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Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung bei einer Existenzgründung

Ein Modell zu Darstellung der Einflussgrößen und ihrer Interdependenzen

Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung bei einer Existenzgründung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Jüngling
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 528,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Jena Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7317-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7317-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7317-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Jüngling, Christian Juni 2003: Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung bei einer Existenzgründung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Finanzplanung, Prognose, Zahlungsfähigkeit, Abweichungsanalyse, Finanzwirtschaft

Diplomarbeit von Christian Jüngling

Zusammenfassung:

Eine Existenzgründung soll die materielle Lebensgrundlage eines Existenzgründers, sowie die Liquidität und langfristige Rentabilität eines Existenzbetriebes sichern. m dies zu erreichen ist eine genaue Konzeption und Planung betriebswirtschaftlicher Vorgänge inkl. des Betriebsaufbaus unter dem Gesichtspunkt eines finanziellen Engpasses erforderlich. Mit den dafür allgemein verwendeten und in dieser Arbeit neu entwickelten Planungs-, Analyse- und Prognosetechniken kann die mangelhafte Informations- und zukünftige abschätzbare Entwicklungslage weitgehend verbessert werden.

Die Planung des finanziellen Bedarfs und dessen Deckung kann mit der langfristigen Kapitalbedarfsplanung und der mittel- und kurzfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von Einflussgrößen, -faktoren, sowie deren Interdependenzen durchgeführt werden. Das Ziel ist es, mit der bestmöglichen Gestaltung und Abstimmung der Gründungs-, Planungs- und Errichtungsvorgänge den Kapitalbedarf möglichst zu reduzieren. Es werden dabei nur Existenzgründungen mit betriebswirtschaftlichem Planungserfordernis berücksichtigt. Zudem wird auf Formeldarstellungen und Funktionsweisen von Prognose-verfahren nicht explizit, sondern nur in der Anwendung oder bei der Darstellung neuer Verfahren näher darauf eingegangen.

Des Weiteren wird aufgrund des ähnlichen Aufbaus von Teilplänen nur auf den Umsatzplan näher eingegangen. Es ist auch nicht erforderlich, aufgrund der ausführlichen Darlegungen Gutenbergs, eine Beweisführung der Gutenberg’schen Einflussfaktoren vorzunehmen. Die Arbeit wird auf die Anwendung derselben ausgerichtet. Auch werden Einflussgrößen externer, gründungsspezifischer oder interner Art, sowie sonstige Einflussfaktoren nur in Ansätzen dargestellt. Es wird aber deutlich gemacht, dass die dispositive Planung aus der langfristig gestaltbaren Planung abgeleitet werden kann. Dabei ermöglicht der langfristige Gestaltungsspielraum eine Integration von Einflussgrößen und Einflussfaktoren im Sinne kapitalbedarfsmindernder Zielsetzungen.

Zur Verbesserung der Planung werden neben Grundlagen neue Planungs-, Analyse-, und Prognoseinstrumente auf Basis direkter Zahlungsströme dargelegt. Es werden zudem auch Einordnungen und Anwendungen der Prognoseverfahren in Grundzügen vorgestellt und erläutert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
Abstract 1
1. Einleitung 2
1.1 Problemstellung 2
1.2 Gang der Arbeit 2
2. Existenzgründung 4
2.1 Definition und Erläuterung 4
2.2 Abgrenzung zur Unternehmensgründung 4
2.3 Abgrenzung zu anderen Gründungsformen 5
3. Planungsgrundlagen 5
3.1 Qualitative und Quantitative Planung 5
3.2 Finanzwirtschaftliche Grundsätze 6
3.2.1 Güterwirtschaftliche- und Nominalströme 6
3.2.2 Geldvermögen und Zahlungsströme 6
3.2.3 Finanzierungsgrundsätze 7
4. Kapitalbedarfsplanung 8
4.1 Definition Kapitalbedarf 8
4.2 Einflussfaktoren auf den Kapitalbedarf 8
4.2.1 Definition der Einflussfaktoren 8
4.2.2 Interne Einflussfaktoren auf den Kapitalbedarf 9
4.2.2.1 Gestaltung der Prozessanordnung 9
4.2.2.2 Gestaltung der Prozessgeschwindigkeit 9
4.2.2.3 Anpassung an Beschäftigungsschwankungen 10
4.2.2.4 Gestaltung Produktions- und Absatzprogramm 13
4.2.2.5 Anpassung durch Änderung der Betriebsgröße 14
4.2.3 Externe Einflussgrößen und -faktoren 15
4.2.4 Gründungsspezifische Einflussgrößen und -faktoren 16
4.3 Abgrenzung Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung 16
4.4 Einmalige Kapitalbedarfsplanung 17
4.4.1 Ermittlung des Kapitalbedarfs 17
4.4.2 Deckung des Kapitalbedarfs 21
4.5 Laufende Kapitalbedarfsplanung 22
4.5.1 Einführung in die laufende Kapitalbedarfsplanung 22
4.5.1.1 Planungstechnische Grundlagen 22
4.5.1.2 Finanzielles Gleichgewicht 25
4.5.1.3 Funktionen bei Kapazitätserweiterung 26
4.5.2 Erstellung einer Planbilanz 27
4.5.3 Entwicklung einer Kapitalbilanz 31
5. Liquiditätsplanung 36
5.1 Definition Liquiditätsplanung 36
5.2 Einführung in die Liquiditätsplanung 36
5.2.1 Begriffsumfang und Reservenplanung 36
5.2.2 Planungstechnische Grundlagen 39
5.2.3 Liquiditätskontrolle 41
5.3 Mittelfristige Liquiditätsplanung 43
5.3.1 Grundlagen bei einem Existenzbetrieb 43
5.3.2 Grundstruktur Liquiditätsplan 44
5.3.3 Beseitigung von Liquiditätsengpässen 46
5.3.4 Prognoseplanung auf Umsatzbasis 46
5.3.4.1 Prinzipieller Ablauf und Prognosearten 46
5.3.4.2 Darstellung eines zyklischen Prognosemodells 47
5.3.4.3 Prognoseintegration im Umsatzplan 50
5.3.5 Einflussgrößen und Interdependenzen der Teilpläne 51
5.3.6 Abweichungsanalyse analog einer Plankostenrechnung 52
5.4 Kurzfristige Liquiditätsplanung 54
5.4.1 Prognosevarianten 54
5.4.1.1 Anwendung extrapolierender Verfahren 54
5.4.1.2 Kausale Prognose und Verweilzeitverteilung 55
5.4.1.3 Prognoseansatz auf Rechnungszielbasis 57
5.4.2 Erstellung eines kurzfristigen Liquiditätsplans 58
5.4.3 Abweichungsanalyse auf Kumulationsbasis 58
6. Modell 60
7. Zusammenfassung 61
Literaturverzeichnis 62
Quellenverzeichnis 64

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zusätzlich ist der Einsatz von Szenarios sinnvoll, um zukünftige Entwicklungen besser einschätzen zu können.139) Wird die Umsatzprognose als Grundlage verwendet, können Erfolgs- und Bilanzpositionen über mehrere Jahre, unterteilt in umsatzabhängige und umsatzunabhängige Positionen, geplant werden.140) Die Positionen können, wenn auch nur annähernd, durch eine prozentuale Umsatzabhängigkeit oder durch Regressionsverfahren ermittelt werden.141) Ein Beispiel für eine prozentuale Strukturbilanzplanung auf Umsatzbasis ist in Tabelle 5 dargestellt. Die Gewinnermittlung- und Planung erfolgt separat und kann nach dem Umsatzkosten- oder dem Gesamtkostenverfahren142) durchgeführt werden. In Abb. 11 ist für diesen Zweck ein ausbau- oder reduzierbares Schema veranschaulicht (§ 275 HGB). Abb. 11: Gewinnplanung und -ermittlung nach dem GKV [...]

Planungsgrundlagen (€): Umsatz bereinigt, z. B. um Erlösschmälerungen 230.000 240.000 255.000 φ Tagesumsatz bezogen auf angenommene 250 produktive Tage 920 960 1.020 φ Debitorenziel für Forderungsbestand in Tagen 5 5 5 φ Kreditorenziel für Verbindlichkeitsbestand aus L.u.L. in Tagen 10 10 10 Bezeichnungen: F: Festlegung; %: prozentual vom Umsatz; P: Produkt; E: Einschätzung; VV: Verlustvortrag AV Im Anlagevermögen erfolgt eine Erhöhung sprungweise, hier wird angenommen das die Reservekapazität für eine Produktionserhöhung ausreichend ist. Die Reduzierung der Vermögensbestände erfolgt aufgrund vorgenommener linearer Abschreibungsbeträge, die nach Vermögenspositionen zeitlich zu unterscheiden sind. Prozentual vom Umsatz sind die Vorräte (8,3043%) ermittelt worden. Das Bankguthaben wird eingeschätzt. Die Forderungen werden nach Bindungsdauer aus einem Produkt, φ Tagesumsatz multipliziert mit dem φ Debitorenziel, ermittelt. Die Ausgestaltung ist abhängig von der Gesellschaftsform und wird deshalb in diesem Fall auf gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen reduziert. Es erfolgt keine Rücklagenbildung. Verbindlichkeiten aus L.u.L. werden nach der Bindungsdauer, d. h. dem Produkt aus φ Tagesumsatz multipliziert mit dem φ Kreditorenziel, gebildet. Prozentual vom Umsatz werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten (12,0435%) ermittelt, die Rückstellungen werden als konstant angenommen. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden mit Tilgungszahlungen reduziert oder durch Investitionen in Vermögensgegenstände des Anlagevermögens oder der Gestaltung der Finanzierungspolitik erhöht. [...]

Die Deckung des Kapitalbedarfs erfolgt über den Aufbau eines Kapitalfonds97), der die Gesamtheit finanzieller Mittel und finanzieller Zusagen beinhaltet um den Kapitalbedarf in der langfristigen Planung zu decken.98) Es ist sinnvoll den Aufbau des Kapitalfonds an den Finanzierungsgrundsätzen zu orientieren um die finanzielle Zeitordnung an die güterwirtschaftlichen Prozesse anzupassen und langfristig eine finanzwirtschaftliche Stabilität zu erreichen. Der so ausgestaltete Kapitalfonds bildet dabei die Grundlage, auf der eine mittel- und kurzfristige Liquiditätsplanung aufgebaut werden kann. Die Gliederung kann an der Bilanz orientiert werden, in Mittel des Eigen- und Fremdkapitals, wobei aufgrund des langfristigen Zeitraumes eine zusätzliche Unterteilung in kündbare und nicht kündbare finanzielle Mittel zweckmäßig sein könnte.99) Die Grundlage für diese Untergliederung sind vertragliche Vereinbarungen, Kündigungsmöglichkeiten und Überlassungsabsichten der Kapitalgeber.100) Dies ermöglicht eine bessere Einschätzung finanzieller Risiken und eine bessere Umsetzung der Finanzierungsgrundsätze. Ein strukturelles Beispiel ist in Abb. 5 dargestellt. Abb. 5: Abstimmung des langfristigen Kapitalfonds [...]

Arbeit zitieren:
Jüngling, Christian Juni 2003: Kapitalbedarfs- und Liquiditätsplanung bei einer Existenzgründung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Finanzplanung, Prognose, Zahlungsfähigkeit, Abweichungsanalyse, Finanzwirtschaft

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