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Key Account Management im Investitionsgüterbereich

Inhalte und Umsetzung

Key Account Management im Investitionsgüterbereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Toby Kurumundayil
  • Abgabedatum: September 2004
  • Umfang: 66 Seiten
  • Dateigröße: 376,9 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Oberhausen-Mülheim an der Ruhr Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8674-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8674-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8674-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kurumundayil, Toby September 2004: Key Account Management im Investitionsgüterbereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Investitionsgütermarketing, Schlüsselkunde, Vertriebsorganisation, Buying-Center, Key-Account-Manager

Diplomarbeit von Toby Kurumundayil

Problemstellung:

Es ist ein offenes Geheimnis, dass in jeder Branche Kunden nicht alle gleich viel zählen. Fast immer lässt sich zwischen „wichtigen“ und „weniger wichtigen“ Kunden unterscheiden. Der Unternehmenserfolg hängt von den besonders wichtigen Kunden ab und ihren Verlust kann sich ein Unternehmen in der Regel nicht leisten. Ihre Bedeutung ergibt sich zum einen rein quantitativ aus ihrem Anteil an den Unternehmensumsätzen und zum anderen aus qualitativen Gründen wie dem Kundenimage, der Referenzwirkung oder dem Technologiepotential. Die systematische Analyse, Planung und Bearbeitung dieser wichtigen Schlüsselkunden ist eine existenzielle Herausforderung und soll durch das Key Account Management erreicht werden.

Auch Anbieter im Investitionsgüterbereich müssen sich heutzutage einer Reihe von Herausforderungen stellen, um in Zeiten stagnierender und gesättigter Märkte weiterhin erfolgreich zu sein und ihre Key Accounts zufriedenzustellen. Zu diesen Herausforderungen gehören z. B. Konzentrationsprozesse, Internationalisierung, steigende Ansprüche von Kunden und die charakteristischen komplexen Strukturen im Beschaffungsprozess von Organisationen. Hinzu kommen Produkte und Produktqualitäten, die immer austauschbarer werden, wodurch andere Wege der Differenzierung gefunden werden müssen. Zusammenfassen lassen sich diese Entwicklungen mit der Aussage von Sidow, dass die Anforderungen und Bedürfnisse von Kunden zum Teil so differenziert und „sophisticated“ sind, dass sie allein durch Intention nicht mehr voll zu erfassen sind.

Vor diesem Hintergrund wird es für Investitionsgüterunternehmen immer notwendiger, die Beziehungen zu wichtigen Kunden aktiv zu gestalten und ein Key Account Management einzuführen, dass die oftmals intensiven Beziehungen zu den wichtigsten Kunden erfolgreich führen soll. In der deutschsprachigen Literatur sind dabei Probleme und Lösungen des Key Account Management im Konsumgüterbereich bereits intensiv erörtert worden. Erst seit Anfang der neunziger Jahre findet das Thema auch in der Investitionsgüterliteratur breitere Aufmerksamkeit. Zwar betreiben im Prinzip fast alle Anbieter von Investitionsgütern, durch die besondere Bearbeitung strategisch wichtiger Kunden, in irgendeiner Form ein Key Account Management, doch trotz dieser langen Erfahrung in der Unternehmenspraxis stehen Unternehmen bei der konkreten Formulierung der Inhalte und bei der systematischen Umsetzung immer wieder vor großen Problemen. Das Key Account Management soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Kräfte auf Schlüsselkunden zu konzentrieren und kundenorientiertes Handeln in einer klaren Form zu erreichen.

Gang der Untersuchung:

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, vor dem Hintergrund der steigenden und komplexen Herausforderungen, die sich für Unternehmen im Investitionsgüterbereich ergeben, einen Überblick zu verschaffen, welche Anforderungen im Rahmen des Key Account Management zu beachten sind, zusammenzufassen, wie eine konkrete Umsetzung bzw. Einführung aussehen kann und welche Chancen aber auch Risiken sich in diesem Bereich ergeben können.

Im zweiten Kapitel werden zunächst die Grundlagen des Investitionsgüterbereichs und des Investitionsgütermarketings erläutert. Daran anschließend erfolgt im dritten Kapitel eine allgemeine branchenübergreifende Einführung in die Thematik des Key Account Management.

Im vierten Teil werden die Grundlagen der vorherigen beiden Kapitel verbunden und es wird auf die besonderen strategischen, funktionalen, personellen und organisatorischen Anforderungen und Besonderheiten sowie aktuelle Problembereiche des Key Account Management im Investitionsgüterbereich eingegangen.

Das fünfte Kapitel befasst sich schließlich mit der systematischen Umsetzung eines Key Account Management Systems im Investitionsgüterbereich anhand eines Phasenmodells, die Instrumente, die bei der Umsetzung gebraucht werden können, und beschreibt Barrieren, die bei der Umsetzung zu beachten sind. Im sechsten Teil erfolgt eine Schlussbetrachtung, in der ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen erfolgt und das Key Account Management kritisch hinterfragt und zusammengefasst wird.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Vorgehensweise 2
2. Grundlagen des Investitionsgüterbereichs 3
2.1 Begriff und Begriffsabgrenzung 3
2.2 Besonderheiten des Investitionsgüterbereichs 4
2.3 Typologien im Investitionsgüterbereich 7
2.4 Investitionsgütermarketing 9
2.5 Besonderheiten des Marketing-Mix im Investitionsgüterbereich 11
2.5.1 Produktpolitik 12
2.5.2 Kontrahierungspolitik 12
2.5.3 Distributionspolitik 13
2.5.4 Kommunikationspolitik 14
3. Grundlagen des Key Account Management 16
3.1 Begriff und Begriffsabgrenzung 16
3.2 Gründe für die Errichtung von Key Account Management 17
3.3 Ziele des Key Account Management 19
3.4 Entwicklung des Key Account Management 20
3.5 Klassischer Verkauf versus Key Account Management 21
3.6 Bestimmung von Key Accounts 22
3.7 Arten von Key Accounts 23
3.8 Branchenspezifisches Key Account Management 24
3.8.1 Konsumgüterbereich 24
3.8.2 Dienstleistungsbereich 25
3.8.3 Investitionsgüterbereich 25
4. Key Account Management im Investitionsgüterbereich 26
4.1 Anforderungsebenen des Key Account Management 26
4.2 Die strategische Ebene des Key Account Management 26
4.2.1 Portfolio der Strategieoptionen 28
4.2.2 Frühwarnung 28
4.2.3 Cross-Selling 29
4.2.4 Partnerschaft 29
4.2.5 Strategische Allianz 30
4.3 Die funktionale Ebene des Key Account Management 31
4.3.1 Analyse und Information 33
4.3.2 Beratung und Verkauf 34
4.3.3 Planung und Kontrolle 34
4.3.4 Koordination und Integration 35
4.4 Die personelle Ebene des Key Account Management 35
4.4.1 Aufgaben des Key Account Managers 36
4.4.2 Anforderungen für Key Account Manager im Investitionsgüterbereich 37
4.4.3 Teams im Key Account Management 38
4.5 Die organisatorische Ebene des Key Account Management 39
4.5.1 Funktionales Key Account Management 40
4.5.2 Institutionelles Key Account Management 40
4.6 Problembereiche des Key Account Management 41
5. Umsetzung des Key Account Management in der Praxis 44
5.1 Besonderheiten bei der Umsetzung im Investitionsgüterbereich 44
5.2 Phasen der systematischen Umsetzung von Key Account Management 45
5.3 Instrumente und Hilfsmittel bei der Umsetzung 47
5.4 Barrieren und Hindernisse bei der Umsetzung 49
5.4.1 Barrieren aus Unternehmenssicht 49
5.4.2 Barrieren aus Kundensicht 50
5.5 Erfolgskontrolle 51
6. Schlussbetrachtung 52
6.1 Risiken des Key Account Management im Investitionsgüterbereich 52
6.2 Chancen des Key Account Management im Investitionsgüterbereich 54
6.3 Ausblick und Entwicklungen 55
6.4 Fazit 56
Literaturverzeichnis 58
Erklärung 61

Automatisiert erstellter Textauszug:

34 Wünsche und Anforderungen zu erfahren, aber auch, um die Kundenbindung und -zufriedenheit zu erhöhen. Dabei sollte auch das eigene Unternehmen analysiert werden, um eigene Stärken und Schwächen zu identifizieren.143 Ebenso wichtig ist es, den eigenen Markt und den des Kunden zu erforschen, um bestehende oder potentielle Wettbewerber rechtzeitig zu ermitteln und um Trends und Veränderungen früh zu erkennen. Des Weiteren müssen Entscheidungsstrukturen von Key Accounts analysiert, Kaufkriterien ermittelt und gemeinsam mit dem Kunden über zukünftige Entwicklungen diskutiert werden.144 Dies soll vor allem auch der Verbesserung der Kommunikation dienen. Das KAM fungiert auch in diesem Leistungsbereich wieder als Informationsdrehscheibe aller kundenbezogenen Informationen und versorgt alle Stellen, die mit dem Key Account Kontakt haben, mit einschlägigen Daten. Auch die regelmäßige Durchführung von Untersuchungen über die Kundenzufriedenheit als Gradmesser für die Qualität der Kundenbeziehung bietet sich hier an.145 Wie genau Kundenzufriedenheit im Rahmen des KAM gemessen werden kann, soll in Punkt 5.5 näher erläutert werden. [...]

Es ist ersichtlich, dass der Aufgabenschwerpunkt bei Konsumgüter- und Dienstleistungsunternehmen vor allem in der Verkaufsaufgabe liegt, wobei Dienstleistungsunternehmen außerdem noch viel Wert auf Analyseaufgaben legen. Bei Investitionsgüterunternehmen dagegen gehört die Verkaufsaufgabe, also das Abschließen von Rahmenvereinbarungen oder das Durchführen von Verkaufsverhandlungen, nicht unbedingt zu den Kerntätigkeiten des KAM. Der Grund dafür liegt in der Komplexität der Leistungen, welche beim Investitionsgüterkauf häufig das Zusammenwirken vieler Spezialisten erfordern, z. B. beim Bau einer Anlage zur Herstellung von Chemikalien. Hier hat KAM vor allem die Aufgabe, den Auftritt von Spezialisten beim Kunden sicherzustellen, die Koordinationsaufgabe ist demzufolge wichtiger als der direkte Verkauf.141 Des Weiteren legen Investitionsgüterhersteller im Gegensatz zu Konsumgüterfirmen häufiger einen Schwerpunkt auf die gemeinsame Entwicklungszusammenarbeit mit den Lead Usern. Hier geht es darum, die Leistungen verschiedener Funktionen des anbietenden Unternehmens zu integrieren, die Integrationsaufgabe ist also auch besonders wichtig.142 Dazu wird auch die Projektleitung für komplexe Kundenlösungen gezählt. Im Folgenden sollen die vier oben genannten Leistungsbereiche näher erläutert werden. [...]

Die funktionale Ebene des KAM beschäftigt sich mit der Systematisierung der einzelnen Aufgaben des KAM. Es geht also um die Frage, wie KAM praktisch funktioniert oder funktionieren sollte und, wie in der Definition in 3.1 schon angedeutet, um die Summe der professionellen Arbeitsmethoden, Arbeitstechniken und Instrumente aus Marketing, Verkauf und strategischer Führung.135 Die Aufgaben, die das KAM wahrzunehmen hat, lassen sich einteilen in interne und externe Aufgaben. Damit ist gemeint, dass sich KAM je nach Aufgabenart einerseits für die Sichtweise des Kunden einzusetzen hat und andererseits aber auch die Interessen der Gesamtorganisation vertreten muss, was bereits im Abschnitt 4.2 mit der Erläuterung der Integrations- und Synergiepotentiale angesprochen wurde.136 Aus Sicht der Investitionsgüterhersteller interessiert deshalb besonders die Frage, welche Aufgaben es ermöglichen, sich beim Kunden eine Insider-Position zu erarbeiten, und welche Aufgaben sicherstellen, dass die kritische Outsider-Sichtweise nicht vernachlässigt wird.137 In diesem Zusammenhang lassen sich zum einen der anbieterorientierte Aufgabenbereich und zum anderen der abnehmerorientierte Aufgabenbereich unterscheiden. Unmittelbar beim Kunden läuft dabei der Prozess der abnehmerorientierten Aufgaben ab, dessen Inhalte die Kundeninformation und –beratung, der Verkauf und die [...]

Arbeit zitieren:
Kurumundayil, Toby September 2004: Key Account Management im Investitionsgüterbereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Investitionsgütermarketing, Schlüsselkunde, Vertriebsorganisation, Buying-Center, Key-Account-Manager

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