Kinder und Jugendliche in Lebenskrisen
Untersuchung über sich überschneidende Grenzbereiche der Kinder- und Jugendpsychatrie und der Jugendhilfe
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Thomas
- Abgabedatum: September 1995
- Umfang: 149 Seiten
- Dateigröße: 7,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0074-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0074-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0074-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Thomas, Michael September 1995: Kinder und Jugendliche in Lebenskrisen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Delinquenz, Dissozialität, Fallbeispiele, Recht auf Erziehung, Vergleich Kinder- und Jugendpsychiatrie
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Diplomarbeit von Michael Thomas
Zusammenfassung:
In dieser Diplomarbeit geht es in erster Linie um Kinder und Jugendliche mit dissozialen Verhaltensauffälligkeiten und der Vergleich der Systeme Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe.
Die These dieser Arbeit lautet:
Die Ablehnung von Regeln und Autoritäten und das sich daraus ergebende störende Verhalten, Aggressivität, Autoaggressivität, der Mangel an sozialer Angepaßtheit sind keine Symptome, die eine kinder- und jugendpsychiatrische Intervention bzw. die Einordnung als seelisch krank (mit allen dazugehörigen Folgen der Etikettierung als seelisch krank) notwendig erscheinen lassen.
Im ersten Teil der Arbeit werden die beiden Systeme Kinder- und Jugendpsychiatrie unter verschiedenen Aspekten (z.B. Aufgaben, Ziele, Finanzierung etc.) betrachtet und Konfliktlinien der beiden Systeme aufgezeigt.
In einem weiteren Abschnitt wird auf das Recht des Kindes auf Erziehung eingegangen.
Weiterhin werden die beiden Begriffe Dissozialität und Delinquenz näher untersucht.
Der Begriff abweichendes Verhaften wird anhand zweier Modelle (medizinisches Modell und das soziologische labeling approach Modell) erklärt.
Rechtliche Grundlagen zur Herausnehme eines Kindes aus einer Familie schließen danach an.
Der zweite größere Teil der Arbeit ist eine Darstellung von sieben Fallbeispielen aus einer hessischen Kinder und Jugendpsychiatrie, die sich mit den Lebenskrisen von Kindern und Jugendlichen beschäftigen, sowie der Einfluß der Institution auf die Lebensgeschichten (Stichwort: Etikettierung).
Im letzten Teil der Arbeit findet eine kritische Auseinandersetzung mit dem Für und Wider einer geschlossenen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Lebenskrisen statt.
Der letzte Abschnitt werden Alternativen zur psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen anhand eines konkreten Beispieles aufgezeigt.
Damit zusammenhängend werden Aufgabenfelder der Pädagogik benannt und Möglichkeiten aufgezeigt, weiche Rolle Pädagogik in der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Lebenskrisen spielen kann.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 2. | JUGENDHILFE UND KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE - KONKURRENZ ODER KOOPERATION'? | 4 |
| 2.1. | Was ist eine Lebenskrise? | 4 |
| 2.2. | Die Geschichte der Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie | 6 |
| 2.3. | Aufgaben und Ziele der Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie | 8 |
| 2.4. | Die Finanzierung der psychosozialen Versorgung junger Menschen | 11 |
| 2.5. | Ist ein junger Mensch in einer Lebenskrise erziehungsbedürftig oder krank? - Eine Konfliktlinie der beiden Hilfssysteme | 13 |
| 2.6. | Weitere Konfliktlinien zwischen Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie | 15 |
| 2.6.1. | Terminologie | 15 |
| 2.6.2. | Gesellschaftlicher Stellenwert der beiden Systeme | 16 |
| 2.7. | Überschneidungsbereiche von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie | 18 |
| 2.8. | Die Überweisung von Minderjährigen von einem System in das andere | 20 |
| 2.9. | Kooperationsformen bei Überweisungen der Institutionen | 22 |
| 3. | DAS RECHT DES KINDES IN DER DISKUSSION UM KOOPERATION UND KONKURRENZ DER BEIDEN SYSTEME | 24 |
| 4. | DISSOZIALITÄT | 31 |
| 5. | DELINQUENZ | 35 |
| 6. | ERKLÄRUNGSMODELLE FÜR ABWEICIIENDES VERHALTEN | 40 |
| 6.1. | Das medizinische Modell zur Erklärung des abweichenden Verhaltens | 41 |
| 6.2. | Der labeling-approach als Erklärungsmodell für abweichendes Verhalten | 42 |
| 7. | RECHTLICHE GRUNDLAGEN ZUR HERAUSNAHME EINES KINDES ODER JUGENDLICHEN AUS DER FAMILIE | 48 |
| 7.1. | Vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen | 51 |
| 8. | FALLBEISPIELE EINER KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE | 54 |
| 8.1. | Die Untersuchungsgruppe | 54 |
| 8.2. | Rainer | 56 |
| 8.2.1 | Familiärer Hintergrund | 56 |
| 8.2.2 | Institutionelle Kontaktaufnahme und Auffälligkeiten | 57 |
| 8.2.3 | Behandlungsverlauf und Perspektive | 58 |
| 8.3. | Hans | 61 |
| 8.3.1 | Familiärer Hintergrund | 61 |
| 8.3.2 | Institutionen | 61 |
| 8.3.3 | Verhaltensauffälligkeiten, die zu den verschiedenen Unterbringungen führten | 63 |
| 8.3.4 | Behandlungsverlauf und Perspektive | 64 |
| 8.4. | Jens | 67 |
| 8.4.1 | Familiärer Hintergrund | 67 |
| 8.4.2 | Institutionen | 68 |
| 8.4.3 | Verhaltensauffälligkeiten | 69 |
| 8.4.4 | Behandlungsverlauf und Perspektive | 70 |
| 8.5. | Anja | 73 |
| 8.5.1 | Familiärer Hintergrund | 73 |
| 8.5.2 | Institutionen und Verhaltensauffälligkeiten | 73 |
| 8.5.3 | Behandlungsverlauf und Perspektive | 75 |
| 8.6. | Joachim | 77 |
| 8.6.1 | Familiärer Hintergrund | 77 |
| 8.6.2 | Institutionen und Verhaltensauffälligkeiten | 78 |
| 8.6.3 | Behandlungsverlauf und Perspektive | 80 |
| 8.7. | Karina | 83 |
| 8.7.1 | Familiärer Hintergrund | 83 |
| 8.7.2 | Institutionen und Verhaltensauffälligkeiten | 84 |
| 8.7.3 | Behandlungsverlauf bei der 1. Aufnahme in die Kinder- und Jugendpsychiatrie | 85 |
| 8.7.4 | Die 2. stationäre Aufnahme und Perspektive | 88 |
| 8.8. | Sabrina | 90 |
| 8.8.1 | Familiärer Hintergrund und Institutionen | 90 |
| 8.8.2 | Stationärer Verlauf und Auffälligkeiten | 91 |
| 8.9. | Vergleich der Lebensgeschichten der Mädchen und Jungen | 93 |
| 8.10. | Der Einfluß der Institutionen auf die Lebensgeschichten und Bewertung der psychosozialen Maßnahmen | 97 |
| 8.11 | Etikettierungsprozesse durch den Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie | 99 |
| 9. | GESCHLOSSENE UNTERBRINGUNG ALS INTERVENTIONSMASSNAHME BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN IN LEBENSKRISEN? | 103 |
| 10. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 110 |
| 10.1 | Vermeidung von Grenzfällen durch Annäherung von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie | 117 |
| 10.2 | Der junge Mensch als Objekt zwischen der Jugendhilfe und der Psychiatrie | 120 |
| 10.3 | Pädagogik muß sich einmischen | 121 |
| 11. | LITERATUTRVERZEICHNIS | 125 |
| 12. | ANHANG: | |
| I | Auszug aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) | 133 |
| II | Auszug aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) | 137 |
| Ill | Auszug aus dem Grundgesetz (GG) | 138 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832400743
Arbeit zitieren:
Thomas, Michael September 1995: Kinder und Jugendliche in Lebenskrisen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Delinquenz, Dissozialität, Fallbeispiele, Recht auf Erziehung, Vergleich Kinder- und Jugendpsychiatrie



