Irrationale Entscheidungen bei Versicherungen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Patrick Junker
- Abgabedatum: September 1997
- Umfang: 68 Seiten
- Dateigröße: 3,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3354-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3354-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3354-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Junker, Patrick September 1997: Irrationale Entscheidungen bei Versicherungen, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Patrick Junker
Einleitung:
„Eine Versicherung ist etwas, was man am liebsten nie brauchen müssen möchte, aber doch einfach wollen muß, weil man sie ja immer brauchen tun könnte. Und wenn man sie mal braucht, dann immer dann, wenn etwas passiert, was man eigentlich nicht wollte. " Diese Aussage skizziert die geradezu grotesk anmutende psychologische Situation der meisten Menschen, wenn sie mit dem Angebot einer Versicherung konfrontiert sind. Andererseits scheinen die Versicherungsunternehmen Produkte zu bieten, welche, basierend auf komplexen versicherungsmathematischen und statischen Berechnungen, eine sinnvolle und gesellschaftlich wünschenswerte Risikodistribution betreiben. Risiken werden so wagbar und mögliche Schäden tragbar.
Diesen vernünftig und rational erscheinenden Angeboten stehen nun die individuellen Entscheidungen der Menschen für oder gegen den Kauf einer Versicherung gegenüber.
Die Individuen können sich bei ihrer Entscheidungsfindung jedoch nicht auf solche statistischen Risiko-Nutzen-Abwägungen stützen, da z.B. Schadenswahrscheinlichkeiten für eine einzelne Person gar keine Aussagekraft besitzen, ganz abgesehen von der Tatsache, daß die überwiegende Anzahl der Menschen gar nicht die Fähigkeit oder auch nur die Bereitschaft aufbringt, sich solcherart intellektuell mit dieser Entscheidungsproblematik zu befassen. Vielmehr werden die Individuen die subjektive Einschätzung ihres persönlichen Risikos in dem jeweiligen Zusammenhang oder in der jeweiligen Situation zur Grundlage ihrer Versicherungsentscheidung machen.
In dieser Arbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, in welchem Umfang Menschen dann irrational handeln: Welche psychologischen Effekte üben einen Einfluß auf die subjektive Wahrnehmung und Beurteilung von Gefahren aus? Welches sind die tiefenpsychologischen Hintergründe dafür und wie rational können Menschen dann überhaupt handeln? Schließlich greift ein psychologisches Experiment die präsentierten Forschungsansätze auf und untersucht den Einfluß von Emotionen auf Versicherungsentscheidungen.
Inhaltsverzeichnis:
| Einführung | 3 | |
| Kapitel 1: Gefahren, Risiko und Rationalität: Grundlagen für individuelle Versicherungsentscheidungen | 4 | |
| 1.1 | Einleitung und Überblick über die Risikoforschung | 4 |
| 1.2 | Risiko ist ein Gefährdungskonzept: Ein Überblick über die Geschichte der Wahrnehmung von Gefahren | 6 |
| 1.3 | Der Risikobegriff: objektives versus subjektives Risiko | 9 |
| 1.4 | Irrationale Entscheidungen: Wie rational kann der Mensch handeln? | 11 |
| 1.5 | Rationalität: Realität oder Paradigma? | 13 |
| 1.6 | Akzeptables versus akzeptiertes Risiko: Ein großer Unterschied | 15 |
| Kapitel 2: Charakteristika von Gefahren: subjektive Einflußfaktoren der Risikowahrnehmung | 18 | |
| 2.1 | Einleitung | 18 |
| 2.2 | Die Freiwilligkeit der Risikokonfrontation | 19 |
| 2.3 | Die Kontrollierbarkeit einer Gefahr | 20 |
| 2.4 | Der Zeitpunkt des Gefahreneintritts | 22 |
| 2.5 | Die betroffenen Personen | 23 |
| 2.6 | Die Bekanntheit einer Gefahr | 24 |
| 2.7 | Art und Ursache der Konsequenzen | 26 |
| 2.8 | Das Katastrophenpotential | 28 |
| Kapitel 3: Kognitivpsychologische Hintergründe der Risikowahrnehmung | 31 | |
| 3.1 | Einleitung | 31 |
| 3.2 | Die Theorie der kognitiven Dissonanz nach Festinger | 32 |
| 3.3 | Die Verfügbarkeitsheuristik | 34 |
| 3.4 | Die Repräsentativitätsheuristik | 36 |
| 3.5 | Verankern und nachjustieren von Urteilen | 39 |
| 3.6 | Die Überschätzung der Genauigkeit eigener Urteile | 41 |
| 3.7 | Die Korrelation von Ereignissen | 42 |
| Kapitel 4: Irrationale Entscheidungen bei Versicherungen: Eine empirische Untersuchung | 44 | |
| 4.1 | Einleitung | 44 |
| 4.2 | Der Einfluß von Stimmungen auf kognitive Funktionen | 46 |
| 4.3 | Ziel und Methode der empirischen Untersuchung | 49 |
| 4.4 | Wie werden die Versuchspersonen beeinflußt? Hypothesen für Untersuchungsergebnisse | 50 |
| 4.5 | Auswertung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse | 51 |
| Schlußbetrachtung | 55 | |
| Literatur | 57 | |
| Anhang A: Untersuchungsbogen zur Erzeugung negativer Stimmung | 62 | |
| Anhang B: Untersuchungsbogen zur Erzeugung positiver Stimmung | 64 | |
| Anhang C: Rohdaten des Experimentes | 66 | |
| Anhang D: SPSS-Auswertungen der Angaben aller befragter Personen (nicht im Lieferumfang enthalten) | 68 | |
| Anhang E: SPSS-Auswertungen der Angaben der weiblichen Versuchspersonen (nicht im Lieferumfang enthalten) | 69 | |
| Anhang F: SPSS-Auswertungen der Angaben der männlichen Versuchspersonen (nicht im Lieferumfang enthalten) | 70 | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | 7 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832433543
Arbeit zitieren:
Junker, Patrick September 1997: Irrationale Entscheidungen bei Versicherungen, Hamburg: Diplomica Verlag
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