64 Aus diesem Grund wird neben dem KGV das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) ermittelt. Das KCV ist insbesondere auch dann interessant, wenn Unternehmen, die keinen Gewinn erzielen mit anderen Unternehmen verglichen werden sollen. Das KursCash-Flow-Verhältnis berechnet sich wie folgt: [...]
Um den Ertragstrend des Unternehmens bestimmen zu können, wird das Ergebnis und/oder der Cash-Flow je Aktie für die zurückliegenden Jahre ermittelt und unter Beachtung bekannter als auch erwarteter Einflußfaktoren in die Zukunft prognostiziert. Beide Größen bilden außerdem die Grundlage für die Berechnung weiterer Kennzahlen. Die Ertragskraft des gesamten Unternehmens mißt das Kurs-GewinnVerhältnis (KGV), das auch als Price-Earnings-Ratio (PER) bezeichnet wird. Das KGV gibt an, wie oft der Gewinn pro Aktie einer Gesellschaft in ihrem derzeitigen Kurs enthalten ist. Je höher demnach die Kennzahl ausfällt, um so teuer sind die Aktien im Verhältnis zu den publizierten Gewinnen.62 Das KGV wird folgendermaßen berechnet: [...]
In den Warenkorb
58,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832444518
Arbeit zitieren:
Kostun, Marius Juni 2001: Klassische und moderne Methoden der Aktienbewertung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Aktien, Aktienbewertung, Cash-Flow, Fundamentalanalyse, Unternehemensbewertung



