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Kernkompetenzorientierte Unternehmensführung anhand der Balanced Scorecard (BSC)

Kernkompetenzorientierte Unternehmensführung anhand der Balanced Scorecard (BSC)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Morten Krabbes
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 64 Seiten
  • Dateigröße: 457,1 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4160-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4160-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4160-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krabbes, Morten September 2000: Kernkompetenzorientierte Unternehmensführung anhand der Balanced Scorecard (BSC), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wettbewerbsvorteil, Kernkompetenzmanagement, Strategie

Diplomarbeit von Morten Krabbes

Einleitung:

In den Strategiediskussionen kommt seit einigen Jahren immer häufiger die Forderung nach einer Rückbesinnung auf die ureigenen Fähigkeiten bzw. Kernkompetenzen der Unternehmung auf. Eine strategische Ausrichtung auf Erlangung oder Erhalt bzw. Ausbau von Kernkompetenzen hat allerdings Rückwirkungen auf die verschiedensten Unternehmungsbereiche. Um einen solchen ganzheitlichen Ansatz erfolgreich umsetzen zu können, bietet sich der Rückgriff auf ein ähnlich umfassend ausgelegtes Instrument zur Strategieumsetzung und Erfolgsmessung an. Die durch Kaplan/Norton bekannt gewordene Balanced Scorecard (BSC) steht in dem Ruf, eben dieses zu leisten. Obwohl sie ursprünglich ausgehend vom marktorientierten Ansatz entwickelt wurde, soll sie auch für andere Denkansätze der Strategieentwicklung, wie etwa dem Kernkompetenzansatz einsetzbar sein.

Im Verlauf dieser Arbeit wird geprüft, auf welche Weise die BSC eine kernkompetenzorientierte Unternehmungsführung unterstützen kann. Dazu erfolgt zunächst eine Erläuterung des Kernkompetenzbegriffs und eine Klärung der Besonderheiten des Kernkompetenzansatzes im Vergleich mit den klassischen Denkansätzen zur Strategieentwicklung. Anschließend wird die BSC in ihrer Grundform nach Kaplan/Norton vorgestellt. Vor diesem Hintergrund werden die Einsatzmöglichkeiten der BSC im Kontext der wichtigsten Elemente des Kernkompetenzmanagements überprüft. Dabei geht es weniger um die Erarbeitung einer detailliert ausgestalteten BSC inklusive ausformulierter Bereichsziele und dazugehöriger Kennzahlen. Dies würde sich als wenig sinnvoll erweisen, da die erforderlichen Maßnahmen zur Erzielung von Kernkompetenzen selbst in gleichen Branchen starke unternehmungsspezifische Unterschiede aufweisen, worin schließlich auch der Reiz dieses Ansatzes begründet liegt. Deshalb wird auf die konkrete Ausgestaltung der BSC nur durch die exemplarische Vorstellung geeigneter Kennzahlen eingegangen. Die Erarbeitung einer einsatzfertigen BSC für den Kernkompetenzansatz wiederspräche darüber hinaus dem Grundgedanken, wonach ein entscheidender Teil ihres Nutzens aus der Erstellung entspringt. Anstelle dessen, liegt der Schwerpunkt auf der Frage, inwiefern die BSC und der Kernkompetenzansatz vom theoretischen Fundament her harmonieren. Darauf aufbauend wird im Zusammenhang mit den verschiedenen Elementen des Kernkompetenzmanagements ermittelt, ob das Grundkonzept von Kaplan/Norton ggf. ergänzt werden muss.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS V
1. PROBLEMSTELLUNG UND GANG DER ARBEIT 1
2. GRUNDLAGEN 2
2.1 KERNKOMPETENZEN 2
2.1.1 Charakteristik von Kernkompetenzen 2
2.1.2 Ursprünge und Auswirkungen von Kernkompetenzen 5
2.1.3 Kernkompetenzorientierte Führung 8
2.2 BALANCED SCORECARD 10
2.2.1 Konzept der Balanced Scorecard 10
2.2.2 Aufbau der Balanced Scorecard 13
3. ELEMENTE DES KERNKOMPETENZMANAGEMENTS UND EINSATZMÖGLICHKEITEN DER BALANCED SCORECARD 14
3.1 STRATEGIEENTWICKLUNG 14
3.1.1 Theoretischer Hintergrund 14
3.1.1.1 Marktorientierter Ansatz vs. ressourcenorientierter Ansatz 14
3.1.1.2 Marktorientierte Kernkompetenzen 16
3.1.2 Strategische Optionen 17
3.1.3 Strategieumsetzung und -überprüfung mittels der Balanced Scorecard 18
3.1.3.1 Möglichkeiten und Grenzen 18
3.1.3.2 Kundenperspektive 22
3.2 KERNPROZESSE 24
3.2.1 Kernprozesse als Anknüpfungspunkt im Kernkompetenzmanagement 24
3.2.2 Beachtung der Prozeßperspektive anhand der Balanced Scorecard 27
3.3 KERNKOMPETENZCONTROLLING 29
3.3.1 Aufgaben des Kernkompetenzcontrolling 29
3.3.2 Einsatzmöglichkeiten der Balanced Scorecard im Kernkompetenzcontrolling 32
3.3.2.1 Einsatz im Verlauf des Kernkompetenzmanagementzyklus 32
3.3.2.2 Erweiterungen und Ergänzungen 33
3.3.2.3 Finanzperspektive 36
3.4 WISSENSMANAGEMENT 38
3.4.1 Bedeutung des Wissensmanagement im Kernkompetenzansatz 38
3.4.2 Verankerung des Wissensmanagements in der Balanced Scorecard 42
4. SCHLUßBETRACHTUNG 45
LITERATURVERZEICHNIS 47

Automatisiert erstellter Textauszug:

Organisationslehre hat die Struktur im Vergleich zu den Prozessen an Bedeutung verloren.153 Während man früher die Meinung vertrat, die Prozesse würden innerhalb gegebener Aufbaustrukturen ablaufen, gilt heute, daß die Aufbaustruktur die Prozesse stützt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll den Prozessen eine eigene Perspektive in der BSC zu widmen, während Strukturen bzw. Änderungen derselben lediglich einen Teil der Maßnahmen im Rahmen der Prozeßperspektive darstellen. Prozesse unterscheiden sich von normalen Abläufen innerhalb der verschiedenen Subsysteme einer Unternehmung (z.B. den Abteilungen) dadurch, daß sie horizontal über mehrere Subsysteme hinweg ablaufen.154 Sie lassen sich als inhaltlich abgeschlossene, zeitliche und sachlogische Abfolge von Aktivitäten im Rahmen der Bearbeitung eines Objektes definieren. Abläufe innerhalb von Funktionsbereichen oder Abteilungen sind besser dokumentiert und lassen sich einfacher überblicken als Prozesse, was zu Problemen bei der Prozeßermittlung führt.155 Ein erster guter Einblick [...]

3.2.1 Kernprozesse als Anknüpfungspunkt im Kernkompetenzmanagement Kernkompetenzen sind als Bestandteile von In- und Throughput auch Objekte der Organisation. Organisation, verstanden als Ergebnis eines Prozesses des Formulierens von Regeln, läßt sich weiter in Aufbau- und Ablauforganisation unterteilen.151 Die Aufbauorganisation umfaßt die Strukturen einer Unternehmung, während sich in der Ablauforganisation ihre Prozesse niederschlagen. Im Verlauf dieser Arbeit wurde bereits an einigen Stellen auf die besonderen Anforderungen des Kernkompetenzansatzes im Hinblick auf Strukturen eingegangen. Obwohl sie durchaus ein wichtiges Element des Kernkompetenzmanagements darstellen, werden sie hier nur angeschnitten und nicht in einem eigenen Kapitel behandelt.152 Dies geschieht aber nicht grundlos, denn in der modernen [...]

Bei den Frühindikatoren geht es im Prinzip um die Ermittlung der Kundenbedürfnisse, bzw. inwiefern diese durch die Produkte und/oder Dienstleistungen befriedigt werden. Besonders die Ermittlung von Kundenbedürfnissen ist problematisch, weil ihre Auswertung kaum Anstöße für echte Produktinnovationen gibt.148 Der Grund dafür liegt darin, daß die Kunden ihre Bedürfnisse auf Basis von Erfahrungen artikulieren, die sie mit bereits existierenden Produkten gemacht haben. Die dahinter stehenden originären Kundenprobleme bleiben dabei i.d.R. unerwähnt. Ein Beispiel von zwei Haarnetzherstellern in den 40er Jahren, die in hartem Konkurrenzkampf zueinander standen, vermag diese Problematik recht anschaulich zu illustrieren.149 Haarnetze hatten die Funktion, einer neuen Frisur im Anschluß an einen Friseurbesuch Halt zu geben. Auf Basis von Kundenbefragungen versuchten beide Hersteller ihre Produkte zu verbessern und wurden schließlich nicht durch ihren Konkurrenten, sondern durch die Erfindung des Haarsprays vom Markt verdrängt, weil [...]

Arbeit zitieren:
Krabbes, Morten September 2000: Kernkompetenzorientierte Unternehmensführung anhand der Balanced Scorecard (BSC), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wettbewerbsvorteil, Kernkompetenzmanagement, Strategie

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