Jugendgewalt - ein männliches Phänomen?
Ansätze einer geschlechterbewussten Gewaltpräventionsarbeit
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Claudia Kuckuck
- Abgabedatum: April 2002
- Umfang: 148 Seiten
- Dateigröße: 806,3 KB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6999-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6999-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6999-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kuckuck, Claudia April 2002: Jugendgewalt - ein männliches Phänomen?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mädchengewalt, Geschlechtersozialisation, Deprivation, Geschlechterwandel, Jugendproblematik
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Diplomarbeit von Claudia Kuckuck
Zusammenfassung:
„Wir haben uns in die Haare gekriegt und uns total verprügelt. Ich habe immer wieder an eine Stelle am Bein getreten und an den Haaren gezogen und habe sie herumgewirbelt. Ich hab‘ echt büschelweise die Haare vom Kopf gerissen. Ja, und dann habe ich gewonnen.“ Dieses Zitat stammt aus einem Interview mit einem 17jährigen Mädchen, welches im Rahmen einer Studie im Großraum Köln stattfand.
Seit Jahren wird die pädagogische Diskussion in zahlreichen Büchern und Zeitschriftenartikeln von der Klage über die zunehmende Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in Schule, Jugendarbeit und öffentlichem Leben bestimmt. Entweder werden männliche und weibliche Jugendliche in dieser Diskussion unter dem Begriff ,Jugendliche‘ zusammengefasst, oder es ist eine vermehrte Einigkeit in der Diskussion über Jugendgewalt darüber zu finden, dass gewalttätige Auseinandersetzungen von männlichen Jugendlichen ausgehen.
Aufgrund einiger Ergebnisse empirischer Untersuchungen, ist es auch nicht zu bestreiten, dass die Mehrzahl der Täter männlich sind. Der einseitige Blick auf die Jungen verdeckt jedoch den Blick auf die steigende, und nicht verschwindend geringe Zahl weiblicher Täterinnen. Bei einer näheren Beschäftigung mit dem Thema Geschlecht und Jugendgewalt stößt man darauf, dass Mädchen vermehrt körperlich gewalttätige Handlungsstrategien in ihr Verhaltensrepertoire einschließen. Mit dem, als neuartig anzusehenden, Phänomen der körperliche Gewalt ausübenden Mädchen, befasst sich diese Diplomarbeit. Es werden mögliche Verursachungszusammenhänge, die dazu führen, dass Mädchen vermehrt gewaltbereit werden, dargestellt und anschließend daraus resultierende Konsequenzen für die Gewaltpräventionsarbeit erläutert.
Festzuhalten ist, dass die meisten vorfindbaren Ansätze zur Erklärung von Gewalt selten oder gar keine Geschlechterdifferenzierung vornehmen. Ähnlich sieht es bei der pädagogischen Arbeit mit gewaltbereiten jungen Frauen aus: Zwar haben diese an entsprechenden Projekten der Gewaltprävention immer wieder teilgenommen, jedoch wurden ihre spezifischen Probleme und Bedürfnisse, die zu ihrem Verhalten führen, nur selten berücksichtigt.
Lange Zeit herrschte in der pädagogischen Diskussion der Konsens vor, dass Mädchen friedfertig seien und mit Gewalttaten nichts zu tun hätten. Doch scheinbar übernehmen mehr und mehr Mädchen ,männliche‘ Argumentationsmuster und Verhaltensweisen als Konfliktlösungsmethode und zur Durchsetzung ihrer Interessen und verlassen damit eindeutig den Rahmen des traditionellen Weiblichkeitskonzeptes.
Um die Ursachen der Gewalttätigkeit junger Frauen überhaupt herausfinden zu können, gilt es, dass Verhalten zunächst zu ,verstehen‘. Folglich ist es, auch für die Ziele und Methoden gewaltpräventiver Arbeit, unerlässlich, herauszufinden, was die gewalttätigen Mädchen belastet, was ihnen fehlt und wo ihre Bedürfnisse liegen.
Um die körperlichen Gewaltausübungen weiblicher Jugendlicher zu erklären, lehne ich mich an das Individualisierungstheorem Heitmeyers an, in welchem die Entstehung von Gewalt in einem engen Zusammenhang mit der zunehmenden Komplexität der Welt und mit den steigenden Anforderungen an die Jugendlichen gebracht wird. Unter dieser Betrachtungsweise weist der Blick auf die Ursachenbetrachtung weiblicher Gewalttätigkeit auf die strukturellen Bedingungen, Ambivalenzen und Widersprüche, die sich gegenwärtig in weiblichen Lebensbiographien wiederfinden lassen. In der vorliegenden Arbeit werden deshalb Kennzeichen der Lebenssituationen weiblicher Jugendlicher in einer individualisierten Gesellschaft, mit den Hindernissen und Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, dargestellt. Während Heitmeyer 1994 in seiner Theorie noch davon ausging, dass weibliche Jugendliche auf Deprivations- und Desintegrationserfahrungen, wie der Isolation vom Arbeitsmarkt, eher autoaggressiv reagieren, kann gegenwärtig auch Gewalt in seiner vielfältigen Ausführungsform Antwort auf diese Erfahrung sein. Erlebte Einschränkungen in der persönlichen Entfaltung und einengende Lebensbedingungen scheinen heranwachsende Frauen nicht mehr unbedingt derartig zu verarbeiten, dass sie Wut, Ärger und Frust gegen sich selbst, sondern indem sie diese auch handgreiflich gegen Andere richten.
Das Tabu der weiblichen Gewalttätigkeit und die Annahme, dass Mädchen und Frauen ausschließlich friedfertig wären, kann demnach revidiert werden.
Eine intensivere Beschäftigung mit der Entstehung, den Ursachen und den Erscheinungsformen weiblicher Jugendgewalt erscheint deshalb relevant und unerlässlich, da durch gezielte Inhalte und Methoden in der Gewaltpräventionsarbeit, einem weiteren Anstieg von Gewalttaten weiblicher Täterinnen vorgebeugt werden könnte.
Die Arbeit besteht aus insgesamt sechs Kapiteln. Im zweiten Kapitel befasse ich mich mit Grundlegendem zum Thema Geschlecht und Sozialisation. Inwiefern können die theoretischen Überlegungen zur Geschlechtersozialisation die Auffassung untermauern, Jugendgewalt als ein männliches Phänomen zu erachten und inwiefern vermögen diese theoretischen Sichtweisen auch weibliches Gewaltverhalten zu erklären?
Im dritten Kapitel wird das Phänomen der Jugendgewalt erläutert, indem empirische Daten männlicher und weiblicher Gewalttaten dargestellt werden. Vor dem Hintergrund zunehmender Gewaltbereitschaft von männlichen und weiblichen Jugendlichen ist auch die Frage nach den Verursachungszusammenhängen und den Bedingungen gewaltakzeptierender Legitimationsmuster von großer Bedeutung. Sowohl die strukturell veränderten Lebensbedingungen der Jugendlichen, als auch die sich daraus ergebenden Konflikte werden hier aufgezeigt.
Im vierten Kapitel erkläre ich die zunehmende weibliche Gewaltauffälligkeit unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Veränderungstendenzen. Ein sich vollziehender gesellschaftlicher Wandel, und damit eingeschlossen ein Wandel der Geschlechterverhältnisse, der zu einer allmählichen Pluralisierung der Geschlechtsrollen führt, lässt Verursachungszusammenhänge vermuten. Das fünfte Kapitel stellt den Versuch dar, pädagogische Handlungsansätze aus dem vorher Beschriebenen zu gewinnen.
Die Arbeit abschließend, wird im sechsten Kapitel ein Ausblick gebendes Resümee präsentiert.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 5 |
| 2. | GESCHLECHTSSPEZIFISCHE SOZIALISATION UND GEWALTVERHALTEN | 8 |
| 2.1 | Begriffe und Grundlagen | 9 |
| 2.1.1 | Sozialisation | 9 |
| 2.1.2 | Identität | 11 |
| 2.1.3 | Jugend | 12 |
| 2.1.4 | Geschlecht | 13 |
| 2.1.5 | Soziale Konstruktion von Geschlecht | 15 |
| 2.1.6 | Geschlechterstereotype | 18 |
| 2.1.7 | Gewaltverhalten und Geschlecht | 20 |
| 2.1.8 | Einordnung in die Arbeit | 23 |
| 2.2 | Symbolischer Interaktionismus | 24 |
| 2.2.1 | Grundlagen | 25 |
| 2.2.2 | Identitätsentwicklung im Symbolischen Interaktionismus | 26 |
| 2.2.3 | Geschlecht im Symbolischen Interaktionismus | 28 |
| 2.3 | Entwicklung von Geschlechtsidentität im Jugendalter | 30 |
| 2.4 | Zusammenfassung | 32 |
| 3. | JUGENDGEWALT | 37 |
| 3.1 | Aktualität der Jugendgewalt | 37 |
| 3.2 | Gewalt - männlich? | 41 |
| 3.3 | Zur Definition von Aggression und Gewalt | 45 |
| 3.4 | Ursprünge von Aggressionen | 48 |
| 3.5 | Angst | 50 |
| 3.6 | Gesellschaftliche Rahmenbedingungen zur Erklärung der Entwicklung von Gewalt | 50 |
| 3.6.1 | Gesellschaftlicher Wandel | 52 |
| 3.6.2 | Verlust von Solidarität | 53 |
| 3.6.3 | Desintegration und Gewalt | 54 |
| 3.6.4 | Strukturwandel der Jugendphase | 56 |
| 3.6.5 | Sozialisationseinfluss auf die Gewaltbereitschaft: Die Peer-Group | 63 |
| 3.7 | Situative Faktoren: Auslöser von Gewalt | 65 |
| 3.8 | Zusammenfassung und pädagogische Konsequenzen | 66 |
| 4. | WEIBLICHE JUGENDGEWALT | 69 |
| 4.1 | Individualisierung und Wandel der Geschlechterverhältnisse: Auflösung traditioneller Geschlechterkonzepte | 71 |
| 4.2 | Gesellschaftliche Rahmenbedingungen zur Erklärung weiblicher Jugendgewalt | 73 |
| 4.3 | Gewalt - Reaktion auf ungünstige Lebensumstände | 78 |
| 4.4 | Rückgriff auf traditionelle Geschlechterkonzepte | 80 |
| 4.5 | Exkurs: Männer als Modernisierungsverlierer | 83 |
| 4.6 | Formen und Ursachen weiblicher Gewalt | 86 |
| 4.6.1 | Bedeutung der Gleichaltrigengruppe: Suche nach Anerkennung | 86 |
| 4.6.2 | Physische Gewalt - ein Angleichungsprozess? | 88 |
| 4.6.3 | Gewalt aus Überforderung | 90 |
| 4.6.4 | Verstrickung in Gewaltsituationen | 92 |
| 4.6.5 | Psychische Gewalt | 93 |
| 4.7 | Zusammenfassung und pädagogische Konsequenzen | 95 |
| 5. | MÖGLICHE LÖSUNGSANSÄTZE | 99 |
| 5.1 | Definition von Gewaltprävention | 100 |
| 5.2 | Möglichkeiten und Grenzen | 103 |
| 5.3 | Grundlegende Vorüberlegungen zur geschlechterbewussten Gewaltpräventionsarbeit | 106 |
| 5.3.1 | Mögliche Ansätze für die Arbeit in Gleichaltrigengruppen | 108 |
| 5.3.2 | Ansätze einer geschlechterbewussten Arbeit mit gewalttauffälligen Jungen | 112 |
| 5.3.3 | Ansätze einer geschlechterbewussten Arbeit mit gewaltauffälligen Mädchen | 113 |
| 5.4 | Entscheidende Voraussetzungen zum gewaltfreien Handeln | 117 |
| 5.4.1 | Konstruktive Konfliktaustragung | 119 |
| 5.4.2 | Kompetenzen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten | 120 |
| 5.4.3 | Kooperation | 122 |
| 6. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 124 |
| LITERATUR | 126 | |
| ANHANG | 135 |
verschaffen. Unter diesem Blickwinkel scheint erstens ein angemessener Umgang mit den eigenen Aggressionen auch für Mädchen eine notwendige Aufgabe zu sein. Des Weiteren gilt es, für bereits gewalttätig gewordene Mädchen Gelegenheiten zu schaffen, die zwar auch Spannungsmomente beinhalten, aber fernab von fremdschädigendem, destruktiven Verhalten zu verorten sind. Die Individualisierung bringt gleichermaßen Probleme der Geschlechtsidentitätsfindung für weibliche und männliche Jugendliche mit sich. Es wurde dargestellt, dass die Wahlmöglichkeiten und die Wahloffenheiten, denen Jugendliche zur Selbstdefinition von männlich oder weiblich gegenüberstehen, sehr groß sind und Unsicherheiten und Irritationen produzieren können. Die Darstellung von ,echter‘ Männlichkeit bietet Sicherheit, Orientierung und Halt, ist jedoch häufig eng mit der Anwendung von körperlicher Gewalt verbunden. Konsequenz für die pädagogische Arbeit mit männlichen Jugendlichen, die an traditionellen Männlichkeitskonzepten festhalten und mit der Demonstration von Stärke und Gewalt ihr Mann-Sein unter Beweis stellen wollen, kann es demnach sein, ihr individuelles Mann-Sein positiv zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, unterschiedliche Männer-Identitäten zu testen. Hier liegt eine Chance, die sich aus den Individualisierungsund Pluralisierungsprozessen ergibt: Es sind viele Möglichkeiten offen geworden, sich als Mann zu inszenieren. Aber auch für Mädchen gilt es, zu erarbeiten, wie sie eine positive weibliche Geschlechtsidentität ausbilden können. Wie sie zwar traditionelle Weiblichkeitszuschreibungen ablehnen können, jedoch ohne dabei gleichzeitig den Männlichkeitskult zu imitieren und Gewalt zur Demonstration von Überlegenheit anzuwenden. Für die gewaltpräventive Arbeit liegt es in solchen Fällen nahe, alternative männliche und weibliche Geschlechtsidentitäten zu be- und erarbeiten sowie jedem einzelnen die Sicherheit zu geben, dass auch andere Formen von Männlichkeit und Weiblichkeit angemessen sind. Mädchen, die ihre Gewaltphantasien und ihre aggressiven Gefühle auf Jungen übertragen und auf diese Weise Gewaltsituationen mit inszenieren, identifizieren sich über traditionelle Auffassungen von Weiblichkeit, welche ihnen Eindeutigkeit vermitteln. Aufgrund dessen erscheint hier ebenfalls die Auseinandersetzung über Geschlechterstereotype sehr bedeutsam, wenn es in der pädagogischen Arbeit um die Reduktion von Gewalt gehen soll. Stereotype im eigenen Verhalten aufzudecken, sie gemeinsam zu reflektieren, deren Sinnhaftigkeit und Mitspiel in Gewaltsituationen zu enthüllen und zu hinterfragen, erscheint unter dieser Betrachtungsweise als ein durchaus wichtiger Aspekt, um Gewaltsituationen zu [...]
4.7 Zusammenfassung und pädagogische Konsequenzen Zusammenfassend kann man sagen, dass Mädchen nicht erheblich minder gewalttätig sind als Jungen, sondern neben zunehmend direkter offensiver körperlicher Gewalt auch andere Formen von Gewalttätigkeit ausüben. Nach wie vor ist körperliche Gewalt häufiger bei heranwachsenden Jungen anzutreffen. Dieses verdeutlichen die empirischen Zahlen in Kapitel 3.2. Steigende Zahlen von Täterinnen dürfen trotzdem nicht übersehen werden, ebenso wenig wie die anderen von ihnen ausgeübten Formen der Gewalt. So wurde deutlich, dass bei psychischen und verbalen Attacken die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen nicht sonderlich groß sind und das Mädchen außerdem bei Gewalttaten von Jungen häufig im Hintergrund agieren. Junge Frauen sind demnach in vielfältiger Weise an Gewalttaten beteiligt. Auch wenn die tatsächlich gewaltanwendenden Mädchen nur einer Minderheit angehören, so hat sich doch auch die Gewaltpräventionsarbeit mit seinen Inhalten dem neuartigen Phänomen der weiblichen physischen Gewalttätigkeit und ebenso den anderen von Mädchen angewandten Gewaltformen zuzuwenden. Letztere können Anlässe und Auslöser [...]
4.4 Rückgriff auf traditionelle Geschlechterkonzepte Nicht nur der gesellschaftliche Wandel, auch der Wandel der Geschlechterverhältnisse zeigt somit seine Licht- und Schattenseiten auf. Wird die Verständigung über gemeinsame Wert- und Normenvorstellungen und auch die Einigkeit über gemeinsam geteilte Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit von den Jugendlichen als Verlust von Eindeutigkeit sowie Verunsicherung und nicht als Gewinn wahrgenommen, so kann dieses, anlehnend an das Individualisierungstheorem Heitmeyers ebenfalls eine Form der Desintegrationserfahrung sein. Wenn aber das Aufweichen von Geschlechternormierungen und eindeutigen Verhaltenszuweisungen an Mädchen und Jungen nicht als Verlust sicherheits- und identitätsstiftender Faktoren betrachtet und erlebt wird, so kann sich die ergebende Pluralisierung von Geschlechterverhältnissen durchaus positiv auf die Selbstbilder der Jugendlichen auswirken. Männliche Jugendliche können sich bewusst [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832469993
Arbeit zitieren:
Kuckuck, Claudia April 2002: Jugendgewalt - ein männliches Phänomen?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Mädchengewalt, Geschlechtersozialisation, Deprivation, Geschlechterwandel, Jugendproblematik



