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Kalkulationen zur Bioschweinehaltung

Kostenvergleich verschiedener Stall- und Fütterungssysteme

Kalkulationen zur Bioschweinehaltung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Omelko
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 178 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität für Bodenkultur Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5292-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5292-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5292-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Omelko, Michael Oktober 2001: Kalkulationen zur Bioschweinehaltung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ökonomik, Ökologische Landwirtschaft, Bioschweinehaltung, Schweineproduktion

Diplomarbeit von Michael Omelko

Zusammnefassung:

In dieser Arbeit wurde versucht, die Kosten in der Bioschweinehaltung unter Berücksichtigung der seit 24.08.2000 in Kraft getretenen EG-Verordnung zur Tierhaltung für verschiedene Stall- und Fütterungssysteme zu berechnen. Da die Erfüllung der Tierhaltungsvorschriften in konventionellen Haltungssystemen kaum möglich ist, wurde die Errichtung neuer Anlagen unterstellt. Aus Kostengründen wurden nur Außenklimasysteme berücksichtigt. Auch wurden verschiedene Abferkelsysteme miteinander verglichen.

Die Kostenunterschiede sind zwischen Getreide- und Mais- bzw. CCM-betonten Futterkombinationen gering. Der Einsatz von Abfallspeisekartoffeln, in der Sauenfütterung auch von Grassilagen bringt deutliche Einsparungen bei den Futterkosten. Die Phasenfütterung ist in der Mast der Universalfuttermethode vorzuziehen.

In der Zuchsauenhaltung als auch in der Mast wurden Festmist- als auch Güllesysteme miteinander verglichen. Bei vergleichbaren Aufstallungssystemen sind wegen der höheren Investitionskosten für die Flüssigentmistung die Fixkosten um rund 20 bis 35 % höher, jedoch die Gesamtkosten sind aufgrund des wesentlich geringeren Einstreu, Maschinen- und AKh-Bedarfes deutlich niedriger.

Die Kosten pro Stück werden wesentlich vom Leistungsniveau bestimmt. In der Zucht können durch Steigerung der Ferkelzahl um ein Stück pro Sau und Jahr die Kosten um 50,-- öS pro Ferkel gesenkt werden. In der Mast ist vor allem die Verbesserung der Futterverwertung eine Möglichkeit zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Bei Freilandhaltung liegen vor allem wegen der hohen Arbeitsbelastung und des Maschineneinsatzes, aber auch wegen der notwendigen Investitionen die Gesamtkosten pro Ferkel deutlich über denen von Stallhaltungssystemen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Aufbau der Arbeit 3
2. Rahmenbedingungen 4
2.1 Rechtliche Grundlagen 4
2.2 Vorschriften vonVerbänden oder Markenprogrammen 9
2.3 Förderungen für Investitionen in die Tierhaltung 9
3. Grundlagen der Schweinehaltung 13
3.1 Biologische Grundlagen der Schweinehaltung 13
3.2 Leistungskennzahlen in der Schweinehaltung 16
3.3 Aktueller Leistungsstandard 20
3.4 Wirtschaftsdüngeranfall 22
3.5 Produktionsablauf und Platzbedarf in der Ferkelproduktion 22
3.6 Produktionsablauf in der Mast 29
4. Methodische Grundlagen 30
4.1 Kostenblockmethode 30
4.2 Kostenrechnung und Einteilung der Kosten in der Schweinehaltung 31
4.3 Verfahrensvergleich 33
4.4 Konkrete Vorgangsweise beim Verfahrensvergleich 34
5. Futtermittel und Futterkosten 36
5.1 Futtermittel in der biologischen Schweinehaltung 36
5.2 Einzelfuttermittelpreise 42
5.3 Lager- und Bearbeitungskosten der Futtermittel 43
5.4 Ernährungsphysiologische Bedarfswerte 49
5.5 Mengenbedarf an Futtermitteln 51
5.6 Futtermischungen und deren Kosten 53
5.7 Futterkosten in Abhängigkeit von der Leistung 56
6. Bestandesführung 58
6.1 Remontierungskosten 58
6.2 Hygienekosten 59
6.3 Tierarzt- und Medikamentenkosten 60
6.4 Lagerung, Aufbereitung und Kosten der Einstreu 62
6.5 Wasserbedarf und -kosten 63
6.6 Energiekosten 64
7. Ferkelproduktion in Stallsystemen 65
7.1 Warte- und Deckstall - Bauvarianten, Funktionsweise und Kosten 66
7.2 Abferkelstall - Systeme, Bauvarianten, Funktionsweise und Kosten 70
7.3 Ferkelaufzuchtboxen - Bauvarianten, Funktionsweise und Kosten 78
7.4 Stallkombinationen 84
7.5 Kosten der Ferkelproduktion bei verschiedenen Stallkombinationen 85
7.6 Summe der variablen Kosten 88
7.7 Fix- und Gesamtkosten in der Ferkelproduktion 90
8. Ferkelproduktion in Freilandhaltung 91
8.1 Anforderungen an Boden, Geländeform, Klima und Vegetation 91
8.2 Produktionsablauf und Ausstattung der Anlage 92
8.3 Flächen und Abteilbedarf 97
8.4 Kosten der Freilandhaltung 99
8.5 Summe variable Kosten 105
8.6 Fix- und Gesamtkosten 106
9. Mastschweinehaltung in Stallsystemen 107
9.1 Stallsysteme und deren Kosten 107
9.2 Variable Kosten in der Mast 109
9.3 Summe variabler Kosten 113
9.4 Fix- und Gesamtkosten in der Mast 114
10. Zusammenfassung 116
11. Ausblick 119
12. Literatur- und Quellenverzeichnis 121
Anhang A: Baukostenermittlung und -aufstellung I
Anhang B: Kostenaufstellung XXVII
Anhang C: Rationsberechnung XXXIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bei den Abferkelsystemen kann grundsätzlich zwischen zwei Varianten unterschieden werden: Zum einen einphasige Systeme, in denen die Sau etwa eine Woche vor vom Abferkeln bis zum Abspänen in der selben Bucht verbleibt, zum anderen zweiphasige Verfahren, in denen die Sauen in Einzelbuchten Abferkeln und dann ein Umstallen in ein Gruppensäugesystem 10 Tage nach der Geburt erfolgt. Die Vor- und Nachteile sind im Abschnitt 3.5 beschrieben. Die Bauhülle selbst muss wärmegedämmt sein, da im Innenraum eine Mindesttemperatur von 15°C stets gewährleistet sein sollte. Während der Geburt und in den ersten Lebenstagen muss der Nestbereich abgedeckt und beheizbar sein. Dazu eignen sich Wärmelampen, elektrische Heizdecken oder auch Bodenheizungssysteme, die jedoch hohe Installationskosten verursachen, durch die Stroheinstreu an Wirkungsgrad stark einbüßen und nach der ersten Lebenswoche überflüssig werden. Im Winter ist der Einsatz einer zusätzlichen Lampe sinnvoll. Während der Geburt ist der Einsatz von mehreren Lampen in den Ecken des Abferkelnestes sinnvoll, da so die Ferkel immer kurze Wege zur nächsten Wärmequelle haben und die Chancen schwächerer Ferkel steigen, speziell in Systemen ohne Fixierung der Sau 71 [...]

Für den Einsatz des Laders können die selben Kosten pro Stunde wie für die Fütterung veranschlagt werden. Allerdings wird der Lader nur in einem Bruchteil der gesamten Entmistungsarbeitszeit benötigt, da der Großteil auf das Einschließen der Tiere, das Öffnen und Schließen der Tore und das händische Entfernen von eventuellen Verunreinigungen von Liegeflächen entfällt. Es fallen nur etwa 35 % der Zeit auf die Laderarbeiten (eigene Erhebungen). Werden 289,-- öS/h veranschlagt, entstehen im Wartestall Kosten pro Sau und Jahr von 296,-- öS und im Deckstall 148,-- öS . Im Betrieb mit Güllewirtschaft fallen Kosten für den Betrieb des Schrappers an, der mehrmals täglich per Zeitschaltuhr aktiviert wird. Insgesamt ist mit einer Betriebsdauer von einer Stunde pro Tag zu rechnen. Wenn zum Antrieb Elektromotoren mit einer Leistung von 1,5 kW eingesetzt werden, entstehen Kosten pro Sau und Jahr von 14,80 öS im Wartestall und 9,90 öS im Deckstall. [...]

Die Tierarzt- und Medikamentenkosten wurden durch Auswertung der Inspektionsberichte des Kärntner Tiergesundheitsdienstes vom Jahr 2000 und deren Interpretation und Ergänzung durch Gespräche mit Tierärzten, vor allem Dr. Hofer, TGD Kärnten und Mag. Tschernko erhoben. Selbst durch konsequentes Rein-Raus-Verfahren und sorgfältige Hygienemaßnahmen lassen sich Tierarzt- und Medikamentenkosten nicht vermeiden. Speziell in der Ferkelproduktion sind eine Reihe von Therapiemaßnahmen unbedingt erforderlich (Tabelle 23). In der Mast sind keine „fixen“ Behandlungen notwendig. Neben Rhinitis, Rotlauf und Parvovirose ist die Räudebehandlung von besonderer Bedeutung. So weisen mehr als die Hälfte der Tiere Anzeichen von Räude auf. Um die Leerstehzeiten zu reduzieren, ist die Trächtigkeitsuntersuchung mittels Ultraschall unbedingt zu empfehlen. Bei den Ferkeln sind bis auf die Eisen- und Vitamingabe keine Maßnahmen unbedingt notwendig. Die Erfahrungen mit der Mykoplasmenimpfung belegen eine nachweisliche Reduktion der Anfälligkeit vor allem gegen respiratorische Symptome und in Folge einen wesentlichen Rückgang der Behandlungshäufigkeit während der Mast. Einige Mäster verzichten sogar auf die Einstellprophylaxe, selbst bei Ferkelbezug über den Ferkelring mit vielen Herkünften. Zusätzlich wird eine Entwurmung empfohlen. [...]

Arbeit zitieren:
Omelko, Michael Oktober 2001: Kalkulationen zur Bioschweinehaltung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ökonomik, Ökologische Landwirtschaft, Bioschweinehaltung, Schweineproduktion

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