Das erste Jahr der Hamburger Südsee-Expedition in Deutsch-Neuguinea (1908 - 1909)
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Andreas Leipold
- Abgabedatum: August 2006
- Umfang: 288 Seiten
- Dateigröße: 6,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Bayreuth Deutschland
- Bibliografie: ca. 190
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0153-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8366-0153-5 P - ISBN (CD) :978-3-8366-0153-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Leipold, Andreas August 2006: Das erste Jahr der Hamburger Südsee-Expedition in Deutsch-Neuguinea (1908 - 1909), Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Südsee-Expedition, Kolonialismus, Deutsch-Neuguinea, Fülleborn, Hans Vogel
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Magisterarbeit von Andreas Leipold
Einleitung:
Zwischen dem 8. Juli 1908 und dem 22. April 1910 erforschte die Besatzung des von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung ausgerüsteten Dampfers, Peiho, die Inselwelt des Südpazifiks. Insbesondere das Bismarck-Archipel mit Neuguinea, Neupommern, den Admiralitäts-Inseln und der St.-Matthias-Gruppe standen im Mittelpunkt des Interesses dieser Reise.
Die Hamburger Südsee-Expedition steht in der Tradition verschiedener Forschungsreisen in die Südsee. Schon das Hamburger Handelshaus Godeffroy hatte im 19. Jahrhundert Sammler und Forscher in die Südsee entsandt. Ihr Schwerpunkt lag auf der naturwissenschaftlichen Erforschung Neuguineas. Auch Otto Finsch hatte in den Jahren 1879 bis 1882 erstmals den melanesischen Raum betreten und eine anthropologische Sammlung anlegen gekonnt. Weiterhin hatte die Neuguinea- Kompanie wichtige Erkenntnisse über die Bevölkerung in den Gebieten, mit denen sie in Handelskontakt stand, sammeln können. Auch die Kaiser- Wilhelm- Land- Expedition aus dem Jahre 1896 und die Deutsche Marineexpedition von 1895 standen in dieser Tradition der Forschungsreisen. Die Erkenntnisse dieser Expeditionen konnten von den Mitgliedern der Hamburger Südsee-Expedition verwendet werden.
Nicht zur Verwendung konnten die Ergebnisse der folgenden Reisen, wie zum Beispiel der Sapper-Friederici-Expedition der Jahre 1908 und 1909 und der Kaiserin- Augusta- Fluss- Expedition der Jahre 1912 und 1913 kommen. Diese Erkundungen setzten die Tradition der Forschungsreisen, in der nun auch die Hamburger Südsee-Expedition ihren Platz gefunden hatte, fort und profitierten von deren Ergebnissen.
Organisiert wurde die Expedition durch Prof. Georg Thilenius, dem Leiter des Hamburger Völkerkundemuseums. Die Reise wurde in zwei Teilabschnitten durchgeführt. So untersuchte die Hamburger Südsee- Expedition unter der Führung von Prof. Friedrich Fülleborn im ersten Jahr der Reise die Inselwelt Melanesiens und im zweiten Jahr unter der Leitung von Prof. Augustin Krämer das Gebiet in Mikronesien. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Forschungsreihe, den „Ergebnissen der Südsee-Expedition“, bis in die 50er- Jahre des 20. Jahrhunderts veröffentlicht. Hierbei standen zumeist die ethnografischen Befunde im Mittelpunkt.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es daher sein, exemplarisch für das erste Jahr der Reise folgende Punkte zu untersuchen:
Zum Ersten werden der Beschluss und der Plan zur Entsendung einer Expedition in die Südsee dargestellt. Im Rahmen dieser Untersuchung wird kurz auf die Gründung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung eingegangen. Anschließend werden die Konzeptionen zur Entsendung einer Expedition nach Thilenius aufgezeigt.
Der zweite Punkt zeigt einen Teil des Planes der Expedition aus dem Jahre 1908. Thilenius stellte hierbei die Aufgaben der Expedition dar. Insbesondere die Erforschung der Gebiete, welche das Schiff anlaufen sollte, ist hierbei wichtig. Er übernahm diese Vorstellungen unter anderem aus der „Denkschrift über eine hamburgische Expedition nach der Südsee“ von 1907. Der Auftrag noch nicht entdeckte Inseln am Äquator zu finden, wurde hier auch angeführt. Das negative Ergebnis konnte er hierbei noch nicht kennen, so dass dieser Teil des „Plans der Expedition“ mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vor Antritt der Reise in dieses Gebiet geschrieben wurde.
Der dritte Punkt wird den Ablauf der Reise – ihre Höhepunkte und Probleme – anhand des offiziellen Chronisten Franz Hellwig, des Fotografen, Hans Vogel, des Ethnografen, Otto Reche, und des Leiters der Reise, Prof. Fülleborn, darstellen. Hier soll der Umgang mit den Einheimischen sowie deren Reaktion auf die Forscher untersucht werden. Die Bewertung der Einheimischen durch die Expeditionsteilnehmer bleibt einem eigenen Kapitel vorbehalten.
Als vierter Abschnitt sollen die Wertungen der Forscher über die Einheimischen und die Einstellungen der Einheimischen zu den Forschern aus der Sicht der Expeditionsteilnehmer beschrieben werden.
In einer Zusammenfassung sollen die Leistungen der Teilnehmer der Hamburger Südsee- Expedition gewürdigt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| A. | Zur Einführung | 1 |
| B. | Die Planungen und Aufgaben für die Reise in die Südsee- Die Dispositionen Prof. Thilenius aus den Jahren 1902-1907 | 23 |
| I. | Praktische und wissenschaftliche Aufgaben | 23 |
| 1. | Erste praktische Aufgabe - koloniale Aufgabe | 24 |
| 2. | Zweite praktische Aufgabe - die Erstellung einer einzigartigen Sammlung | 28 |
| 3. | Wissenschaftliche Aufgabe | 31 |
| II. | Wahl des Untersuchungsgebietes | 34 |
| III. | Zeitliche Abgrenzung | 39 |
| IV. | Forschungsausrüstung und Sammelmethodik | 41 |
| C. | Der Koordinator und die Besatzung des Peiho während des ersten Jahres in der Südsee | 46 |
| I. | Georg Thilenius (1868-1937) | 46 |
| II. | Hans Louis Vogel (1885-nach 1966 / 1970) | 58 |
| III. | Otto Reche (1879 - 1966) | 62 |
| IV. | Friedrich Georg Hans Heinrich Fülleborn (1866-1933) | 75 |
| V. | Wilhelm Müller(- Wismar) (1881 - 1916) | 80 |
| D. | Probleme im Umgang mit der einheimischen Bevölkerung - Missverständnisse, Konflikte, Reaktionen | 81 |
| I. | Diebstahlgefahr und Prävention | 81 |
| II. | Reaktion auf zu hohe Forderungen der Einheimischen | 87 |
| III. | Täuschung und Ausnutzung der Forscher durch die Einheimischen | 93 |
| IV. | Überfälle - vorrausehbares Gefahrenpotenzial, Abwehr und Reaktion | 97 |
| E. | Bewertung der Einheimischen aus Sicht der Forscher | 108 |
| I. | Chronologische Darstellung | 110 |
| 1. | Die St.-Matthias-Gruppe | 110 |
| a. | die Hauptinsel | 110 |
| b. | Mussau | 114 |
| c. | Faktorei-Inseln | 115 |
| d. | Enaie | 118 |
| e. | Emirau-Squally | 123 |
| f. | Tench | 127 |
| 2. | Admiralitätsinseln | 134 |
| a. | Die Manus | 134 |
| b. | Spitzköpfe | 145 |
| 3. | Neupommern | 148 |
| a. | Baining - die erste Ethnie | 148 |
| b. | Tami - Die zweite Ethnie | 153 |
| c. | Die Durchquerung Neupommerns - die Inlandsvölker | 158 |
| 4. | Neuguinea: Der Kaiserin- Augusta- Fluss | 163 |
| a. | Der Unterlauf und die Küstenregion | 163 |
| a.1. | Warankun und Sikawa | 163 |
| a.2. | Singor | 170 |
| b. | Der Mittellauf - Muongen und Lambringi | 174 |
| c. | Der Oberlauf - die unbenannten Orte | 179 |
| c.1. | Charakter und Konflikt | 179 |
| c.2. | Aussehen | 183 |
| 3. | Vergleich der Bevölkerungen an den drei Abschnitten des Flusses | 187 |
| II. | Die Sicht der Einheimischen auf die Forscher | 190 |
| III. | Der edle und der wilde Südseebewohner | 192 |
| 1. | Der edle Wilde | 193 |
| 2. | Der wilde Edle | 206 |
| 3. | Ein zusätzlicher Aspekt - das Schönheitsideal | 214 |
| F. | Zusammenfassung | 218 |
| G. | Quellen und Literatur | 224 |
| I. | Quellen | 224 |
| 3. | Literatur | 235 |
| Anhang der Bilder | 243 | |
| Dokumentenanhang | 258 |
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| A. | Zur Einführung | 1 |
| B. | Die Planungen und Aufgaben für die Reise in die Südsee- Die Dispositionen Prof. Thilenius aus den Jahren 1902-1907 | 23 |
| I. | Praktische und wissenschaftliche Aufgaben | 23 |
| 1. | Erste praktische Aufgabe - koloniale Aufgabe | 24 |
| 2. | Zweite praktische Aufgabe - die Erstellung einer einzigartigen Sammlung | 28 |
| 3. | Wissenschaftliche Aufgabe | 31 |
| II. | Wahl des Untersuchungsgebietes | 34 |
| III. | Zeitliche Abgrenzung | 39 |
| IV. | Forschungsausrüstung und Sammelmethodik | 41 |
| C. | Der Koordinator und die Besatzung des Peiho während des ersten Jahres in der Südsee | 46 |
| I. | Georg Thilenius (1868-1937) | 46 |
| II. | Hans Louis Vogel (1885-nach 1966 / 1970) | 58 |
| III. | Otto Reche (1879 - 1966) | 62 |
| IV. | Friedrich Georg Hans Heinrich Fülleborn (1866-1933) | 75 |
| V. | Wilhelm Müller(- Wismar) (1881 - 1916) | 80 |
| D. | Probleme im Umgang mit der einheimischen Bevölkerung - Missverständnisse, Konflikte, Reaktionen | 81 |
| I. | Diebstahlgefahr und Prävention | 81 |
| II. | Reaktion auf zu hohe Forderungen der Einheimischen | 87 |
| III. | Täuschung und Ausnutzung der Forscher durch die Einheimischen | 93 |
| IV. | Überfälle - vorrausehbares Gefahrenpotenzial, Abwehr und Reaktion | 97 |
| E. | Bewertung der Einheimischen aus Sicht der Forscher | 108 |
| I. | Chronologische Darstellung | 110 |
| 1. | Die St.-Matthias-Gruppe | 110 |
| a. | die Hauptinsel | 110 |
| b. | Mussau | 114 |
| c. | Faktorei-Inseln | 115 |
| d. | Enaie | 118 |
| e. | Emirau-Squally | 123 |
| f. | Tench | 127 |
| 2. | Admiralitätsinseln | 134 |
| a. | Die Manus | 134 |
| b. | Spitzköpfe | 145 |
| 3. | Neupommern | 148 |
| a. | Baining - die erste Ethnie | 148 |
| b. | Tami - Die zweite Ethnie | 153 |
| c. | Die Durchquerung Neupommerns - die Inlandsvölker | 158 |
| 4. | Neuguinea: Der Kaiserin- Augusta- Fluss | 163 |
| a. | Der Unterlauf und die Küstenregion | 163 |
| a.1. | Warankun und Sikawa | 163 |
| a.2. | Singor | 170 |
| b. | Der Mittellauf - Muongen und Lambringi | 174 |
| c. | Der Oberlauf - die unbenannten Orte | 179 |
| c.1. | Charakter und Konflikt | 179 |
| c.2. | Aussehen | 183 |
| 3. | Vergleich der Bevölkerungen an den drei Abschnitten des Flusses | 187 |
| II. | Die Sicht der Einheimischen auf die Forscher | 190 |
| III. | Der edle und der wilde Südseebewohner | 192 |
| 1. | Der edle Wilde | 193 |
| 2. | Der wilde Edle | 206 |
| 3. | Ein zusätzlicher Aspekt - das Schönheitsideal | 214 |
| F. | Zusammenfassung | 218 |
| G. | Quellen und Literatur | 224 |
| I. | Quellen | 224 |
| 3. | Literatur | 235 |
| Anhang der Bilder | 243 | |
| Dokumentenanhang | 258 |
Textprobe:
Kapitel 2. Admiralitätsinseln - Die Manus: Auf ihrer zweiten Reise während des ersten Jahres erforschte die Hamburger Südsee-Expedition die Admiralitätsinseln. Noch bevor das Eiland in Sicht kam, stimmte Vogel seine Leser auf die Bevölkerung der Insel ein. So seien die Einheimischen Manus für ihre Meuchelmorde und ihre Grausamkeiten berühmt und für ihre Piraterie bekannt gewesen. In diesem Punkt urteilte Vogel ebenso wie auf Enaie vorschnell, da er keine Quelle für seine Behauptung, wie im Falle Parkinsons auf Tench, anführte. Es ist wahrscheinlich, dass er hier verschiedene Gerüchte, die von den Polizeisoldaten und anderen den Manus feindlich gesonnenen Südseebewohnern verbreitet wurden, rezipierte. Aber auch die Warnungen der kolonialen Verwaltung konnten von Vogel hier aufgenommen und seinem Leser vermittelt werden.
Doch erst durch die Landung auf den Inseln konnte er sein Urteil überprüfen. Die Wirkung auf seine Leser dürfte allerdings eine ähnliche wie bei der Darstellung über die Insel Tench gewesen sein. Erst später im Text konnte diese Vorstellung relativiert werden, doch ist es wahrscheinlich, dass die Meinungen der Leser über die Admiralitätsinsulaner zuerst negativ waren und erst nach aufmerksamem Lesen des Textes geändert wurde.
Am 20. Oktober 1908 erreichten die Forscher die erste Insel der Admiralitätsinseln. Noch vor der Landung der Europäer fuhren ihnen die Einheimischen entgegen. Sie zeigten damit großen Mut. Sie waren es auch, die den Erstkontakt mit der Hamburger Südsee-Expedition herstellten. Vogel würdigte diesen Umstand nicht, obwohl er, vielleicht unbewusst, seinen europäischen Lesern die typische Form der Kontaktaufnahme in der Südsee aufzeigte. Sie ging zumeist von den Einheimischen aus und war auf die Herstellung eines Handelskontaktes ausgerichtet. Den Mut auf die Fremden zuzugehen beschrieb Vogel bewusst nicht, um die Manus nicht in einem besseren Licht erscheinen zu lassen als die Forscher, die aufgrund der von Vogel dargestellten Gerüchte nur das Schlimmste befürchten konnten.
Dennoch führte das Verhalten der Einheimischen zu einer Revision von Vogels negativem Vorurteil. Schon beim ersten Kontakt konnte er feststellen, dass an Bord der Fahrzeuge „... ganz prächtige Kerle, ... die schönsten Menschen, die er bisher gesehen hatte ...“ waren. Mit dieser positiven und sicherlich bewusst übertriebenen Darstellung des Aussehens gelang es Vogel indirekt, von seinem Vorurteil im Bereich des Charakters abzulenken, da das Aussehen - wie so oft in seinem Werk - mit dem Charakter einherging.
Die Gefahren der Meuchelmorde und des Piratentums konnten nach dieser Darstellung nicht mehr von den Manus ausgehen. Somit wurde das Bild des Wilden zum Edlen Wilden abgeschwächt, wobei eine Gleichberechtigung der Europäer zu den Einheimischen nicht in Erwägung gezogen wurde. Dieser Kontrast könnte aber auch bewusst von Vogel verwendet worden sein um sein Werk spannender zu gestalten. Tatsächlich sprechen die Aussagen bei Nevermann und Hellwig, die später bedacht werden sollen, für das gute Aussehen und den freundlichen Charakter der Einheimischen, so dass Vogels Vorurteil als stilistisches Mittel oder als kritiklose Wertung aufgrund von Gerüchten angesehen werden kann.
Um die Schönheit der Einheimischen hervorzuheben zeigte Vogel einen chinesischen Händler, der auf der Insel eine ärmliche Station unterhielt. Nach Vogels Darstellung sei er so hässlich und zerlumpt gewesen, dass selbst die schwarzen Begleitpolizisten ihn für einen Waldgeist gehalten hätten. Hiermit wurde ein Kontrastbild erzeugt, dass die Einheimischen bewusst als sehr schöne Erscheinungen herausstellte, dem ebenfalls nicht gleichberechtigten Chinesen aber einen minderen Rang zu den Europäern und den Einheimmischen einbrachte. Hier spielte auch die Hautfarbe des Chinesen eine Rolle. Die gelbliche Tönung wirkte und wirkt bis heute teilweise abstoßend.
Auf einer Zeichnung stellte Vogel einen Admiralitätsinsulaner in idealtypischer Weise dar. Hier wurde ein Mensch gezeichnet, der, an einen Baum gelehnt, leicht nach vorne gebeugt steht. In seiner rechten Hand hält er einen Speer, um sich abzustützen. Das Gesicht ist ernst und sehr gleichmäßig gestaltet. Seine Haare sind am Hinterkopf sorgfältig zu einer Art Kugel zusammengebunden. In seiner Gestalt wirkt die Person sehr muskulös, was durch die starken Oberarme verdeutlicht wird. Brust und Beine sind ebenfalls mit Muskeln bedeckt. Der Gesamteindruck des Admiralitätsinsulaners stellt ihn als sehr würdige, selbstbewusste und ernste Erscheinung dar. Unterstützt wird das positive Bild durch die relativ helle Zeichnung Vogels, die bewusst alle Konturen am Körper und in der Umgebung zeigt. Im Vergleich zur Insel Tench wurde durch die Darstellungsform ein weitaus besserer Eindruck der Bevöl-kerung der Admiralitätsinseln vermittelt.
Auch die Hinzufügung von Schmuck am Körper des Einheimischen verdeutlicht seine Würde. Besonders auf die Haartracht schien Vogel beim Schmuck Wert gelegt zu haben. Sie wurde von den Bewohnern dieser Gegend bei Festen getragen. Aus der Darstellung Vogels könnte man aber schließen, dass dieser Schmuck ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand war. Und scheinbar war er es noch zur Zeit der Hamburger Südsee-Expedition der Fall.
So zeigte er eine ethnografische Besonderheit und damit einen realen Gegenstand. Der Speer ist ebenfalls geschmückt, so dass es scheint. Als sei er nicht zum Kampf, sondern aus zeremoniellen Gründen getragen wurden. Dennoch sollte festgehalten werden, dass die Verzierung nicht den Zweck eines Speeres ändern konnte. Es bleibt daher offen, ob Vogel die Intention vom friedlichen Admiralitätsinsulaner hatte oder hier wirkliche eine Waffe darstellte.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836601535
Arbeit zitieren:
Leipold, Andreas August 2006: Das erste Jahr der Hamburger Südsee-Expedition in Deutsch-Neuguinea (1908 - 1909), Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Südsee-Expedition, Kolonialismus, Deutsch-Neuguinea, Fülleborn, Hans Vogel



