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Klassifizierung von Optimierungsverfahren in Supply Chain Management-Systemen

Klassifizierung von Optimierungsverfahren in Supply Chain Management-Systemen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marcus Spieker
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 131 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Paderborn Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6640-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6640-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6640-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Spieker, Marcus November 2002: Klassifizierung von Optimierungsverfahren in Supply Chain Management-Systemen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Künstliche neuronale Netze, Tabu Search, Genetische Algorithmen, Multiagentsysteme, Constraint Programming

Diplomarbeit von Marcus Spieker

Einleitung:

Mit der Verbreitung des Internets und anderer Informations- und Kommunikationsmethoden, ist die (Wirtschafts-) Welt näher zusammengerückt. Im Zuge dieser Globalisierung wurden Fusionen zwischen Unternehmen beschlossen oder weltweite Kooperationen eingegangen, die auf den Erhalt oder der Stärkung der Position gegenüber den Wettbewerbern gerichtet sind. So kann beispielsweise ein Unternehmen mit Standorten in Asien, Europa und Amerika rund um die Uhr an der Entwicklung von Produkten arbeiten und dabei auf eine gemeinsame Datenbasis zurückgreifen. Gleichzeitig haben sich die Produktlebenszyklen erheblich verkürzt und die Transportwege verlängert. Firmen konzentrieren sich daher verstärkt auf ihre Kernkompetenzen und geben andere Bereiche im Rahmen des Outsourcing ab, um so gestärkt auf dem Markt aufzutreten. Diese Spezialisierung führt dazu, dass oft eine Vielzahl von Unternehmen an der Herstellung und dem Vertrieb eines Produktes beteiligt sind. Weltweit agierende Unternehmen sehen sich des weiteren vor die Herausforderung gestellt, auf unterschiedlichen lokalen Kundenpräferenzen eingehen zu müssen. Das effiziente Management solcher zumeist global agierender Unternehmensnetzwerke ist somit ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, denn heute konkurrieren nicht mehr nur Unternehmen auf den Märkten, sondern ganze Wertschöpfungsketten stehen im Wettbewerb zueinander. Das Konzept des Supply Chain Managements greift diesen Ansatz auf und versucht den Güter- und Informationsfluss unternehmensübergreifend zu optimieren. Dazu bedient es sich vermehrt den Erkenntnissen aus dem Gebiet des Operations Research und wendet dabei entsprechende Optimierungsverfahren an.

Ziel dieser Arbeit ist es, auf Grundlage einer umfangreichen Literaturrecherche, einen Überblick über diese Optimierungsverfahren zugeben und anhand von zu bestimmenden Merkmalen zu klassifizieren. Dazu wird zunächst das Konzept des Supply Chain Managements vorgestellt und erläutert. Dabei wird eine Abgrenzung zu anderen Konzepten oder Begrifflichkeiten vorgenommen, die im Umfeld des SCM häufig genannt werden, und eine Definition erarbeitet. Darüber hinaus wird die Umsetzung des Konzepts durch SCM-Systeme veranschaulicht. Als Schwerpunkt dieser Arbeit wird die betriebswirtschaftliche Optimierung im Allgemeinen, sowie die Optimierungsverfahren, die im Bereich des Supply Chain Managements Anwendung finden, untersucht. Es wurde dabei darauf Wert gelegt, dass die Darstellung – unter Hinzuziehung von Beispielen – auch für den nicht Informatik Interessierten nachvollziehbar ist. Die aufgegriffenen Optimierungsmethoden können dem Inhaltsverzeichnis entnommen werden. Als Ergebnis der Untersuchung wird eine Klassifizierung der Optimierungsverfahren in Supply Chain Management-Systemen vorgenommen. Abschließend werden die Ergebnisse im Rahmen eines Resümees zusammengefasst und kritisch gewürdigt.

Inhaltsverzeichnis entnommen werden. Als Ergebnis der Untersuchung wird eine Klassifizierung der Optimierungsverfahren in Supply Chain Management-Systemen vorgenommen. Abschließend werden die Ergebnisse im Rahmen eines Resümees zusammengefasst und kritisch gewürdigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Supply Chain Management 5
2.1 Allgemeines 5
2.2 Der Bullwhip-Effekt 6
2.3 Abgrenzung 9
2.3.1 Das Umfeld des Supply Chain Managements 9
2.3.2 Entwicklung zum SCM 10
2.3.3 Materials Requirement Planning (MRP) 11
2.3.4 Manufacturing Resource Planning (MRP II) 11
2.3.5 Produktionsplanung und -steuerung 12
2.3.6 Enterprise Resource Planning (ERP) 12
2.3.7 Logistik 12
2.3.8 ERP vs. SCM 13
2.3.9 Definition 14
3. Supply Chain Management-Systeme 17
3.1 SCOR-Modell 17
3.1.1 SCM-Software 19
3.2 Planungsaufgaben 20
3.2.1 Langfristige Planungsaufgaben 21
3.2.2 Mittelfristige Planungsaufgaben 22
3.2.3 Kurzfristige Planungsaufgaben 22
3.3 SCP-Matrix 23
3.4 Optimierung mit Advanced Planning Systemen 24
4. Optimierung 27
4.1 Optimierung und Simulation 27
4.2 Prognoseverfahren 28
4.2.1 Gliederung der Vorhersageverfahren 29
4.2.2 Ablauf der Vorhersage 30
4.3 Sukzessivplanung vs. Simultanplanung 32
4.4 Modelle 33
4.4.1 Modellbildung 33
4.4.2 Klassifizierung der Modelle 34
5. Optimierungsverfahren 37
5.1 Exakte Verfahren 38
5.1.1 Vollständige Enumeration 38
5.1.2 Lineare Programmierung/Linear Programming (LP) 39
5.1.2.1 Definition 39
5.1.2.2 Graphische Lösung 40
5.1.2.2.1 Graphische Lösung eines Maximierungsproblems 40
5.1.2.2.2 Graphische Lösung eines Minimierungsproblems 42
5.1.2.3 Der Simplex-Algorithmus 44
5.1.2.3.1 Beispiel 45
5.1.2.3.2 Der Simplex Algorithmus 46
5.1.2.3.3 Simplex-Tableau 46
5.1.2.3.4 Vorgehensweise 47
5.1.2.3.5 Computergestützte Berechnung 50
5.1.2.4 Die Big-M-Methode 53
5.1.2.5 Die Innere-Punkt-Methode 53
5.1.3 Ganzzahlige Programmierung/Integer Programming (IP) und gemischt ganzzahlige Programmierung/Mixed Integer Programming (MIP) 54
5.1.3.1 Problematik der Ganzzahligkeit 54
5.1.3.2 Das Branch&Bound-Verfahren 56
5.1.3.3 Vorgehen anhand eines Beispiels 57
5.1.4 Nichtlineare Optimierung 59
5.2 Constraint Programming 61
5.2.1 Überblick 61
5.2.2 Arbeitsweise der Constraintverfahren 62
5.2.3 Baumsuchverfahren 63
5.2.4 Lokale Suchverfahren 64
5.2.5 Hilferuf eines Studenten 64
5.3 Heuristiken 67
5.3.1 Das Kreisen in Suchverfahren 68
5.3.2 Tabu Search (TS) 69
5.3.2.1 Einführendes Beispiel – Das Knapsack-Problem 69
5.3.2.2 Begriffe beim Tabu Search 70
5.3.2.3 Verfahrensweise 71
5.3.2.4 Dynamische Tabus 74
5.3.2.5 Komplexere Züge 74
5.3.3 Simulated Annealing (SA) 75
5.3.3.1 Vorgehensweise 75
5.3.3.2 Lösung eines Flow-Shop-Problems mit Simulated Annealing 77
5.3.4 Threshold Accepting (TA) 80
5.3.4.1 Arbeitsweise beim TA 80
5.3.4.2 Beispiel 81
5.3.5 Genetische Algorithmen (GA) 82
5.3.5.1 Die Evolutionäre Algorithmen in der Betriebswirtschaft 82
5.3.5.2 Termini technici 82
5.3.5.3 Arbeitsweise genetischer Algorithmen 82
5.3.5.4 Anwendungsgebiete der Genetischen Algorithmen 84
5.4 Künstliche Intelligenz – Konnektionismus 84
5.4.1 Künstliche Neuronale Netze 84
5.4.1.1 Einführung und Definition 84
5.4.1.2 Arbeitsweise 87
5.4.1.3 Betriebswirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten 88
5.4.2 Multiagentensysteme (MAS) 88
5.4.2.1 Begriffsdefinition 89
5.4.2.2 Systemarchitekturen und ihre Arbeitsweisen 90
5.4.2.2.1 Blackboardsysteme 90
5.4.2.2.2 Kontraktnetzsysteme 91
5.4.2.3 Das „Flavor-Paint-Shop“-System 93
5.4.2.4 Anwendungsmöglichkeiten von Multiagentensystemen 94
6. Klassifizierung 97
6.1 Das Wesen der Klassifikation 97
6.2 Klassifikation von Optimierungsverfahren in der Literatur 97
6.2.1 Klassifikation in exakte und heuristische Verfahren 97
6.2.2 Der Baum der Optimierung 98
6.2.3 Klassifizierung nach Lösungsgüte 98
6.2.4 Klassifizierung nach Art der Variablen und Constraints 100
6.3 Typisierung der Optimierungsverfahren 101
6.4 Zusammenfassung 104
7. Resümee 107
Literaturverzeichnis VII
Anhang A – Glossar XXV
Anhang B – Softwaresysteme zur Optimierung XXVII
Anhang C – Weiterführendes zum Operations Research XXIX
Anhang D – Weitere Literaturquellen XXXI
Ehrenwörtliche Erklärung XXXV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abbildung 32: Lösungsbaum beim B&B, in Anlehung an [DoDr98, S.125]. Ein zu lösendes Problem P0 (Ausgangsproblem) wird in Teilprobleme P1 und P2 so verzweigt, dass die Vereinigung der Lösungsmenge wiederum diejenige von P0 ergibt und dass deren paarweise Durchschnitte, d.h. die Menge der möglichen Lösungen, nach Möglichkeit leer sind. Diese Teilprobleme werden dann weiter unterteilt. P0 bezeichnet man als Wurzel des (auf dem Kopf stehenden) Baumes, P1 ist die Wurzel des aus P1, P3 und P4 bestehenden Teilbaumes. [DoDr98, S.125] Bounding (Beschränkung): Wenn man sicher sein kann, dass die optimale Lösung einer Teilaufgabe nicht besser als eine schon bekannte Lösung ist, braucht diese Teilaufgabe nicht weiter betrachtet zu werden. Man spricht davon, daß sie ausgelotet ist. Um dies festzustellen, schätzt man beispielsweise den höchstens erreichbaren Gewinn für die betrachtete Teilaufgabe ab. Ein solcher Schätzwert heißt dann obere Schranke. [SKKD02-ol] Ein Gewinn von 0 kann demgegenüber die untere Schranke kennzeichnen. Der Verzweigungsprozess wird beschränkt, in dem man mit Hilfe der Schranken entscheidet, ob Teilprobleme verzweigt werden müssen oder nicht. [...]

nichtlinearer beschränkter Optimierungsprobleme angewandt werden. [Kall95, S177] „Der zentrale Gedanke der Innere-Punkt-Methoden ist die Konstruktion einer stetig von einem Parameter abhängigen Folge von Näherungslösungen, die asymptotisch gegen die exakte Lösung konvertiert.“ [Hock95-ol, S.58] Wie bereist dargestellt beruht das Simplex-Verfahren auf der fundamentalen Eigenschaft linearer Optimierungsprobleme, nämlich dass eine optimale Lösung immer in einer Ecke des durch die linearen Nebenbedingungen definierten konvexen Bereichs liegt. [Hock95-ol, S.6] Im Gegensatz zur Simplex-Methode suchen InnerePunkt-Methoden, ausgehend von einer im Inneren des zulässigen Bereichs liegenden Lösung, nach einer optimalen Lösung. Zu den bekanntesten Vorgehensweisen dieser Art gehören die Ellipsoid-Methode von Khachijan und die projektive Methode von Karmarkar. [DoDr98, S.19f.] Die Methode von Khachijan konstruiert eine Folge von Ellipsoiden, wobei jedes Folgeelement die optimale Lösung enthält und gleichzeitig im Inneren des vorhergehenden Folgeelements liegen. Sie generiert dadurch verbesserte Iterierte im Sinne einer sukzessiven monotonen Verkleinerung der Umgebung der Lösung. [Hock95-ol, S.9] Im Gegensatz zur Simplexmethode erzeugt Karmarkars Verfahren, ausgehend von einem Startpunkt im relativen Inneren der zulässigen Punktmenge, eine Folge, die gegen eine Optimallösung des linearen Programms konvergiert. Befindet man sich nahe genug an der Optimallösung, so kann man diese durch einen einfachen Rundungsprozess aus dem laufenden Iterationspunkt exakt gewinnen. [Krum94-ol, S.1] Weitergehende Informationen zu den Interior Point-Methoden finden sich in den angegebenen Literaturquellen. [...]

5.1.2.4 Die Big-M-Methode Die (Big-)M-Methode entspricht formal der Anwendung des primalen SimplexAlgorithmus auf ein erweitertes Problem. [DoDr98, S.27] Auf der Grundlage eines linearen Optimierungsproblems wird zu jeder Nebenbedingung, die keine Schlupfvariable mit positivem Vorzeichen besitzt, auf der linken Seite eine künstliche, fiktive Variable y mit positivem Vorzeichen hinzugefügt. In einer zu maximierenden Zielfunktion wird dann die Variable mit „–M“ bewertet. Auf das so erweiterte Problem wir dann der Simplex-Algorithmus angewendet, bis alle y, die sich zu Beginn in der Basis befinden, die Basis verlassen haben. Da sich diese Vorgehensweise nur sehr selten in der Praxis finden lässt, soll diese kurze Vorstellung im Rahmen dieser Arbeit genügen. Zur weiteren Vertiefung kann beispielsweise auf Domschke/Drexl [DoDr98, S.27ff.] verwiesen werden. [...]

Arbeit zitieren:
Spieker, Marcus November 2002: Klassifizierung von Optimierungsverfahren in Supply Chain Management-Systemen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Künstliche neuronale Netze, Tabu Search, Genetische Algorithmen, Multiagentsysteme, Constraint Programming

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