Kapitalmarktorientierte Unternehmensanalyse
Informationsbedürfnisse aus Investorensicht
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Scherian
- Abgabedatum: März 2002
- Umfang: 115 Seiten
- Dateigröße: 798,7 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5606-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5606-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5606-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Scherian, Michael März 2002: Kapitalmarktorientierte Unternehmensanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Rechnungslegung, Unternehmensbewertung, Analyse, Bilanzierung, Vergleich
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Diplomarbeit von Michael Scherian
Einleitung:
Im Rahmen dieser Arbeit soll die Verbindung zwischen einer kapitalmarktorientierten Unternehmensanalyse und den daraus resultierenden Informationsbedürfnissen untersucht werden. Da die Kapitalmarktakteure vor allem an Informationen interessiert sind, die das Management zur internen Steuerung heranzieht, werden bei der Durchführung der Analyse auch Methoden berücksichtigt, welche der internen Analyse oder der strategischen Unternehmensführung zuzuordnen sind. Grundsätzlich wird ein fundamentaler Bewertungsansatz verfolgt, da dieser den inneren Wert eines Unternehmens widerspiegelt. Dabei wird generell die Sicht eines externen Analysten eingenommen, welcher ausschließlich auf Informationen zurückgreifen kann, die im Rahmen der externen Unternehmensberichterstattung veröffentlicht werden. Die zugrundeliegenden Rechnungslegungsvorschriften sind die US-GAAP, da diese als investorenfreundlichste Rechnungslegung bezeichnet werden können und somit tendenziell die meisten Informationen aus Sicht der Kapitalmarktakteure beinhalten. Untersuchungsgegenstand ist ein diversifiziertes Unternehmen, um die Wichtigkeit von Informationen auf Segmentebene hervorzuheben. Die in der Arbeit dargestellten Analysemethoden basieren vor allem auf der Veröffentlichung freiwilliger Informationen, sowie der Pflicht zur Lageberichterstattung nach §§289, 315 HGB, der MD&A und Form 20-F.
Nachfolgend wird ausgehend von den Informationsbedürfnissen der Adressaten die Methodik einer kapitalmarktorientierten Unternehmensanalyse beschrieben. In diesem Zusammenhang wird dabei sofort der Bezug zu den aktuellen Rechnungslegungsvorschriften der US-GAAP gesucht und überprüft in wie weit die benötigten Informationen bereits heute publiziert werden müssen. Durch dieses Vorgehen soll der am Anfang übernommene Informationskatalog überprüft und daraus implizierte Entwicklungen der Unternehmensberichterstattung abgeleitet werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| Symbolverzeichnis | XI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Informationsbedürfnisse der Adressaten | 4 |
| 2.1 | Finanzielle Berichterstattung | 6 |
| 2.2 | Berichterstattung nicht-finanzieller Informationen | 6 |
| 2.2.1 | Operative Daten und Performancemaße | 7 |
| 2.2.2 | Management und Eigentümer | 8 |
| 2.2.3 | Hintergrundinformationen zum Unternehmen | 9 |
| 2.2.4 | Immaterielle Vermögensgegenstände | 10 |
| 2.3 | Managementanalyse publizierter Daten | 10 |
| 2.4 | Zukunftsbezogene Informationen | 11 |
| 2.5 | Segmentinformationen | 12 |
| 2.6 | Zeitnahe Berichterstattung | 13 |
| 2.7 | Kosten-Nutzen-Vergleich der Informationsbereitstellung | 14 |
| 2.7.1 | Kapitalallokation und Kapitalkosten | 15 |
| 2.7.2 | Wettbewerbsnachteile, Verbreitungs- und Prozesskosten | 16 |
| 3. | Umfeld- und Unternehmensanalyse | 18 |
| 3.1 | Unternehmensbewertung | 20 |
| 3.1.1 | Multiplikatorverfahren | 22 |
| 3.1.1.1 | Equity-Multiplikatoren | 24 |
| 3.1.1.2 | Entity-Multiplikatoren | 26 |
| 3.1.2 | Discounted Cashflow-Verfahren | 27 |
| 3.1.2.1 | WACC-Ansatz | 28 |
| 3.1.2.2 | Adjusted Present Value-Ansatz | 29 |
| 3.1.2.3 | Equity-Ansatz | 30 |
| 3.1.3 | Wertorientierte Rentabilitäten und Residualgewinnkonzepte | 31 |
| 3.1.3.1 | Shareholder Value Added | 32 |
| 3.1.3.2 | Economic Value Added | 35 |
| 3.1.3.3 | Cashflow Return on Investment | 38 |
| 3.1.3.4 | Segmentspezifische Kapitalkostenbestimmung | 40 |
| 3.1.3.4.1 | Kapitalmarkttheoretische Verfahren | 41 |
| 3.1.3.4.2 | Pragmatische Verfahren | 42 |
| 3.1.4 | Substanzwert | 44 |
| 3.2 | Globalanalyse | 44 |
| 3.3 | Kennzahlen | 47 |
| 3.3.1 | Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse | 48 |
| 3.3.2 | Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse | 50 |
| 3.3.3 | Spezielle risikoangepasste Kennzahlen | 52 |
| 3.4 | Konzernanalyse | 56 |
| 3.4.1 | Konzernstrategieanalyse | 56 |
| 3.4.1.1 | Marktanteils-Marktwachstums-Portfolio | 58 |
| 3.4.1.2 | Marktattraktivitäts-Wettbewerbsstärken-Portfolio | 61 |
| 3.4.1.3 | Wertbeitragsportfolio | 62 |
| 3.4.2 | Beurteilung des Konzernmanagements | 63 |
| 3.4.3 | Prognose der Konzern Cashflows und Gewinne | 64 |
| 3.4.3.1 | Sensitivitätsanalyse | 64 |
| 3.4.3.2 | Szenarioanalyse | 65 |
| 3.5 | Branchenanalyse | 67 |
| 3.6 | Segmentanalyse | 73 |
| 3.6.1 | Strategieanalyse auf Segmentebene | 73 |
| 3.6.2 | Operative Analyse | 75 |
| 3.6.3 | Managementanalyse auf Segmentebene | 78 |
| 3.6.4 | SWOT-Analyse | 79 |
| 3.6.5 | Prognose der zukünftigen Segment-Cashflows | 80 |
| 4. | Zusammenfassung und Ausblick | 80 |
| Anhang | 86 | |
| Verzeichnis der Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsanweisungen und sonstigen Rechnungslegungsnormen | 87 | |
| Verzeichnis der Internetquellen | 88 | |
| Literaturverzeichnis | 90 |
zwischen IAS, US-GAAP und HGB zu liefern versucht.232 Die strukturelle Ergebnisanalyse untersucht zunächst die Zusammensetzung des Ergebnisses hinsichtlich Betriebsergebnis, Finanzergebnis und außerordentlichem Ergebnis. Danach erfolgt die Analyse der Aufwands- und Ertragsstruktur, um den Anteil verschiedener Positionen vom Umsatz oder Ergebnis zu messen, was einen Einblick in die Kostenstruktur des Unternehmens ermöglicht.233 Im Rahmen der US-GAAP ist die Analyse der Kostenstruktur allerdings durch die Vorschriften zur GuV-Gliederung nach dem Umsatzkostenverfahren begrenzt.234 Die Rentabilitätsanalyse untersucht den relativen Erfolg eines Unternehmens im Bezug auf eine bestimmende Einflussgröße, wie eingesetztes Kapital oder Umsatz. Dabei lassen sich Aktienrentabilität, Eigenkapital-, Gesamtkapital- und Umsatzrentabilitäten235 unterscheiden, deren Aussagegehalt für unterschiedliche Zielgruppen von besonderer Bedeutung ist. Während die Eigen- und Aktienrentabilität den relativen Erfolg des Unternehmens gegenüber den Eigentümern repräsentiert, sind Gläubiger eher an der Gesamtkapital- und Umsatzrentabilität interessiert, da diese die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens umfasst.236 Neben diesen Kennzahlen sind in den letzten Jahren eine Reihe neuer Kennzahlen entwickelt worden, deren Zweck nicht die Berechnung einer prozentualen Rentabilität, sondern vielmehr die Analyse des Wertbeitrages ist.237 Dabei unterscheiden sich diese Kennzahlen vor allem durch die vielfältigen Bereinigungen der bilanziellen Größen. Allgemein stehen Rentabilitätskennzahlen zueinander und mit ihren beschreibenden Faktoren in einem UrsacheWirkungs-Zusammenhang, welcher bei der Analyse dieser Daten zu berücksichtigen ist.238 Der Einfluss der beschreibenden Faktoren kann dabei insbesondere durch die Sensitivitätsanalyse untersucht werden.239 [...]
Effekt221 determiniert, welcher den funktionalen Zusammenhang zwischen Eigenkapitalrentabilität und Verschuldungsgrad widerspiegelt. Hohe Verschuldungsgrade führen zwar tendenziell zu einer höheren Eigenkapitalrentabilität, bergen aber auch ein höheres Risiko für das Unternehmen. Daraus ergibt sich die Abhängigkeit der optimalen Kapitalstruktur von der Rentabilität und des Finanzstrukturrisikos.222 Der dritte Teil der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse, die sog. Liquiditätsanalyse, untersucht den Zusammenhang zwischen der Kapitalverwendung und –herkunft. Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens zu jedem Zeitpunkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Um die Liquidität eines Unternehmens zu bestimmen, werden statische und dynamische Liquiditätskennzahlen ermittelt, wobei die bestandsorientierten statischen Kennzahlen dem Grundsatz der Fristenkongruenz folgen. Aus diesem Grund unterscheidet man bei der bestandsorientierten Liquiditätsanalyse auch kurzfristige, sowie lang- und mittelfristige Liquiditätskennzahlen.223 Die stromgrößenorientierte Liquiditätsanalyse verlässt die bilanzielle Betrachtungsweise und versucht die Liquidität eines Unternehmens über die tatsächlich anfallenden Zahlungsströme (Cashflows) zu bewerten.224 Zu diesem Zweck werden vor allem Kennzahlen zur Innenfinanzierungskraft und Verschuldungsfähigkeit ermittelt.225 Für die Cashflow Ermittlung existieren dabei zwei grundlegend verschiedene Methoden. Zum Einen die Ableitung eines vereinfachten, weitgefassten, eng an der GuV orientierten Cashflow, welcher die periodendurchschnittliche Innenfinanzierungskraft widerspiegelt und nicht von kurzfristigen, periodischen Zahlungsverschiebungen beeinflusst wird.226 Andererseits ist die Verwendung der Cashflows aus der Kapitalflussrechnung nach SFAS 95 möglich, der die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, den Cashflow aus Investitionstätigkeit und den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt.227 [...]
Unternehmenskennzahlen werden auf Basis des Jahresabschlusses und Lageberichtes erstellt. Aus diesem Grund spricht man in diesem Zusammenhang auch von der Jahresabschluss- oder Bilanzanalyse.214 Die Bilanzanalyse wird dabei insbesondere durch den Bilanzierungszweck und die mangelnde Zukunftsbezogenheit der Daten begrenzt. Da die veröffentlichten Daten im Jahresabschluss hauptsächlich vergangenheitsbezogen215 sind, kann aus der Bilanzanalyse keine implizite Prognosefähigkeit gewonnen werden. Dennoch ist es für die externe Unternehmensanalyse von Vorteil, wenn die Entwicklung von bestimmten Kennzahlen im Zeitablauf verfolgt wird. Des Weiteren wurden eine Reihe von Verfahren216 entwickelt, um die Aussagekraft der Unternehmenskennzahlen zu erhöhen. Die Umsetzung erfolgt dabei durch Verdichtung von Kennzahlen, was die Einordnung in gute und schlechte Unternehmen ermöglichen soll und somit das Insolvenzrisiko bestimmt. Die Bilanzanalyse lässt sich in die erfolgs- und finanzwirtschaftliche Analyse unterteilen, was dem Bilanzierungszweck nach US-GAAP, IAS und HGB entspricht.217 Die Einordnung im Rahmen der Unternehmensanalyse ist in Abb. 11 dargestellt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832456061
Arbeit zitieren:
Scherian, Michael März 2002: Kapitalmarktorientierte Unternehmensanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Rechnungslegung, Unternehmensbewertung, Analyse, Bilanzierung, Vergleich



