Key-Rate-Duration: eine neue Methode zum Management von Zinsänderungsrisiken
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Martin Breitenbücher
- Abgabedatum: August 1996
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 3,6 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0344-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0344-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0344-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Breitenbücher, Martin August 1996: Key-Rate-Duration: eine neue Methode zum Management von Zinsänderungsrisiken, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Martin Breitenbücher
Einleitung:
Gängige Volksmeinung ist es, die Möglichkeiten zur Kapitalanlage in „sichere“ und „unsichere“ Alternativen einteilen zu können. Vor allem in Deutschland gelten Aktien als „heiße Eisen“, während der Besitzer von Anleihen die vermeintlich sichere Variante gewählt zu haben glaubt.
Dass dem nicht so ist, zeigt eine genauere Betrachtung, die anleihenspezifische Risiken folgender Art zutage fördert: für bestimmte Anleihen das Auslosungsrisiko (bei Serientilgung) und Tilgungsterminrisiko (bei kündbaren Anleihen), generell jedoch das Bonitätsrisiko und das Zinsänderungsrisiko. Letzteres besteht wiederum aus Kurs- und Wiederanlagerisiko.
Während das Kursrisiko nur bei vorzeitigem Verkauf einer Kuponanleihe am Sekundärmarkt zum Tragen kommt, betrifft das Wiederanlagerisiko auch jene (Klein-) Investoren, die sich im Vertrauen auf die vertraglich garantierte Tilgungszahlung aller Zinsänderungsrisiken entledigt wähnen. Sie übersehen dabei freilich die Gefahr, vorzeitig in Form von Kuponzahlungen erhaltene Cash Flows zu veränderten, unter Umständen verschlechterten Zinskonditionen reinvestieren zu müssen. Sie ignorieren somit einen maßgeblichen Einfluss auf den Barwert ihres Portfolios.
Die institutionelle Praxis trägt dem Bedarf an geeigneter Kontrolle dieser Zinsänderungsrisiken mit verschiedenen Verfahren, wie beispielsweise einer Zinselastizitätsbilanz, einer GAP-Analyse oder auch mit der Kennzahl Duration Rechnung.
Die Duration, ursprünglich für einen einzigen Referenzzins konzipiert, hält der Berücksichtigung einer Zinsstruktur nur so lange stand, wie die unterstellte Zinsänderung additiver Gestalt ist.
Gang der Untersuchung:
Die in dieser Arbeit untersuchte Methode der Key-Rate-Duration dagegen ermöglicht eine relative Lokalisation des gesamten Zinsänderungsrisikos eines Zinsderivats auf einzelnen Laufzeitspektren, so dass ein effizienteres, weil präziseres Risikomanagement betrieben werden kann. Es gelingt mit Hilfe der Key-Rate-Duration, die Konsequenzen einer Drehung oder Krümmung der Zinsstruktur für den Barwert des Portefeuilles zu quantifizieren.
In Teil zwei dieser Arbeit wird zunächst erörtert, in welchem Verhältnis die Key-Rate-Duration zu bestehenden Ansätzen der Durationanalyse steht und welche Informationen zu ihrer Berechnung bereitgestellt werden müssen. Vor allem Kriterien zur Auswahl eines geeigneten stochastischen Bewertungsmodells für Zinsderivate werden diskutiert sowie die grundsätzliche Bewertungsmethodik am Beispiel des Hull/White-Modells dargestellt. Anschließend gilt die Aufmerksamkeit einer wesentlichen Approximationsprämisse, bevor alternative Berechnungstechniken vorgeschlagen werden.
Die Verwendung der Key-Rate-Duration, ihre Einsatzmöglichkeiten und -grenzen im Risikomanagement schließen Teil zwei ab, bevor in Teil drei unterschiedliche Konzepte in der Literatur skizziert werden.
Im Rahmen von Teil vier wird ein Konvexitätsmal, dessen Notwendigkeit sich in der eingeschränkten Gültigkeit von Durationmaßen aller Spielarten begründet, auf die Annahmen der Key-Rate-Duration übertragen: Es entsteht die Key-Rate-Convexity. Es gelingt somit, auch für die laufzeitisolierte Betrachtungsweise der Key-Rate-Duration-Methode die Prämisse „kleiner“ Zinsänderungen zu lockern.
Abgeschlossen wird die Arbeit durch ein Resumee der erlangten Ergebnisse, die Diskussion ihrer bisherigen Aufnahme in der Finanzierungstheorie und -praxis und einem Ausblick auf ihre künftig möglichen Einsatzchancen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Verzeichnis verwendeter Abkürzungen und Symbole | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Das Konzept der Key-Rate-Duration | 3 |
| 2.1 | Grundlagen | 3 |
| 2.1.1 | Eingliederung des Key-Rate-Duration-Ansatzes | 3 |
| 2.1.2 | Die grundsätzliche Vorgehensweise | 6 |
| 2.2 | Bereitstellung von Preisen als Inputdaten | 7 |
| 2.2.1 | Kriterien zur Auswahl der Bewertungsmodelle | 7 |
| 2.2.2 | Charakteristika stochastischer Bewertungsmodelle für Zinsderivate | 9 |
| 2.2.2.1 | Eingliederung des Hull/White-Modells (1990, 1993) | 9 |
| 2.2.2.2 | Die prinzipielle Vorgehensweise bei der Bewertung von Zinsderivaten | 9 |
| 2.2.2.3 | Der stochastische Prozess des Momentanzinses | 10 |
| 2.2.2.4 | Die Fundamentale Partielle Differentialgleichung PDE | 11 |
| 2.2.3 | Die Approximation des Momentanzinsprozesses | 13 |
| 2.2.3.1 | Trinominal- versus Binomialapproximation | 13 |
| 2.2.3.2 | Der modifizierte Aufbau des Trinomialbaums nach Hull/White (1994) | 13 |
| 2.2.4 | Diskussion des Hull/White-Modells | 23 |
| 2.2.5 | Beispielrechnung | 25 |
| 2.3 | Die Approximation des Zinsshifts | 29 |
| 2.3.1 | Die diskrete Approximation nach Ho (1992) | 29 |
| 2.3.2 | Die stetige Approximation: ein Exkurs | 32 |
| 2.4 | Die analytische Berechnung von Key-Rate-Durations | 39 |
| 2.5 | Die numerische Berechnung von Key-Rate-Durations | 41 |
| 2.5.1 | Die sukzessive Berechnung von Key-Rate-Durations | 41 |
| 2.5.2 | Die simultane Berechnung von Key-Rate-Durations | 44 |
| 2.5.3 | Beispielrechnung | 45 |
| 2.6 | Key-Rate-Duration im Portfolio | 46 |
| 2.7 | Key-Rate-Duration im Risikomanagement | 47 |
| 2.7.1 | Key-Rate-Durations als Risikoprofil | 47 |
| 2.7.2 | Aktiv/Passiv-Management mit Key-Rate-Durations | 49 |
| 2.7.3 | Simulation von Zinsshifts mit Key-Rate-Durations | 50 |
| 2.7.3.1 | Typen von Zinsszenarien | 52 |
| 2.7.4 | Key-Rate-Duration als Hedgeinstrument | 54 |
| 3. | ALTERNATIVE KONZEPTE ZUR KEY-RATE-DURATION | 57 |
| 3.1 | Die Bucket-Methode nach Hull/White (1990) | 57 |
| 3.2 | Die Risk-Point-Methode nach Dattatreya (1991) | 58 |
| 3.3 | Die Partielle-Duration-Methode nach Reitano (1991) | 59 |
| 4. | DAS KONZEPT DER KEY-RATE-CONVEXITY | 61 |
| 4.1 | Grundlagen | 61 |
| 4.2 | Die analytische Berechnung von Key-Rate-Convexities | 62 |
| 4.3 | Die numerisch-simultane Berechnung von Key-Rate-Convexities | 65 |
| 4.4 | Eigenschaften der Key-Rate-Convexities | 67 |
| 4.5 | Key-Rate-Convexity im Risikomanagement | 68 |
| 5. | SCHLUßWORT | 70 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 71 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832403447
Arbeit zitieren:
Breitenbücher, Martin August 1996: Key-Rate-Duration: eine neue Methode zum Management von Zinsänderungsrisiken, Hamburg: Diplomica Verlag
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