Inwieweit unterstützt Science Fiction die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ferdinand Mohamed
- Abgabedatum: Januar 2005
- Umfang: 98 Seiten
- Dateigröße: 621,7 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8962-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8962-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8962-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mohamed, Ferdinand Januar 2005: Inwieweit unterstützt Science Fiction die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Star Wars, Jugendarbeit, Medienrezeption, Sozialisation, Kino
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Diplomarbeit von Ferdinand Mohamed
Einleitung:
George Lucas ist der Erfinder von Star Wars. Ursprünglich begann er als Drehbuchautor unter anderem der Star- Wars-Trilogie und mittlerweile ist dieser selber Produzent von Musik, Filmen, Tontechnik und anderen Branchensegmenten wie Merchandising. Er besitzt knapp zehn Firmen, die alle auf seiner Skywalker- Ranch zu Hause sind inklusive beachtlicher Beteiligungen nebst seiner eigenen fünf großen Produktionseinheiten, die bei Produktionen zusammenarbeiten und so fast außer Konkurrenz arbeiten können. Er hat mit seinen Produktionen Milliarden von Dollars verdient und ist ein Filmmagnat. In Hollywood herrschte nie ein Mangel an Wundern. Lucas rechnete bei Kinostart der Episode IV am 25. Mai 1977, einen Tag vor dem Memorial- Day- Feiertag der USA, damit, ca. 16 Millionen Dollar einzuspielen.
Acht Wochen später waren es schon 54 Millionen Dollar – 125 Millionen nach heutigen Maßstäben (damit ist der Geldwertverlust in den letzten dreißig Jahren gemeint – Inflation genannt). Nach zehn Jahren erspielte die Trilogie an den Kassen weltweit 1,2 Milliarden Dollar an Eintrittskarten, weitere 2,4 Milliarden an Merchandising- Produkten wurden eingenommen. Diese Star- Wars-Trilogie hat auch die Wirtschaft in weiten Bereichen verändert, aus dem bis dato unbedeutenden Merchandising, dem Vertrieb von Fan- Artikeln aller Sparten, wurde ein bedeutender Wirtschaftszweig, ein lohnendes Geschäft.
Gang der Untersuchung:
Ich beginne diese Diplomarbeit mit einer Übersicht über die von mir in der folgenden Arbeit behandelten Themen und Kapitel, um den Leser auf die Arbeit einzustimmen.
Ich beginne inhaltlich mit dem Ursprung von Star Wars und einer Einordnung in den zeitlichen Kontext der 70er Jahre. Als nächstes folgt meine persönliche Einleitung in das Thema, indem ich erzähle, wie ich zu dem Thema gekommen bin und wie ich überhaupt zum Interesse an Star Wars kam. Dann folgt eine Inhaltsangabe der drei Teile der von mir behandelten Trilogie von Star Wars, um die ganze Materie besser verstehen zu können.
In Folge beginnt die tiefere Betrachtung mit den Wurzeln der Trilogie, den Vorbildern Jung, Castanedas, Campbell und Bettelheim, um einen Einblick zu erhalten, wie kompliziert aber auch durchdacht die Geschichte ist um dann im weiteren Schritt zu verstehen, wie die Sozialarbeit durch Star Wars inhaltlich bereichert werden kann und aus Star Wars lernen kann, wie Jugendliche von heute erreicht werden können, auch in Hinblick auf die verwendeten dramaturgischen Mittel bei Star Wars.
Es folgen viele verschiedene Betrachtungen und Teile der Erklärung, unter anderem auch praktische Ansätze für die Jugendarbeit wie die Star Wars Celebration, einem Fantreffen in den USA, einem Rollenspielmodell sowie einem Vortrag aus der Jugendgemeindearbeit der evangelischen Kirche in Berlin, an dem ich damals Mitte der 90er Jahre teilnehmen durfte.
Im Anschluss daran folgen Beiträge zum Thema Mystik und eine Definition von Science Fiction, um das Thema auch durch eine umfangreiche Definition einmal einzugrenzen, um zu wissen, worüber ich in dieser Arbeit überhaupt rede.
Dann beginnt der Bereich Jugendarbeit, mit der OECD-Studie, den Bereichen Jugend und Medien, den technischen Mitteln der Trilogie und der beabsichtigten Wirkung, über den Beitrag zur Jugendgemeindearbeit, den ich schon vorher erwähnt habe, über die passenden Shell-Jugendstudien, zusätzlichen Informationen und Gedanken von mir komme ich dann schließlich zum Schlussteil, einem Beispiel für ein Jugendarbeitskonzept, dass ich auf der Basis dieser Diplomarbeit entworfen habe. Bei diesem steht der Bereich Jugend und Film im Vordergrund.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung zum Thema | 3 | |
| Zum Ursprung von Star Wars | 4 | |
| Mein Star Wars und ich | 7 | |
| Resumée der drei Teile | 9 | |
| Zu den Vorbildern der Trilogie, Jung, Castanedas, Bettelheim und Campbell | 13 | |
| Erläuterungen zu den vorher genannten Geschichten und Vorbildern | 27 | |
| Die Star Wars Celebration in den USA | 32 | |
| Das Rollenspiel | 35 | |
| Heldenfiguren und Mythen | 36 | |
| Zur Rolle der Mystik in Star Wars | 37 | |
| Definition Science Fiction | 40 | |
| Die aktuelle OECD- Studie | 43 | |
| Jugend und Medien | 46 | |
| Die Filmmusik von Williams als Entsprechung des visuellen Attraktionswertes | 62 | |
| Weiterentwicklung und Perfektionierung der filmischen Produktions- und Reproduktionstechniken | 63 | |
| Der Einfluss klassischer Erzählmuster und mythologischer Strukturen | 64 | |
| Notizen zu Star Wars, zusätzliche Informationen über Star Wars | 65 | |
| Die Jugendstudien 80er,90er und 2000er | 67 | |
| Der Vortrag meines Jugendpfarrers zu Star Wars | 79 | |
| Zu Star Wars und den Zusammenhängen | 84 | |
| Schlussbetrachtung | 87 | |
| Das Konzept | 88 | |
| Seminarkonzept in Übersichtform | 92 | |
| Literaturliste | 93 |
Jugend und Medien Ein Leben in der heutigen modernen Gesellschaft ist ohne Massenmedien kaum mehr vorstellbar, zu sehr gehören sie zum heutigen Leben dazu. Man wacht mit dem Radiowecker auf, zieht sich zwischendurch eine gute Scheibe „rein“, wie die Jugend zu sagen pflegt, liest Bücher und Zeitschriften, Zeitungen, geht ins Kino, um dann abends bei einem Hörspiel oder Hörbuch einzuschlafen. Und was für die Erwachsenen gilt, kann auch von den Jugendlichen behauptet werden, auch sie hören sich morgens eine CD an, hören tagsüber Musik, lesen Zeitschriften und Bücher, und lassen sich oft gern noch vor dem Schlafengehen eine GuteNacht- Geschichte erzählen. Natürlich gibt es auch Jugendliche, die weniger oder gar keine Medien rezipieren, aber ich gehe von der Masse als relevantem Durchschnitt aus. Die Medien begleiten uns nicht nur äußerlich, d. h. zeitlich und räumlich, sondern auch innerlich, man unterhält sich über Gesehenes und Gehörtes, würzt seine Geschichten mit Vergleichen und Medienzitaten von Serien und populären Stücken, man stylt sich für die Freizeit wie das große Idol. Die Medienfiguren gehen sowohl in das Denken und Erleben des Individuums ein als auch in die Gestaltung der Öffentlichkeit. Doch das Verhältnis des Einzelnen zum Medium ist meist recht ambivalent, auf der einen Seite ist die Freude, dass bestimmte Medien genutzt werden können, wenn er mit einem schlechten Film seine Zeit vergeudet hat, ärgert er sich dann aber über das Medium. Im heutigen Zeitalter von Internet, Cyberspace, Mailing usw. gelten denn auch ganz andere Maßstäbe und Richtlinien. Der Fall Robert Steinhäuser aus Erfurt fällt mir als neueres Thema der Medienrezeption ein, der jahrelang gewaltverherrlichende Computerspiele gespielt hat, und dann irgendwann seine Mitschüler und Lehrer anfing zu erschießen. Dieser Fall hat eine große Debatte ausgelöst, ob bestimmte Gewaltdarstellungen nicht verboten werden müssten. Den Bereich Gewalt in den Medien behandele ich denn auch gleich mit. Die für diese Diplomarbeit relevanten Themen aus der Medienforschung sind wohl Mediennutzung, -rezeption, -wirkung, Medienkindheit und -jugend. Diese Bereiche werde ich jetzt einmal genauer untersuchen, erschöpfend behandeln kann ich sie in diesem Kontext nicht, das würde den Rahmen sprengen, dafür ist das Forschungsbild insgesamt zu differenziert und heterogen geworden. Es gibt unzählige Rezeptionsstudien mit verschiedenen Schwerpunkten und Ergebnissen, die schwer vergleichbar sind. Das Forschungsgebiet ist mittlerweile auch für Pädagogen, Psychologen, Erzieher und viele andere Berufsgruppen interessant geworden, die spannendste Frage ist hierbei für mich, wie man die jungen Leute 46 [...]
Ich erwähne hier kurz die postmoderne Sozialarbeit, im Schwerpunkt befasse ich mich bei diesem Ansatz mit den Werken von Heiko Kleve, einem Dozenten meiner Schule und anerkanntem Autor auf dem Gebiet der postmodernen Sozialarbeit. Ich widme mich an dieser Stelle auch kurz diesem Thema von Sozialarbeit, da ich der Meinung bin, auf veränderte Grundkonditionen der Gesellschaft müsse man auch mit veränderten Methoden reagieren. In einem sozusagen „postmodernen“ Medienzeitalter müsse die Sozialarbeit auch mit postmodernen Erkenntnissen und Strategien antworten, will sie nicht zu den ewig gestrigen gehören, sondern Perspektiven und Paradigmenwechsel bieten. Diese Erklärung ist für den Schlussteil der Diplomarbeit besonders wichtig, wenn ich mein Konzept einer wie ich meine zeitgemäßen Medienarbeit mit Jugendlichen vorstellen werde. Diese Erklärung dient der Verbindung des Hauptteiles mit dem Schluss, wenn ich auf das Konzept eingehe und den konstruktivistischen Ansatz einmal kurz für diese Arbeit in den Kontext einbinde. Ich verstehe die gesamte Arbeit als postmodern, da sie nicht mit herkömmlichen Methoden der Sozialarbeit arbeitet, sondern viele neue Ansätze liefern will, die zu einer Verbesserung und Bereicherung für die Jugendarbeit führen sollen, jedenfalls meiner Meinung nach. Jetzt folgt der Bereich Jugend und Medien, die Shell Jugendstudien folgen zu einem späteren Zeitpunkt, aus praktischen Gründen. 45 [...]
Beide Studien, die Shell Studien sind mehrere, fasse ich in Kürze zusammen, die OECDStudie gleich, die Shell Jugendstudien zu einem späteren Zeitpunkt der Arbeit. Die aktuelle OECD- Studie Die aktuelle OECD- Studie zeigt auf einen Blick die wichtigsten Bildungsdaten aller OECDStaaten (und zahlreicher weiterer Staaten), vergleicht sie und lenkt so den Blick auf einzelne nationale Erfolge und Mängel. Dadurch öffnet sich die Chance, von den erfolgreichen Strategien der anderen Nationen zu lernen und natürlich auch deren Fehler zu vermeiden. Der Zugang und Erwerb von Bildung sind von zentraler Bedeutung für den Einzelnen wie für die Gesellschaft. Der Bund und die Länder bauen z. Z. eine nationale Bildungsberichterstattung auf, die vielfältige internationale Bezüge durchleuchtet. Die Dokumentation, die stärker auf nationale Segmente ausgerichtet ist, zeigt die Entwicklungen in Deutschland durch aussagefähige Kennzahlen auf und ermittelt vorrangige Handlungsfelder und Wirkungen der Reformen. Die Berichterstattung läuft und wird bis Ende 2005 zu einem ersten umfassenden Bericht über alle Bildungsbereiche. Auf die aufgezeigten Schwächen der Schülerleistungen und der zu verbessernden Bildungsbeteiligung im Hochschulbereich haben Bund und Länder mit vielfältigen Maßnahmen reagiert. Das neue Förderprogramm von Bund und Ländern für die Ganztagsschulen wurde erfolgreich begonnen, der Zugang zu den Hochschulen wurde durch eine Verbesserung des BAföG erleichtert und auch die Innovationsfähigkeit der Hochschulen, z.B. durch Ausweitung der Bachelor- und Masterstudiengänge, gestärkt. Neben Bereichen wie Bildungsbeteiligung, Bildungsfinanzierung, Lernumfeld und Schulorganisation sowie Schulstudien (PISA, IGLU/PIRLS) wird in der diesjährigen Ausgabe ein Schwerpunkt – auch auf Anregung Deutschlands – auf den Bereich Beschäftigung gelegt, um weitere Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Bildung und Berufschancen zu erhalten. Die Ergebnisse spezifisch für Deutschland sind nochmals von mir in Folge kurz in übersichtlichen Überschriften zusammen gefasst. 44 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832489625
Arbeit zitieren:
Mohamed, Ferdinand Januar 2005: Inwieweit unterstützt Science Fiction die Persönlichkeitsentwicklung Jugendlicher?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Star Wars, Jugendarbeit, Medienrezeption, Sozialisation, Kino



