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Kapitalmarktreaktionen auf den Wechsel von börsennotierten Unternehmen in den SMAX

Die Studie wurde mit dem Transferpreis des Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft der Ruhr-Uni-Bochum ausgezeichnet.
Kapitalmarktreaktionen auf den Wechsel von börsennotierten Unternehmen in den SMAX
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Kaltofen
  • Abgabedatum: Oktober 1999
  • Umfang: 137 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4395-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4395-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4395-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem Transferpreis des Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft der Ruhr-Uni-Bochum ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Kaltofen, Daniel Oktober 1999: Kapitalmarktreaktionen auf den Wechsel von börsennotierten Unternehmen in den SMAX, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ereignisstudie, Kapitalmarkt, Renditen, SMAX, Umsätze

Diplomarbeit von Daniel Kaltofen

Einleitung:

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine ökonometrische Analyse von Aktienkursen und Handelsvolumen börsennotierter deutscher Unternehmen, in der die Fragestellung untersucht wird, ob mit dem Wechsel von Unternehmen in den SMAX (Small Cap Exchange) außergewöhnliche Kapitalmarktreaktionen verbunden sind. Diese Fragestellung ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich Unternehmen mit einer Aufnahme in den SMAX zu erhöhter Transparenz und Verbesserung der Handelbarkeit ihrer Aktien verpflichten.

Seit geraumer Zeit haftet kleinen und mittelständischen Aktiengesellschaften (Small Caps) der Ruf geringer Handelsumsätze und schlechter Kapitalmarktkommunikation an. Als neues Börsensegment speziell für Nebenwerte wurde am 26. April 1999 der SMAX ins Leben gerufen. Der SMAX richtet sich an börsennotierte Aktiengesellschaften, die weder im Deutschen Aktienindex der dreißig größten Unternehmen (DAX), der siebzig nächst größten Unternehmen (M-DAX), noch im Neuen Markt notiert sind und somit zur großen Zahl anonymer Nebenwerte zählen. Seit seiner Ankündigung am 22. Juni 1998 konnte die Deutsche Börse AG 91 Unternehmen zur Teilnahme am Starttermin gewinnen. Das Einhergehen geringer Handelsumsätze und minimaler Kapitalmarktkommunikation hält vor allem institutionelle Investoren von einem Engagement in Nebenwerten weitestgehend ab. Die Konzeption des SMAX sieht deswegen vor, die teilnehmenden Unternehmen durch erhöhte Transparenz und aktive Kapitalmarktkommunikation aus der Masse der Nebenwerte hervorzuheben.

Gegenstand der ökonometrischen Betrachtung dieser Arbeit sind Aktienkurse und Handelsvolumen von SMAX-Unternehmen sowie börsennotierten Nebenwerten ohne Listing im SMAX im Rahrem einer Ereignisstudie. Anlass zu dieser Untersuchung sind Beobachtungen anderer Kapitalmarktstudien über die Ankündigung von mehr Transparenz bei Aktiengesellschaften. Jene Studien belegen, dass Anleger auf diese Art der Nachricht oftmals mit steigenden Kursen reagieren. Ob der Kapitalmarkt auch in Verbindung mit dem Listing eines Unternehmens im SMAX positiv reagiert, soll in dieser Arbeit analysiert und erörtert werden.

Es ist vorwegzunehmen, dass die beobachteten Reaktionen weitaus geringer sind als von der financial community im Vorfeld des SMAX-Starts angenommen wurde. Eine Klassifizierung der betrachteten Unternehmen nach der Höhe des Freefloat und der Marktkapitalisierung bringen jedoch differenziertere Ergebnisse. Die gefundenen Untersuchungsergebnisse werden durch die Aufbereitung des Zahlenmaterials sowie Abbildungen ergänzt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Symbolverzeichnis VII
Abbildungsverzeichnis XI
Tabellenverzeichnis XII
1. Problemstellung und Gang der Untersuchung 1
2. Bedeutung von Börsensegmenten für den Kapitalmarkt 3
2.1 Konzeption des SMAX 3
2.1.1 Teilnahmemodalitäten 3
2.1.2 Teilnehmende Unternehmen 5
2.1.3 Zielsetzung 6
2.1.4 Probleme des SMAX 7
2.2 SMAX- induzierte Auswirkungen auf den Informationsstand von Anlegern 8
2.2.1 Begriffsdefinitionen 8
2.2.2 Erste empirische Untersuchungen 10
2.2.3 Hypothesenbildung 11
3. Empirische Untersuchungen von Kurs- und Volumenreaktionen 13
3.1 Grundsätzliche Methodik und Auswahl der Datenbasis 13
3.2 Untersuchung auf abnormale Renditen bei Ankündigung des Wechsels in den SMAX 15
3.2.1 Definition des Ereignisses 15
3.2.2 Modell zur Bestimmung der normalen und abnormalen Rendite 16
3.2.2.1 Modellmethodik 16
3.2.2.2 Auswahlkriterien von Unternehmen und Indizes 19
3.2.2.3 Wahl der Schätz- und Testperiode 21
3.2.3 Bestimmung der Schätzparameter 22
3.2.4 Überprüfung der Schätzparameter 26
3.2.5 Bestimmung der abnormalen Renditen 30
3.2.6 Signifikanzüberprüfung der abnormalen Renditen 33
3.2.6.1 Gesamtgruppe 33
3.2.6.2 Gruppierung nach Freefloat und Marktkapitalisierung 37
3.2.7 Zusammenfassung der Ergebnisse 38
3.3 Untersuchungen auf abnormales Handelsvolumen bei Ankündigung des Wechsels in den SMAX 39
3.3.1 Modell zur Bestimmung der normalen und abnormalen Rendite 39
3.3.1.1 Modellmethodik 39
3.3.1.2 Zahl der Schätzperiode 41
3.3.1.3 Auswahlkriterien der Unternehmen 41
3.3.2 Bestimmung und Überprüfung der abnormalen Volumens 42
3.3.2.1 Gesamtgruppe 42
3.3.2.2 Gruppiert nach Freefloat und Marktkapitalisierung 45
3.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse 46
3.4 Untersuchung auf abnormale Handelsvolumen zum SMAX-Start 46
3.4.1 Bestimmung des Ereignisses 46
3.4.2 Modellmethodik 47
3.4.2.1 Wahl der Schätzperiode 47
3.4.2.2 Auswahlkriterien der Unternehmen 48
3.4.3 Bestimmung und Überprüfung der abnormalen Volumen 48
3.4.3.1 Gesamtgruppe 48
3.4.3.2 Gruppiert nach Freefloat und Marktkapitalisierung 50
3.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse 50
3.5 Analyse von Kurs- und Volumenentwicklung zwischen SMAX- und Nicht-SMAX-Unternehmen 51
3.5.1 Modell zum Vergleich zweier Zeiträume 51
3.5.1.1 Modellmethodik 51
3.5.1.2 Wahl der Zeitfenster 52
3.5.1.3 Auswahlkriterien der Unternehmen 52
3.5.2 Bestimmung und Überprüfung der Vergleichsdaten 53
3.5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse 56
4. Ergebnisse der empirischen Untersuchungen 57
5. Schlußbetrachtung und ökonomische Interpretation 59
Anhang 60
Literaturverzeichnis XIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Üblicherweise ergänzen parametrische t-Tests die Signifikanzüberprüfungen der ermittelten abnormalen Renditen. Ein geeigneter Test ist der verbesserte tTest (t-Test unter expliziter Unabhängigkeitsannahme). Die Anwendung setzt die Normalverteilung der Residuen in der Schätzperiode zwingend voraus, wovon nach Tab. A- 4150 in 25 von 29 Fällen nicht auszugehen ist.151 Trotz der angesprochenen Probleme soll der einfache t-Test nach BROWN/ WARNER diese Lücke schließen. Obwohl es bei Anwendung dieses Tests im Vergleich zum t-Test unter expliziter Unabhängigkeitsannahme152 schwieriger ist, abnormale Renditen aufzuspüren, soll der einfache t-Test den Vorrang erhalten.153 Die Prüfgröße Pt-Test2 des einfachen t-Tests ist definiert als Quotient der beobachteten durchschnittlichen Überrenditen AR τ [...]

Eine Überprüfung der abnormalen Renditen auf gegenseitige Korrelationen während der Testperiode ergibt wegen n = 20 eine ‚20 x 20-Matrix’ mit 180 Werten144, in der die SPEARMAN-Rangkorrelationskoeffizienten (SPEARMAN-RK) verglichen werden.145 Lediglich in zwei Fällen ist auf einem zweiseitigen Signifikanzniveau von α = 0,01 eine signifikante Kreuzkorrelation entdeckt worden. Mithin stellt das Problem der Kreuzkorrelation keine bedeutsame Beeinflussung dar. Wegen der Größe der Matrix wird auf eine Darstellung verzichtet. Die formal-statistische Überprüfung der Residuen weist, anders als bei der Schätzperiode, nur vereinzelt unerwünschte Resultate auf. Es muß jedoch bedacht werden, daß die abnormalen Renditen auf den partiellen Regressionskoeffizienten aus der Schätzperiode basieren, die ihrerseits den formalstatistischen Ansprüchen nicht durchweg gerecht werden. 3.2.6 3.2.6.1 Signifikanzüberprüfung der abnormalen Renditen Gesamtgruppe [...]

abnormalen Renditen der Wünsche AG auf dem Signifikanzniveau von α = 0,01 nicht normalverteilt sind. ad (b) Autokorrelation der abnormalen Renditen Auch für die Testperiode wird zur Überprüfung auf Autokorrelation der Test von DURBIN/WATSON gemäß Gleichung (9) verwendet. Wegen der im Vergleich zur Schätzperiode kürzeren Testperiode von nur 21 Tagen ändern sich die Intervallgrenzen. Auf einem zweiseitigen Signifikanzniveau von α = 0,1 wird die Nullhypothese, daß die abnormalen Renditen nicht autokorreliert sind, bei PD-W ≤ 1,221 oder PD-W ≥ 2,779PD-W beibehalten. Falls der Testwert nicht im Unschärfebereich zwischen 1,221 < PD-W < 1,420 oder 2,580 < PD-W < 2,779 liegt, wird die Nullhypothese verworfen, wenn 1,420 ≤ PD-W ≤ 2,580 gilt. Während der Testperiode muß lediglich bei der Data Modul AG davon ausgegangen werden, daß positive Autokorrelation vorliegt. In zwei weiteren Fällen liegen die Prüfgrößen des Durbin/Watson-Tests im Unschärfebereich. Man kann mithin davon ausgehen, daß positive Autokorrelation die abnormalen Renditen nicht merklich beeinflußt. ad (c) Homoskedastizität der Varianzen Der Goldfeld/Quandt-Test ermittelt gemäß Gleichung (10), ob sich die Residuenvarianzen aus der Testperiode (Z1) gegenüber denen der Schätzperiode (Z2) vergrößern. Auf einem einseitigen Signifikanzniveau von α = 0,05 erhält man [...]

Arbeit zitieren:
Kaltofen, Daniel Oktober 1999: Kapitalmarktreaktionen auf den Wechsel von börsennotierten Unternehmen in den SMAX, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ereignisstudie, Kapitalmarkt, Renditen, SMAX, Umsätze

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